Heimatgeschichten: Der Diebsbrunnen in Bischofferode - Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Heimatgeschichten: Der Diebsbrunnen in Bischofferode

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: BischofferodeDiebsbrunnen
Die erste schriftliche Erwähnung der „Villa Bischofferode“ fand 1186 in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Konrad I. statt. Bischofferode gehärte bis zum 13. Jahrhundert den Grafen von Honstein-Lohre-Clettenberg.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort von der Pest heimgesucht und mehrfach geplündert. Bischofferode gehörte zum Kloster Gerode. Zusammen mit Holungen klagten sie 1771 gegen das Kloster, um sich von den Diensten und Lasten zu befreien. Aber erst nach der Übernahme der Preußen im Jahre 1802 endete die Abhängigkeit von Gerode.

Bekannt ist der Ort durch den Kalibergbau, der 1993 geschlossen wurde. Während des Zweiten Weltkrieges mussten hier über 200 Gefangene Zwangsdienste leisten. Noch 1944 wurde ein Außenlager des KZ Mittel-Dora eingerichtet, die man 1945 nach Bergen-Belsen brachte. Am 10. April besetzten die Amerikaner Bischofferode, die Übergabe an die Rote Armee fand im Juli statt.
 

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In Bischofferode befindet sich ein Brunnen, der den Namen „Diebsbrunnen“ führt. Über die Herkunft dieses Namens erzählt die Sage:
„In alten Zeiten reichte den Bewohnern des Dorfes Bischofferode das vorhandene Wasser nicht aus. Lange überlegten sie, wie sie dem Mangel abhelfen konnten. Endlich fanden sie eine Möglichkeit. Sie leiteten heimlich, indem sie nur nachts arbeiteten, eine Quelle ins Dorf, die dem benachbarten Hauröden gehörte. Als die Einwohner von Hauröden schließlich bemerkten, was geschehen war, schimpften sie auf die Bischofferöder und nannten den Brunnen Diebsbrunnen.“

Quelle: Christian Mecke – „Versunkene Schätze des Eichsfeldes - Die schönsten alten Sagen“


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