Heimatgeschichten: Der Luisenblick in Heiligenstadt - Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Heimatgeschichten: Der Luisenblick in Heiligenstadt

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Heiligenstadt ·
Tags: Luisenblick
Von der Oststraße läuft parallel zur Nordhäuser Straße der Luisenblick. Benannt wurde die Straße nach der preußischen Königin Luise, die vom 14. bis 15. Oktober 1806 in Heiligenstadt übernachtete.

Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg war die Gemahlin von König Wilhelm III. Sie war auf dem Weg nach Auerstedt und musste auf Anraten eines Generals vor einer bevorstehenden Schlacht mit den französischen Truppen in Richtung Langensalza-Heiligenstadt fliehen.

Da die Heiligenstädter Stadtväter nur eine kurze Zeit zur Verfügung hatten, führten sie die Königin auf eine Sandsteinschwelle am Luisenblick, um ihr die Stadt zu zeigen. Ob an der Geschichte etwas Wahres ist, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden.

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Jedenfalls übernachtete Königin Luise auf ihrer Flucht in Heiligenstadt. In der Nacht traf sie mit ihrem Gefolge in Heiligenstadt ein. Wo sie übernachtete, ist bisher auch noch ungeklärt. In einem Tagebuch der Oberhofmeisterin ist zu lesen: „Wir übernachteten bei einem Kammersekretär“. Der Schwiegersohn des Präsidenten der Königlichen Eichsfeld - Erfurtschen Kriegs- und Domänenkammer Christian Wilhelm von Dohm schrieb, dass die Königin in der Wohnung von Dohm übernachtete, also im Heiligenstädter Schloss.
Königin Luise war in der Bevölkerung sehr beliebt und eher bürgerlich geprägt. Durch ihren frühen Tod 1810 mit 34 Jahren blieb sie als jung und schön in Erinnerung. Luise war von den 11 preußischen Königinnen die populärste und beliebteste Frau. 1797 wurde Friedrich Wilhelm mit 27 Jahren zum König gekrönt. Luise war zu diesem Zeitpunkt gerade 21 Jahre alt. Das Paar, dass sich auch in der Öffentlichkeit duzte, lebte in einer glücklichen Beziehung auf Schloss Charlottenburg.

Heute erinnert nur noch die Straße „Luisenblick“ an den Aussichtspunkt der Königin. Die einstige Stelle kann aufgrund der Bebauung nicht mehr aufgesucht werden.

Quelle: Bild - Postkarte um 1900


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