Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Das Vorwerk Ascherode bei Martinfeld

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: Ascherode
Walter Rassow beschreibt Ascherode als Rittergutsvorwerk von Bernterode und den Fürsten von Salm-Salm zugehörig.

 In der Nähe soll sich ein Dorf befunden haben, das die Brüder Volrad  und Hertag von Kirchberg 1146 dem Erfurter Peterkloster schenkten.  Erwähnt sind die „Kapelle in Escherichsrode mit 3 Höfen und 7 Hufen“.  Levin, Freiherr von Wintzingeroda-Knorr vermutet die Aufgabe des Dorfes  im Zusammenhang mit Zerstörung der Burg Velsecke.

Seit 1309 sind die Herren von Tastungen  Eigentümer, die mit dem Tod Christian Friedrich von Tastungen 1751  ausstarben. Der Kurfürst belehnte den Grafen von Ostein mit dem Gut, der  1810 kinderlos verstarb. König Jerome verschenkte das Anwesen seinem  Minister Descoudres und nach dessem Tod seiner Schwester, der Herzogin  von Parma.

Von 1590 bis  1880 stand an der Dorfstelle ein Herrenhaus, dass durch den heutigen Bau  ersetzt wurde. Interessant sind die Ausführungen Wintzingeroda-Knorr:

 „Bei den vor einigen Jahren erfolgten Abbruch des alten, aus dem 16.  Jahrhundert stammenden, schlossartigen Gebäudes und bei dem Neubau des  jetzigen Vorwerkshofes stieß man auf einen hart an den massiven  Unterstock des alten Schlosses stoßenden Begräbnisplatz.
Auch  sollen die Überbleibsel einiger Chorstühle gefunden worden sein.  Vielleich hatte das Erfurter Peterkloster an dem jetzt Ascherode  genannten Platze eine Grangie (Getreidespeicher) mit einer klösterlichen  Niederlassung angelegt, wie man es solche auch auf andere seiner  Besitzungen z.B. Falken in der Zella einrichtete …“

Quelle:  Levin, Freiherr von Wintzingeroda-Knorr „Die Wüstungen des Eichsfeldes“ –  1903; Walter Rassow: „Bau und Kunstdenkmäler des Kreises Heiligenstadt“  – Verlag Cordier 2002


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