Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Die Hasenburg - Flucht- und Zwingburg im Eichsfeld (2)

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: HasenburgWallrodeBuhla
Zu den früh besiedelten Bergen und Höhen des Eichsfeldes gehört neben dem Rusteberg die Hasenburg bei Buhla und Wallrode. Dabei sind die Namensgeber nicht die Hasen, sondern die Asen (germanische Götter). Der Berg wird deshalb auch Asenberg oder Asenburg genannt. Funde aus der Hallstattzeit (Eisenzeit 800 – 450 v. Chr.) belegen eine frühe Besiedlung des markanten 487 m hohen Zeugenberges. Hier befand sich eine Reichsburg von Heinrich IV (Mitte 11. Jahrhundert).

Der Autor Melissantes (Johann Gottfried Gregorii – 1685-1770 Historiker, Autor und Geograph) besuchte zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Hasenburg. Er schrieb:

„Nicht weit von diesem Berge – dem Kälberberge auf dem Fuchsfelde (gemeint ist das Ohmfeld) – liegt die Haasenburg, welcher Berg über sechzig Acker Landes in sich hält, so ehedessen brauchbar gewesen, ist aber wüste liegen, wie ich selbst gesehen, als ich diese Gegend als Kuriosität betrachtet und fast alle Berge bestiegen, so in der Nähe gelegen. Auf der Haasenburg sind noch känntliche Rudera (Überreste und Trümmer) eines gewesenen Schlosses zu sehen.“

Duval schreibt 120 Jahre später:

„Jetzt forscht man nach Ruinen überall vergebens, und ist auch nicht die geringste Spur von Gemäuer mehr aufzufinden, daß aber die Hasenburg einst ein sehr wichtiger Platz war, geht aus der ungeheuren Menge von Altertumsgegenständen hervor, welche sich hier aus allen Arten von Metallen finden und den verschiedenen Zeitaltern angehören, denn während ein Teil der aufgefundenen Sachen offenbar aus der Heidenzeit stammt, scheint der andere auf ein mittelalterliches Raubschloss hinzudeuten.“

Thomas Schuster Heiligenstadt

Quellen: Melissantes: „Die curieuse Orographia oder accurate Beschreibung derer berühmten Berge“ – 1715; Carl Duval: „Das Eichsfeld“ - 1845


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