Mühlen in Neuendorf - Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Mühlen in Neuendorf

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: NeuendorfMühlenQuastmühleBockswindmühle
Neuendorf besaß viele Mühlen. Als älteste des Dorfes wird die Quastmühle genannt, die in einer Urkunde von 1676 den Herren von Knorr zinspflichtig war. Heute erinnern nur noch der Flurname „Bei der Quastmühle“ und der Mühlenteich an den Standort dieser. Sie wurde von dem Bach Nathe angetrieben. Im Stauteich vor der Mühle wurde das Wasser gesammelt, um in trockenen Sommern den Mühlenbetrieb aufrecht zu halten. 1901 verkaufte die Witwe Maria Kunze die Quastmühle, die wenig später abgerissen wurde.

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Die Dorfmühle wurde 1920 auf dem Anger gebaut, brannte aber schon 1937 wieder ab. Hier wurde 1922 mit Dampfkraft und anschließend mittels Dieselmotor gemahlen.

1802 errichtete man die Bockwindmühle auf dem Heiligenstädter Berge, die jedoch 1831 abbrannte. Aber schon 21 Jahre später wurde hier erneut eine Bockwindmühle gebaut. Sie befand sich im Besitz von Heinrich Achtermeier. Das Getreide konnte bei schlechtem Wetter nur mit dem Esel zur Mühle gebracht werden. Nach einer Modernisierung stürzte sie am 05. Juni 1901 ein und wurde nicht wieder aufgebaut.  

1832 kaufte Conrad Pröve Land auf den Sothentrift und baute eine Holländerwindmühle. Das Anwesen bestand aus der Mühle mit zwei Mahlgängen, einem Wohnhaus, Scheune und Stallungen. 1848 starb Pröve und die Mühle brannte wenig später ab. Nach dem Verkauf wurden die Gebäude abgerissen.

Conrad Pröve war ebenfalls der Besitzer der Windmühle auf dem Heiligenstädter Berg. Nach dem Brand 1831 baute er die Mühle auf dem Sothentrift. Im Worbiser Kreisblatt vom 31. Januar 1831 ist zu lesen:

„Bekanntmachung: Der Windmüller Conrad Pröve zu Neuendorf beabsichtigt den Wiederaufbau seiner im vorigen Sommer abgebrannten Windmühle, auf einer anderen Stelle, und zwar auf einem gekauften Stück Land, zwischen Neuendorf und Berlingerode, jedoch in der Neuendorfer Flur belegen.
Diejenige, welche gegen diesen Bau ein Widerspruchsrecht zu haben vermeinen, werden hierdurch aufgefordert, solches binnen 8 Wochen präklusivischer Frist, bei mir anzuzeigen, indem nach fruchtlosen Ablauf derselben, die erforderliche landespolizeiliche Erlaubnis zu dem fraglichen Wiederaufbau nachgesucht werden wird.  

Großbodungen, den 31sten Januar 1831 – Königl. Preuß. Landrath Reiche“

Quelle: Volker Große, Klaus Herzberg - „Mühlen im Obereichsfeld“ Bild: Mühlenteich der Quastmühle 2017


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