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Heimatgeschichten: Die Burgen in Rüdigershagen

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: Rüdigershagen
Der Ort Rüdigershagen an der Grenze zur Reichsstadt Mühlhausen hatte zwei Wasserburgen: den Ober- und Unterwall. Um 1300 besaßen die zwei Brüder Theodor und Heinrich von Hagen die Burgen.

Der Oberwall lag am Südrand des Oberdorfes und wurde 1273 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1315 wurde die Burg zerstört. Die Stelle der Burg ist noch durch Wall- und Grabenreste erkennbar.

Am Westrand des Unterdorfes oberhalb des Rittergutes lag der Unterwall. Die wahrscheinlich zweiteilige Burganlage wurde 1288 erwähnt. Die runde Burgstelle mit wassergefüllten Gräben und flachem Wall sind noch gut erkennbar. 1315 ebenfalls zerstört, wurde sie wiederaufgebaut und 1525 während des Bauernkrieges endgültig dem Erdboden gleichgemacht. Im Jahre 1370 übernahmen dann die Brüder Heinrich und Rüdiger von Hagen den Unterwall.
Am 12. Oktober 1315 wurden beide Burgen in „Hagen“ durch die Mühlhäuser Bürger zerstört.

Das Rittergut der Familie von Hagen wurde 1590 von den Brüdern Christoph und Hans von Hagen an der Unterburg (Unterwall) erbaut. In der Diele stand ein schöner Kamin mit der Inschrift: ANNO DOMINI 1592. WER GOT VERTRAUT HAT WOL GEBAUWT.
Die Einfahrt besaß am linken Torpfeiler die Jahreszahl 1864 und auf der rechten Seite das Hagensche Wappen. 1984 während der DDR-Zeit wurde in einer Nacht- und Nebelaktion das Gutshaus abgerissen, damit ein afrikanischer Investor auf der Durchreise nach Deuna nicht belästigt wurde!



Zur Geschichte der Familie von Hagen:
Die Herren, Freiherren und Grafen vom Hagen sind seit Anfang des 12. Jahrhunderts in Mühlhausen nachweisbar. Ernst von Hagen war Lehnsherr auf der nordöstlich von Mühlhausen erbauten Haynerburg (Heinerburg), das spätere Rüdigershagen. Dietrich und Heinrich vom Hagen gründeten im Eichsfeld die Linien zu Deuna (im 18. Jahrhundert ausgestorben) und zu Rüdigershagen.
Die Linie zu Rüdigershagen gibt es noch heute und sitzt seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Möckern (Jerichow).

Stammvater des freiherrlichen Hauses war Hans Caspar vom Hagen (1678-1754), der in den Freiherrenstand erhoben wurde. Graf Christoph Friedrich Wilhelm vom Hagen (1754-1813) wurde 1803 durch König Friedrich Wilhelm III. von Preußen in den erblichen Grafenstand erhoben.

Quelle: http://www.hagenscherfamilienverband.de


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