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Heimatgeschichten: Das Schloss der Herren von Minningerode in Gieboldehausen

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: GieboldehausenSchloss
Das Herrenhaus der Herren von Minnigerode ist Teil einer größeren Gutsanlage und noch sehr gut erhalten. Das Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und besitzt ein Sockelgeschoss aus Bruchsteinen. Die Gewölbekeller und das Untergeschoss stammen vom Vorgängerbau, der einem Hans von Brudenhusen gehörte. Dieser verkaufte Hans von Minnigerode d.J. 1502 seinen Besitz in Gieboldehausen. Nach 1520 ließ er als Amtmann das Haus in der heutigen Form errichten.

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Ursprünglich stand hier vermutlich eine Motte (künstlich angelegter Hügel mit einer hölzernen Burganlage), die später in Stein gebaut von einem Wassergraben umgeben war. 1873 wurde der Schlosspark angelegt. Die letzten Wirtschaftsgebäude des Schlosses wurden 1970 abgerissen.

An der Außenseite des Gieboldehäuser Schlosses links neben dem Eingang steht in einer kleinen Nische die Holzfigur der heiligen Anna.

„Als die Herren von Minnigerode zur lutherischen Kirche übergetreten waren, wurde das Annenbild aus der Nische entfernt und beiseite geworfen. Kaum aber war das geschehen, trieb ein toller Spuk in erschreckender Weise sein Unwesen auf dem Wall. Weder Mensch noch Tiere hatten von dieser Zeit an Ruhe, weder am Tag noch bei Nacht. Hilflos suchte man Rat dagegen, jedoch vergebens. Endlich wusste der alte Schafmeister auf dem Wall, der allein katholisch geblieben war, Rat. Er sagte, man möge das missachtete Bild wieder an seine Stelle bringen. Und es geschah. Seit der Zeit war es mit dem Spuk vorbei.“

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Quelle: Christian Mecke – „Versunkene Schätze des Eichsfeldes - Die schönsten alten Sagen“


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