Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Das Schloss in Buhla

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: Buhla
Am Fuße der Bleicheröder Berge und der frühgeschichtlichen Hasenburg befindet sich in der Gemeinde Buhla das gleichnamige Schloss. Im Jahre 1238 wird in einer Urkunde ein „Ludolfus de Bola“ genannt, dessen Geschlecht sich im 13. Jahrhundert „de Buhla“ schrieb. Die Geschichte erzählt, dass dieses Geschlecht das Gut Buhla als Belohnung für die Hilfe bei der Zerstörung der Hasenburg 1072 erhielt.

Nach dem Aussterben der Linie 1548 fiel das Gut an den Lehnsherren Ernst von Hohnstein zurück. Dieser belehnte die Brüder Hans und Melchior von Bodenstein mit dem Gut. 1584 erwarb Hans von Berlepsch aus Großbodungen die Güter und erneuerte kurz vor seinem Tod das Schloss und baute ein neues Herrenhaus. Über dem Doppelportal ließ er die Inschrift "Hans von Berlepsch, Erbkämmerer zu Hessen 1592“ anbringen.

Nach dem Ende des 30jährigen Krieges 1648 fiel die Grafschaft Hohnstein und damit auch Buhla an das Fürstentum Brandenburg. Das Schloss blieb bis zum Jahre 1851 Eigentum der Familie von Berlepsch, die es an den Baron von Eberstein für 36.000 Taler verkauften. Gustav und Otto von Eberstein wohnten bis 1914 im Schloss. Im weiteren Verlauf folgten mehrere Besitzer.
Von 1939 bis 1945 besaß Egon Senger aus Göttingen Schloss und Rittergut, der dieses auch bewohnte. Im Zuge der Bodenreform 1945 wurde die Familie enteignet.

Die Rote Armee stationierte in Buhla ein Panzerbataillon und nutzte das Gebiet der Hasenburg als Übungsplatz. Im Schloss wohnten nach der Freigabe Arbeiter und Umsiedler, die zum größten Teil als Bergarbeiter in Kraja arbeiteten. Nachdem das Land Eigentümer wurde, gründete man im Schloss die Bezirksgewerkschaftsschule „Richard Horn“. Nach Auflösung der Schule diente das Schloss mit seiner Parkanlage als Altersheim, Pflegeheim und bis zur Wende als Heim für Behinderte. Aus dem Behindertenheim wurde ein Rehazentrum, das im Jahre 2000 geschlossen wurde.

Der Heiligenstädter Unternehmer Manuel Müller kaufte 2004 das Schloss und begann mit der Sanierung.

Quelle: Eichsfelder Heimatzeitschriften Februar 2005 von Walter Ziegler



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