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		<title><![CDATA[Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt]]></title>
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		<description><![CDATA[Neuigkeiten aus Heiligenstadt, dem Eichsfeld und Umgebung!]]></description>
		<language>DE</language>
		<lastBuildDate>Sat, 11 Jul 2026 00:28:00 +0200</lastBuildDate>
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			<title><![CDATA[Gesetzverkündung im Jahre 1820]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B80"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Heiligenstadt, den 29sten Januar 1820.</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Gesetzgebung. </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Das in Berlin unterm 20sten Januar ausgegebene 2te Stück der diesjährigen Gesetzsammlung enthält unter </span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 577. die Verordnung wegen der künftigen Behandlung des gesammten Staatsschulden Wesens nebst dem Etat für die Staatsschulden-Verzinsung und Tilgung;</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 578. die Verordnung wegen Aufhebung des bisher unter der Benennung: „Churmärkische Landschaft“ bestandenen Credit-Instituts des Staats und der Ritterschaft und Städte in den Marken;</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 579. die Allerhöchste Kabinetsordre an das Staats=Ministerium, den Staatshaushalt und das Staatsschulden=Wesen, desgleichen</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 580. die nähere Verbindung der General-Kontrolle mit dem Staats-Ministerio betreffend;</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 581. die Allerhöchste Kabinetsordre, die künftigen Verhältnisse der Generals-Direktion der Seehandlungs-Sozietät betreffend, und</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 582. die Verordnung, wegen Gleichstellung des Salz-Verkaufspreises auf den Salz-Niederlagen der Monarchie. Sämtlich vom 27sten d. M.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Quelle: Ober = Eichsfelder Kreis = Anzeiger Nro 5.</span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 22:36:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Die Kapelle St. Mater Dolorosa]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B71"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im St. Vincenz Krankenhaus im Kath. Eichsfeld Klinikum gGmbH, befindet sich eine schöne Kapelle. Der Zugang erfolgt von außen oder von der Station 1.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Kapelle wurde 1912 auf dem Gelände des seit 1845 bestehenden Krankenhauses errichtet. Sie ersetzte einen kleineren Vorgängerbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, der an anderer Stelle abgebrochen worden war. Der romanisierende, dreiachsige Saalbau zeichnet sich außen durch Lisenen (Mauerblenden), flache Strebepfeiler, einen Klammerfries am Langhausgiebel und hohe, dreibahnige Rundbogenfenster aus. An das Kirchenschiff schließt sich ein schmaler, eingezogener Polygonalchor mit Nebenanbauten aus; der Glockenturm mit markanter doppelter Laterne steht leicht abseits. Im Inneren ist der Saal von einem tonnengewölbten und durch Gurtbögen gegliederten Raum geprägt, während den Altarraum ein Kreuzgratgewölbe überspannt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Über dem Chorbogen befinden sich ein Fresko (um 1912) und ein Flachrelief der Heiligsten Trinität sowie der hl. Barbara und Margareta – Fragmente einer ursprünglich figurenreichen Darstellung der Vierzehn Nothelfer. Die Pietà ist eine Holzplastik aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der Kreuzweg eine Schnitzarbeit aus Oberammergau (1933).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Marienstatue ist eine Kopie nach einem Original des 15. Jahrhunderts (Ende 20. Jh.). Das Schönste in der Kapelle sind die Bleiglasfenster (1912), sie stammen aus der renommierten Werkstatt Schneiders &amp; Schmolz (Köln) mit gotisierenden Szenen aus der Kindheitsgeschichte Jesu.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und „Kirchen des Eichsfeldes“ – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 22:48:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[1150 Jahrfeier in Weißenborn]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6F"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Weißenborn liegt im Nordosten des Eichsfeldes in einem Talkessel an der oberen Geroder Eller, umgeben vom Winkelberg (Ohmgebirge) im Süden sowie dem Iberg und Tellenberg im Norden. Zum Ort gehört auch der Ortsteil Gerode mit seinem ehemaligen Benediktinerkloster. Der Name leitet sich vermutlich von einer „weißen“, also klaren Quelle (Born) ab.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Weißenborn wird erstmals 874 urkundlich als Wizzanbrunno im „Fuldaer Summarium“ erwähnt. König Ludwig der Deutsche bestätigte darin Steuerzahlungen (den Zehnten) thüringischer Orte an das Kloster Fulda. Damals gehörte die Region zum historischen Gau „Ohmfeld“ (Onefeld). 1124 wird das Nachbardorf Lüderode erstmals als Luidenrode im Zuge der Gründung des Klosters Gerode erwähnt. Es besaß sogar das Marktrecht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die beiden Orte rücken 1291 kirchlich zusammen: Die Kirche in Lüderode und die Kapelle in Weißenborn werden dem Kloster Gerode unterstellt. Obwohl sie dicht beieinanderlagen, blieben sie jahrhundertelang eigenständig mit jeweils eigener Verwaltung, Kirche und Schule. Dabei entwickelte sich Lüderode eher bäuerlich, während in Weißenborn das Gewerbe überwog.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bis 1802 gehörten die Klosterdörfer zum geistlichen Kurfürstentum Mainz. Danach wurden sie preußisch, gehörten kurzzeitig zum französischen Königreich Westphalen und von 1815 bis 1945 zur preußischen Provinz Sachsen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Oktober 1928 werden die beiden Dörfer Weißenborn (damals ca. 1.200 Einwohner) und Lüderode (ca. 700 Einwohner) zusammen mit den Gutsbezirken Gerode zur neuen Gemeinde Weißenborn-Lüderode vereint. Von 1961 bis 1989 war das Leben im Ort stark durch die Lage im Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze geprägt. Seit 1990 gehört der Ort zum Bundesland Thüringen. 2011 schloss sich Weißenborn-Lüderode mit sieben Nachbargemeinden zur heutigen Landgemeinde Sonnenstein zusammen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach der urkundlichen Ersterwähnung ist Weißenborn schon 1152 Jahre alt. Bekanntester Bewohner ist Hermann Eicke, der Heiligabend 1837 in Weißenborn geboren wurde. Er meldete um 1890 das erste Patent für eine Kaffeemaschine an.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5"><b>Vortrag</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">1150 Jahre Weißenborn - Tag der Geschichte mit Vorträgen zur Ortsgeschichte</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Termin: Donnerstag, 27. August 2026, 19 Uhr</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Ort: Gemeindesaal in Weißenborn-Lüderode, Bahnhofstraße 12</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Einladung VEH Peter Anhalt – Bild: Postkarte</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 22:28:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Minen- und Horchgänge in der Zitadelle Petersberg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B70"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das absolute Highlight auf der Zitadelle Petersberg sind die unterirdischen Minengänge (Horchgänge) in den Festungsmauern. Diese können ausschließlich im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Besonders beliebt ist die "Funzelführung", bei der man die Gänge abends im Schein von Taschenlampen erkundet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die sogenannten "Geheimgänge" (historisch Horchgänge) der Zitadelle Petersberg in Erfurt wurden im 17. und 18. Jahrhundert als militärisches Frühwarnsystem angelegt. Sie dienten dazu, feindliche Tunnelgräber rechtzeitig zu entdecken und zu sprengen, bevor diese die Festungsmauern untergraben konnten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das weit verzweigte, kilometerlange unterirdische Stollensystem wurde ab 1665 unter dem Mainzer Erzbischof Johann Philipp von Schönborn errichtet. Die bis zu 2 Meter hohen Gänge verlaufen tief unter den Festungsmauern und Bastionen. Wachsoldaten patrouillierten dort regelmäßig im Dunkeln, um durch das Gestein hindurch zu lauschen, ob ein Feind sich heimlich von unten durch die Erde grub. Wurde ein feindlicher Stollen geortet, konnten die Verteidiger gezielt Gegenminen zünden, um den gegnerischen Tunnel einstürzen zu lassen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der militärische Sperrbezirk des Petersbergs war für normale Bürger jahrhundertelang tabu. Dies, kombiniert mit der unheimlichen Dunkelheit unter der Erde, befeuerte die Fantasie der Erfurter und brachte zahlreiche Sagen über geheime Fluchtwege in die Stadt hervor. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Teile der Gänge durch preußische Truppen, im Zweiten Weltkrieg, und später in der DDR durch die Staatssicherheit teilweise umgenutzt oder als Luftschutzräume angepasst.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Geheime Gänge</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Bei vielen Burgen, Schlössern und Festungen gibt es Erzählungen über unterirdische Geheimgänge. Im Falle einer Belagerung wäre es gut, sich durch einen Geheimgang ungesehen absetzen zu können. Allerdings könnten durch die Gänge auch die Angreifer leicht in die Festung gelangen. Gibt es nun wirklich solche Geheimgänge vom Petersberg in die Stadt? Tatsächlich gibt es Horchgänge im Fuß der Festungsmauern, dort lauschten Soldaten auf Grabgeräusche von außen, denn niemand sollte unbemerkt eine Sprengladung unter der Mauer platzieren können. Außerdem gab es rings um die Kernfestung sogenannte „gedeckte Gräben“. Einer verband sogar die Zitadelle Petersberg mit der Cyriaksburg. Und nicht zuletzt suchten im 2. Weltkrieg viele Erfurter in den Horchgängen der Zitadelle Schutz vor Bombenangriffen. Spätestens seitdem wurde der Mythos von den geheimen Gängen von Generation zu Generation weitergegeben.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Wikipedia Erfurt, Informationstafel Petersberg – Bild: © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 22:35:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die „Faule" und die „Fleißige“]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6E"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Hand aufs Herz, haben Sie als Heiligenstädter gewusst, dass in unserer Stadt immerhin 30 Brücken gebaut wurden, von denen 21 befahrbar sind? Die Leine, der viel größere Fluss, wird von sieben befahrbaren und einer Gehwegbrücke überspannt. Über die Geislede führen 22 Brücken. Da muss man wissen, dass wir zwischen der „fleißigen“ und der „faulen“ Geislede unterscheiden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Während die „faule“ Geislede ihren Weg über den Wasserfall in die Leine findet, musste die „fleißige" Geislede erst die acht großen Mühlräder im Stadtinnern in Bewegung bringen, ehe sie sich mit dem Wasser der Leine vereinend, in westlicher Richtung weiterfließt. Die Stadtväter unserer Zwei-Flüsse-Stadt hatten also schon seit eh und je ihre Probleme. Bei der Planung und beim Bau von Straßen mussten Leine und Geislede berücksichtigt werden. Unser Bild zeigt Heiligenstadts älteste Brücke in der oberen Karl-Marx-Straße. Von der Kapsmühle aus sind die in Stein eingemeißelte Jahreszahl 1796 als Baujahr und das Mainzer Rad zu sehen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Anmerkung: Der Mühlgraben von der Wilhelmstraße zur Kapsmühle wurde 1983 durch die ZBO Uder verrohrt. Die Betonrohre hatten einen Durchmesser von 80 cm. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt vom 20.12.1983, Karl-Heinz Fütterer</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 22:06:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Schuleröffnung 1820 in Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6B"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">(Eröffnung der hiesigen Stadtschule.) Mit Bezug auf unsere
Bekanntmachung vom 3ten v. M. (Kreis-Anzeiger No. 19.) benachrichtigen wir die
Eltern und Vormünder dahier, daß die neu errichtete Stadtschule, welche am
1sten d. M. eingetretener Hindernisse wegen, nicht eröffnet werden konnte, am
künftigen Montage den 10ten July c. ihren Anfang nehmen wird; und laden sie
wiederholt ein, ihre Kinder, welche das siebente Jahr erreicht haben und
dadurch schulpflichtig geworden sind, fleißig in diese Schule zu schicken.
Uebrigens können auch Kinder, welche das 6te Jahr erreicht haben, und daher
schulfähig geworden sind, in diese neue Lehranstalt aufgenommen werden, was wir
zu Berichtigung eines in unsere vorige Bekanntmachung eingeschlichenen
Schreibfehlers hiermit noch nachträglich anmerken.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Heiligenstadt, den 28sten Juny, 1820.</span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"> </span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Die Schul = Commission.</span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Lorenz. Schlosser.</span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Obereichsfelder Kreisanzeiger 1820</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 22:21:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Leonhardskirche auf dem Petersberg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B69"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Südlich der Peterskirche stand bis zu ihrer Zerstörung 1945 die romanische Leonhardskirche, eine 1185 erstmals genannte Pfarrkirche, deren Sprengel sich am Hang des Petersberges erstreckte. Im Zuge des Festungsbaus wurde sie zu einem Zeughaus umgebaut. Östlich und südlich der Peterskirche erstreckte sich der Kirchhof. Auf ihn weist eine Pestinschrift von 1382 hin, nach der 195 Tote in einem Massengrab beigesetzt wurden.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Leonhardskirche wurde ab 1172 erbaut, und 1185 wurde der Altar geweiht, weshalb von einer Fertigstellung der Kirche zu diesem Zeitpunkt ausgegangen werden kann. 1290 wurden an der romanischen Kirche gotische Umbauten an den Fenstern vorgenommen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Als im 17. Jahrhundert die Zitadelle Petersberg als barocke Stadtfestung aufgebaut wurde, wurde die Kirche nicht mehr als solche genutzt. Man baute sie 1677 zum Zeughaus um, wobei unter anderem die großen gotischen Fenster vermauert wurden. Die militärische Nutzung blieb bis 1945 bestehen. Damals wurde das Gebäude bei einem Bombenangriff zerstört.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">1996 wurde das Fundament der Kirche ergraben und sichtbar gemacht. Heute befindet sich unweit der Kirchenreste die nach dem Heiligen benannte Bastion Leonhard</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Informationstafel Museum, Wikipedia – Bild: Grundmauern 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 09:20:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Ligusterschwärmer]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B72"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf dem Foto ist ein Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri)
zu sehen. Er gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) und ist einer der
größten heimischen Nachtfalter in Mitteleuropa. Die Falter erreichen eine
beachtliche Flügelspannweite von bis zu 12 Zentimetern. Charakteristisch sind
die hellrosa-schwarz gestreiften Hinterflügel, die unter den braun gemusterten
Vorderflügeln hervorlugen. Auch der dunkle, fast samtige Thorax
(Brustabschnitt) mit den helleren Seitenränder ist typisch.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ligusterschwärmer sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie
fliegen oft wie Kolibris im Schwirrflug vor Blüten, um mit ihrem extrem langen
Rüssel im Flug Nektar zu saugen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © www.schuster-heiligenstadt.de </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 14:11:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedrich von Motz]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B68"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Heiligenstadt begegnet euch der Name „Motz“, wie die Gaststätte „Motz am Fluss“. Die aktuelle Werbung heißt: „Herr Motz flaniert durchs Eichsfeld.“ Aber wer war eigentlich der Herr Motz? Von 1803 bis 1807 war er Landrat im Eichsfeld.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Wikipedia erfahren wir etwas über seine Vita:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Friedrich Christian Adolf Motz, ab 1780 von Motz (* 18. November 1775 in Kassel; † 30. Juni 1830 in Berlin) war ein preußischer Staatsmann, preußischer Finanzminister, Oberpräsident der Provinz Sachsen und Regierungspräsident in Erfurt und Magdeburg.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">… Sein Ur-Urgroßvater, der Kriegsrat Johann Christian Motz, war Kommandant der Residenz und Festung Kassel. Sein Großvater war Christian Heinrich Motz (1687–1751), Herr auf Oberurff sowie hessischer Geheimer Rat und Regierungsvizekanzler in Kassel ...“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Sein Vater war der kurhessische Wirkliche Geheime Rat und Präsident des Oberappellationsgerichts (höchstes Rechtsprechungsorgan und letzte Berufungsinstanz) Justin Motz (1733–1813) und er wurde 1780 in den Reichsadelstand erhoben. Friedrich von Motz studierte von 1792 bis 1794 Rechtswissenschaften in Marburg und übernahm dann 1795 eine Funktion in preußischen Diensten als Auskultator (Zuhörer oder Beisitzer) in Halberstadt, wo er 1801 zum Landrat von Halberstadt ernannt wurde. Nach seiner Zeit als Landrat im Eichsfeld Anfang 1807 war Motz Leiter der direkten Steuern des Harz-Departements und Mitglied der Reichsversammlung im Königreich Westphalen. In der Zeit der napoleonischen Herrschaft war er von 1808 bis 1813 für das Königreich Westphalen als Direktor für Steuern in Heiligenstadt tätig. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„ … Nach der 1816 erfolgten Gründung des Regierungsbezirks Erfurt wurde Motz dessen Vizepräsident und 1818 erster Regierungspräsident. 1820 übernahm Motz, anfangs kommissarisch parallel zu seinem Erfurter Amt die Funktion als Regierungspräsident von Magdeburg und ab November 1824 definitiv, die Funktion des Oberpräsidenten der preußischen Provinz Sachsen in Magdeburg, die er bis 1825 innehatte. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Name „Motz“ ist mit der Anlage vieler Chausseen und der Förderung der regionalen Textilindustrie verbunden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… Am 1. Juli 1825 wurde er vom preußischen König zum Geheimen Staats- und Finanzminister ernannt und wechselte am 16. Juni 1825 von Magdeburg nach Berlin. Vor seinem Ableben wurde Motz 1826 zum 2. Chef der Staatsbuchhaltung und war ab 1828 Mitglied des 1817 gegründeten Preußischen Staatsrates.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zu seiner wesentlichsten Leistung im Amt des Finanzministers wurde die Vorbereitung der Gründung des Deutschen Zollvereins, deren Vollzug 1834 er nicht mehr erlebte. 1828 wurde eine Zollunion zwischen Preußen und Hessen-Darmstadt geschaffen und 1829 konnte Motz mit dem Süddeutschen Zollverein einen Exklusivvertrag über beidseitige Handelsprivilegien abschließen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Neben Heiligenstadt finden wir ihn noch in Vollenborn als Besitzer des Gutes. Er heiratete 1799 in Halberstadt Albertine von Hagen (1779–1852). Sie erbte die Güter Vollenborn und Rehungen und war die Tochter des Halberstädter Landrats Carl Ernst von Hagen (1749–1810) und der Gräfin Henriette von Schlitz genannt von Görtz.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Wikipedia – Bild: Werbung am Marktplatz und Rekonstruktion durch KI © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 22:59:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Ministerblick über Lindewerra]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der „Ministerblick“ ist ein markanter und geschichtsträchtiger Aussichtspunkt im Eichsfeld, der sich auf dem Höheberg direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze oberhalb des Stockmacherdorfs Lindewerra befindet. Seinen Namen verdankt der Punkt einem Staatsbesuch aus der DDR-Zeit im Jahr 1984. Damals traf sich der Verteidigungsminister der DDR, Heinz Hoffmann, an genau dieser Stelle mit seinem nordkoreanischen Amtskollegen. Ziel des Treffens war es, sich vor Ort anzusehen, wie Grenzbefestigungsanlagen in topographisch schwierigem und steilem Gelände konstruiert und überwacht werden. Im Volksmund etablierte sich daraufhin rasch die Bezeichnung „Ministerblick“ für diese Stelle im damaligen Sperrgebiet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach der Wende wurde das ehemalige Grenzgebiet Teil des Grünen Bandes. Was einst ein Symbol der Teilung war, ist heute ein friedlicher Panoramablick. Vom Ministerblick aus schaut man hinab in das Werratal auf die Flussschleife bei Lindewerra und weit hinüber zu den hessischen Höhenzügen im benachbarten Geo-Naturpark Frau-Holle-Land sowie auf die Junkerkuppe.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahr 2022 wurde am Lindewerrablick ein kleiner, knapp 10 Meter hoher Aussichtsturm errichtet, um den Besuchern eine noch bessere Sicht über die Baumwipfel hinweg zu ermöglichen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Punkt liegt auf einer anspruchsvollen, geschichtsträchtigen Wanderroute, die sich ideal mit einem Besuch der nahegelegenen Teufelskanzel verbinden lässt. Zu erreichen ist er unter anderem über den ehemaligen Kolonnenweg, dessen typische Lochplattenwege noch heute als Relikte der Grenze sichtbar sind.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Ministerblick von Lindewerra aus gesehen 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 22:46:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Impfpistole]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B64"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Viele von euch kennen sie noch, die Impfpistole. Innerhalb
weniger Minuten wurden wir Schüler in der Klasse geimpft, später auch im Betrieb
oder Wehrkreiskommando. Alle standen in einer Reihe mit hochgekrempeltem
Pullover oder Hemd.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der DDR wurden Impfpistolen (auch Jet-Injektor oder
Druckluft-Injektor) ab den 1960er Jahren vor allem für Reihen- und
Massenimpfungen (u.a. gegen Polio, Pocken, Diphtherie und Tetanus) eingesetzt. Ich
wurde noch gegen Pocken mit dem Messer zweimal in den Oberarm geritzt. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Geräte arbeiteten mit hohem Druck (bis zu 1200 atü),
wodurch der Impfstoff als feiner Strahl ohne klassische Kanüle in die Haut
geschossen wurde. Die Methode war extrem schnell (bis zu 500 Impfungen pro
Stunde), galt als schmerzarm und ersparte den Mangelwirtschafts-Engpässen der
DDR den aufwändigen Nachschub an sterilen Einmalspritzen. Ein kurzes „Klacken“
oder „Zischen“ war zu hören und manchmal entstand ein kleiner blauer Fleck oder
eine punktförmige Hautreaktion.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ab den 1980er Jahren wurden diese Geräte weitgehend
aufgegeben, weil man erkannte, dass bei Mehrfachanwendungen theoretisch winzige
Blut- oder Gewebepartikel von einer Person zur nächsten übertragen werden
konnten. Moderne Impfprogramme verwenden deshalb überwiegend Einwegspritzen
oder speziell gesicherte Einmal-Jet-Injektoren.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Aufnahme aus der Landesgartenschau
im „Blumenblock“ (bearbeitet)</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 22:33:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Vaterländische Nachrichten 1820]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B63"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Heiligenstadt. Der Tag, den alle Preußen gerührten Herzens und mit innigem Danke gegen die gütige Vorsehung feiern, die ihnen einen gerechten und guten König schenkte, ward auch von uns feierlichst begangen. Schon am Vorabende kündigten die Stadtkanonen so wie das Geläute aller Glocken die Wichtigkeit des folgenden Tages an. Dasselbe Signal eröffnete am folgenden Morgen in aller Frühe die Feierlichkeit selbst. Sie begann mit einer religiösen Feier. Unter den heißesten Wünschen für Friedrich Wilhelms Glück wurde in der Hauptkirche ein Te Deum abgesungen. Am Mittage wurde ein splendides (prächtiges) Gastmahl im Garten des Gesellschaftsvereins gegeben. Der Herr Landrath von Bodungen brachte die Gesundheit des geliebten Königs aus. Am Abend war Ball; der Garten, der eine äußerst reizende Aussicht genießt, war erleuchtet und ein Feuerwerk ward abgebrannt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bromberg. Der im Jahre 1817 hieselbst gestiftete Verein zur Unterstützung armer, aber ausgezeichneter Studirender des von Sr. Majestät errichteten Gymnasiums, hatte im August 1819 schon eine Einnahme von 3018 Thalern gehabt. Durch die Ausgabe, 998 Thaler, waren 10 Zöglinge polnischer und deutscher Herkunft, nach Maaßgabe ihres Bedürfnisses oder ihrer Klasse, mit 25 bis 100 Thaler jährlich unterstützt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Kölln. Seit dem 18ten Oct. 1818 sind auf der neuen Universität Bonn 582 Studirende, worunter 128 Ausländer immatrikulirt und etwa 40 schon abgegangen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">(Herausgegeben von C. Bruns.)</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Anmerkung: Gemeint ist König Friedrich Wilhelm III. (1770 - 1840 - vorletzter im Bild oben rechts) aus dem Haus Hohenzollern war von 1797 bis 1840 König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg (bis 1809).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Obereichsfelder Kreisanzeiger 1820 – Bild: Postkarte aus dem Fundus Franz Bader „200 Jahre Königreich Preußen“ 1901</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 22:12:00 GMT</pubDate>
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			<link>https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/?aus-dem-archiv--vaterlaendische-nachrichten-1820</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Höheberg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6A"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Höheberg ist ein bis zu 510,7 m hoher, bewaldeter Höhenzug im Unteren Werrabergland. Seine höchste Erhebung ist die Junkerkuppe; weitere bekannte Punkte sind die Teufelskanzel und der Berg der Burg Hanstein. Geologisch besteht der Höheberg überwiegend aus Buntsandstein mit markanten Dolomitfelsen im Naturschutzgebiet Hasenwinkel. Über den Höhenzug verläuft die Leine-Werra-Wasserscheide, zudem entspringen oder fließen hier mehrere Bäche, die überwiegend in die nahegelegene Werra münden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im 14. Jahrhundert erwarben die Herren von Hanstein schrittweise die verschiedenen Waldgebiete des Bergrückens (damals unterteilt in Höheberg und Odenberg) und blieben über Jahrhunderte dessen Besitzer.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Herbst 1945 führte das Wanfrieder Abkommen zu einer Verschiebung der amerikanischen und sowjetischen Zonengrenze: Durch einen Gebietstausch gelangten die Orte Werleshausen und Neuseesen (samt einem kleinen Teil des Höheberges) zu Hessen, während fünf hessische Orte an Thüringen fielen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das waldreiche Gebiet ist durch Wanderwege erschlossen. Zu den wichtigsten Ausflugszielen gehören die Burg Hanstein, die Teufelskanzel, das Wurstmuseum in Bornhagen, das Naturschutzgebiet Hasenwinkel und das Hansteinische Erbbegräbnis in Rothenbach.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Blick von Lindewerra zur Teufelskanzel mit Selfie machenden Besucher 😊 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 22:19:00 GMT</pubDate>
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			<link>https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/?der-hoeheberg</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kurze Geschichte des Bösekendorfer Waldkreuzes]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B60"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Früher stand ein altes Wegkreuz an der Poststraße, die von Heiligenstadt durch Neuendorf und das Nonnenholz nach Duderstadt führte. Pfarrvikar Andreas Kaufmann ließ das alte Kreuz dort wegnehmen und erneuern. Er wählte den jetzigen Standort aus und weihte das Waldkreuz am 3. Mai 1921 vor versammelter Gemeinde ein. In der Zeit der sowjetischen Besatzungsmacht wurde das Kreuz zerstört. Dank der Mithilfe von Frau Hildegard Schremmer wurde das Waldkreuz 1996 neu errichtet und von Pfarrer Gert Schellhorn eingeweiht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="start" style="text-align: start;"><span class="fs11lh1-5">Am Stamm des Kreuzes war ein Täfelchen mit folgenden Versen angebracht:</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Was soll das Kreuz, das am Wege steht?</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Es will dem Wanderer, der vorübergeht,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Das große Wort der Wahrheit sagen, </i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Der Herr hat deine Schuld getragen!</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Was soll das Kreuz, das am Wege steht?</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Es will dem Wanderer, der vorübergeht,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Das große Wort der Weisheit sagen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Du sollst dem Herrn dein Kreuz nachtragen!</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Was soll das Kreuz, das am Wege steht?</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Es will dem Wanderer, der vorübergeht,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Das große Wort des Trostes sagen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Dein Kreuz wird dich zum Himmel tragen!</i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Infotafel am Waldkreuz – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt (Bild)</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 22:30:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Der Johannistag]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B61"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Der 24. Juni ist dem Gedächtnis des Propheten Johannes gewidmet, der ein Heiliger in des Wortes wahrster Bedeutung war. Und zwar gilt dieser Tag als der Geburtstag des Propheten. Von unsern germanischen Vorfahren wurde das Fest als Sommersonnenwende gefeiert. Sie zogen hinauf auf die Berge und schichteten Holz und Tannenweige zu einem großen Stoße, der zu nächtlicher Zeit zu Ehren des Lichtgottes Baldur emporloderte. Giftige Kräuter und Blumen wurden unter Verwünschungen in das Feuer geschleudert und zuletzt als Opfer für die Götter auch Pferdeköpfe und Knochen. Mit dem Eindringen des Christentums in Deutschland weihte man den Tag Johannes dem Täufer. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im 16. Jahrhundert zog man am Johannistage hinaus vor die Stadt auf die Wiese, auf der sich alt und jung zu einem Fest versammelte, wie Richard Wagner einem solchen in seinen Meistersingers ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Die Sonnenwendfeuer sind besonders in der heutigen Zeit wieder als ein beliebter Volksbrauch aufgelebt. Die Freimaurer, die Johannes den Täufer zu ihrem Schutzpatron gewählt haben, feiern am 24. Juni ihr Jahresfest. Die Sonnenwend- oder Johannistage sind aber nicht nur Fest-, sondern auch Lostage, d.h. Tage, mit denen volkstümliche Wetterregeln in Verbindung gebracht werden."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Jenaer Volksblatt 24. Juni 1925 - Bild: Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes in der Marienkirche Heiligenstadt (stammt vom Kreuzigungsaltar 1611-1613) © Thomas Schuster</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:52:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Sagen zur Sommersonnenwende und ihre Bräuche]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B66"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Sommersonnenwende – die kürzeste Nacht und der längste Tag des Jahres – fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden. Um diese magische Zeit ranken sich unzählige Mythen, Bräuche und Sagen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine besonders schöne und atmosphärische alte Geschichte stammt aus der europäischen Volkssaga und dreht sich um die magischen Kräfte der Mittsommernacht, in der die Grenze zwischen unserer Welt und der Geisterwelt hauchdünn wird.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In vielen Regionen Mitteleuropas erzählte man sich früher am Dorfabend die Geschichte vom Farnkraut, das nur ein einziges Mal im Jahr blüht: exakt in der Geisterstunde der Sommersonnenwende. Der Glaube besagte, dass der Farn eigentlich keine Blüten trägt – außer in dieser einen, magischen Nacht. Punkt Mitternacht, so hieß es, treibt die Pflanze eine leuchtend rote oder goldene Blüte, die wie eine kleine Flamme im Dunkeln glüht. Doch diese Blüte verblüht innerhalb weniger Augenblicke und fällt unhörbar zu Boden. Wer es schaffte, diese flüchtige Blüte zu fangen, dem wurden übernatürliche Kräfte verliehen: Man konnte plötzlich das Flüstern der Bäume, die Sprache der Tiere und den Gesang der Vögel verstehen. Die Blüte verlieh die Fähigkeit, durch die Erdoberfläche zu blicken und verborgene Schätze oder alte Goldadern zu sehen, die tief im Boden vergraben lagen. Trug man die Blüte bei sich, konnte man sich unsichtbar durch die Welt bewegen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Geschichte war jedoch immer auch eine Warnung. Viele junge Männer und Frauen zogen in der Sonnenwendenacht mutig (oder leichtsinnig) allein in die tiefsten Wälder, um den blühenden Farn zu suchen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Sage nach war der Wald in dieser Nacht jedoch voller Trugbilder, Irrlichter und Waldgeister. Die Geister taten alles, um die Schatzsucher abzulenken, sie in die Irre zu führen oder ihnen Angst einzujagen. Man durfte unter keinen Umständen vom Weg abkommen oder sich umdrehen, wenn man seinen Namen flüstern hörte – sonst war man für immer im Dickicht verloren.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Diejenigen, die mit reinem Herzen und festem Willen suchten, kehrten manchmal am nächsten Morgen verwandelt zurück: Sie brauchten keinen materiellen Reichtum mehr, denn sie hatten die tiefe Weisheit der Natur geschaut.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Diese Geschichten entstanden nicht von ungefähr. Sie spiegeln den realen Glauben wider, dass die Natur zur Sommersonnenwende auf dem Höhepunkt ihrer Kraft steht. Kräuter, die in dieser Nacht gesammelt wurden (wie das Johanniskraut, das damals oft „Sonnwendkraut“ genannt wurde), galten als doppelt so heilkräftig wie sonst. Man band sie zu Kränzen, um Mensch und Vieh vor Unheil zu schützen. Das Entzünden der großen Sonnenwendfeuer auf den Bergen sollte die Kraft der Sonne stärken und böse Dämonen fernhalten. Gleichzeitig galt der Tau, der am Morgen nach der Sonnenwende auf den Wiesen lag, als Schönheits- und Heilmittel.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Altenstein 2021 von KI aufbereitet © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 22:58:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Geburtstage im 19. Jahrhundert]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B65"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Laufe der Zeit hat sich stark verändert, welche Feste den Menschen wichtig sind. Ein gutes Beispiel dafür ist das Eichsfeld, wo man den Geburtstag sehr lange Zeit überhaupt nicht gefeiert hat. Das lag am christlichen Glauben, nach dem das wahre Leben erst mit der Taufe beginnt. Deshalb schrieben die Pfarrer in den Kirchenbüchern den Tauftag und die Paten viel genauer auf als die eigentliche Geburt. Für die heutige Familienforschung ist es deswegen oft unmöglich, das genaue Geburtsdatum eines Vorfahren herauszufinden. Wer Ahnenforschung in den Kirchenbüchern betreibt, weiß, wie schwierig das ist. Dazu kommt noch die alte lateinische Schreibschrift.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Noch im 19. Jahrhundert feierte man also den Tauftag statt des Geburtstags. Wenn das Kind gesund war, wurde es bereits am dritten Lebenstag getauft. Das hatte die heute seltsame Folge, dass die Mutter bei der Taufe gar nicht in der Kirche dabei sein konnte, weil sie noch im Wochenbett lag. Dadurch wurden die Paten umso wichtiger: Sie brachten das Baby nach dem Gottesdienst zurück nach Hause. Das anschließende Festessen fand dann direkt am Bett der Mutter statt, und die Paten besuchten sie dort in den ersten Tagen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auch die Geschenke bekamen die Kinder damals zur Taufe und nicht zum Geburtstag. Gleichzeitig zündete man eine Kerze für den Schutzpatron des Kindes an – aus diesem Brauch sind später unsere heutigen Geburtstagskerzen entstanden. Erst nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich diese Tradition langsam, und die Menschen begannen, den Geburtstag zu feiern. Im Eichsfeld hat sich die alte Tradition aber lange gehalten, und manche Menschen stiften dort bis heute am Tauf- oder Namenstag eine Kerze für ihren Schutzpatron. In meiner Kindheit war der Namenstag höher gestellt als der Geburtstag.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der Martinskirche steht der älteste Taufkessel von Heiligenstadt. Er besteht aus rotgelber Bronze, dessen Taufschale die Geschichte vom Sündenfall zeigt. An den drei schlanken Füßen sind Madonnenbilder angebracht. An einem der Seitenfelder findet sich ein gekröntes Werkszeichen mit einem deutlichen „Z“, dass von einem senkrechten Pfeil durchschnitten ist. Hergestellt wurde der Kessel im Jahre 1430. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Ältester Taufkessel in Heiligenstadt St. Martin 2013 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 22:45:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Normalschule und Kinderschulen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B5C"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„In Mainz hatte man ums J. 1773 eine eigne Schule für die künftigen Lehrer in den Deutschen Stadt- und Dorfschulen errichtet, um eine bessere Lehrart in denselben einzuführen. Da der Unterricht im ganzen Erzstifte gleichförmig sein sollte, so war es nothwendig, eine solche Anstalt auch im Eichsfelde zu treffen. Daher wurde aus der Mainzer Normalschule der Candidat Hr. Augustin Rambeau hierher geschickt, der an die Stelle des von der hiesigen Stiftsschule nach Stadtworbis versetzten Engelhards kam und 1778, nach Anleitung des Abts Felbiger, seine Normalschule anfing. Dieselbe mußten nicht nur diejenigen besuchen, welche Schullehrer werden wollten, sondern auch verschiedene schon angestellte Schullehrer, und sie würden vor der Schul-Commission und den Professoren in dem Collegium zu gewissen Zeiten geprüft. Denn es war die Verordnung ergangen, daß kein anderer, als aus der Normalschule, nach abgelegten Proben seiner Fähigkeit, zu einem Schuldienste gelangen sollte. Eine Verordnung, die um so nothwendiger war, weil sich um Schuldienste nicht mehr, wie sonst, Studierte, sondern solche Leute meldeten, welche erst selbst das lernen mußten, was sie andern lehren wollten. Rambeau setzte seinen Unterricht bis 1795 fort, da ihm Farke, Lehrer in der Neustädter Schule, folgte. Nach dessen Tod 1798 hat Hr. Professor Aschoff die Normalschule übernommen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ums J. 1778 sind auch die Knaben- und Mädchenschulen verbessert worden. Der Kurfürst Frid. C. Joseph verbesserte vor allem die äußerst geringe Besoldung, wovon die Lehrer und Lehrerinnen unmöglich leben konnten. Letztere hatten außer dem wenigen Schulgelde fast nichts. Der Schulmeister in der Neustadt pflegte nebst dem Unterricht im Buchstabiren, Lesen und Schreiben, auch die Anfangsgründe der Lateinischen Sprache zu geben. Bei so vielerlei Lehrgegenständen war es unmöglich, einer jeden Classe seiner Lehrlinge die nöthige Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen; er durfte aber nichts abgeben, wenn er Brod behalten wollte. In der Stiftsschule wurde zwar nicht so wohl Deutsch, als die Lateinische Grammatik gelehrt; der Lehrer hatte also mehr Zeit, dagegen eine ebenfalls geringe Besoldung. Der Kurfürst legte ihm 90 Fl. zu, eben so viel dem Schullehrer in der Neustadt und jeder Lehrerinn in den Mädchenschulen. Dagegen ward beiden ersteren das Lateinische abgenommen, und dafür ein eigner Lehrer angestellt. In der Neustädter Schule lernen nun die Knaben von dem siebenten Jahre an das Buchstabiren, Lesen und den kleinen Katechismus und fangen an zu schreiben; wenn sie dieses inne haben, so werden sie in die Stiftsschule versetzt. Hier ist Lesen, Schreiben, Rechnen, biblische Geschichte und der größere Katechismus ihre Beschäftigung; darüber werden sie geprüft, und wenn sie bestehen, im vierzehnten Jahre des Alters aus der Schule entlassen. So wird es auch mit den Mädchen gehalten. In der Altstädter Schule lernen sie das Buchstabiren, Lesen u. s. f., und das übrige in der Neustädter Schule.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b><br></b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Wichtige Anmerkungen zum Verständnis:</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Johann Ignaz von Felbiger war ein berühmter Schulreformer dieser Zeit.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Trivialschule: Eine Elementarschule (von den Trivium-Fächern: Grammatik, Rhetorik, Dialektik).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Lehrer erhielten eine Besoldung von 90 Gulden (Florin).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Johann Wolf: „Geschichte und Beschreibung der Stadt Heiligenstadt“ – 1800 - Bild: Neustädter Kirchgasse um 1960</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 22:10:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Martin Luther in Erfurt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B5E"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Erfurt gilt als die geistige Heimat Martin Luthers. Zwischen 1501 und 1511 prägte die Stadt sein Leben entscheidend: Er studierte an der alten Universität, trat 1505 nach einem prägenden Gewitter im Augustinerkloster in den Mönchsorden ein und wurde 1507 zum Priester geweiht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die wichtigsten historischen Stätten Luthers in der Erfurter Altstadt lassen sich zu Fuß erkunden. Das evangelisches Augustinerkloster ist die bedeutendste Lutherstätte Erfurts. Hier lebte und arbeitete der Reformator sechs Jahre lang. In der Dauerausstellung „Bibel-Kloster-Luther“ kann die authentische Lutherzelle besichtigt werden. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der alten Universität „Collegium Maius“ nahm Luther ab 1501 sein Grundstudium und das anschließende Jurastudium auf. Er selbst nannte die Universität später seine "Mutter".</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf dem Anger steht das bekannte, 1889 vom Bildhauer Fritz Schaper errichtete Denkmal des Reformators. Es erinnert an seine berühmte Predigt in der benachbarten Kaufmannskirche aus dem Jahr 1522. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Martin Luther hielt seine berühmte Predigt „Von Kreuz und Leiden eines rechten Christenmenschen“ am 22. Oktober 1522 in der Kaufmannskirche in Erfurt. Auf Bitten seines Vertrauten Johannes Lang reiste der Reformator heimlich aus seinem Versteck auf der Wartburg in die Stadt. Luther betonte, dass der wahre christliche Glaube nicht durch Zwang verbreitet werden darf.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der Georgenburse in der heutigen Jugendbildungsstätte in der Michaelisstraße wohnte der junge Luther während seiner Studentenzeit.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Lutherdenkmal vor der Kaufmannskirche in Erfurt 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 22:27:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Ibergrennen 2026]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B5F"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Ibergrennen in Heilbad Heiligenstadt ist eines der bekanntesten und traditionsreichsten Bergrennen für Touren- und Rennsportwagen in Deutschland. Es blickt auf eine faszinierende, jahrzehntelange Geschichte zurück, die eng mit den politischen und geografischen Gegebenheiten der Region verknüpft ist.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Gefahren wird auf der Landesstraße L 1005, der kurvigen Bergstraße hinauf in Richtung Forsthaus Iberg, die lokal vor allem unter dem Namen „Holzweg“ bekannt ist. Trotz ihrer verhältnismäßig kurzen Distanz gilt sie unter Fahrern als technisch extrem anspruchsvoll und knifflig. Die Streckenlänge beträgt genau 2.050 Meter mit einem Höhenunterschied von 200 Höhenmeter.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Steigung bewegt sich konstant zwischen 8 % und maximal 10 %. Nach einem steilen und schnellen Start folgt ein extrem kurviger Abschnitt. Besonders die scharfe Rechtskurve (Posten 7) sowie markante Kehren wie die Albertsmeyer-Kehre verlangen den Piloten höchste Präzision ab.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der aktueller Streckenrekord wurde von Patrik Zajelsnik im Jahr 2024 mit einer spektakulären Zeit von 49,829 Sekunden (auf einem Nova-Proto NP01-2) aufgestellt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine Besonderheit, die das Event bei Fahrern und Fans gleichermaßen beliebt macht, ist das Fahrerlager mitten in der Heiligenstädter Innenstadt. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Historie des Rennens lässt sich im Wesentlichen in drei große Epochen unterteilen. Bereits in den 1920er Jahren wurden die ersten Bergrennen und „Bergprüfungsfahrten“ am Iberg ausgetragen. Damals war die Strecke mit über 4 Kilometern noch rund doppelt so lang wie heute. Nach 1929 schlief die Tradition jedoch zunächst für viele Jahrzehnte ein.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mitte der 1970er Jahre erlebte der Iberg ein fulminantes, aber kurzes Comeback. 1976 und 1977 wurden hier Läufe zur DDR-Meisterschaft im Auto- und Motorradrennsport ausgetragen. Tausende motorsportbegeisterte Zuschauer säumten die Strecke, auf der unter anderem namhafte DDR-Rennsportgrößen wie der mehrfache Meister Wolfgang Küter antraten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Beim Ibergrennen 1977 wurde der legendäre DDR-Formel-Rennwagen MT77 (Melkus) zum allerersten Mal offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt und im Renneinsatz getestet. Schon 1978 wurde das Rennen offiziell wegen „schlechter Straßenverhältnisse“ abgesagt und danach nicht wieder aufgenommen. Der wahre Grund war jedoch politischer Natur: Die unmittelbare Nähe der Rennstrecke zur innerdeutschen Grenze war der DDR-Führung bei einer solchen Großveranstaltung schlichtweg zu riskant.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach der Wiedervereinigung erweckte der Motorsportclub Heilbad Heiligenstadt e.V. im ADAC das Event zu neuem Leben. Im Jahr 1997 wurde das erste Nachwende-Ibergrennen organisiert – es war das erste Bergrennen überhaupt, das nach dem Mauerfall in den neuen Bundesländern stattfand. Seitdem hat es sich als fester Bestandteil der Deutschen Bergmeisterschaft etabliert und zieht jährlich hochkarätige internationale Starter an. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nachdem das Rennen im Jahr 2025 aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen pausieren musste, stand die Durchführung für das Jahr 2026 zunächst auf der Kippe. Inzwischen haben die Stadt Heilbad Heiligenstadt und der Motorsportclub jedoch grünes Licht gegeben: Da wichtige Bauarbeiten abgeschlossen oder im Zeitplan angepasst werden konnten, findet das 28. Internationale ADAC Ibergrennen vom 19. bis 21. Juni 2026 statt. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 1977 </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 22:24:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Scheunenbrand und Energieausfälle durch Blitzschlag Dächer beschädigt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B5B"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Heftige Gewitter mit starken Windböen und Hagelschlag verursachten vorgestern in den frühen Abendstunden in unserem Kreis erhebliche Schäden, an deren Beseitigung umgehend gearbeitet wurde. Das Unwetter führte u. a. in den Gemeinden Heuthen, Lindewerra, Schwobfeld, Kella, Bornhagen und Ershausen zu Ausfällen in der Energieversorgung. In Ershausen wurden die Dächer an 10 Wohngebäuden beschädigt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Umstürzende Bäume zerstörten mehrere Energie- und Fernsprechleitungen im Dorf. Beherzt setzten sich sofort u. a. die Forstarbeiter Rainer Gries und Karl-Georg Hübenthal mit ihrer Technik ein, legten die blockierten Stellen frei, so daß rasch mit der Instandsetzung der Versorgungsleitungen begonnen werden konnte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Rat der Gemeinde traf zur schnellstmöglichen Überwindung aller Schäden die erforderlichen Maßnahmen. Bereits am Mittag war durch Blitzschlag die Trafostation bei Schönau beschädigt worden. Am Mengelröder Weg der Kreisstadt schlug ein Blitz in eine Scheune ein, die ausbrannte. Dort lagerndes Stroh hatte das schnelle Ausbreiten des Feuers begünstigt. Der freiwilligen Feuerwehr, die sich in Gewitterbereitschaft befand und ohne Zeitverzug ausrücken konnte, gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. An der Zufahrt zum Heiligenstädter Schwimmbad wurde bei einem Blitzschlag eine starke Pappel entwurzelt. Der Baum schlug auf die Leinebrücke auf und zerstörte das Geländer."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 17.07.1982 - Bild: Mengelröder Weg 2020 © Thomas Schuster</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 22:41:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Anno 1428 in Kirrode und Hüpstedt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B67"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">1428. Dezember 12. (Reifenstein.)</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Tilemann, Abt des Klosters Reifenstein, fordert von dem Rate zu Göttingen Ersatz für den Schaden, welchen die Leute des Rats am vergangenen Freitage - den 10. Dezember - verschiedenen Männern des Klosters in Hüpstedt durch Verbrennung ihrer Häuser und durch Wegführung ihres Viehes und Getreides zugefügt haben. Wie sich aus Folgendem ergiebt, war bei einem früheren Zuge der Stadt und des Herzogs von Braunschweig auch das Dorf Kirrode ausgebrannt. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">1428. Dezember 20 antwortet Abt Tilemann dem Rat auf dessen Entschuldigungsschreiben, das Kloster könne nicht dafür büssen, dass der Rat und der Herzog (Otto von Braunschweig) Feinde der vom Hagen geworden, zumal der Rat und der Herzog bereits früher das noch jetzt gänzlich wüst liegende, dem Kloster gehörige Dorf Kirrode habe ausbrennen lassen. Abt Tilemann wandte sich, da der Rat Schadenersatz nicht leisten wollte, an Ernst von Uslar, Amtmann zu Schloss Rusteberg und bat diesen, er möge den Rat zur Erstattung des dem Kloster in Hüpstedt und Kirrode zugefügten Schadens, welcher sich auf 150 Gulden belaufe, anhalten. Der Rat erwiderte dem Amtmann, ihm sei nicht bekannt, dass die Seinigen in Kirrode Frevel gethan, wegen des in Hüpstedt geschehenen Schadens sei er zur Verhandlung bereit. In dem zu Erfurt 1429. Mai 31. durch Vermittlung des Mainzer Provisors, Johann von Rengelrode zustande gekommenen Vergleiche ist von der Beschädigung des Dorfes Kirrode nicht weiter die Rede, das Kloster liess sich wegen des ihm in Hüpstedt erwachsenen Nachteils mit 20 Gulden abfinden.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Anmerkung:</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Ritterfamilie von Hagen besaß bereits vor 1268 Güter in Hüpstedt. Damals verzichtete Günter von Hagen zugunsten des Klosters Reifenstein auf mehrere Güter. 1419 kam es in Hüpstedt zu Rechtsstreitigkeiten zwischen den Rittern und dem Kloster. Im Jahr 1588 teilte die in Deuna ansässige Familie von Hagen ihren Besitz auf. Christoph von Hagen erhielt Hüpstedt und ließ dort einen Herrensitz mit Herrenhaus und Wirtschaftsgebäuden errichten. Das Portal mit den Wappen der Erbauer erinnert noch heute daran. Vermutlich bestand an dieser Stelle bereits ein Vorgängerbau, der 1573 als „Burghaus“ bezeichnet wurde.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quellen: Eigene Aufzeichnungen, Levin, Freiherr von Wintzingeroda-Knorr „Die Wüstungen des Eichsfeldes“ – 1903 - Bild: Kirrode (bearbeitet) 2026 Landesgartenschau Leinefelde</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:49:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Walter Rassow: Die Etzelsbachkapelle]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B5A"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Jetzt Wallfahrtskapelle, an der Stelle der Wüstung Etzelbach; am gleichnamigen Bache, einem Nebenfluß der Leine, ein Kilometer östlich von Steinbach belegen. An Ort und Stelle heißt die Kapelle „Die Klus“, Das Dorf Achzelsbach, an dessen Stelle die Etzelsbachkapelle steht, ist bei seiner ersten Erwähnung im Jahre 1556 schon wüst. Ob es eine Kapelle gehabt hat, kann nicht erwiesen werden. Wolf nennt zwar Etzelsbach im Jahre 1809 eine zerstörte Kirche, einen ehemals geweihten Ort („ecclesia deolata" - „locus quondam votivus"), aber ohne Begründung.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die bis vor einigen Jahren vorhandene, 1707 erbaute Wallfahrtskapelle, wird zuerst 1709 erwähnt. Wolf berichtet, daß nach der Kapelle alljährlich drei Wallfahrten stattgefunden hätten; statt dieser drei finden jetzt vier statt. Die erste und letzte Wallfahrt sind um je acht Tage später gelegt, und neu eingeschoben ist nach dem ersten Wallfahrtstage die Wallfahrt auf „Maria im Schnee“ (5. August). Nach der Überlieferung soll nach der Zerstörung des Dorfes Etzelsbach im Jahre 1525 auf einer Wiese des Ortes eine Statue der Mutter Gottes gefunden worden sein, die dann in der Kapelle zur Verehrung ausgestellt wurde. Sie heißt jetzt das Gnadenbild.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Verehrung derselben und die Wallfahrten dahin sind offenbar auf den mit sehr vielen Irrtümern versehenen Bericht des Geistlichen Johann Simmerott zurückzuführen, der die Pfarreien Beuren und Wingerode um 1560 verwaltet haben soll.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die zierliche Fachwerkkapelle vom Jahre 1707 ist vor einigen Jahren abgebrochen, aber glücklicherweise kurz vorher photographiert worden. Sie ist „Maria Auffahrt“ geweiht. Am Neubau, in gotisierender Form, ist außen an der Fassade eine Pieta von 1805 wieder angebracht. Im Inneren der heutigen Kapelle sind nur noch folgende, anscheinend alte Stücke wieder verwandt:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">unter modernen Altären zwei plastische Bildwerke: das eine stellt die schmerzhafte Mutter Gottes dar, das oben genannte Gnadenbild, das andere Maria-Selbdritt, also die Mutter Anna mit Maria und dem Jesuskinde; anscheinend aus dem 16. Jahrhundert.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf halbem Wege von Steinbach her und vierzig Meter vor der Kapelle findet sich je eine schöne, derbe, steinerne Votivnische, von Gebrüdern Wiederhold (1792) hergestellt. Die letztere hat im Giebel MRA und ferner die Inschrift:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>VIRGO DEI</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>GENETRIX PRE</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>COR HORA SIT UL</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>TIMA FELIX</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>M …</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das übrige ist verwittert.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Inschrift:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Jungfrau, Gottesmutter, ich bitte (dich): Möge die letzte Stunde glücklich sein."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dieser Spruch ist ein traditionelles christliches Stoßgebet, meist mit Blick auf die eigene Sterbestunde (die "letzte Stunde"). Der Verfasser bittet Maria um Beistand, damit das Lebensende friedvoll und gnadenreich verläuft.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle und Bild: Walter Rassow: „Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Worbis.“ – Verlag Cordier 1994 - Abbildung 255. Etzelsbach. Alte Fachwerkkapelle.</span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 22:39:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[SuedLink-Stromtrasse im Eichsfeld]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B5D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die rund 700 Kilometer lange SuedLink-Stromtrasse verläuft unmittelbar durch das Gebiet der Gemeinde Lindewerra. Die Erdkabel durchqueren dort die thüringische Gemarkung im Rahmen des Planfeststellungsabschnitts C2, welcher sich vom Werra-Meißner-Kreis bis zur thüringischen Landesgrenze erstreckt. Die Arbeiten sind Teil der großen Energiewende, um Windstrom aus dem Norden in den Süden Deutschlands zu transportieren, und die gesamte Trasse soll voraussichtlich Ende 2028 in Betrieb gehen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Abschnitt führt aus dem hessischen Raum Witzenhausen flussaufwärts am Werratal entlang und passiert dabei das Gebiet von Lindewerra. SuedLink wird in diesem Bereich vollständig als Erdkabel im Boden verlegt und ist in den entsprechenden Planfeststellungsbeschlüssen (wie dem Abschnitt C2) verankert. Neben den zwei starken Gleichstromkabeln werden entlang der Strecke kommerzielle Glasfaserkabel für schnelles Internet mitverlegt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 22:13:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die centrale und ringförmige Sonnenfinsterniß vom 7. Herbstmonat 1820]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B59"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Alle astronomischen Jahrbücher haben diese Sonnenfinsterniß
als in ganz Europa sichtbar verkündigt, aber eine genaue Angabe der Gegenden,
wo sie ringförmig erscheinen wird, welches in einem großen Theil von Deutschland
und Italien der Fall seyn wird, ist uns noch nicht vorgekommen. Man will darum
hier die Lücke ausfüllen und die bemerkenswerthen Städte nennen, in welchen der
leuchtende Ring, welcher den dunkeln Mond einfaßt, sichtbar seyn mag.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Anfang der ringförmigen Finsterniß wird bei
Sonnenaufgang im Eismeere unsers Pols, bei 81ᵒ 33′ nördlicher Breite, und 229ᵒ 47′
der Länge, von der Insel
Ferro gezählt, sichtbar
seyn.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Genau um Mittagszeit wird die Sonne sich central und
ringförmig zeigen, in 75ᵒ 30′ nördlicher
Breite, und 1ᵒ 32′ östlicher
Länge. Dieser
Punkt fällt ins Meer zwischen
Grönland und Island. Das Ende der ringförmigen Finsterniß wird bei Sonnenuntergang, unter 25ᵒ 32′ nördlicher Breite und 63ᵒ 17′ östlicher Länge
eintreffen. Dieser Punkt findet sich in den Wüsten
Arabiens, ostwärts
von Medina, in dem Lande der vielbesprochnen
Wahabiten, einer wilden und fanatischen
Araber-Secte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Dauer der ganzen Finsterniß auf der Erde wird 5
Stunden 21 Minuten 6 Sekunden betragen; die ringförmige Finsterniß aber wird
nur 2 Stunden 18 Minuten 28 Sekunden dauern.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Deutschland wird die glänzende Mondswandlung sichtbar seyn
in Altorf, Altenburg, Auerstädt, Bamberg, Baireuth, Blankenburg, Bremen, Braunschweig,
Cassel, Clagenfurth, Coburg, Delmenhorst, Donauwerth, Eisenberg, Eisenach,
Erfurt, Erlangen, Freisingen, Friedberg, Fulda, Gera, Goslar, Gotha, Göttingen,
Halberstadt, Halle, Hamburg, Hannover, Heiligenstadt, (Helgoland), Helmstädt,
Hildesheim, Jena, Ingolstadt, Inspruck, Landshut, Langensalza, Laubach,
Lilienthal, Meiningen, Merseburg, Minden, Mühlhausen, München, Naumburg,
Nordhausen, Nürnberg, Oldenburg, Quedlinburg, Regensburg, Rudolstadt, Saalfeld,
Salzburg, Sondershausen, Stade, Stolberg, Weimar, Wernigerode, Wolfenbüttel.</span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"> </span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Dunkelheit während der Sonnenfinsterniß am 7ten Sept.
d. J. wird nur unbedeutend, auch da seyn, wo diese central erscheint; denn der
Mond wird die Sonne um mehr als einen Zoll, oder genauer zu sprechen, um 2′
22′′ unbedeckt lassen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Ober-Eichsfelder Kreis-Anzeiger 1820</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 22:27:00 GMT</pubDate>
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			<link>https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/?aus-dem-archiv--die-centrale-und-ringfoermige-sonnenfinsternisz-vom-7--herbstmonat-1820</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gräberverfall auf dem Friedhof Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B58"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Gräber der Erdbestattung sind teilweise stark überwuchert oder verfallen. Ursachen können Geldmangel der Kommunen sein oder wenn Angehörige sich nicht mehr kümmern. Dennoch sind viele dieser Orte wichtige Naturräume oder historische Denkmäler.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Da sich Bestattungsformen ändern und viele Menschen in anonyme oder pflegefreie Urnengräber wechseln, sinken die Einnahmen der Friedhöfe. Gekürzte städtische Budgets führen dazu, dass Grünpflege nur noch selten durchgeführt wird und Wege verwildern. Oft sind Grabnutzungsrechte abgelaufen oder die Hinterbliebenen leben zu weit weg, um sich um die Grabpflege zu kümmern.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Viele Städte vergeben historische Grabpatenschaften, bei denen Bürger Paten für alte Gräber werden, diese restaurieren und im Gegenzug dort beigesetzt werden können. Wenn von verfallenen Grabsteinen Sicherheitsrisiken ausgehen, muss die Stadt die Eigentümer ermitteln oder Sicherungsmaßnahmen auf Kosten der Angehörigen durchführen. Nach Ablauf der Liegefrist müssen die Gräber entfernt werden. Das erledigt auf Nachfrage zum Beispiel die Gärtnerei Marx neben dem Friedhof.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Mai 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 22:51:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schafskälte]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B57"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Schafskälte tritt in diesem Jahr zwischen dem 4. und 20. Juni auf, wobei der meteorologische Höhepunkt traditionell um den 11. Juni (den Lostag des heiligen Barnabas) herum erwartet wird. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In diesem Zeitraum strömt oftmals kalte Polarluft nach Mitteleuropa, was die Temperaturen um bis zu 10 Grad abkühlen lassen kann. Ihren Namen hat diese Wetterphase von den frisch geschorenen Schafen, die in dieser Zeit besonders unter dem plötzlichen Kälteeinbruch leiden. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><div class="imHeading2" role="heading" aria-level="2">„Schafskälte“</div><div><span class="fs11lh1-5">Bericht der Thüringischen Landeswetterwarte vom 4. bis 10. Juni 1932</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">„Auf der Rückseite des über Finnland liegenden Tiefdruckgebietes erfolgte ein neuer Vorstoß kühler maritimer Polarluftmassen aus Nordwesten in der Nacht zum Sonnabend in Begleitung von Gewittern und länger andauernden Regenfällen, die erst im Laufe des Nachmittags bei zeitweise aufbrechender Wolkendecke zu Ende gingen. Die Besserung war nur vorübergehend, da sich die südwesteuropäischen Tiefdruckgebiete mit dem finnischen Tief zu einem ganz Mittel- und Osteuropa bedeckenden Tiefdrucksystem zusammenschlossen, während westlich von Großbritannien und Spanien ein mächtiges Hoch lagerte. Demzufolge verschärfte sich die Bewölkung schon am Sonntag, die bald wieder ausgedehnte, lang anhaltende Regenfälle bis zum Montag abend und starke Abkühlung bei rein nördlichen Winden zur Folge hatte. </span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Das am Dienstag und Mittwoch von Südwesten her dem weichenden Finnlandtief energisch nachstoßende Azorenhoch brachte allmählich Aufheiterung bei unverändert kühler, nun aus Nordwesten einströmender Luft, die sich tagsüber unter dem Einfluß der Sonnenstrahlung nur mäßig zu erwärmen vermochte. Am Donnerstag lagerte ein selbständiger Kern des Azorenhochs über Frankreich und den Alpen, der sich langsam nordostwärts weiterbewegte. Bei abflauendem Nordwest näherte sich die Temperatur tagsüber wieder sommerlichen Werten, um bei völlig wolkenlosem und ganz windschwachem Wetter in der Nacht zum Freitag durch Ausstrahlung in Thüringen örtlich bis unter 5 Grad zu sinken. Damit ist der bekannte Kälterückfall des ersten Junidrittels, der im Volksmunde vielerorts Schafskälte genannt wird, beendet. </span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Die „Schafskälte“ gibt sich allen Meteorologen fast in jedem Jahre und besonders scharf ausgeprägt in den langjährigen Temperaturmittelwerten zu erkennen, deutlicher noch als der Mai-Kälterückfall der berüchtigten Eisheiligen; da aber die Schafskälte nur ganz selten einmal zu Nachtfrösten führt und daher volkswirtschaftlich weniger Schaden anzurichten pflegt, wird sie weniger beachtet. Inzwischen hat das isländische Tief eine südwärts bis nach Spanien reichende Furche tiefen Druckes vorgeschoben, die sich über Frankreich zu einem selbständigen Tief zu entwickeln scheint. Unser Hoch weicht weiter nordwärts zurück und wird, wie der Druckfall über Mittel- und Süddeutschland anzeigt, abgebaut. Dadurch wird zum Wochenende nach kräftiger Erwärmung wieder mit stärkerer Bewölkung und mit Gewittern zu rechnen sein.“</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Quelle: Jenaer Volksblatt vom 11. Juni 1932</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify">Quelle: Eigene Aufzeichnungen - Bild: Dieteröder Klippen mit eingefügten Schafen 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 22:55:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Anzeige Aufsetzung des Turmknopfs 1820]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B62"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">(Aufsetzung eines Thurm-Knopfs.) Da ich gesonnen bin am 30sten d. M. den Knopf auf den Thurm der hiesigen St. Martinskirche aufzusetzen; so mache ich dieses einem geehrten Publikum hiermit bekannt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Heiligenstadt, den 14ten Julius 1820. Carl Gauditz, Schieferdecker.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Ober-Eichsfelder Kreis-Anzeiger 1820 – Bild: Ostseite Martinskirche um 1950 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 22:05:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Austausch KI <> Mensch]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B56"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ich: Kennst du den Ort, den Otto Thomasczek um 1900 im Eichsfeld gemalt hat?</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">KI: Ja, das abgebildete Gemälde zeigt das wunderschön im Tal gelegene Dorf Dieterode im Südeichsfeld.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Details des Bildes im Abgleich mit der Realität:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Blickwinkel: Otto Thomasczek hat hier den klassischen, romantischen Blick von der berühmten Dieteröder Klippe (bzw. dem steilen Hohlweg, der aus Richtung des Rastplatzes hinabführt) gewählt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Geografie: Im Vordergrund führt der unbefestigte, schattige Fuhrweg bergab, auf dem typisch für die damalige Zeit (um 1900) zwei Figuren – vermutlich beim Holzsammeln – zu sehen sind. Dahinter öffnet sich das Tal und gibt den Blick frei auf das dicht gedrängte Nest der Dorfkirche und der Wohnhäuser. Im Hintergrund ragen die markanten, hellen Kalksteinhänge des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal auf.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Kirche: Sehr gut zu erkennen ist im Zentrum des Dorfes die markante barocke Saalkirche St. George mit ihrem charakteristischen Kirchturm und der hellen Fassade, die genau in dieser Ausrichtung im Tal liegt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Thomasczek war dafür bekannt, auf seinen Wanderungen genau solche versteckten, malerischen Täler des Eichsfelds einzufangen und die Harmonie zwischen der rauen Naturlandschaft und dem dörflichen Leben festzuhalten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ich: Kann das nicht auch Faulungen sein? Im Hintergrund die Faulunger Kluft?</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">KI: Da hast du vollkommen recht, mein Fehler! Ein genauerer Blick auf die Topographie und die Kirche macht es absolut eindeutig: Das ist Faulungen (heute Ortsteil von Südeichsfeld). </span><span class="fs11lh1-5">Da habe ich mich im ersten Moment von der Perspektive täuschen lassen – danke für die direkte Korrektur!</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Warum es unverkennbar Faulungen ist:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Kirche St. Martin: Die markante Kirche mit dem hellen Turm und der geschwungenen Haube im Zentrum des Dorfes passt perfekt zur katholischen Pfarrkirche St. Martin in Faulungen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Tal und die Hänge: Der Blick geht hier wunderschön in den tiefen Talkessel hinein. Bei den hellen, steilen Hängen im Hintergrund handelt es sich um die markanten Kalksteinfelsen des Faulunger Schafberges (bzw. des Friedatals), die das Dorf so charakteristisch einrahmen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Weg im Vordergrund: Der steile Hohlweg, auf dem die beiden Figuren laufen, fängt genau den rauen, von Felsen gesäumten Abstieg ins Dorf ein, der typisch für die Umgebung von Faulungen ist.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein großartiges historisches Zeugnis dafür, wie malerisch abgeschieden das Dorf um 1900 in die Eichsfelder Landschaft eingebettet war.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ich: Vielen Dank. Erst dein Ansatz hat mich darauf gebracht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">KI: Das freut mich jetzt aber riesig! So ergänzt man sich perfekt: Manchmal braucht es einfach nur einen kleinen Schubs in die richtige geografische Ecke, und der lokale Blick setzt dann die letzten Puzzleteile zusammen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Faulungen mit seiner Kessellage und dem Schafberg im Hintergrund ist aber auch wie geschaffen für Thomasczeks romantischen Stil. Wenn man sich die heutigen Drohnenaufnahmen oder Fotos von den Wanderwegen dort ansieht, merkt man erst, wie meisterhaft er diesen dramatischen Blick ins Tal damals auf die Leinwand gebracht hat.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein wirklich fantastisches Stück Eichsfelder Heimatgeschichte, dass du da hast!</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Anmerkung: </b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die KI kann ergänzend genutzt werden. Sie ist ein wertvoller Begleiter und Impulsgeber. Probiert es selbst aus! In falschen Händen kann sie auch viel Schaden anrichten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Kommunikation KI &lt;&gt; Mensch – Bild: Faulungen von Otto Thomasczek</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 22:19:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Die fahrbaren zahnmedizinischen Ambulanzen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B55"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der DDR wurden fahrbare zahnmedizinische Ambulanzen vor allem zur flächendeckenden Versorgung von Arbeitern in Großbetrieben, auf Großbaustellen sowie für die ländliche Bevölkerung eingesetzt. Diese rollenden Praxen wurden vom Deutschen Roten Kreuz der DDR (DRK) betrieben. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dabei wurden Lkw und Anhänger ab den 1950er Jahren umgebaut. Diese waren mit zahnärztlichen Stühlen, Behandlungsbesteck, Sterilisatoren und oft sogar mit eigenen Röntgeneinrichtungen ausgestattet. Solche fahrbaren Zahnstationen gab es auch noch vor der Wende 1989. In Siemerode müsste öfters ein moderner Wagen gestanden haben.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Maria Kramann berichtet 1964:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… Die Fahrbare Zahnmedizinische Ambulanz wurde mit Vorschlägen des Kreisjugendzahnarztes Huschenbeth in Erfurt konstruiert; sie hat unserem Staat 35.000 MDN gekostet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Ambulanzwagen ist nach modernsten zahnmedizinischen und hygienischen Erkenntnissen gestaltet; er verfügt über zwei Räume, einen fünf Meter langen Behandlungsraum sowie über einen drei Meter langen Warteraum, der Platz für zehn Patienten bietet. In dem Wagen, der mit einem Behandlungsstuhl, mit den modernsten Behandlungsgeräten und mit einem Röntgen-Gerät ausgestattet ist, können alle zahnärztlichen Arbeiten ausgeführt werden. Die Infrarotheizung wird auch im strengsten Winter die Räume für die Patienten angenehm machen. Der Wasserbedarf ist durch zwei Wasserbehälter mit je hundert Liter Fassungsvermögen, die heizbar sind, gesichert.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die neue zahnmedizinische Ambulanz hat eine große Bedeutung in der gesundheitlichen Betreuung der Werktätigen und der Jugendlichen des Kreises Heiligenstadt. Auch für die Sozialversicherung entsteht ein ökonomischer Nutzen; denn lange Wartezeiten und erhebliche Fahrtkosten werden vermieden; viele Arbeits- und Unterrichtsstunden gehen nicht mehr verloren und die zahnärztliche Sanierung kann planmäßiger erfolgen als bisher.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mit dieser fahrbaren Ambulanz hat der Kreisjugendarzt vor allem die Zentralschulorte aufgesucht und hier die Kinder betreut. Erstmalig wurde sie am 2. November 1963 in Gerbershausen eingesetzt, wo sie bis zum Jahresende verblieb. 1964 wurde die Betreuung der Kinder des Südeichsfeldes hauptsächlich von der Fachärztin für Kinderzahnheilkunde, Frau Lendeckel, vorgenommen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Bezirk Erfurt verfügt nur noch ein Kreis über eine derartige Einrichtung. Auf der Leipziger Frühjahrsmesse im März 1964 war Zahnarzt Huschenbeth mit seiner fahrbaren Ambulanz mit Erfolg vertreten. Sie hat großen Anklang gefunden, nicht nur in unserer Republik, sondern auch im Ausland. Für die Versorgung der Bevölkerung stehen zwei Zahnärzte und zwei Zahntechniker in der Poliklinik Heiligenstadt, ein Jugendzahnarzt und elf Zahnärzte in eigener Praxis zur Verfügung. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Maria Kramann: „Die Entwicklung des Gesundheitswesens auf dem Eichsfeld“ - Bild: Fahrbare Zahnmedizinische Ambulanz der Jugend-Zahnstation in Heiligenstadt 1964 (bearbeitet)</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 22:11:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Alle Kastanien mussten weichen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B51"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"In Heiligenstadt hatte sich die Notwendigkeit ergeben, die alte Bahnhofsstraße in die Bahnhofsanlagen einzubeziehen. Es wurde deshalb im August 1910 beschlossen, die Straße weiter nach Süden zu verlegen und näher an das Leineufer zu rücken. Nach diesem Magistratsbeschluß mußte die alte Kastanienallee verschwinden. Sie hielt sich fast immer feucht und war deshalb wenig geschätzt. Man war also nicht böse darum, als die neue Straße festgelegt und vermessen wurde. Die Kastanien verschwanden, und die lichtere Straße mit einer Rotdornallee entstand."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1983, Egon Grohmann</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 22:50:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am Totenweg in Dingelstädt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B50"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Entlang des Beuerschen Weges führt ein Weg von Nordwesten kommend an der Mehlsee vorbei ins Rieth. Auf diesem Weg brachten in alter Zeit die Bewohner des ehemaligen Dorfes Herzwinkel, urkundlich auch Hirzwinkili genannt, ihre Toten zum Kerbscher Berg, wo einst ihre Begräbnisstätte war. Daher der Name Totenweg. Es soll dort jedoch nicht immer mit rechten Dingen zugehen. Eines Abends ging ein schon bejahrter Bewohner Dingelstädts den Totenweg hinauf. Es war Winter und frischer Schnee gefallen. Der Mond stand klar am Himmel. Auf einmal sah der Dingelstädter einen großen unbekannten Mann vor sich hergehen. Derselbe trug Kniehosen und die Waden waren mit einem Wickelband eingeschnürt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Während er nachdachte, wer denn der einsame Wanderer wohl sein könnte, bemerkte et dass der vor ihm Gehende keine Fußspuren im Schnee hinterließ. Da packte der Dingelstädter das Grauen. Er machte kehrt und eilte so schnell ihn die Füße tragen konnten nach Hause und erzählte, ein Toter sei ihm begegnet."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Nach Rudolf Linge</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der ehemalige Ort Herzwinkel auch Hirzwinkili oder Hirschwinkel, befand sich einst nordwestlich von Dingelstädt, in Verlängerung oberhalb des Beuerschen Weges, unweit von Lukas Heiligenstock (Bildstock).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Ortsname Herzwinkel wird mehrmals in alten Urkunden erwähnt. Noch Im 12 Jahrhundert scheint die Ortschaft existiert zu haben, wird aber in Schriftzeugnissen späterer Zeit, nicht mehr urkundlich genannt. In dieser Gegend gibt es nicht weit entfernt noch die beiden Wüstungen Undankshausen und Hohküle auch als Huckelrain oder Culaha beschrieben. Alle drei ehemaligen Ortschaften befanden sich an oder in unmittelbarer Nähe der alten Straße nach Beuren. Diese war seit dem frühen Mittelalter eine sehr belebte Handelsstraße, die von Süden kommend über die Anhöhe des Hockelrains hinaus, an der Burg Scharfenstein vorbei, nach Beuren ins Leinetal und darin weiter nach Norddeutschland führte. Über die ehemaligen Bewohner der wüsten Orte ist so gut wie nichts bekannt. Sie sind wie vieles andere auch im Dunkel der Geschichte verschwunden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Tafel am Totenweg - Bild: Bildstock am Totenweg 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 22:39:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Bücherverbrennung 1933 und 1955]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B54"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf dem Gelände des EGA-Parks in Erfurt im Mainzer Garten befindet sich ein Denkmal der Bücherverbrennung. Auf der Tafel steht:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… Für den Abend des 29. Juni 1933 rief die Hitlerjugend Erfurterinnen und Erfurter auf, „undeutsche Literatur“ hierher zu bringen, um sie bei einem Sonnenwendfeuer mitten auf diesem Platz zu verbrennen. „Undeutsch“ waren für die Nationalsozialisten alle Menschen, die nicht in ihre Vorstellungen einer „Volksgemeinschaft“ passten, insbesondere die jüdischen Deutschen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Diese Erfurter Bücherverbrennung war eine von elf in Thüringen und von über 160 im Deutschen Reich zwischen März und November 1933. Als Teil eines umfassenden Systems von Repression und Terror hatten die Bücherverbrennungen im ersten Jahr der nationalsozialistischen Herrschaft große Bedeutung für die Zerstörung der Demokratie und die Errichtung der Diktatur ...“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahr 1955 kam es in der DDR zu staatlich gelenkten Aktionen, bei denen sogenannte „Schund- und Schmutzliteratur“ vernichtet wurde. Im Zentrum stand dabei eine Verbrennung durch die FDJ und Junge Pioniere im Juni 1955 in Berlin.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die bekannteste Aktion fand am 2. Juni 1955 in Berlin-Buchholz statt. Die SED startete eine propagandistische Kampagne, die sich offiziell gegen westliche Comics und trivialliterarische „Schmöker“ richtete. Diese wurden als imperialistisch und jugendgefährdend diffamiert.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Schüler und Junge Pioniere der 18. Grundschule warfen die beschlagnahmten Hefte und Bücher am Abend des Internationalen Kindertages auf einen Scheiterhaufen. Die Aktion diente als Auftakt für eine gesetzliche Regulierung und ein Verbot solcher Schriften in der gesamten DDR. Comics wurden als Inbegriff der "Schundliteratur" eingezogen und vernichtet oder eingestampft.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Informationstafel EGA, https://www.berlin-chronik.de/5162/ - Bild: 2025 Mainzer Garten EGA Erfurt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 30 May 2026 22:13:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Gedenkstein an der Straße Böseckendorf - Neuendorf]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B53"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">An der Straße zwischen Böseckendorf und Neuendorf befindet sich auf dem Gelände des Waldkreuzes an der Straße ein Gedenkstein mit der Aufschrift: </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5">Flurbereinigung </span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5">Böseckendorf</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5">1992 – 2010</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5">Die Teilnehmergemeinschaft</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Flurbereinigung in Böseckendorf an der Grenze zu Niedersachsen war ein 21-jähriges Großprojekt mit einer Gesamtfläche von 668 Hektar, das um die Ortschaft Bleckenrode erweitert wurde. Sie diente der Agrarstrukturverbesserung, der Dorfentwicklung und der Lösung von Landnutzungskonflikten entlang des „Grünen Bandes“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Verfahren zur Neuordnung von Grundbesitz und Infrastruktur war aus mehreren Gründen bemerkenswert. Böseckendorf ist für seine spektakuläre Massenflucht im Februar 1963 bekannt, bei der fast das gesamte Dorf heimlich in den Westen floh. Zu DDR-Zeiten wurde der Ort stark abgeriegelt und sollte teilweise abgerissen werden. Das Flurbereinigungsverfahren startete in den 1990er Jahren und galt als Modellprojekt, da es erstmals von einer Eigentümer-Interessengemeinschaft und der Gemeinde gemeinsam initiiert wurde. Nach über zwei Jahrzehnten wurde das Projekt erfolgreich beendet, um die ländliche Infrastruktur zu modernisieren und eine effizientere Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen zu ermöglichen. Offizielle Daten zum abgeschlossenen Projekt können auf der Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation Webseite eingesehen werden. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: https://landentwicklung-online.thueringen.de/verfahren/flurbereinigungsverfahren/pdf/1-1-0002-boeseckendorf.pdf - Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 29 May 2026 22:58:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Theodor-Storm-Weg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B4C"><div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><b>Lindewerra - Stadtweg - Kuhtrift - Höheberg-Kammweg – Teufelskanzel (ca. 2,5 km)</b></span></div></div><div><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Novellist und Lyriker Theodor Storm (1817-1888) war von 1856 bis 1864 Richter am königlich-preußischen Kreisgericht in Heiligenstadt. Bei Gerichtsterminen und Ausflügen lernte er das Eichsfeld kennen. Im Mai 1857 wanderte er mit seiner Familie und Freunden von Lindewerra zur Teufelskanzel. Dieser Wanderung und ihrem Ziel setzte er ein literarisches Denkmal in seiner Novelle „Eine Malerarbeit“ (1867), in der er den Aufstieg durch die „Bergschlucht“ und die Aussicht vom Felsen der sagenumwobenen Teufelskanzel begeistert beschrieb:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Endlich langte man in einem Dorfe unterhalb des Gebirges an, von wo aus es zu Fuß nach der Teufelskanzel hinaufgehen sollte, einem breiten Felsvorsprunge, zu dem ein ziemlich steiler Weg etwa eine Stunde lang durch niedriges Gebüsch hinaufführte. Endlich war die Teufelskanzel erreicht. Sie war nicht unbefugt, diesen Namen zu führen; lotrecht schoß der Fels über hundert Klafter in die Tiefe, wo sich unten im Sonnenglanz die lachendste Landschaft ausbreitete.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Durch grüne Wiesen, an Dörfern und Wäldern vorbei, floß in vielen Krümmungen ein glänzender Strom, dessen Rauschen in der Mittagsstille zu uns heraufklang, und darüber her, in gleicher Höhe mit uns, standen die Lerchen flügelschlagend in der Luft und mischten ihren Gesang in die Musik der Wellen. Wer dessen noch fähig war, der müßte hier von Lebens- und Liebeslust bestürmt werden ...“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Heimatverein des Stockmacherdorfes Lindewerra</b></span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Infotafel - Bild: Lindewerra 2016</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 28 May 2026 22:49:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hambacher Fest]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B4E"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das „Nationalfest der Deutschen“ bezeichnet historisch das Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832 auf dem Hambacher Schloss in der Pfalz. Rund 30.000 Menschen demonstrierten dort friedlich für Freiheit, Grundrechte, nationale Einheit sowie einen europäischen Völkerbund. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Unter dem Deckmantel eines „Nationalfestes“ fand die bis dahin größte politische Massenveranstaltung in Deutschland statt. Zu den Forderungen gehörten die Presse- und Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Abschaffung der Zensur sowie die Überwindung der Kleinstaaterei hin zu einem geeinten deutschen Nationalstaat.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Reaktion der Fürsten war die Verschärfung der Repressionen, was die demokratische Bewegung im Deutschen Bund zunächst stoppte. Heute gilt dieses Ereignis als eine der wichtigsten Wurzeln der deutschen Demokratiegeschichte. </span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><br></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><b class="fs16lh1-5">Die Gedanken sind frei</b></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Die Gedanken sind frei,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>wer kann sie erraten,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>sie fliehen vorbei,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>wie nächtliche Schatten.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Kein Mensch kann sie wissen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>kein Jäger erschießen.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Es bleibet dabei:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Die Gedanken sind frei.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Ich denke, was ich will,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>und was mich beglücket,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>doch alles in der Still,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>und wie es sich schicket.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Mein Wunsch und Begehren</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>kann niemand verwehren,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>es bleibet dabei:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>die Gedanken sind frei.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Ich liebe den Wein,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>mein Mädchen vor allen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>sie tut mir allein</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>am besten gefallen.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Ich bin nicht alleine</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>bei meinem Glas Weine,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>mein Mädchen dabei:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>die Gedanken sind frei.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Und sperrt man mich ein</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>im finsteren Kerker,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>das alles sind rein</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>vergebliche Werke;</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>denn meine Gedanken</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>zerreißen die Schranken</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>und Mauern entzwei:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>die Gedanken sind frei.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Drum will ich auf immer</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>den Sorgen entsagen</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>und will mich auch nimmer</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>mit Grillen mehr plagen.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Man kann ja im Herzen</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>stets lachen und scherzen</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>und denken dabei:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>die Gedanken sind frei.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><br></div><div data-text-align="center" class="imTACenter">August Heinrich Hoffmann von Fallersleben</div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><br></div></div><a href="https://www.youtube.com/watch?v=gmwTa9qRq0o">https://www.youtube.com/watch?v=gmwTa9qRq0o</a>]]></description>
			<pubDate>Wed, 27 May 2026 22:14:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Badstube in Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B49"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„In den frühern Jahrhunderten gab es weder in den Landstädten, und noch weniger auf dem Lande, Anstalten zur Verminderung der Krankheiten, und also auch keine bestellte Ärzte oder Apotheker — vielleicht allein darum um das menschliche Leben zu verlängern. Als im Jahr 1611 die Pest auf dem Eichsfelde unter der Bevölkerung allgemeine Verheerung anrichtete, hatte Heiligenstadt noch keinen Stadt-Arzt. Der geistliche Commissarius schrieb damals nach Mainz: hic loci summa penuria medicorum. Erst 1682 erfolgte von den v. H. die Bestellung zweier Chirurgen wegen der eingeschlichenen Contagion. Zur Gesundheitspflege befand sich allein nur die Anstalt der Badstuben, deren man sich zur Erhaltung und Herstellung der Gesundheit bediente. In Heiligenstadt waren deren zwei, wovon die eine ein Lehn der von H. war. Vom 19. Sept. 1596 findet sich ein Notariats-Instrument von dem öffentlichen Notarius Georg Henning zu Heiligenstadt, das den öffentlichen Contractus locationis et conductionis über die alte Badstube betrifft, „so Hansteinisch Eigenthum und der Lehn-Junker Gebrüder und Vettern v. Hanstein Lehn, und gegen dem Rathhause über gelegen ist.“ </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Gorrius Probst überläßt diese Badstube mit Rath und Beistand seines Vormunds und „uff sonderbare gunstige Verwilligung Ihrer beiderseits Lehn-Junker“ seinem Bruder Baltin Probst auf 4 Jahre um 13 Thlr. jährlichen Zinses, zu gebrauchen und zu bewohnen, jedoch unter ausdrücklicher Condition, daß Baltin sofort 2 Thlr. zu Besserung der baufälligen Badstube anwenden, die Pfanne allein ohne seines Bruders Zuthun bauen, und wöchentlich 6 Groschen an dem verheißenen Zins abgeben soll. Wenn er darin ein oder andere Woche und also ¼ Jahr „hinderstendig“ bleibt, so steht dem Gorrius und seinem Vormund frei, wieder zu der Badstube zu greifen und dieselbe ihres Gefallens zu gebrauchen. Das Hinterhaus an dieser Badstube ist „ausser dieser Meyerstatt“ und bleibt den beiden Brüdern gemeinschaftlich. Weil diese Badstube auch als eine städtische Anstalt galt, so waren zu diesem Vertrag „wegen Raths dazu verordnete Unterhändler“ zugezogen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahr 1613 wurde durch den „schleunigen unvorsehenden Todesfall des Hansen Probsten“ dieses Lehn eröffnet, und Johannes Hartung zu Arenshausen meldete sich dazu, da die v. H. ihn das Jahr vorher auf dem Lehntage zu Hohengandern mit einer „Exspectanz auf ein nechst anfallendes Lehngut, mit 150 Thlr. angesehen“ hätten. Hans v. H. zu Besenhausen empfahl ihn auch dazu, als seinen Diener, seinen Vettern am 10. Jan. 1614.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In dem darauf folgenden 30jährigen Kriege war dieses Lehn „fast in abnehmen kommen und baufällig, die Mauern am Wasser zerfallen und die pfanne ganz unbrauchbar worden, also daß die batstube wüste geworden, und in langer Zeit kein bath darinnen gehalten.“ Dies Lehn war im Jahr 1651 im Besitz der Wittwe des Lorenz von Drone, Katharine und ihrer Kinder, und um es denselben und den Lehnherrn zu erhalten, und zugleich die Stadt mit dieser Anstalt zu versehen, vereinigten sich die Wittwe, der Großvater der Kinder, Lorenz von Drone der ältere als Lehnträger und der Rath von Heiligenstadt am Dienstag nach quasimodogeniti 1651, und übertrugen dem Hans Königshauer die verwüsteten Stuben wieder bauen und einrichten und eine neue Pfanne machen zu lassen auf 5 Jahre. Acht Tage nach dem ersten gehaltenen Bade zahlt dann Königshauer 48 Groschen wöchentlich und jede Woche, wozu Lorenz der ältere 20 Gulden beiträgt und der Rath zu Heiligenstadt 50 Gulden zu 40 Groschen Heiligenstädter Wehre vorschießt, wofür die Badstube zum Unterpfand dient. Die zeitigen Lehnherrn Ditmar und Jost v. H. Tilens Sohn, haben darin eingewilligt und neben dem Rath zu Heiligenstadt die Urkunde besiegelt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Spätere Nachrichten, und wann diese Badstube eingegangen, finden sich nicht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Carl Philipp Emil Freiherr von Hanstein: Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein in dem Eichsfeld in Preußen (Provinz Sachsen) - Bild: An dieser Stelle in der Heiligenstädter "Alten Stube" befand sich das Badehaus. 2005 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 26 May 2026 22:13:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Deutsche Erfindungen und Entdeckungen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B4D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zu den wohl besten und weltweit größten deutschen Erfindungen gehörten der Buchdruck (Johann Gutenberg) und das Auto (Karl Benz). Weitere prägende Erfindungen waren die mp3 Technologie, das Elektronenmikroskop, der Kindergarten (Friedrich Fröbel), Röntgenstrahlen, Dieselmotor und viele weitere.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Wissenschaftler wie Albert Einstein, Alexander von Humboldt, Robert Koch, Otto Lilienthal, Max Planck, Otto Hahn, Gauß, Wernher von Braun, Hertz und Dichter und Denker wie Goethe, Schiller, Heine, Herder, Nietzsche, Kant, Hegel, Fichte, Storm … prägten unser Land.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Thüringen sind noch Zeiss, Abbe, Schott und weitere als Pioniere zu nennen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auch das Eichsfeld brachte hervorragende Köpfe hervor. Zu nennen sind Athanasius Kircher (Mathematiker und Wissenschaftler), Tilman Riemenschneider (Holzbildhauer), Anton Thraen (Astronom), Lorenz Kellner (Pädagoge), Johann Carl Fuhlrott (Anthropologe), Hermann Iseke, Martin Weinrich, Heinrich Ernemann und der Erfinder der ersten Kaffeemaschine: Hermann Eicke. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Noch heute sind wir bei den Patentanmeldungen weltweit auf Platz 2 hinter den USA und vor China und Japan. Im Globalen Innovationsindex sind wir auf Platz 11 gefallen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: Hermann Eickes Kaffeemaschine im Eichsfeldmuseum</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 25 May 2026 22:29:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Der Festumzug war wieder Höhepunkt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B4A"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Reich ist das Eichsfeld an althergebrachtem Brauchtum, das als kulturelles Erbe von Generation zu Generation weitergegeben wird und heute im Kulturleben seinen festen Platz hat. Und zu jenen traditionellen Volksfesten, die schon seit Jahrhunderten bestehen und sich ihren besonderen Charakter bewahrt haben, gehört eine der schönsten Eichsfelder Kirmesfeiern, die der Heimensteiner in Heiligenstadt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Es soll am 2. Pfingsttag des Jahres 1397 gewesen sein, als die Bewohner vom Heimenstein in der kleinen Kirche auf dem Klausberg zur Andacht versammelt waren. Plötzlich meldete ein wachhabender Bürger, Kriegsleute mit dem Wappen derer von Hüchelheim und Egelsburg näherten sich der Stadtmauer. Den Heimensteinern war bekannt, daß der Graf vom Heimenstein mit dem Ritter von Hüchelheim in Fehde lag. Sogleich bewaffneten sich die Heimensteiner Männer und kämpften Seite an Seite mit den Knechten ihres Grafen gegen die bereits in die Stadt eingedrungenen Feinde. Nach erbittertem Ringen gelang es, die Hüchelheimer und Egelsburger zurückzutreiben. Der Sieg wurde zünftig gefeiert. Und aus Dankbarkeit über die Hilfe der Bewohner vom Heimenstein bestimmte der Graf vom Heimenstein, daß künftig an jedem 2. Pfingsttag ein großes Fest auf dem Klausberg gefeiert werden sollte. Damit war, so die Überlieferung, der Grundstein für die Heimensteiner Kirmes gelegt. Und so wird seit rund 600 Jahren jeweils am Pfingstmontag und drei weiteren Tagen die Kirmes begangen, wobei das eigentliche Kirchweihfest noch weiter zurückreicht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Gewiß hat sich im Laufe der Zeit dieses und jenes im Gepräge der Kirmesfeier verändert. Aber von ihrer Eigentümlichkeit hat die Heimensteiner Kirmes nichts verloren. Da wird heute noch wie vor undenklichen Zeiten während der Kirmes ein „Schulzenamt“ eingerichtet, wo der von der Kirmesgemeinde gewählte Bürgermeister „residiert“. Da gibt es auch ein „Standesamt“ sowie einen Aushang mit „amtlichen Bekanntmachungen“, die in der Regel mit mancherlei Scherz verbunden sind. Selbstverständlich werden auch „Platzmeister“ gewählt und auf dem Festplatz vor der Klauskirche tüchtig getanzt. Eine Besonderheit bringt der Mittwoch nach Pfingsten. Nach altem Brauch treffen sich die Aktiven der Kirmesgemeinde dann zum Heringsessen, das von den Frauen der Kirmesorganisatoren zubereitet wird. Nach diesem originellen Frühstück ziehen die Platzmeister – begleitet von den Kirmesburschen, die mit Topfdeckeln und anderen Lärminstrumenten für die „Blechmusik“ sorgen – von Haus zu Haus und verkaufen den Heimensteinern kleine Heringsstücke, gegen einen kleinen Obolus für die Kirmeskasse, versteht sich.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Den Höhepunkt jeder Kirmes bildet jedoch am Pfingstmontag der von den Heimensteinern gestaltete Festumzug. Dafür werden jedes Jahr nach einem bestimmten Motto verschiedene Kirmeswagen dekoriert mit Szenen aus der Stadtgeschichte. Aber auch berittene Herolde, Frauen in alten Eichsfelder Trachten, eine Kutsche mit Ehrengästen und verdienstvollen Heimensteinern und anderes mehr gibt es zu sehen. Welch großes Interesse dieser Festumzug stets findet, zeigte sich auch bei der diesjährigen Kirmes, wo der farbenprächtige Umgang rund 3500 Zuschauer aus nah und fern anlockte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Was die zahlreichen Gäste des Volksfestes auf dem Heimenstein nicht sehen, ist die umfangreiche Arbeit der Männer vom Kirmesvorstand und der anderen Helfer. Denn schon Wochen vor der Kirmes beginnen sie mit den mannigfachen Vorbereitungen, die von der Gestaltung des Festplatzes bis hin zum Zusammenstellen des Festumzuges reichen. Vor allem sind es der Festausschußvorsitzende Ignaz Klingebiel, der 1. Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Helmut Thüne, der „Ehrenvorsitzende“ Eduard Anhalt, Bernhard Sippel, seit über 20 Jahren „Kirmes-Schulze“, Schriftführer Heinz Schotte sowie Hans-Karl Anhalt (er feiert in diesem Jahr sein „25jähriges“ als 2. Vorsitzender des Kirmesvorstandes), die gemeinsam mit anderen Aktiven die Tradition der Heimensteiner Kirmes wahren und dafür sorgten, daß auch das Volksfest 1982 wieder ein Erfolg wurde.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt vom 17.6.82, Ernst Beck - Bild: Heimensteiner Kirmes 1989 © Thomas Schuster</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 24 May 2026 22:06:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Bismarcksäulen und der Erfurter Bismarckturm]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B48"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bismarcksäulen, auch Bismarcktürme genannt, sind turmförmige Denkmäler zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck. Die meisten entstanden zwischen 1898, dem Jahr seines Todes, und 1915, seinem 100. Geburtstag. Weltweit waren 243 solcher Denkmäler geplant; 175 existieren heute noch. Sie stehen nicht nur im heutigen Deutschland, sondern auch in ehemals deutschen Gebieten und früheren Kolonien, etwa in Polen, Russland, Chile und Tansania.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Viele dieser Türme beruhen auf dem preisgekrönten Entwurf „Götterdämmerung“ des Architekten Wilhelm Kreis. Allein dieser Bautyp wurde 47-mal verwirklicht. Ursprünglich war geplant, die Bauwerke als ein Netzwerk zu nutzen, auf dem zu besonderen Gedenktagen – etwa an Bismarcks Geburtstag – große Feuerschalen entzündet wurden. Heute dienen viele erhaltene Türme als Aussichtstürme und sind beliebte Ziele für Wanderer und Touristen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Erfurter Bismarckturm liegt „Am Tannenwäldchen“ im Steigerwald am Südrand der Stadt Erfurt. Der denkmalgeschützte Turm ist 22 Meter hoch. Er wurde nach dem Entwurf „Götterdämmerung“ von Wilhelm Kreis gebaut und gehört damit zu einer größeren Gruppe baugleicher Bismarcktürme. Früher bot er einen guten Blick über die Stadt, ist heute jedoch nicht mehr begehbar.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am 23. März 1900 wurde in Erfurt ein Bismarcksäulen-Verein gegründet, der Spenden für den Bau des Turms sammelte. Dank der großen Unterstützung konnte der Aussichtsturm im Steigerwald bereits am 1. September 1901 eröffnet werden. Anders als viele andere Standorte hat Erfurt zudem einen persönlichen Bezug zu Bismarck: Er nahm 1850 am Erfurter Unionsparlament teil und hielt sich während dieser Zeit in der Stadt auf. Dabei führten ihn seine Wege auch in den Steigerwald.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der DDR blieb der Turm aufgrund seiner günstigen Lage im Stadtwald als Aussichtspunkt erhalten und wurde in „Friedensturm“ umbenannt. Dennoch verfiel er mit der Zeit und war später nicht mehr zugänglich.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Wikipedia – Bild: Postkarte um 1900 und Bismarckturm Erfurt 2026</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 20 May 2026 22:02:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Taufsteine 1900]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B46"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Es ist eine besondere und sehr schätzenswerte Eigenart der kirchlichen Kunst des Kreises, daß man allenthalben auf die Beschaffung von schon gestalteten und verschiedenartigen Taufsteinen oder Taufbecken großen Wert gelegt hat. Dem haben wir es zu verdanken, daß noch etwa die Hälfte aller Kirchen solche Werke monumentaler Kleinkunst aufzuweisen hat, die zumeist noch in Benutzung, an einigen Stellen jedoch beiseite gesetzt, ja selbst verkauft sind. Wir finden hier Muster von einfachster Art, so in Wüstheuterode, Rüstungen (1561), bis zu sehr reich skulpierten: in Kalteneber, Martinfeld. In einigen Fällen lassen sich Gruppen gleichartiger Entwürfe verzeichnen: so in Groß-Bartloff (1606), Martinfeld und auf dem Hülfensberge (1613), ferner in Birkenfelde und &nbsp;Wüstheuterode, in Lenterode (1617) und Wiesenfeld, endlich in Mackenrode und Schwobfeld. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die übrigen Orte mit alten Taufsteinen sind:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bernterode, Bischhagen, Dieterode (1566), Dingelstedt, Gertrudskirche (1694), Döringsdorf (1554), Ershausen (1575), Flinsberg, Heuthen, Hohengandern (1808), Kirchgandern (1376), Lindewerra, Marth (1662), Misserode, Reinholterode, Rustenfelde (1559), Volkerode, Sickerrode, Wahlhausen, Wilbich (1573).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Walter Rassow: „Bau und Kunstdenkmäler des Kreises Heiligenstadt“ – Verlag Cordier 2002 - Bild: Taufstein in der Kirche &nbsp;Großbartloff aus dem Jahre 1606 </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 18 May 2026 22:02:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Entrichtung der Feuersocietäts-Beiträge 1820]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B4F"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Von der Königl. General-Direction der Magdeburgschen Land-Feuersocietät ist das 60ste Ausschreiben der Feuersocietäts-Beiträge erlassen, nach welchem einschließlich der Erhebungsgebühren von 100 Thaler Einsatz-Kapital 4 gGr. 1 Pf. gezahlt werden müssen.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Wir fordern die Interessenten hiesiger Stadt mit der Weisung auf, ihre Beiträge binnen 8 Tagen bei Vermeidung der Exekution an den Hrn. Orts-Einnehmer Wand einzuzahlen.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Heiligenstadt, den 21sten Januar 1820.</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Der Magistrat.</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Lorenz. Bierwirth.</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Feuersozietät ist die zweitälteste Versicherungsgesellschaft in Deutschland. Sie wurde 1718 in Berlin durch König Friedrich Wilhelm I. gegründet. Sie zählt heute zu den Öffentlichen Versicherern und ist Teil der Sparkassen-Finanzgruppe.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bis ins 17. Jahrhundert wurde Versicherungsschutz vor allem von Einzelpersonen, Zünften und Gilden getragen. Erst ab der Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden die ersten kommerziellen Versicherer. Sie spezialisierten sich vor allem auf Feuer- und Transportversicherungen, etwa wie Lloyd’s of London auf dem Gebiet der Schiffsversicherung. Die ersten professionellen Versicherer wurden auf staatliche Initiative gegründet, darunter die Hamburger Feuerkasse (1676) und die Berliner Feuersozietät (1718); nach heutigem Verständnis waren dies Anstalten des öffentlichen Rechts. Der erste deutsche Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit war die Gothaer Feuerversicherungsbank für den Deutschen Handelsstand (1820). Aktiengesellschaften entstanden zunächst Ende des 18. Jahrhunderts und in Deutschland seit dem frühen 19. Jahrhundert.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach 1945 bis 1990 gab es nur die Staatliche Versicherung der DDR, sie war der einzige Versicherer in der DDR für Privatkunden. In Heiligenstadt befand sich die Versicherung im Nebengebäude des Zwehlschen Hauses im Knickhagen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Für das Fahrzeug musste man hier Versicherungsmarken kaufen und einkleben. Für ein Moped waren es 8,50 Mark.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Obereichsfelder Kreisanzeiger 1820, Eigene Aufzeichnungen – Bild: Zwehlsche Haus mit Staatlicher Versicherung der DDR im Nebengebäude 1988 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 17 May 2026 22:08:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hansteiner Burgfrieden]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B44"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dieses Jahr feiert der Hansteiner Burgfrieden am 17. Mai sein 500jähriges Jubiläum. Der bekannteste und ältere in der Geschichtsschreibung oft zitierte Burgfrieden stammt aus dem Jahr 1436. Die Familie von Hanstein, ein weit verzweigtes Adelsgeschlecht, hielt ihre Stammburg im Eichsfeld als Ganerbenburg (Gemeinschaftsbesitz). Um das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Familienzweige auf engem Raum zu regeln, wurden strikte rechtliche Verträge geschlossen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zentrale Punkte sind der Gewaltverzicht bei der jegliche gewaltsame Auseinandersetzung innerhalb der Burgmauern zwischen den Familienmitgliedern streng untersagt war. Wer das Schwert gegen einen Verwandten zog, verlor seine Rechte an der Burg. Trotz innerfamiliärer Streitigkeiten verpflichteten sich alle Zweige, die Burg gemeinsam gegen äußere Feinde zu verteidigen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Jedes männliche Familienmitglied musste im Alter von 15 Jahren den Burgfrieden feierlich beschwören, um als rechtmäßiger Miteigentümer anerkannt zu werden. Regelungen über die Nutzung von Brunnen, Toren, Kapellen und Verteidigungsanlagen waren detailliert festgelegt, um Reibungspunkte im Alltag zu minimieren.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Diese Verträge waren notwendig, da die Burg Hanstein eine der größten Burganlagen Mitteldeutschlands war und teilweise Dutzende von Familienmitgliedern gleichzeitig dort lebten. Das Dokument von 1436 diente dazu, die Zersplitterung des Besitzes zu verhindern und die Burg als strategische Einheit für das Erzbistum Mainz (als Lehnsherr) zu erhalten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Hansteiner Burgfrieden vom 17. Mai 1526 ist ein historisches Abkommen der Adelsfamilie von Hanstein. Es regelte die friedliche Nutzung, den Schutz und die Verwaltung der Burg Hanstein und sicherte den Zusammenhalt der Sippe während der unruhigen Zeiten der Reformation und des Bauernkrieges. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><b class="fs14lh1-5">Text Infotafel</b></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>1526. Mai 17.</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Lippold und Kurt von Hanstein (Kaspars Söhne) unterzeichnen den „Burgfrieden“, welchen Christian von Hanstein, Ritter, Heinrich, Tile, Kaspar, Ditmar, Berld, Werner, Conrad d.E., Kirsten, Wilhelm, Sigfried, Hans und Hans Jost, und Magnus, alle von Hanstein, Gebrüder und Gevattern geschlossen und zu Gott und den Heiligen beschworen haben, „in und umb ihr Schloss Hanstein zu halten, in massen hier noch geschrieben":</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">1. soll ein Jeder des Anderen und seiner Angehörigen Leben, Ehre und Gut in dem Burgfrieden beschirmen gleich wie seinen eigenen Leib und Gut.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">2. Keiner soll seinen Teil am Schloss Hanstein versetzen oder verkaufen. Wer seinen Anteil am Schlosse vollständig aufgeben will, darf seinen Anteil nur seinem nächsten Erben und, wenn dieser den Anteil nicht übernehmen will, einem der Vertragschliessenden oder deren Nachkommen zum Preise von 100 Mark und nicht höher überlassen, muss aber bei seinem Abzuge aus dem Schlosse geloben, dieses und die Untersassen der v. H. nicht zu befehden oder zu beschädigen. Jeder Versatz oder Verkauf an Fremde ist ungültig und macht den Veräusserer treulos und meineidig, er soll nie wieder auf das Schloss kommen dürfen und sein Anteil fällt an seinen nächsten Verwandten des Stammes. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Infotafeln am Rundweg Hanstein - Bild 2026 © Thomas Schuster</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 16 May 2026 22:10:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Ausflug mit dem Oldtimer-Bus „Der Eichsfelder“]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B45"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am 03. Mai war er Richtung Hanstein unterwegs: „Der Eichsfelder“ ist ein klassischer Garant 30K-Bus von 1953 und hat 13 Sitzplätze, einen Reiseleitersitz und drei Notsitze.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><a href="https://www.eichsfeldwerke.de/de/bus/reise-und-freizeit/oldtimerbus" target="_blank" class="imCssLink">Mehr Informationen</a></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 15 May 2026 22:10:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Die Glocken vom Hülfensberg: Eine Geschichte über Treue und Tradition]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B42"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Es war einmal, vor vielen Jahrzehnten, als die Grenzen zwischen Glaube und Alltag im Eichsfeld noch unzertrennlich waren. In einem kleinen Dorf am Fuße des Hülfensbergs lebte ein alter Bauer namens Alois. Für ihn war Christi Himmelfahrt nicht einfach nur ein freier Tag oder eine Gelegenheit zum Wandern – es war der Tag des "Gehülfen".</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Schon in den frühen Morgenstunden, als der Tau noch schwer auf den Wiesen lag, machte sich Alois auf den Weg. Während in anderen Teilen Deutschlands die Bollerwagen für die Herrentagsausflüge geschmückt wurden, griff man im Eichsfeld zum Gebetbuch und zum Wanderstab.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Alois erinnerte sich, wie er als kleiner Ju</span><span class="fs11lh1-5">nge an der Hand seines Vaters den steilen Kreuzweg zum Hülfensberg hinaufgestiegen war. Damals wie heute säumten Hunderte Männer die Pfade. Es war ein beeindruckendes Bild: Ein Meer aus dunklen Anzügen und Hüten, das sich langsam den Berg hinaufwand, während das Murmeln des Rosenkranzes wie ein sanftes Rauschen durch den Wald hallte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Geschichte besagt, dass in einem besonders trockenen Jahr die Brunnen im Tal versiegten. Die Bauern fürchteten um ihre Ernte. Am Himmelfahrtstag versammelten sich die Männer des Eichsfelds auf dem Gipfel des Hülfensbergs vor dem berühmten Gnadenbild, dem "Hülfenskreuz".</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Man erzählte sich, dass in dem Moment, als der Priester den Segen über das Land sprach, eine tiefe Stille über den Berg füllte – so intensiv, dass man das Schlagen der eigenen Herzen hören konnte. Plötzlich begannen die Glocken der Wallfahrtskirche von ganz allein zu läuten, obwohl kein Glöckner am Seil stand.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Der Herr ist aufgefahren, aber er hat uns den Beistand hiergelassen", flüsterten die Alten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Als die Männer den Abstieg antraten, öffnete sich der Himmel, und ein sanfter, segensreicher Regen fiel auf die dürstenden Felder des Südeichsfelds. Die Ernte war gerettet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Für Alois und viele Eichsfelder ist diese Geschichte mehr als nur eine Legende. Sie ist das Fundament für das, was man heute noch erleben kann: Nach der feierlichen Messe auf dem Berg zieht es die Männer (und heute natürlich auch die Familien) in die umliegenden Schenken.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dort wird bei einer Eichsfelder Feldgieker und einem kühlen Bier die Gemeinschaft gefeiert. Es ist diese Mischung aus tiefer, fast trotziger Frömmigkeit und der herzlichen, bodenständigen Geselligkeit, die die Himmelfahrt im Eichsfeld so einzigartig macht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: KI nach meinen Vorgaben - Bild: Wallfahrt Hülfensberg von Otto Thomasczek Zeichnung (verbessert durch KI)</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 12 May 2026 22:07:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Bornhagen - Gedenkstein an der ehemaligen Grenze ]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B3F"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">AM 19. JANUAR 1990 ÖFFNETE SICH VOR DER BURG HANSTEIN DER EISERNE VORHANG.</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">ES WAR EIN DENKWÜRDIGER TAG UND FRÖHLICHE MUSIK VERSCHÖNTE DIE LANG ERSEHNTE STUNDE.</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">WEIT ÜBER 40 JAHRE WURDEN DEUTSCHE MENSCHEN DURCH STACHELDRAHT, TRETMINEN WACHHUNDE UND SCHIESSBEFEHL VONEINANDER GETRENNT.</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">MOSKAUHÖRIGE, VERBRECHERISCHE ELEMENTE WOLLTEN ES SO!</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">WIR SOLLTEN DIES NICHT VERSCHWEIGEN. AUCH NICHT VERGESSEN.</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">DENN DIESE NACH 45 IN DER DDR REGIERENDEN WAREN NUR DARAUF AUS, ALLES GEWESENE, GEWACHSENE ZU ZERSCHLAGEN.</span></div><div><br></div><div>Quelle: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 11 May 2026 22:53:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Veranstaltung VEH über Klemens Löffler]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B41"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Prof. Dr. Klemens Löffler, erster Vorsitzender des Vereins für Eichsfeldische Heimatkunde</b></span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Klemens Löffler (1881 in Steinbach - 1933 in Köln) war ein deutscher Historiker und Bibliothekar. Ein Schwerpunkt seines Schaffens waren kirchen- und heimatgeschichtliche Themen. Prof. Dr. Klemens Löffler war erster Vorsitzender des Vereins für Eichsfeldische Heimatkunde.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5"><b>Leben und Werk </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Referent: Peter Anhalt</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Termin: Freitag, 15. Mai 2026, 19.30 Uhr</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Ort: Gemeindezentrum in Steinbach; Dorfstr. 26</span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 10 May 2026 22:59:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Stein an der Kirche St. Marien Rimbach]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B3D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Unterhalb des Fachwerks am oberen Rand des rechten Sandsteinturms befindet sich ein sonderbarer Stein, der hier wahrscheinlich nachträglich eingefügt wurde.</span><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Meine Theorie: Es ist ein Neidkopf, der den "bösen Blick", Neid oder böse Geister vom Haus und seinen Bewohnern fernhalten soll. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Er weist die Form eines Ochsen- oder Stierkopfs auf, die oberen, nach außen ragenden Linien könnten die Hörner darstellen. Die runden Erhebungen in der Mitte wirken wie Augen. Der Ochse steht oft für Stärke, Fruchtbarkeit oder war ein Hinweis auf das Handwerk des Besitzers (z. B. ein Metzger oder Landwirt).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Da Rimbach direkt unterhalb der mächtigen Burgruine Hanstein liegt, dienten solche Reliefs an den Erdgeschossen der Fachwerkhäuser dazu, das Böse "mit seinen eigenen Waffen" zu schlagen. Man glaubte, dass ein Abbild des Teufels oder einer grimmigen Fratze den echten Teufel und Unheil vom Haus fernhalten würde. &nbsp;</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Oft wurden solche Steine bei Umbauten von älteren Gebäuden oder in diesem Fall sogar von der Burg selbst übernommen und in die Fassaden neuerer Fachwerkhäuser integriert.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Vielleicht handelt es sich auch nur um einen Schmuckstein von der Burg Hanstein oder der alten Kirche von Rimbach. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 08 May 2026 22:59:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Kirchen und Kapellen um 1900]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B3C"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Von romanischer Bauweise, die in Mitteldeutschland bis Ausgang des 12. Jahrhunderts geherrscht hat, sind im Kreise nur an zwei Stellen Baureste erhalten geblieben. Es sind dies einmal die Grundmauern der Kirche in Uder, bei denen unter anderem durch die ausgesprochen romanischen Profile der Rundbogen am Querschiff der Stil zweifellos gekennzeichnet wird; dies und die geschichtliche Tatsache, daß im Jahre 1162 eine Kirche in Uder dem Heiligenstädter Stifte geschenkt wurde, läßt mit ziemlicher Sicherheit den Schluß zu, daß das Mauerwerk, das mit jenen Bögen im Zusammenhang steht - und das sind fast alle Grundmauern der Kirche - vor 1162 gebaut ist. Das Mauerwerk des Turmes ist vermutlich noch älter, weist jedoch keine für den Baustil charakteristischen Formen auf. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ferner stammt aus romanischer Zeit die Krypta der Bergkirche in Heiligenstadt. Hier weisen die Stilformen ebenfalls auf das Ende des 12. Jahrhunderts hin, urkundliche Nachrichten über die Entstehungszeit dieses Bauteiles liegen nicht vor. Die übrigen romanischen Kirchen, die vermutlich zumeist in Fachwerk errichtet waren, sind verschwunden und durch Neubauten ersetzt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Aus gotischer Zeit, die hier für Architektur bis etwa zum Jahre 1575, für die Kleinkunst noch einige Jahrzehnte länger gedauert hat, sind ganze Bauwerke hauptsächlich in Heiligenstadt erhalten. Es sind dies die drei großen Kirchen St. Martin, vollendet 1487, St. Marien, im wesentlichen vollendet 1420 und St. Ägidien, vollendet bis auf die Erneuerung des Turmteiles vor 1370. Ferner drei Kapellenbauten: die St. Annenkapelle, Mitte des 14. Jahrhunderts, die Hospitalkirche, vor 1363 und die Reste der Nikolauskirche, etwa aus derselben Zeit. Eine gotische Kirche, im wesentlichen noch als solche erhalten, findet sich ferner auf dem Hülfensberge, sie stammt anscheinend aus dem 14. Jahrhundert, hat jedoch mehrfache Änderungen erfahren. Ferner sind hier zwei spätgotische Schloßkapellen zu nennen: die in Unterstein (1554) und in Steinheuterode (1575). Bei vier weiteren Kirchen sind die Grundmauern gotisch, doch haben in späteren Zeiten eingreifende Umbauten das Gepräge verändert.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Anmerkung:</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die spitz zulaufenden Rundbögen weisen auf die gotische Zeit hin. Die Krypta ist die eigentliche Vorgängerkirche der heutigen Martinskirche und wurde in den letzten 3. Kirchenbau integriert und angepasst. Der Verlauf der romanischen Kirche ist außen an der Kirche im Boden markiert. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Walter Rassow: „Bau und Kunstdenkmäler des Kreises Heiligenstadt“ – Verlag Cordier 2002 - Bild: Krypta der Martinskirche 2013 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:33:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Altarbilder des Kreises Heiligenstadt 1900]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B3B"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Von gotischen Altarbildern ist in den gotischen Kirchen Heiligenstadts nichts mehr vorhanden. Zwei Gruppen solcher Altargemälde aus der Marienkirche sind im Stadtmuseum zu finden. Außerdem sind gotische Schnitzereien als Triptycha an folgenden Stellen erhalten: in Günterode, Lindewerra, &nbsp;Rimbach, Schachtebich, Uder und Schönhagen; hiervon sind die zu Schachtebich und Schönhagen in späterer Zeit anders angeordnet worden. Ferner einzelne gotische Schnitzbilder in Dingelstedt am Kerbschen Berge, in Martinfeld (1600) und in Siemerode.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Altaraufsätze aus der Renaissance- und Rokokozeit führen fast alle anderen Kirchen, wiederum mit Ausnahme derer in Heiligenstadt, die sämtlich für ihre Hauptaltäre die guten alten Aufsätze durch moderne Machwerke ersetzt haben.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Gotischer Altar St. Jakobus Uder</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der St. Jakobuskirche in Uder befindet sich ein wertvoller spätgotischen Flügelaltar, der als Schnitzaltar ausgeführt ist. Der Altar zeigt im geöffneten Zustand figurenreiche Szenen. Der Hauptschrein und die Flügel sind mit geschnitzten Heiligenfiguren besetzt. Der Altar stammt aus der Zeit um 1500 (Spätgotik).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Walter Rassow: „Bau und Kunstdenkmäler des Kreises Heiligenstadt“ – Verlag Cordier 2002 – Bild: 2022 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 04 May 2026 22:26:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Jetzt Motoren und Plüschtiere]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B39"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Die PGH „Eichsfeldia“ stellte ihr Produktionsprofil um. In dieser Produktionsgenossenschaft des Handwerks, wo über so viele Jahre für die Bevölkerung Wäsche gewaschen und geplättet wurde, geschieht nun etwas völlig anderes. Elektromotoren werden repariert und Hüllen für Plüschtiere genäht. Nach der Inbetriebnahme der industriellen Wäscherei des VEB Dienstleistungsbetrieb Heiligenstadt war die volle Auslastung der Wäschereikapazität der PGH nicht mehr gewährleistet. Und schließlich war die PGH mit ihrer Technologie nicht mehr in der Lage, den gestiegenen Ansprüchen auf diesem Gebiet umfassend gerecht zu werden. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">So sahen sich die Mitglieder um den PGH-Vorsitzenden Dieter Merker nach einem neuen Leistungsservice um. Sie griffen eine Anregung der Heiligenstädter Kreisarbeitsgruppe der Hauptmechaniker auf und richteten innerhalb kurzer Zeit und mit viel Eigeninitiative in den Räumen der Genossenschaft eine Reparaturwerkstatt für Elektromotoren ein. Mit dieser Dienstleistungsart entspricht die PGH dem Wunsch vieler Bürger und Betriebe und hilft eine Angebotslücke schließen, da der bereits bestehende private Handwerksbetrieb dieser Art den wachsenden Reparaturbedarf allein nicht bewältigen konnte. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bei der Phase des Umlernens und des Einarbeitens in die neuen Aufgaben zeigten die PGH-Mitglieder große Einsatzbereitschaft. Bis Ende September wurden bereits über 500 Motoren für private und gesellschaftliche Auftraggeber instandgesetzt. Aber auch Arbeiten für Kunden außerhalb des Kreises wurden erledigt. Besonders gute Beziehungen entwickelten sich bereits zwischen der PGH „Eichsfeldia“ und den Betrieben VEB Kombinat Solidor und VEB Schraubenwerk. Während in der Genossenschaft vier Kollegen defekte Motoren wieder auf Vordermann bringen, haben die in der PGH beschäftigten Frauen mit weicherem Material zu tun. In Kooperation mit dem VEB Spielwaren Großbreitenbach nähen sie Plüschtierhüllen. Über 100 dieser „Hohlkörper“ entstanden in den letzten Wochen unter den geschickten Frauenhänden. Insgesamt erzielte die Genossenschaft in den vergangenen Monaten einen Planvorlauf von 1,5 Tagen. Auch das spricht dafür, dass die Produktionsumstellung von den Mitgliedern der PGH mehr als nur bewältigt wurde.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt vom 05.11.1983 – Links im Bild die ehemalige PGH 1989 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 02 May 2026 22:03:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Gemeindebibliothek in Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B3A"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Seit dem Jahre 1858 gab es in Heiligenstadt die erste öffentliche Bibliothek. Dazu schrieb Egon Grohmann:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Einer Öffentlichen Aufforderung zufolge, gab es 1858 unter Verwaltung des Gymnasiallehrer Dr. Kirchner in Heiligenstadt eine öffentliche Bibliothek. „Behufs Ueberweisung in andere Hände muß die Gemeindebibliothek vollständig zusammengestellt werden und werden deshalb alle Diejenigen, welche Bücher aus derselben in den Händen haben, ersucht, in acht Tagen sie bei mir abzugeben", ließ er verkünden. Prof. Waldmann gleichfalls Lehrer am hiesigen Gymnasium und erster Parlamentarier des Eichsfeldes zur Deutschen Nationalversammlung 1848, leitete schon 1852 in Heiligenstadt einen Leseverein zur Bildung der Bürger.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1985, Egon Grohmann - Bild: alte Bibliothek in der Petristraße © Thomas Schuster</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 01 May 2026 22:13:00 GMT</pubDate>
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