Heimatgeschichten: Büschlebs Mühle und weitere Mühlen in Worbis - Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Heimatgeschichten: Büschlebs Mühle und weitere Mühlen in Worbis

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: WorbisBüschlebsMühle
In Worbis befindet sich an der Wipper die erstmalig 1663 urkundlich erwähnte Büschlebsmühle. Alois Büschleb erwarb 1828 das Anwesen und errichtete die heutigen Gebäude und Anlagen.

Bemerkenswert sind der Vierseitenhof und die gut erhaltene historische Wasserkraftanlage der Getreidemühle. In der Gewölberadkammer produziert heute das 6 Meter große Wasserrad Strom. Dabei wird das Wasser auf einem Aquädukt aus Sandstein dem Wasserrad zugeführt. Bei der Hochwasserkatastrophe im Jahre 2002 wurde das Rad so stark beschädigt, dass es erneuert werden musste.  
Die Büschlebsmühle ist die letzte noch funktionierende Mühle an der Wipper. Erhalten ist die komplette Mahltechnik die heute noch die Möglichkeit bietet, aus Weizen oder Roggen Mehl zu mahlen. 5 schwere Mahlwerke auf dem Walzenboden sorgen für ein sehr feines Mehl. Heute bietet der Mühlenladen neben Mühlenprodukte auch weitere Artikel wie Reitsportartikel, regionale Produkte und Zubehör für Haus und Garten an.

heiligenstadt.net

Worbis kennt in seinem Buch: „Denkwürdigkeiten der Stadt Worbis und ihrer Umgegend“ (1818) im 15. Jahrhundert drei Pulvermühlen.

„In vorigen Zeiten haben auch einige Bürger mit Pulver gehandelt., das sie in ihren eigenen Mühlen, deren 3 hier gewesen sind, zubereiteten. Eine hat bey den Neunspringen da gestanden, wo jetzt eine Oehlmühle steht; davon thut das Lagerbuch von 1609 Meldung: ‚die Bockmühle giebt von der Oehlmühle 10, und von der dabey gelegenen Pulvermühle 5 Ggr.‘ Sie ist 1730 am 29. März in die Luft geflogen, und der damalige Besitzer, Christoph Rogge ist so zerrissen worden, daß man sein Hirn in Lappen hat binden müssen, und daß ein Fuß hier, und ein anderer dort gefunden worden ist. Die zweyte Pulvermühle ist da angelegt gewesen, wo Wilhelm Rübesamen seine Oehlmühle hingebaut hat. Diese Gegend heißt noch jetzt: bey der Pulvermühle. Die dritte hat unter der Klostermühle in dem Garten gestanden, der unter dem Namen Pulverhof noch bekannt ist“

Quelle: https://www.bueschlebsmuehle.de

© Thomas Schuster 2017


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü