Woher die Scheuche ihren Namen hat - Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Woher die Scheuche ihren Namen hat

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Heiligenstadt ·
Tags: ScheucheWasserfall
Der Schriftsteller Carl Duval (1807-1853) bemerkt in seiner Beschreibung von Heiligenstadt über die Scheuche:

„Früher war da, wo jetzt die Tannen, Anlagen, Treppen usw. zu erblicken sind, ein Garten und der Weg tief am Wasserfalle dicht unter den Felsen dahin, wo auf der von uns gegebenen Ansicht der Scheuche die beiden Figuren lustwandeln. Die Stelle, wo sich die Figuren befinden, ist der übrig gebliebene Rest des alten Weges; derjenige Teil aber, welcher zwischen dem noch vorhandenen Wege und dem Wasserfalle gelegen war, ist nach und nach vom Wasser unterspielt (unterspült) und herabgestürzt, so daß die Kommunikation auf diesem Wege jetzt ganz unmöglich geworden ist. Da nun dieser alte Weg sehr gefährlich zu passieren war, man also vom Begehen desselben zurückgescheucht wurde; so nannte man ihn die Scheuche, welche Benennung nachher auch auf den Wasserfall übertragen wurde.“

Weiter heißt es:

„Als der alte Fußweg gar nicht mehr gangbar war, tauschte man einen über der Scheuche liegenden Garten gegen ein bei der Ziegelhütte* gelegenes Stück Garten um, worauf die Wege, Anlagen usw. so eingerichtet wurden, wie wir sie noch heute sehen.“

Der Weg ist vielen älteren Heiligenstädtern noch bekannt. Nach einigen Metern war allerdings Schluss und eine weiße Bank lud zum Verweilen ein. Aus Sicherheitsgründen wurde der Weg geschlossen.

*Die Ziegelhütte stand in der Nordhäuser Straße der Jakobskirche gegenüber (in Nähe der Volksbank).  



Quelle Bild: Carl Duval "Das Eichsfeld" 1848


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