Der Wasserfall im Heiligenstädter Kurpark - Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Der Wasserfall im Heiligenstädter Kurpark

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Heiligenstadt ·
Tags: WasserfallKurpark
Wann und von wem der Wasserfall erbaut wurde, ist bisher unklar. Fest steht, er wurde zur Wasserregulierung bei Hochwasser und der Mühlen entlang der Geislede errichtet. Die Geislede war von weit größerer Bedeutung als die Leine, sie trieb 12 Mühlen an und sorgte für Trinkwasser. In Heiligenstadt gab es im Mittelalter nur wenige öffentliche Brunnen, laut dem Stadtplan von Johann Fluck nur 10!

Der romantische Schriftsteller und Maler Carl Duval (1807-1853) schreibt in seiner Beschreibung von Heiligenstadt:

"Die nächsten Umgebungen von Heiligenstadt bekunden, daß die Einwohner Sinn für Schönheiten der Natur haben, denn da, wo sonst Wälle und Gräben zu finden waren, treffen wir jetzt freundliche Anlagen und angenehme Spaziergänge. Namentlich ist ein Gang vom Geisleder- bis zum Holzbrückentor lohnend und wir betrachten daselbst mit besonderem Interesse die Scheuche, einen in sehr romantischer Umgebung befindlichen, von der Geislede gebildeten und durch Kunst verschönerten Wasserfall. In eine Tiefe von grünem Gebüsch umsponnene Schlucht stürzt sich hier mit lautem Brausen das Wasser, zerstäubt an den Absätzen des Felsens und man kann stundenlang sitzen und dem reizenden Wasserspiele zuschauen."



„Nur muß man zum Besuche eine Zeit wählen, in welcher die Nymphe der Geislede reichliches Wasser aus ihrer Urne spendet, denn als der Verfasser einst eine Gesellschaft durch den Anblick des Wasserfalls überraschen wollte, und dieselbe zur Scheuche führte, war der Wasserstrom versiegt und nur ein schwacher Strahl sickerte an der Felswand herab.“

Quelle: Carl Duval – „Das Eichsfeld“ 1845  Bild: Michael Schön/Berlin


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