Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Historische Ansicht: Der Schlossplatz von Heiligenstadt

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Heiligenstadt ·
Tags: NeptunSchlossFriedensplatz
Das Bild vom Schlossplatz stammt aus dem Buch von Dr. Torsten Müller: "Das Eichsfeld im 19. Jahrhundert". Die Ausstellung dazu wird heute Abend eröffnet.

Auf dem Schlossplatz wurde 1738 ein großes gemauertes Bassin mit einem Springbrunnen erbaut. Das Wasser leitete man in hölzernen Rohren von der Elisabethhöhe zur Versorgung des Brunnens und des Schlosses hierher. 1806 ließ der Landrat den Brunnen abreißen und eine sogenannte „Brunnenkunst“, ein Wasserrad in einem Turm, nahe dem Kornhaus erbauen.

heiligenstadt.net

Maria Kramann schreibt über die Kunst:

„1811 ließ der westfälische Präfekt von Bülow das Dach von diesem Turm beseitigen, der 1819 abgebrochen wurde, die Steine fanden bei der Reparatur der Stadtmauer Verwendung. Eine „neue Brunnenkunst“ wurde unterhalb der alten, über der Geislede erbaut und bis zum Jahre 1905/06 mit großen Kosten erhalten. Nach dem Bau der städtischen Wasserleitung und Anschluss des Schlossgebäudes an diese wurde die Brunnenkunst an die Stadt verkauft, die sie aber eingehen ließ.

Der früher auf dem Schlossplatz im Wasserbassin stehende „Neptun“ war 1830 der Stadt auf Antrag kostenlos überlassen worden, jedoch unter der Bedingung, dass er auf dem Markt oder auf einem anderen Platz wieder aufgestellt werde.“

1998 fand man bei der Sanierung des Schlossplatzes eiserne Ringe, die die hölzerne Leitungen des Neptunbrunnens zusammenhielten.


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