Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Die Wallfahrtsstätte Annaberg oberhalb Kloster Zellas

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: AnnabergKlosterZella
Wenn ihr in Struth Richtung Mühlhausen fahrt, findet ihr auf der rechten Seite einen Wegweiser zum Weiler Annaberg. Dieser heutige Ortsteil von Struth liegt ca. 1,5 Kilometer westlich auf einem Bergsporn des „Rain“.

Annaberg wurde vom Kloster Zella verwaltet. Wallfahrten zur Kapelle auf dem Berg fanden schon im 16. Jahrhundert statt. 1713 wurde Annaberg zusammen mit dem Neubau der Kapelle aus Stein erwähnt. Der Glockenturm der alten Kapelle aus dem Jahre 1672 blieb erhalten.
Nach der Auflösung des Klosters Zella im Jahre 1810 kamen die Gebäude in Privatbesitz. Die Wallfahrt endete kurze Zeit später und die alte Kapelle wurde 1869 abgerissen. Heute erinnert ein Bildstock der Heiligen Anna an den ehemaligen Standort. Wann die Wallfahrten zur Mutter Marias begannen, ist nicht überliefert (man vermutet nach Ende des Dreißigjährigen Krieges).  

Über den Abriss der Kapelle berichtet Vinzenz Hoppe im Jahre 1936:
„Wie traurig und klagend mag wohl ihr Klang in das Friedatal hinab getönt haben bei diesem ihrem letzten Geläute, hatte doch ihr eherner Mund über ein Jahrhundert fromme Wallfahrer zu heiliger Andacht geladen. Kurz vor dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges (1870) ist dann das Denkmal der Andacht ein Opfer der Spitzhacke geworden. Die Tat des Besitzers Lutteroth ließ Gott nicht unbestraft. Er musste das Kloster verkaufen, und sein einstiger Wohlstand schwand dahin.“
Eine der beiden Glocken soll sich heute im Kloster der Barmherzigen Schwestern in Heiligenstadt befinden.
1997 wurde der Bildstock mit einer Kopie des Originals der Anna Selbtritt von Pfarrer Gaßmann geweiht. Am 26. Juli findet wieder alljährlich eine Wallfahrt statt.

heiligenstadt.net

Quelle: https://eichsfeld-archiv.de/dokument/Gedenkblatt_zu_Ehren_St._Annas


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