Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Heimatgeschichten: Die Urbanschanze auf dem Sonnenstein

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: SonnensteinUrbanschanze
Auf dem Sonnenstein befinden sich einige Gräben und Wälle, die einer mittelalterlichen Befestigungsanlage zugeordnet werden. Der Sonnenstein diente als Grenzberg zwischen dem Ohmfeldgau und dem Lisgau mit der Mark Duderstadt.

Heute erinnert eine Tafel an das geschützte Bodendenkmal Sonnenstein – Urbanschanze – Graseforst
„Die leicht erhöhte Innenfläche der hochmittelalterlichen Befestigungsanlage wird durch Erdwälle und Gräben eingeschlossen. Die Schanze gehörte als Beobachtungsstation zu einem mittelalterlichen Grenzzug.“

Thomas Schuster Heiligenstadt

Auf dem Sonnenstein soll ein Räuber, der „böse Urban“, gehaust gaben:

„An der westlichen Seite des Sonnensteins befindet sich in halber Höhe, versteckt im Gehölz, die Urbenschanze. Es soll ein Überbleibsel einer Felsenhöhle sein, welche im Laufe der Zeit zerstört wurde. Die Sage erzählt von einem Räuber, dem „bösen Urban“, der vor Jahrhunderten in dem undurchdringlichen Gestrüpp des Sonnensteins hauste. Auf seinen Raubzügen ritt er einen Rapphengst, der schnell war wie der Wind. In der Felsenhöhle fand das Pferd einen natürlichen Stall.

Häscher fahndeten nach dem Räuber. Durch List und Schlauheit jedoch wußte er seine Verfolger stets zu täuschen. In der Kunst des Hufschlagens nämlich war er Meister. Er schlug seinem Hengst die Eisen verkehrt auf und zwar in so geschickter Weise, daß es dem Pferd in der Schnelligkeit des Laufens nicht den geringsten Abbruch tat. Lag der Räuber in seinem Versteck, so zeigten die Pferdespuren das Gegenteil an.

Jahrelang ging alles gut. Zuletzt wurde der Räuber sorglos und ließ ab von seiner List. Er wurde in seinem Versteck überrascht, gebunden und der strafenden Gerechtigkeit überliefert. – Die Urbenschanze führt im Munde des Volkes auch den Namen ‚Pferdestall‘.“

Quelle: Rudolf Linge: „Der Hahn auf dem Kirchturm“ – St. Benno Verlag Leipzig 1978


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