Heimatgeschichten: Der Lutter-Wasserfall in Großbartloff - Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Heimatgeschichten: Der Lutter-Wasserfall in Großbartloff

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: GroßbartloffWasserfall
Der 1306 erstmals erwähnte Ort Großbartloff wurde während eines Brandes im Jahre 1640 fast vollständig zerstört. Bekannt ist der Ort durch den Lutter-Wasserfall.

Das Tal um Großbartloff besteht aus festen Travertin und Kalksand, die vor circa 5000 - 10000 Jahren entstanden sind. Der Kalksand wurde durch das fließende Wasser bewegt und weitergeleitet. Der Wasserfall entstand aus Travertingestein und ist ca. 10 m hoch. Das Wasser der Lutter ist mit Sulfaten und Karbonaten versehen, die durch eine Verbindung mit Muschelkalk entstehen. Am Auslauf des Wasserfalls kann man Vögel wie Zaunkönig, Wasseramsel und weitere Vogelarten beobachten.



„Den Namen des im Tale der Lutter gelegenen Dorfes Großbartloff weiß der Volksmund so zu deuten:
Als das Dorf erbaut wurde, errichtete man der größeren Sicherheit halber an der südlichen Dorfseite ein steinernes Tor, wobei der angesehenste Mann des Ortes namens Goßbart die Aufsicht führte. Während des Bauens war schon des öfteren die Rede davon gewesen, welchen Namen man dem fertigen Dorf geben wollte. Man konnte sich lange nicht einigen, bis ein kleines Vorkommnis den Ausschlag gab. Eines Tages, als die Maurer eifrig auf dem an dem steinernen Tore errichteten hohen Gerüst arbeiteten, entfiel einem Maurer plötzlich ein schwerer Stein. Erschreckt rief der dem untenstehenden Aufseher zu: „Großbart, lof!“ (lof = lauf). Dieser konnte noch schnell genug zur Seite springen. und war gerettet. Als dies Geschehnis im Dorfe bekannt Wurde, machte ein Bewohner den Vorschlag, den Warnungsruf des Maurers dem Dorfe als Namen zu geben. Der Vorschlag fand Beifall, und so erhielt das Dorf den Namen Großbartlof, woraus später Großbartloff wurde.

Doch gibt es noch eine andere Erklärung des Namens. Danach soll er herrühren von Barthelshof, d. i. Hof eines Bartel oder Bartholomäus, des ersten Bewohners des Ortes. Derselbe soll zwei Höfe gehabt haben: einen großen hier und einen kleinen in dem jetzigen Dorf Kleinbartloff.“

Quelle: Rudolf Linge: „Der Hahn auf dem Kirchturm“ – 1978


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