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Heimatgeschichten: Die Burg Birkenstein bei Birkungen

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: Birkenstein
Ungefähr 1 km südlich von Birkungen auf einem Höhenzug des Düns befinden sich die Überreste der 1256 erstmals urkundlich erwähnte Burg Birkenstein. 1294 erwarb der Mainzer Erzbischof Gerhard II. den Scharfenstein, den Birkenstein sowie den Gleichenstein von den Grafen von Gleichenstein. 1323 soll die Burg noch in einem guten Zustand gewesen sein. Birkenstein war ein Amtsbezirk und kam schon sehr früh zum Amt Scharfenstein. Die Amtsmänner nannten sich nach der Burg, wie 1242 Ernst von Birkenstein und 1258 Christian (Christianus advocatus in Birkenstein). Das Wappen zeigt eine gestürzte Spitze und in jedem Feld ein Kleeblatt. Johann Wolf bezeichnet das „castrum Berkenstein“ 1323 in einem guten Zustand.

In einer Urkunde vom 2. April 1035 schenkte Kaiser Konrad II. dem Kloster Fulda ein Gut „in loco Birkehe“ in der Germa-Mark. Ob es sich hierbei um den Ort oder die Burg handelte, ist unklar.

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Gelände vom Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimar untersucht. Diese fanden eine als „Birkenstein II“ bezeichnete Burgstelle, die ca. 300 Meter nordöstlich von der Hauptburg entfernt lag.

Die Hauptburg befand sich in Hanglage und wurde durch den Steinbruch stark verändert. Sie hatte eine Größe von 70 × 50 Meter Kantenlänge mit abgerundeten Ecken. Wälle und Gräben sind nur auf der Bergseite erkennbar.

Die als Birkenstein II genannte Anlage ist wesentlich kleiner und hatte eine Größe von 19 x 17 Meter. Die Gräben bildeten ein Viereck. Im Nordosten lag ein vorgelagerter Wall. Der flache Boden könnte hier mit Gebäuden bebaut gewesen sein.
heiligenstadt.net

Bis heute blieb die Sage von der Kellerjungfrau vom Birkenstein erhalten.

„Eines Tages soll die Burg Birkenstein von wütenden Bürgern des Ortes überfallen worden sein. Alle Bewohner der Burg bis auf eine Jungfrau konnten entfliehen. Diese versteckte sich im Vorratskeller der Burg und wartete, bis die Bauern verschwunden waren. Doch dann zog ein Sturm auf, der die Burg verwüstete. Erst als der Sturm vorüber war, schaffte es die Kellerjungfrau mühevoll nach draußen zu gelangen. Sie rannte in das Dorf, um nach der gräflichen Familie zu suchen. Mit einem Reisigbesen in der Hand befragte sie die Bewohner, doch diese gaben ihr die Nachricht, dass der Ritter von Birkenstein in der Schlacht bei Frankenhausen umgekommen sei. Nie wurde erzählt, dass die Kellerjungfrau gestorben sei – das Gegenteil ist der Fall: noch jüngere Generationen erzählen, dass sie die Jungfrau mit dem Reisigbesen gesehen haben wollen.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Birkenstein_(Eichsfeld)


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