Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Das Geisleder Tor

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Heiligenstadt ·
Tags: GeislederTor
Neben der alten Torwache in der Wilhelmstraße stand das Geisleder Tor. Durch das Tor führte die Nordhäuser- und seit 1294 die Mühlhäuser Straße. Das Geisleder Tor war mit zwei Tortürmen überbaut. Während des Dreißigjährigen Krieg nahmen die Stadtmauer und das Geisleder Tor schweren Schaden, blieben aber jedoch erhalten. Im Jahre 1796 wurde die Brücke vor der Alten Torwache neu in Stein errichtet.

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Johann Wolf schreibt 1800:
„Das erste (Tor) gegen Osten führt den Namen entweder von dem vorbeifließenden Bache Geislede, oder von dem gleichnamigen Dorfe, das eine Stunde vor der Stadt liegt. In diesem Thore ist neben dem Mainzer Rad die Jahreszahl: Anno Domini MCCCCXXXVI (1436) und die nicht leicht zu erläuternde Inschrift:  MARA HANC HASSENPPIVG zu bemerken. In älteren Zeiten muß es mit einem Turme versehen gewesen sein, indem es zum Arrest der Bürger gedient hat: jetzt steht nur eine Wohnung von Holz für den Thorwächter darauf.“

Das Geisleder Tor und das Wachhaus wurden im Februar 1813 abgerissen, an dessen Stelle traten im Jahre 1817 zwei Pylonbauten und Fußgängertore. Auch diese mussten um 1900 den aufkommenden Verkehrsbedürfnissen weichen, heute ist nur noch ein Rest der kleinen Brücke erhalten.

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An einem Haus am Klausberg ist in der Stadtmauer der von Wolf erwähnte Sandstein mit gotischer Inschrift eingelassen. Der Stein wurde in den 1970er Jahren bei Schachtarbeiten im Keller des auf der Stadtmauer aufgesetzten Wohnhauses gefunden und erst später in die Mauer eingefügt.

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