Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Der Anger auf dem Heimenstein

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Heiligenstadt ·
Tags: Heimenstein
Der Heimenstein ist noch heute ein besonderer Teil von Heiligenstadt, der mit seiner „Heimensteiner Kirmes“ am 2. Pfingsttag weithin bekannt ist. Wer zum Umzug das vorangetragene Schild betrachtet, kann hier lesen: „Kirmeszug der Hermannsteiner“. Ob hier eine Burg gestanden hat, der Name -stein weißt darauf hin, oder ob ein Dorf dieses Namens sich der Altstadt angegliedert hat, darüber sind keine Nachrichten erhalten. Erbaut wurde die Klauskirche vermutlich im 12. Jahrhundert am ehemaligen Lindanger.

heiligenstadt.net

Über die Dorfanger des Eichsfeldes schreibt Dr. Johannes Müller:

„Im mitteldeutschen Raum ist heute nur noch vereinzelt der Dorfanger in seiner ursprünglichen Form zu finden, im westlichen Teil, besonders auf dem Eichsfelde und nach Hessen hinüber sieht man ihn noch oft. Hier gehört er zum alten Dorfbild wie Kirche und Bauernhaus. Hier verkörpert er wohl am stärksten den Gemeinschaftsgedanken des Bauerntums früher Jahrhunderte. Hier unter freiem Himmel, war die Stätte der Zusammenkünfte, der Beratung, der Rechtshandlungen, der Volksfeste und Feierstunden. …

Schon im Alt- und Mittelhochdeutschen kommt das Wort angar und anger in der Bedeutung für grasbewachsenes Land und blumige Wiese vor, so auch bei den Minnesängern, wenn Walther von der Vogelweide die Blumen streiten läßt:

‚dû bist kurzer, ich bin langer, alsô stritens ûf dem anger, bluomen unde kle ...‘“

Quelle: Dr. Johannes Müller aus dem „Eichsfelder Heimatbuch“ 1956 – Rat der Stadt Heiligenstadt Bild: ebda.



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