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Die Wifo – Teil 2 Die Anlage in Heiligenstadt

Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von in Heiligenstadt · 4 März 2018
Tags: WifoinHeiligenstadt
Anfang September 1936 führte die Wifo Vermessungsarbeiten auf dem ca. 33 ha großen Gelände durch, dass 1940 um weitere 10 ha erweitert wurde. Anfang 1939 wurde mit dem Bau der Anlage begonnen. Im Sommer 1942 waren die Bauarbeiten abgeschlossen.

Für den Bau der Anlage beschäftigte man ungefähr 100 Arbeitskräfte. Neben der Lagerung von Öl- und Schmierstoffen wurde hier Treibstoff hergestellt. Zum Transport der Rohstoffe und des Endproduktes mit der Bahn wurde extra die Haltestelle „Pferdebachtal“ eingerichtet. Über vier Rohrleitungen pumpte man die Flüssigkeit in die 12 Kraftstoffbehälter, die eine Erdummantelung besaßen. Jeder Behälter hatte eine Kapazität von 600 m³. Die alte Bahnstrecke ist heute Teil des Radweges nach Kalteneber.

Die Herstellung des Treibstoffes erfolgte über eine Mischstation. Neben der Pumpstation füllte man das fertige Produkt in Fässern und Kanistern ab. Das Öl wurde in Literflaschen gefüllt. Die Wifo verfügte über eine Reinigungs-und Instandsetzungsanlage für Transportfässer. Entlang der Bahnstrecke befanden sich kleinere Verwaltungsgebäude und Werkstätten.

Am 30. April 1943 lagerten 1884 Tonnen Vergaserkraftstoff, 459 Tonnen Dieselkraftstoff, 966 Tonnen Motorenöl und 229 Tonnen Schmieröl in den Einrichtungen.

Noch heute sind an den Bäumen die Einschnitte der schweren Stahlseile der Tarnnetze zu sehen.



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