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Heimatgeschichten: Die Burg Plesse

Heiligenstadt im Eichsfeld
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Tags: PlesseBovendenEddigehausen
Im Nordwestteil des Göttinger Waldes in der Nähe von Bovenden und oberhalb der Ortschaft Eddigehausen liegt auf einem ca. 350 m hohen Bergsporn die Burgruine Plesse. Zur ältesten Baugeschichte der Burg zählt der untere Teil des Bergfrieds aus dem 12. Jahrhundert. Der schmalere Turm diente alt Wartturm, auch als „Sydekum“ (sieh dich um) bekannt. Schon 1015 wird die Burg als Hausgut (vererbbarer Besitz des Adels) durch den Paderborner Bischof Meinwerk übertragen. Um 1138 ist Hermann II. von Wintzenburg Inhaber der Grafschaft. Ab 1150 nennt sich das Geschlecht nach ihrem Sitz „Edelherren von Plesse“.

Die Wintzenburger waren die mächtigsten Fürsten der Stauferzeit im südlichen Niedersachsen, Eichsfeld und Nordhessen. Zu ihren Besitzungen zählten die Asselburg, Derneburg, Ringelheim, Winzenburg, Homburg, Gandersheim, Schildberg, Corvey, Northeim, Burgruine Schöneberg, Reinhausen, die Gleichen, vermutlich auch Herzberg und Helmarshausen.

Erst nach dem Tod Hermanns II. gelangte es dem Braunschweiger Heinrich dem Löwen seine Macht auszubauen. Ministeriale der Hildesheimer Kirche drangen in der Nacht des 29. Januar 1152 in die Winzenburg ein und töteten Hermann und seine schwangere Frau, Luitgard von Stade.

Heute befindet sich auf der Burg ein Restaurant. Hier finden auch regelmäßig Veranstaltungen und Eheschließungen statt.



Von der Burg erzählt man sich folgende Geschichte:

„Auf dem Plesseberge, anderthalb Stunden von Göttingen, liegen die Trümmer des ehemaligen Bergschlosses Plesse. Von dieser Burg gehen gar mancherlei Sagen. Ein Kind ward lebendig in der Mauer beigesetzt, als man die Burg erbaute, um sie, nach früherem Wahn, unüberwindlich zu machen. Vor fünfzig Jahren fand man das Särglein mit den Gebeinen. Hinter der Burg ging ein Felsenbrunnen zur Tiefe, in dessen Gemäuer ein heimlicher, verborgener Eingang zu einem unterirdischen Gang in das Innere der Burg führte, so daß man aus der Burg Wasser holen konnte, auch wenn sie belagert war. Ein mannhaftes Rittergeschlecht nannte sich nach der Burg edle Herren von Plesse, und obschon die einst stattliche Burg in Trümmern liegt, bewachen und beschirmen die Rittergeister noch ihren einstigen Wohnsitz.

Einem Maurer, der Steine aus dem Burggemäuer brach, um sie drunten zu verwenden, schreckte ein seltsames unerklärliches Geräusch, daß er fast darüber die Besinnung verlor und endlich von dannen eilte, ohne je wieder hinauf und nach Burgsteinen zu begehren. Der letzte edle Herr von Plesse war Dietrich VI., mit ihm ist am 22. Mai 1571 das Geschlecht ausgestorben, und dann ist alsbald die Plesse ein Zankapfel zwischen Braunschweig und Hessen geworden, bis endlich die Burg nach manchem Streit an Hannover gelangt ist. Hausten oben über der Erde auf Plesse große und tapfere Ritter, so hauste ebendaselbst unter der Erde ein kleines winziges Völklein, von dem eine gar wunderliche Mär umgeht.“

Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853, https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Plesse


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