Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Die Wallanlage auf der Elisabethhöhe

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Heiligenstadt ·
Tags: WallanlageElisabethhöhe
Die hervorragende Lage an der alten Handels- und Heerstraße lassen auf eine Befestigung auf der Elisabethhöhe zur Überwachung des wichtigen Weges schließen. Noch im Jahre 1749 wird in einer Urkunde „am Elisabethol an der Landtwehr“ genannt.

Die Wallanlage hatte eine Fläche von ca. 3 ha und ist gut am Bergsporn (Aussichtspunkt Elisabethhöhe) zu erkennen. Wenn ihr den Weg zur Kapelle geht, findet ihr am Boden Wälle mit vorgelagerten Gräben. Der Höhenunterschied ist gut erkennbar. Südöstlich der Anlage ist ein weiterer Wall zum Schutz der Burganlage sichtbar. Hier wird sich bestimmt der Eingang zur Burg befunden haben. Alle anderen Seiten sind von steil abfallenden Felsen umgeben und machten die Fliehburg uneinnehmbar.

In alten Schriften wird die Burganlage nicht erwähnt. Sie zeigt einige Parallelen zu Fliehburgen der Zeit der germanischen Völkerwanderung (375 – 455 n. Chr.), also späte Bronzezeit und Beginn der Eisenzeit. Bedeutende Funde wurden hier nicht gemacht.

Dass König Dagobert (+ 639) hier auf der Alten Burg gelebt hat und hier geheilt wurde, geht leider in die Welt der Sagen zurück!

Professor Paul Grimm aus Berlin setzt die „rechteckige Wallburg mit zwei Vorwällen“ und „einem nur wenig befestigten Hof mit einer Martinskapelle“ ins 8. Jahrhundert, also in die Zeit des karolingischen und ottonischen Königshofes in Heiligenstadt.

Quellen: Professor Paul Grimm, Berlin „1000 Jahre Heilbad Heiligenstadt“ – 1973, Michael Köhler „Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze“ – 2001, Tobias Rohner: „Die Mikrotoponyme der Gemarkung Heiligenstadt“.


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