Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Die Wüstung Heddigerode bei Kleinbartloff

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: HeddigerodeKleinbartloffMönchmühleBäckermühle
Von der Wüstung Heddigerode sind sehr viele urkundliche Erwähnungen vorhanden. Der eingegangene Ort gehörte zu Birkungen und Kleinbartloff im Gutsbezirk Oberorschel/Reifenstein.

Levin, Freiherr von Wintzingeroda-Knorr schreibt über den Ort:

„An dem Ohne- oder Linke-Bache liegen unterhalb Birkungen verschiedene, von den umliegenden Ortschaften ziemlich weit entfernte Mühlen, welche von oben beginnend heißen: die Rohr-, Becker-, Mönch, Eich-, Eck- und Rüdigershagener oder Ripperoder Mühle. Letztere gehört unzweifelhaft nicht zu Heddigerode sondern zu der Wüstung Ripperode.“

Johann Wolf ordnet den Ort zwischen der Beckermühle und der Mönchmühle ein, „… in dieser Gegend soll nach Einigen vor Ausführung der Gemeinheitsteilung ein Kirchhof kenntlich gewesen sein. Jetzt führen die etwa 300 bis 500 Schritte nördlich von Kleinbartloff und ebenso weit südlich der der Eichmühle den Namen ‚das Kirchhofsfeld‘. Wintzingeroda-Knorr nennt als weiteren möglichen Ort: „… Heddigerode zwischen Klein-Bartloff und Hausen also ungefähr bei der Mönch-Mühle oder unterhalb dieser und oberhalb der Eichmühle gelegen.“

Die älteste Urkunde stammt vom 1. August 1253, wo Graf Heinrich von Gleichenstein auf Ansprüche der Güter zugunsten des Klosters Reifenstein, darunter auch „Hedwigerode“, entsagt. Im März 1343 kam es zu einem Streit zwischen dem Kloster Reifenstein und Johann, genannt Nal (Burgmann in Worbis oder Harburg) über eine Kolonie des Ernst Gottfried in Hedewigerode.

Thomas Schuster Heiligenstadt

Quelle: Levin, Freiherr von Wintzingeroda-Knorr „Die Wüstungen des Eichsfeldes“ – 1903, Johann Wolf: Politische Geschichte des Eichsfeldes Erster und Zweiter Band – Göttingen 1792 Bild: vermuteter erster Ort der Wüstung © Thomas Schuster 2019


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