06/2017 - Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Heimatgeschichten: Wie das Rad in das Mainzer Wappen gekommen ist

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Tags: MainzerRadSchloss
Das Eichsfelder Wappen zeigt ein sechsspeichiges silbernes Rad auf rotem Untergrund. Es ist zugleich das Wappen des Kurmainzer Staates, der bis zum Jahre 1802 existierte. Landesherr war der Kurfürst und Erzbischof, der zugleich Reichskanzler des Deutschen Reiches war.

Vom Ursprung des Wappens gibt es folgende Geschichte:

„Im Jahre 1009 wurde Willegis, ein frommer und gelehrter Mann, zum Bischof von Mainz gewählt; er war aber von geringer, armer Herkunft und sein Vater ein Wagnersmann gewesen. Des haßten ihn die adligen Tumherren und Stiftsgenossen, nahmen Kreide und maleten ihm verdrießweise Räder an die Wände und Türen seines Schlosses; gedachten ihm damit eine Schmach zu tun. Als der fromme Bischof ihren Spott vernahm, da hieß er einen Maler rufen; dem befahl er, mit guter Farbe in alle seine Gemächer weiße Räder in rote Felder zu malen, und ließ dazusetzen einen Reim, der sagte: »Willegis, Willegis, denk, woher du kommen sis.« Daher rührt, daß seit der Zeit alle Bischöfe zu Mainz weiße Räder im roten Schild führen. Andere fügen hinzu, Willegis habe, von Demütigkeit wegen, ein hölzernes Pflugrad stets an seiner Bettstätte hangen gehabt.“

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Wappen gibt es erst seit dem 12. Jahrhundert, damit wird die Begründung in die Welt der Sagen verschoben. Außerdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Wagner zum Reichskanzler erhoben wurde und damit die entscheidende Stimme zur Wahl des Königs hatte.

Ein Ratssiegel der Stadt Mainz aus dem Jahre 1300 zeigt den Heiligen Martin, Patron der Stadt und des Kurfürstentums, mit zwei Rädern. Das Rad war neben Gänse und Bettler ein Attribut des Heiligen. Das Rad könnte auch aus den Visionen des Propheten Ezechiel über den Gotteswagen stammen, der Merkaba mit den Cherubim. Eine weitere Möglichkeit wäre der Kreis um das Christusmonogramm.

Quelle: Brüder Grimm: „Deutsche Sagen“ Nr. 474, Bild: Wappen am Heiligenstädter Schloss


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