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		<title><![CDATA[Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt]]></title>
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		<description><![CDATA[Neuigkeiten aus Heiligenstadt, dem Eichsfeld und Umgebung!]]></description>
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		<lastBuildDate>Mon, 12 Oct 2026 00:07:00 +0200</lastBuildDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Name Breitenworbis]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BC6"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Der Name Breitenworbis, ehemals Wurbiz, Worbitz, Worbizze, Worbeze, Worveze geschrieben ist slavischen, speciell wendischen Ursprungs und soll »Weidicht«, ein mit Weiden bewachsener Ort bedeuten. Derselbe Ortsname findet sich noch in der Nähe in Kirchworbis, Stadtworbis und dem zerstörten Hugenworbis vertreten, ferner in größerer Entfernung in Wörbzig, früher Worbez geschrieben, bei Cöthen gelegen, [und] in Würbitz bei Namslau in Schlesien. Der Name also besagt schon, daß unser Ort ursprünglich eine wendische Ansiedlung gewesen ist, wie ja Anhalt früher und Schlesien jetzt noch von Slaven bewohnt ist. Wendische Ansiedlungen gab es in Thüringen schon zur Zeit des hl. Bonifacius, noch mehr seit Heinrich I. und II. und Otto I., die mit den Slaven öfters Krieg führten und viele Kriegsgefangene hierher versetzten, welche alsbald germanisirt und christianisirt wurden. Für das Vorhandensein von slavischen Colonien auf dem Eichsfelde sprechen auch alte Urkunden, so schenkt z. B. der Erzbischof Lupold v. Mainz im Jahre 1055 dem Petersstifte zu Nörten »decem mansos Sclavonicos dimidios in Dalewinethum« (Thalwenden).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Name der in der Nähe von Breitenworbis gelegenen im Bauernkriege 1525 zerstörten Burg Harburg, ursprünglich Horburc, Horeburg, abgeleitet vom wendischen Worte hor, hora = Höhe, scheint nun dafür zu sprechen, daß die hiesigen wendischen Ansiedler nicht als Kriegsgefangene, sondern als freie Leute hierher kamen, denn nur freie Leute konnten eine Burg anlegen und besitzen, und wer sie anlegt und besitzt, gibt ihr auch den Namen. Wahrscheinlich sind sie bereits zur Zeit der Völkerwanderung den von hier abziehenden deutschen Stämmen nachgedrängt. Dafür spricht auch, daß die hiesige Kirche auf einer heidnischen Opferstätte steht, wie vor ungefähr 40 Jahren bei Nachgrabungen in der jetzigen Sakristei durch Auffindung von Holzkohlen mit Knochenresten vermischt sich gezeigt hat. Wenn der hl. Bonifacius, was anzunehmen ist, das Christenthum in hiesiger Gegend verbreitet hat - im benachbarten Niederorschel soll er auf der Stelle, wo jetzt die Kirche steht, gepredigt haben, daher bis in unser Jahrhundert hinein zahlreiche Wallfahrten dahin am Feste des hl. Bonifacius - so ist es jedenfalls erst nach 738 geschehen, wie Werner nachgewiesen hat, die heidnische Opferstätte dahier muß mithin schon vor 738 bestanden haben. Also Breitenworbis ist eine uralte von heidnischen Wenden gegründete Ortschaft. Andere wendische Niederlassungen in der Nähe sind schon vorhin genannt, hinzu zu fügen ist noch Wendelnrode, welches im 30jährigen Kriege gleich Hugenworbis zerstört ist.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Philipp Knieb „Eichsfelder Dorfchroniken“ – Breitenworbis Kirche 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 22:05:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Franz Liszt in Weimar]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BC1"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Franz Liszt lebte und wirkte sogar sehr prägend in Weimar. Die Stadt war neben Budapest und Rom eine der zentralen Stationen seines Lebens und wurde durch ihn mid-19. Jahrhundert zu einem europäischen Zentrum der Musik.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Erste Weimarer Periode (1848–1861) Hofkapellmeister: </b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Großherzog Carl Friedrich holte ihn als außerordentlichen Hofkapellmeister an den Weimarer Hof. Liszt begründete das sogenannte „Silberne Zeitalter“ der Weimarer Kulturgeschichte und förderte zeitgenössische Komponisten – unter anderem setzte er sich intensiv für die Opern von Richard Wagner ein (Uraufführung des Lohengrin 1850 in Weimar). Er wohnte zusammen mit der Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein in der Altenburg oberhalb der Ilm, die rasch zum Treffpunkt der europäischen Avantgarde wurde.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Zweite Weimarer Periode (1869–1886)</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach Jahren in Rom kehrte Liszt regelmäßig nach Weimar zurück und verbrachte fortan die Sommermonate in der Stadt (im wechselnden Rhythmus zwischen Rom, Budapest und Weimar). Großherzog Carl Alexander stellte ihm die Hofgärtnerei am Park an der Ilm zur Verfügung (heute als museumspädagogisches Liszt-Haus erhalten). Liszt unterrichtete hier zahlreiche junge Klaviervirtuosen aus aller Welt kostenfrei. Aus dieser Tradition heraus entstand 1872 die erste deutsche Orchesterschule, aus der die heutige Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar hervorging.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zu Liszts Zeit in Weimar war die Verehrung für den Pianisten so extrem, dass Damen regelrecht Jagd auf Souvenirs machten. Besonders begehrt waren verirrte Handschuhe, Zigarrenstumpen oder eben eine Haarlocke des Virtuosen. Eine wohlhabende, adlige Dame, die zu Besuch in Weimar weilte, bedrängte Liszt tagelang uneingeschränkt, ihm doch als ewiges Andenken eine Locke seines berühmten langen Haares zu schenken. Liszt, der solche Anfragen herzlich satt hatte, gab schließlich scheinbar nach. Er versprach, ihr am nächsten Tag eine Kostbarkeit im Kästchen schicken zu lassen. Als die Dame das Päckchen tags darauf voller Vorfreude öffnete, lag darin tatsächlich ein Büschel Haare – allerdings nicht von Liszt: Er hatte kurzerhand ein paar Borsten vom Schwanz des Pudels seiner Lebensgefährtin Fürstin Carolyne abgeschnitten und mit einer feinen Schleife gebunden beigelegt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Als Großherzog Carl Alexander im Hoftheater anordnete, dass das Publikum erst klatschen durfte, wenn die herzogliche Loge applaudierte, ignorierte Liszt das Protokoll demonstrativ: Nach einer gelungenen Darbietung stand er im Parkett auf und applaudierte lautstark als Erster. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Liszt nahm für seine Meisterkurse im Weimarer Liszt-Haus von seinen Schülern prinzipiell kein Geld an. Wer ihm mit Honorar kam, wurde oft mit den Worten abgespeist: „Ich bin kein Klavierlehrer, ich mache Musik.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bekanntes Zitat:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Nur in dem Boden des allgemeinen Wohlstandes wurzelt der Nationalgeist, treibt er schöne Blüten und reiche Früchte; nur aus der Einheit der materiellen Interessen erwächst die geistige und nur aus beiden die Nationalkraft.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: KI - Bild: Denkmal im Park 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 11 Oct 2026 22:07:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Mundart — auch sie gehört zum kulturellen Erbe]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BC0"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Wie aus einer wissenschaftlichen Arbeit des Leipziger Germanisten Prof. Dr. Rudolf Grosse hervorgeht, gehören auch die Mundarten zum kulturellen Erbe. Gerade der, welcher sie nicht beherrscht, wird das zugestehen, wenn er die emotionalen Eindrücke kennengelernt hat. Gemeint ist die Altertümlichkeit der Mundart, die Vertraulichkeit, die sie unter Mundartsprechern vermittelt. Es gibt eben in der Mundart Ausdrücke, die sich einfach nicht sinngemäß übersetzen lassen. Das oben genannte Vertrautsein kommt im Kreise von Mundartsprechern besser zustande, als es im Hochdeutschen möglich ist. Der große Germanist Jakob Grimm (1785 — 1863), der mit seinem Bruder Wilhelm Grimm (1786 — 1859) das „Deutsche Wörterbuch“ begründete und die berühmten „Deutschen Kinder- und Hausmärchen“ sowie die „Deutschen Sagen“ herausgab, sagt über die Mundart: „Sie hat Lebenswärme, Bildungswärme geht ihr ab. Der gemeine Volksdialekt steht auf seinem Boden sicher und geschlossen, ist heimisch, zutraulich, stets natürlich, an einzelnem Wohllaut und triftigem Ausdruck reich.“ </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Martin Luther hat die verschiedenen Mundarten noch unmittelbar erlebt und dabei vor allem die Behinderungen im sprachlichen Verkehr gesehen: „Deutschland hat mancherley Dialectos, Art zu reden, also daß die Leute in 30 Meilen Weges einander nicht wol können verstehen.“ Heute wächst das Interesse für die Mundarten erneut. Es mag bisweilen fragwürdiges Nostalgisches mit im Spiel sein. Zumeist ist dieses Interesse getragen von der Unmittelbarkeit und Konkretheit, von der Gemüthaftigkeit und Heimatverbundenheit. Wie Rudolf Grosse mitteilt, sehen sich Verlage und Kulturhäuser von dem zunehmenden Interesse an Mundartlichem gefordert und können den vielseitigen Wünschen kaum nachkommen. Im Eichsfeld lebt die Mundart in den Dörfern noch. Sie wird jedoch fast ausschließlich von den älteren Bürgern gesprochen. Eltern, Lehrer und Erzieher tun gut daran, der Mundart wieder „auf die Beine zu helfen“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt vom 27.11.1985, Dr. E. M. - Bild: Straße zum Heiligen Geist 1907 Postkarte</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 22:49:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Das Wappen am Bischofstein]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BBF"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die ursprüngliche Burganlage mit der Stadt „Stein“ (lapide) entstand im 12. bzw. 13. Jahrhundert auf einer Erhebung oberhalb des heutigen Schlosses. Im 13. Jahrhundert ging die Burg ganz in den Besitz des Erzbistums Mainz über und wurde zu einem zentralen Verwaltungs- und Gerichtssitz im südlichen Eichsfeld – dem Amt Bischofstein. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das heutige Schloss Bischofstein wurde im Jahre 1747 durch Kurfürst Johann Karl Friedrich von Ostein errichtet. Baumeister des im Barockstil errichteten Gebäudes war der Dingelstädter Architekt Johann Christoph Heinemann, der unter anderem auch das Heiligenstädter Schloss erbaute. An dem Eingang gegenüberliegenden Gebäude finden wir das Wappen des Erbauers:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Rechts/Oben: <b>IOPFRID. CARD. D. G. ARCHI. ET ELECT. MOG.</b> </span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">(Jopfrid/Johann Gottfried, Cardinal, Dei Gratia Archiepiscopus Et Elector Moguntinus...)</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Links/Unten: <b>ARCHICANCELL. PRINCEPS.</b> </span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">(Archicancellarius / Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation)</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ostein galt als entschiedener Anhänger der Habsburger. Nach dem Tod von Kaiser Karl VI. gelang es ihm im österreichischen Erbfolgekrieg, Frieden zwischen Österreich und Bayern zu stiften. Im Jahr 1745 lud er die Kurfürsten zur Kaiserwahl nach Frankfurt ein, bei der Franz I. Stephan, der Gemahl Maria Theresias, gewählt wurde. In seinem eigenen Territorium, dem Kurfürstentum Mainz, führte er eine damals fortschrittliche Wirtschaftspolitik im Sinne des Merkantilismus. Zudem stieß er wichtige Bildungs- und Justizreformen an, die den Geist der Aufklärung widerspiegelten. Sein Bildnis ist im Eichsfeldmuseum als Gemälde ausgestellt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Wappen von seinem Vorgänger Philipp Karl von Eltz (1732-1743) am Heiligenstädter Schloss ist ähnlich, hier sind statt der Hunde Löwen im Geviert. Das Schloss wurde in seiner Herrschaftszeit erbaut.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 2013 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 22:42:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Das Gut Steinhagen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BBE"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Gut Steinhagen befand sich auf der Wüstung „Stiegenshagen“ oder bekannter „Sachsenhagen“. Um 1570 wird der Ort benannt: </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… die von Linsingen haben ein burgklehen von einem Geschlecht, die von Geisleden bekommen, darin gehoren 4 Hube landes, liegen uff dem Sachsenhagen, das haben sie den Leuten in Geislar - i. e. Geisleden - vermeiert. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Vielleicht handelte es sich nur um eine Flurbenennung, denn er Ort musste zu dieser Zeit schon verlassen worden sein. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahr 1870 erwarb das Ehepaar Christian und Genovefa Waldmann den Hof Steinhagen. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten errichteten sie 1877 am Dünwald eine Kapelle zu Ehren der Vierzehn Nothelfer. Da sich an dieser Stelle zuvor ein Kreuz mit Bildern der Dreifaltigkeit befand, etablierte sich in der Bevölkerung der traditionelle Name „Das Bild“. Über die Jahre vergrößerten die Waldmanns ihren Besitz durch Kauf und Pacht auf 75 Hektar und sicherten sich zudem das regionale Jagdrecht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Die Tochter Elisabeth heiratete 1883 Nikolaus Köhler, woraufhin das junge Paar den Hof übernahm. In der darauffolgenden Generation führte deren Sohn Heinrich gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna die Bewirtschaftung fort. Das Leben auf dem Einzelgehöft war durch verschiedene behördliche Zuständigkeiten geprägt: Politisch gehörte der Hof zu Kreuzebra, weshalb die vier Töchter dort die Schule besuchten, während man kirchlich nach Geisleden orientiert war und die Post aus Beuren erhielt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach 1945 geriet die Familie zunehmend unter den Druck des DDR-Regimes. Obwohl Heinrich Köhler den Betrieb mit erfolgreicher Milchvieh-, Schweine-, Fohlen- und Schafzucht führte und die staatlichen Abgabesolls stets erfüllte, war er als Großbauer regelmäßigen Schikanen ausgesetzt. Die begründete Angst vor einer Enteignung veranlasste die Familie schließlich dazu, in der Nacht zum 30. Dezember 1949 über die Grenze nach Niedersachsen zu fliehen. Auf Pferdewagen konnten sie lediglich ihr notwendigstes Hab und Gut mitnehmen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das verlassene Anwesen wurde 1950 verstaatlicht und in den Folgejahren von Verwaltern bewohnt, während das Volksgut Beinrode die Ländereien bewirtschaftete. Ab 1962 stand der Hof vollkommen leer. In der Folge holten Anwohner aus den umliegenden Dörfern brauchbare Materialien ab, wodurch die Gebäude allmählich verfielen. Heute erinnern nur noch zugewachsene Fundamentreste im Wald an das einst stolze Gut. Nach der politischen Wende von 1990 erhielten die Nachkommen der Familie Köhler ihr Eigentum zurück und verkauften das Anwesen im Jahr 2010 an die Agrar-Gesellschaft Kalteneber, wobei die beliebte Kapelle weiterhin für alle Besucher offensteht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 22:35:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[1933 auf dem Heuboden übernachtet]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB8"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Heiligenstadt ist der Name Josef Meier (1882–1957) untrennbar mit dem Widerstandskämpfer Dr. Theodor Neubauer verbunden. Meier lebte mit seiner Frau, den sechs eigenen Kindern und einem Pflegekind in bescheidenen Verhältnissen im Heimenstein Nr. 27.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahr 1933 gewährte er Neubauer dort mehrfach illegales Unterschlupf. Wegen seines eigenen Widerstandes geriet Meier später in die Fänge der Nationalsozialisten: Er wurde in den Konzentrationslagern Esterwegen und Buchenwald geschlagen und verlor dabei ein Auge.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Über die Weggefährtenschaft berichtet Josef Meier im Eichsfelder Heimatbuch (herausgegeben von W. Prochaska). Er erinnert sich darin an eine gefährliche Begegnung auf dem Dachboden des Heimensteins, wo Neubauer – der damals unter dem Decknamen „Dr. Williams“ auftrat – übernachtete:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Von Weimar kam Dr. Neubauer [...] wieder nach Heiligenstadt in meine Wohnung Heimenstein 27 zurück. Am Heuboden blieb er über Nacht. Nachdem er bei uns übernachtet hatte, fuhr er weiter nach Kassel. Ich musste zum Bahnhof vorausgehen und sehen, ob die Luft rein war. An der Sperre standen zwei Gendarmen. Ich ging wieder auf den Platz vor dem Bahnhof zurück, sah aber Dr. Neubauer nicht. Schließlich fuhr der Zug ab, und ich dachte, Theo sei vielleicht nach Uder zu Fuß gegangen und dort eingestiegen. Acht Tage später war er wieder hier und erzählte, dass er auf dem Wege zum Bahnhof seinen Mantel umgedreht hatte und unerkannt an den Gendarmen vorbeigegangen sei. Er konnte seinen Mantel auf zwei Seiten tragen. Auch ich hatte ihn nicht erkannt.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine Gedenktafel am Haus Heimenstein 27 erinnerte bis nach der Wende an die Übernachtung Neubauers, der am 5. Februar 1945 hingerichtet wurde. Nach ihm war das ehemalige Kreiskulturhaus in Heiligenstadt benannt worden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Neubauer wurde 1890 im Gutshaus in Ermschwerd bei Witzenhausen geboren. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Kulturhaus 1989 mit Heimenstein Nr. 27 und Gedenktafel © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 22:41:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Kaiserstadt Bad Ischl in Österreich]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Welt"><![CDATA[Welt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB6"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bad Ischl in Österreich ist als „Kaiserstadt“ berühmt, weil Kaiser Franz Joseph I. hier 82 Sommer verbracht und sich 1853 mit Sisi (Kaiserin Elisabeth) verlobt hat. Bekannt ist auch die humorvolle Anekdote „Kein Trinkgeld vom Kaiser“, in der einheimische Monarchen Inkognito auf einem Bauernwagen mitfahren.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Franz Joseph verbrachte hier 81 Geburtstage und regierte im Sommer aus der Kaiservilla. In der Ischler Riedesellinde bzw. Kaiservilla verlobten sich Franz Joseph und Elisabeth 1853.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Jedes Jahr im August feiert die Stadt den Geburtstag des Kaisers mit historischen Umzügen und dem Kaiserzug. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><b class="fs14lh1-5">Kein Trinkgeld vom Kaiser</b></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Hat der Kaiser sein Zivilgewand als Jäger angelegt, so bleibt er oft unerkannt. Denn man ist ja gewohnt, ihn persönlich oder abgebildet in der Uniform eines Feldmarschalls zu sehen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Da ereignet es sich eines Tages, daß sich drei Jäger, Franz Josef, der inzwischen zum König aufgerückte Albert von Sachsen und der Großherzog von Toskana, in den Bergen verirren.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Schließlich vernehmen sie ein knarrendes Geräusch, gehen ihm nach und treffen auf einen Karren mit zwei Ochsen, den ein Bauer führt. Franz Josef bittet ihn, sie mitzunehmen und, wenn es für ihn und sein Fahrzeug kein großer Umweg wäre, sie nach Bad Ischl zu bringen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Aber steigt's nur auf, ihr Jagersleut!" sagte der Bauer. "I bin eh bei Ischl z' Haus."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nachdem die drei Jäger recht mühselig in den Karren geklettert sind, geht der Bauer wieder neben seinen Ochsen her und treibt sie ohne sonderliche Eile an. Schließlich ist die rumpelnde und nicht gar zu angenehme Fahrt beendet, die Jäger kommen gottlob wieder auf feste Erde zu stehen und sagen dem Bauern ihr „Dankeschön". Franz Josef, vom Schalk geritten, kann sich nicht enthalten zu fragen:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Weißt, Bauer, wen du jetzt herg'führt hast?"</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Wen den sonst, euch Jagersleut'."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Paß gut auf, Bauer", spricht Franz Josef weiter. "Ich bin der Kaiser von Österreich und meine Freund' da, der eine ist der König von Sachsen und der andere der Großherzog von Toskana."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Da schüttelt sich der Bauer vor Lachen. "Ha, ha, dös kann a jeder sagn! Und daß ihr's wißt's, i bin der Kaiser von China."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Geschichte bleibt nicht unbeobachtet. Wie die drei verschwunden sind, kommt ein Mann auf den Bauern zu und läßt sich von ihm berichten, was denn so lustig gewesen wäre, daß er derart gelacht hat. Er erzählt es und erfährt nun, daß die drei ihn nicht zum Narren gehalten haben. Es war wirklich der Kaiser mit einem König und einem Großherzog.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Aber der beharrt und erklärt: "Dös glaub i net!"</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Ja, wenn ich's dir sag - warum glaubst es net?"</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Dös war ka Kaiser und ka König - die ham mir ja ka Trinkgeld geben."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Friedrich Wallisch, Es hat mich sehr gefreut... Graz 1967 - https://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/oberoesterreich/div/koatrinkgeld.html - Bild: 2026 © Thomas Schuster</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 22:58:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Tag der Deutschen Einheit]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB7"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist der gesetzliche Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland. Er erinnert an die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990, als der Einigungsvertrag in Kraft trat und die frühere DDR offiziell der Bundesrepublik beitrat. Damit wurde die über 40 Jahre währende Teilung Deutschlands friedlich beendet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, die den Tag des Mauerfalls (9. November 1989) als Nationalfeiertag in Betracht zogen, wählte man aus historischen Gründen den 3. Oktober. Der 9. November ist durch die Reichspogromnacht von 1938 historisch vorbelastet</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Tag ist in allen 16 Bundesländern ein gesetzlicher, arbeitsfreier Feiertag. Die zentrale, offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt – und zwar traditionell in der Hauptstadt des Landes, das aktuell den Vorsitz im Bundesrat innehat. Das ist in diesem Jahr Bremen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Aus dem Archiv 1850</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5"><b>Die Fortschritte der deutschen Einheit.</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Vom Rhein, 28. März. Es fällt sicher heutzutage jedem, der Partei ergriffen, schwer, auch nur für einen Augenblick seine Farbe zu vergessen, und von dem Standpunkte des Zuschauers einen freien Blick auf das politische Getreibe zu werfen. Wem es aber gelingt, der wird sich des Gedankens nicht erwehren können, ob denn nicht statt der geträumten Einheit, nach Gothaischer oder großdeutscher Form, Deutschland dazu bestimmt sei, 1848 da fortzufahren, wo es 1648 aufgehört, und ob es nicht im ersten Stadium einer Selbstzerfleischungspolitik stehe. Fasse man die neuesten Erscheinungen kurz zusammen. In Erfurt eine Versammlung von Deputirten Preußens und einiger kleinen Staaten; Preußen gerüstet; ein österreichisches Heer an der sächsischen Grenze; die Spannung zwischen Preußen und Sachsen im Steigen, zwischen Preußen und Hannover zum offenen, zwischen Preußen und Würtemberg zum vielleicht unheilbaren Bruch gediehen: als erstes Zeichen der „anziehenden“ Wirkung des Erfurter Tags; Baiern beschäftigt, sein Heer auf den Kriegsfuß zu bringen und Ludwigshafen zu befestigen, aber nicht gegen Frankreich; Ausfälle im Verwaltungsrathe und ein Notenwechsel der deutschen Bundesstaaten, die dem Auslande den Eindruck machen müssen, als seien mit der Idee des „Reichs“ die „Fehden“ von selbst wieder auferstanden. Und eine jede dieser, die Befürchtung gänzlicher Auflösung nahe rückenden Erscheinungen, wird von den Organen einer immer noch einflußreichen Partei freudig begrüßt, als ein Fortschritt der deutschen Einheit, als „frohe Botschaft!“ Die Abberufung des preußischen Gesandten von Hannover erfolgte: mit freudestrahlendem Gesichte verkündete die Gothaer Presse, dies werde das von ihr ängstlich überwachte Preußen vorwärts drängen; der scharfe Notenwechsel mit Österreich, der unselige Bruch mit Würtemberg erfolgten: ganz vergnügt versichert jedesmal jedes Gothaer Blatt, jetzt sei Preußen entschieden, d. h. gereizt und zum Kampfe genöthigt! Was soll dies heißen? Glauben die Herren vielleicht, es werde ihnen gelingen, Preußen noch dahin zu drängen, mit dem Schwerte die Verfassungsfrage durchzuhauen, und sieht man nicht ein, daß alsdann die Sache nicht wie ein deutscher Familienzwist abgemacht, sondern das Signal zum allgemeinen Zusammenstoße wird, wo dann wieder wie gewöhnlich das einige Deutschland in den Lagern der europäischen Großmächte vertheilt wäre? </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Oder meinen sie, das Erfurter Werk werde Anziehungskraft üben, d. h. das Volk in Östreich, Hannover, Baiern und Würtemberg werde noch unter die Gothaische Fahne treten und es handle sich nur um den Kampf gegen die Monarchen? Freilich, wenn man die jeden Tag bis zum Ekel wiederholten Tiraden gegen die „Rheinbundskönige“ liest, sollte man glauben, jene Partei hoffe von der Untergrabung des monarchischen Princips in den nichtgothaischen Staaten ihren Sieg, und habe die erst in den letzten Jahren so vielfach vor die Augen gerückte Geschichte vom „Besen, der nicht gehorchen will,“ schon wieder vergessen. Und sieht man denn nicht ein, wie gerade die zum voraus angekündigte Anziehungspolitik, die in dem auf dem Grundsatze der Gleichberechtigung errichteten Zollverein so herrliche Früchte trug, hier, bei einem System der Unterordnung, das Verhältniß der zur Alluvion bestimmten Territorien von vorn herein in feindliches gestalten, zur fortschreitenden Erweiterung der Kluft nöthigen und sich in eine Abstoßungskraft verwandeln muß? </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Noch war der Reichstag nicht eröffnet, und Hannover und Sachsen schied; er tritt zusammen und Oldenburg beginnt seinen Absagebrief zu schreiben; was nachfolgt, wird die nächste Zukunft lehren. So z. B. wird sicherlich der merkwürdige Ausfall der Wahlen im Großherzogthum Hessen früher oder später nicht ohne Folgen bleiben können. Man müßte nämlich die von ein Paar Wählern nach Erfurt gesendeten Deputirten eine lebendige Persiflage des Repräsentativsystems nennen, wenn man in etwas anderer, als in allgemeiner Abneigung gegen den Zweck, den Grund dieser wirklich eigenthümlichen Wahlen suchen wollte. Und während so die Regierungen Deutschlands sich jeden Tag mehr von einander entfernen, während jeden Tag gerade der Kern des Volks in Nord und Süd schröffer geschieden wird: bohrt einträchtig und emsig die rothe Partei an den Fundamenten und hört mit wohlbegründeter Freude, wie die zwei Fractionen der conservativen Partei in Deutschland sich wechselseitig versichern, die andere sei Schuld, wenn dereinst </span><span class="fs11lh1-5">Alles zusammenstürze und die Socialdemokratie auf den Ruinen als Siegerin stehe. Dies das Bild von Deutschlands Gegenwart. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der alte Bundestag hat gewiß schwer gesündigt; er muß noch jetzt als Schreckbild dienen, denn in jedem Versuche zur Einigung erblickt man sein Gespenst; die Geschichte wird aber vielleicht noch die Frage aufwerfen: ob es denn die Träger und Leiter einer Bewegung, die jetzt dem Ausland das Schauspiel der kläglichsten Zerstücklung und wechselseitiger Anfeindung früher wenigstens verbündeter Staaten und Stämme darbietet, sind, die Fug und Recht haben, dem Sünder seine Übelthaten vorzuwerfen?</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Deutsche Blätter aus Thüringen. Nro. 29 - Jena, den 9. April 1850. - Bild: Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt 2018 © Thomas Schuster</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 22:16:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Paris: Eiffelturm]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Welt"><![CDATA[Welt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB5"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Eiffelturm in Paris ist das weltberühmte Wahrzeichen Frankreichs und mit einer aktuellen Gesamthöhe von 330 Metern das höchste Bauwerk der französischen Hauptstadt. Der vom Ingenieur Gustave Eiffel für die Weltausstellung von 1889 errichtete Eisenfachwerkturm steht im 7. Arrondissement am nordwestlichen Ende des Champ de Mars.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Turm ist täglich von 09:30 Uhr bis 23:45 Uhr geöffnet. Der letzte Aufstieg zur Spitze ist in der Regel um 22:30 Uhr möglich. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Bauwerk besitzt drei zugängliche Etagen. Auf der 1. Etage (57 Meter) befindet sich ein spektakulärer Glasboden. Die 2. Etage (115 Meter) bietet fantastische Fotomotive, und die Spitze (276 Meter) beherbergt die höchste Aussichtsplattform der Europäischen Union. Nach Einbruch der Dunkelheit wird der Eiffelturm zu jeder vollen Stunde für jeweils 5 Minuten durch ein goldenes Funkeln erleuchtet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Eiffelturm in Paris wurde am 31. März 1889 anlässlich der Weltausstellung und zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution eingeweiht. Die Idee stammte von den Ingenieuren Maurice Koechlin und Émile Nouguier aus dem Büro von Gustave Eiffel. Architekt Stephen Sauvestre überarbeitete das Design mit markanten Bögen und Verzierungen. Die Arbeiten begannen am 26. Januar 1887 und dauerten nur zwei Jahre, zwei Monate und fünf Tage. Es wurden rund 18.000 Bauteile aus Schmiedeeisen und 2,5 Millionen Nieten verwendet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zeitgenössische Künstler und Intellektuelle beschimpften den Turm als „hässlichen Eisenkoloss“. Ursprünglich war der Abriss nach 20 Jahren (1909) geplant. Da der Turm sich jedoch als extrem nützlich für die zu jene Zeit aufkommende Funk- und Telekommunikation erwies, durfte er stehen bleiben.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © Alexander Schuster </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 22:32:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Bauernregeln zum Oktober]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BBA"><div class="imHeading1 lh1-15" role="heading" aria-level="1">Bauernregeln zum Oktober</div><div><br><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Bringt Oktober viel Regen, ist’s für die Felder ein Segen; bringt er aber frostigen Wind, wird der Winter kalt geschwind.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Oktober-Sonnenschein stellt viel Wein und Korn ein.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Wenn’s im Oktober friert und schneit, bringt der Januar milde Zeit.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein; ist er aber kalt und nass, bringt der Frühling vieles Gras.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Späte Rosen im Garten bringen einen langen Winter.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><br></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 22:03:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Paris: Der Louvre]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Welt"><![CDATA[Welt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB4"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Louvre in Paris begann im späten 12. Jahrhundert als mittelalterliche Festung und wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte zur königlichen Residenz und schließlich zum größten Kunstmuseum der Welt. Die Festung im Mittelalter war ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und sollte Paris vor Angriffen schützen. König Philipp II. August ließ den Louvre um 1190 als trutzige Festung am Ufer der Seine erbauen. Ein tiefer Wassergraben und ein mächtiger Bergfried schützten die Stadt vor Feinden. Im 14. Jahrhundert verlor die Burg ihre militärische Funktion. Unter Karl V. wurde sie zu einer prunkvollen königlichen Residenz umgebaut. Ab dem 16. Jahrhundert unter Heinrich II. und seinen Nachfolgern diente der Palast als ständiger Hauptwohnsitz der französischen Könige.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Könige der Renaissance und des Barocks verbanden und erweiterten die Palastanlagen in einem ehrgeizigen städtebaulichen Prozess. Ludwig XIV. ließ den berühmten Ostflügel mit der großen Kolonnade errichten. Im Jahr 1682 verlegte der König den Hofstaat jedoch endgültig in das Schloss Versailles, wodurch der Louvre in Paris teilweise leer stand. Am 10. August 1793 wurde der ehemalige Königspalast während der Französischen Revolution als öffentliches Zentralmuseum für die Künste eingeweiht. Die Basis bildeten beschlagnahmte königliche und kirchliche Kunstgüter. Unter Napoleon Bonaparte wuchs die Sammlung enorm an, und das Haus trug zeitweise den Namen Musée Napoléon. Nach Napoleons Sturz mussten viele geraubte Kunstwerke zurückgegeben werden, aber der Status als Weltmuseum blieb bestehen. Im Jahr 1989 kam die umstrittene Glaspyramide des Architekten I. M. Pei als neuer Haupteingang im Innenhof hinzu. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Musee du Louvre in Paris ist das größte und meistbesuchte Kunstmuseum der Welt. Die ehemalige Residenz der französischen Könige beherbergt heute rund 35.000 ausgestellte Meisterwerke auf einer Fläche von über 72.000 Quadratmetern.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Louvre ist weltweit das einzige Museum, das die „Großen Drei“ Meisterwerke der antiken und Renaissance-Kunst unter einem Dach vereint:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">· Mona Lisa (Leonardo da Vinci) - Zu finden im stark frequentierten Denon-Flügel.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">· Venus von Milo - Die berühmte antike Statue der griechischen Götterwelt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">· Nike von Samothrake - Die geflügelte Siegesgöttin auf der Pracht-Treppenanlage.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die prunkvollen, oft übersehenen Räume zeigen den königlichen Prunk des 19. Jahrhunderts. Die Fundamente der mittelalterlichen Festung: Im Untergeschoss können Besucher die alten Burggräben der Originalburg aus dem 12. Jahrhundert besichtigen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © Alexander Schuster </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 22:27:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Der Name Paris]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Welt"><![CDATA[Welt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB3"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Name der Stadt Paris leitet sich vom keltischen Stamm der Parisii ab, der im Altertum an der Seine lebte. Die Parisii war ein keltischer Stamm, der sich auf der heutigen Île de la Cite im Fluss Seine niederließ. Die Römer nannten die ursprüngliche Siedlung zunächst Lutetia (Lutetia Parisiorum oder Lutetia der Parisier). Im 3. und 4. Jahrhundert nach Christus bürgerte sich nach und nach der Name des Volksstammes für die ganze Stadt ein. Aus Civitas Parisiorum (Stadt der Parisier) wurde schließlich Paris. Woher der Stammesname Parisii genau kommt, ist nicht ganz sicher. Einige Forscher glauben, dass er von einem keltischen Wort für „Kessel“ oder „Boot“ abstammt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © Alexander Schuster Erfurt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 22:19:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Das Ewige Gebet]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BBD"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Ewige Gebet (Laus perennis) ist eine katholische Frömmigkeitsform, bei der das eucharistische Gebet vor dem ausgesetzten Allerheiligsten - der Hostie in der Monstranz - ohne Unterbrechung aufrechterhalten wird. Ziel ist es, dass das Lob Gottes und die Fürbitte für die Kirche und die Welt zu keiner Stunde des Tages oder Jahres verstummen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die heutige eucharistische Prägung entstand im 16. und 17. Jahrhundert. Da eine einzelne Pfarrgemeinde die Anbetung meist nicht rund um die Uhr aufrechterhalten konnte, führten viele Bistümer (besonders im 18. und 19. Jahrhundert) einen ewigen Gebetskalender ein. Dabei wechselt der Anbetungstag von Tag zu Tag von einer Pfarrei zur nächsten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Tag beginnt meist mit einer Heiligen Messe, an deren Ende die Monstranz auf den Altar gestellt wird. Über den Tag verteilt lösen sich verschiedene Gruppen der Gemeinde ab.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Über das ewige Gebet schreibt Philipp Knieb in seiner Chronik von Breitenworbis:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… ist das ewige Gebet, welches durch den Erzbischof Lothar Franz 1722 eingeführt wurde. Die zu Mainz gedruckte und hier noch vorhandene Stundenvertheilung wies Breitenworbis die Zeit von 4 Uhr Nachmittag des 1. December bis 4 Uhr Nachmittag des 2. December zu. Wie die Frömmigkeit des Volkes durch diese Andacht gehoben wurde, zeigt der Umstand, daß bei dieser Gelegenheit bald so viele Leute die hl. Sakramente empfingen, daß der Pfarrer schon seit 1729 sich genöthigt sah, auswärtige Beichtväter zur Aushülfe herbeizuziehen, wofür ihm die Kirchenkasse eine kleine Entschädigung zahlte. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Als die Erzdiöcese Mainz bei der Säkularisation zerstückelt wurde (1802), hörte das ewige Gebet in einigen Theilen auf, in anderen wurde es an ein und demselben Tage abgehalten, dem Eichsfelde gebührt der Ruhm, es der alten Ordnung beibehalten zu haben, und als Bischof Conrad Martin, der als Sohn des Eichsfeldes den Nutzen des ewigen Gebetes mit eigenen Augen gesehen hatte, es am 30. Oct. 1857 für die ganze Diöcese Paderborn einführte, da wurde pietätsvoll das Eichsfeld bei seiner alten Ordnung möglichst belassen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Um den Wünschen einzelner Gemeinden Rechnung zu tragen, wurden in der Conferenz der Dechante 24. Sept. 1861 einige Aenderungen vorgeschlagen und vom Bischof am 20. Aug.1862 genehmigt, demnach behielt Breitenworbis dieselben Tage, nur wurde Anfang und Schluß auf 6 Uhr Morgens verlegt. Die Pfarreien mehrten sich, und um auch den neuen Pfarreien das ewige Gebet zu gewähren, erfolgte durch den jetzigen Bischof Hubertus eine neue Eintheilung welche mit dem 1. Januar 1894 ins Leben trat. Auf Wunsch des Verfassers wurde Breitenworbis wieder möglichst bei seinem Tage belassen, der Anfang wurde auf den 30. Nov. 7 Uhr Morgens, der Schluß auf den 1. Dec. 7 Uhr Morgens verlegt.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Philipp Knieb „Eichsfelder Dorfchroniken“ – Bild: Kirche St. Vitus in Breitenworbis © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 22:01:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Paris: Moulin Rouge]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Welt"><![CDATA[Welt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BAF"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Moulin Rouge ist das weltberühmte, geschichtsträchtige Varieté-Theater im Pariser Stadtviertel Montmartre. Bekannt für seine rote Mühle auf dem Dach, opulente Shows, die Doriss Girls und den legendären French Cancan, zieht das Cabaret täglich Besucher aus aller Welt an.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Moulin Rouge wurde am 6. Oktober 1889 von Joseph Oller und Charles Zidler am Fuße des Montmartre-Hügels in Paris eröffnet. Moulin Rouge sollte ein Ort für alle Gesellschaftsschichten sein, an dem man feiern und den Alltag vergessen konnte. Berühmt wurde das Varieté vor allem durch den ekstatischen French Cancan, der zu den Rhythmen von Jacques Offenbach getanzt wurde. Die Tänzerinnen - wie die legendäre Louise Weber, genannt „La Goulue“ – wurden weltbekannt. Auch der Maler Henri de Toulouse-Lautrec verbrachte hier seine Abende und verewigte das schwebende, skandalumwobene Nachtleben in seinen Kunstwerken.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahr 1915 zerstörte ein Großbrand das Gebäude fast vollständig. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es wieder aufgebaut und passte sich den sich wandelnden Moden an. Große Stars wie Mistinguett traten auf und hielten den Mythos am Leben. Heute ist das Moulin Rouge ein modernes, international gefeiertes Show-Unternehmen. Hunderttausende Besucher strömen jährlich an den Place Blanche, um die prachtvollen Revuen mit hunderten Kostümen und Federn zu sehen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © Alexander Schuster </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 22:05:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Die Scheideburg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BBC"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">An der Grenze zwischen dem Eichsfeld (Glasehausen) und Niedersachsen (Weißenborn) befand sich eine vorgeschichtliche Wallanlage, die „Scheideburg“. Die Wallburg ist archäologisch nicht gesichert nachgewiesen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Name leitet sich vermutlich direkt von ihrer Funktion oder Flurlage als „Scheide“ - Grenze oder Wasserscheide - ab. </span><span class="fs11lh1-5">Levin von Wintzingeroda-Knorr führt die Scheideburg in seinem Standardwerk „Die Wüstungen des Eichsfeldes“ auf:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„ … Der Bearbeiter (Freiherr von Wintzingeroda-Knorr) hält den Queckhagen (Wüstung bei Günterode) für eine der vielen Landwehren zwischen den Thüringern und Sachsen, welche sich an die im „Riesbache“ endigende „Heiligenstädter Landwehr“ bei dem Queckhagener, jetzt Günteroder Hegeholz anschliessend, Günterode östlich lassend, nach Norden zu bis zur Provinzialgrenze lief und an dieser „die Struth“ im Gemeindebezirke Weissenborn, Kr. Göttingen, erreichte. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Etwa 1200 Schritte nordwestlich dieser Grenze und 500 Schritte südöstlich des Dorfes Weissenborn, Kr. Göttingen, liegen die Reste einer ausgedehnten vorgeschichtlichen Wallburg, der „Scheideburg“, welche einst vor 1100 bis 1400 Jahren den Sachsen als Stützpunkt für ihre Angriffe gegen die Thüringer gedient haben mag. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der Burgenforschung gilt die Scheideburg als nicht sicher belegtes Bodendenkmal. Es fehlen eindeutige Befundsicherungen oder Ausgrabungsergebnisse, weshalb unklar ist, ob es sich um eine frühe Fluchtburg oder lediglich um eine natürliche Formation bzw. spätere Landwehranlage handelte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Frühmittelalter bildete der Höhenrücken in diesem Bereich die Nahtstelle zwischen der Mark Duderstadt im Norden sowie dem Eichsfeld im Süden. Flurnamen in der unmittelbaren Umgebung – wie die benachbarte Zinkspitze (früher Zankspitze) oder die Haderschere – deuten auf alte Grenz- und Territorialstreitigkeiten („Zank“ / „Hader“) im Gartetal-Gebiet hin.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen, Wintzingeroda-Knorr: „Wüstungen des Eichsfeldes“ – Bild: Weißenborn mit Skizze aus Wüstungen © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 22:17:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Katakomben von Paris]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Welt"><![CDATA[Welt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BAD"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Katakomben von Paris (Les Catacombes de Paris) bilden das größte unterirdische Beinhaus der Welt und beherbergen die Gebeine von rund sechs Millionen Menschen. Das riesige Labyrinth aus Tunneln erstreckt sich über mehrere hundert Kilometer unter der französischen Hauptstadt, wobei ein rund 1,5 Kilometer langer Abschnitt offiziell als Museum für Besucher zugänglich ist. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Tunnel entstanden ursprünglich ab der Römerzeit als unterirdische Steinbrüche für den Kalksteinabbau, aus dem Paris gebaut wurde. Im späten 18. Jahrhundert waren die Pariser Friedhöfe (allen voran der Cimetière des Innocents) so überfüllt, dass sie zu einer extremen Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung wurden. Ab 1785 wurden die Friedhöfe über Jahrzehnte hinweg geräumt. Die Gebeine wurden bei Nacht in die stillgelegten Steinbrüche überführt. Im 19. Jahrhundert wurden die Knochen schließlich kunstvoll zu Mustern und Wänden aufgeschichtet. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © Alexander Schuster Erfurt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 22:43:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Die Herbstgleiche]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BBB"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Herbstgleiche markiert den astronomischen Herbstanfang auf der Nordhalbkugel. In diesem Jahr findet das Ereignis am 23. September 2026 exakt um 02:05 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit statt. Zu diesem Zeitpunkt überquert die Sonne den Himmelsäquator in südlicher Richtung.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">An diesem Tag steht die Sonne senkrecht über dem Erdäquator. Dadurch sind Tag und Nacht überall auf der Erde theoretisch genau gleich lang – nämlich jeweils 12 Stunden. In der Praxis sorgt die Lichtbrechung der Erdatmosphäre (Refraktion) dafür, dass wir die Sonne etwas früher sehen und sie später untergeht. Die tatsächliche Gleichheit von Tag und Nacht, das sogenannte Exequium, wird in Mitteleuropa erst rund zwei Tage später, um den 25. September, erreicht. Nach der Herbstgleiche wandert die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn weiter nach Süden. Für uns auf der Nordhalbkugel bedeutet das, dass die Tage nun unaufhaltsam kürzer und die Nächte länger werden, bis zur Wintersonnenwende im Dezember. Auf der Südhalbkugel beginnt zeitgleich der astronomische Frühling.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im modernen Keltischen Jahreskreis und in vielen alten Traditionen wird das Fest als Mabon gefeiert – eine Zeit des Dankes für die eingebrachte Ernte und des Innehaltens, um die innere Balance vor der dunklen Jahreszeit zu finden. Daraus entstand unser heutiges Erntedankfest.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die ursprünglichen Kelten feierten vor allem vier große jahreszeitliche Wendepunkte (die sogenannten Cross-Quarter Days): Samhain (Frühlingsanfang/Neujahr), Imbolc, Beltane und Lughnasadh. Diese orientierten sich an der Viehzucht und den Übergängen der dunklen und hellen Jahreshälfte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mabon ist der moderne neopagane Name für das Jahreskreisfest zur Herbst-Tagundnachtgleiche. Es markiert den astronomischen Beginn des Herbstes und dient als zweites großes Erntefest des Jahres.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Bezeichnung geht auf eine Figur aus der walisischen Mythologie zurück (Mabon ap Modron, den „Großen Sohn“ der Erdmutter). Der Name wurde im Zuge der modernen Hexen- und Wicca-Bewegung in den 1970er-Jahren eingeführt, um dem Äquinoktium im Jahresrad einen festen, bildhaften Namen zu geben.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Es ist die Zeit, in der die letzten Feldfrüchte, Äpfel, Kürbisse und das Getreide eingebracht werden. Man dankt der Natur für ihre Fülle und bereitet sich innerlich auf den Rückzug im Winter vor. Viele schmücken ihr Zuhause mit herbstlichen Gaben wie Kastanien, bunten Blättern, Maiskolben und Kürbissen. Es werden Kerzen in warmen Herbstfarben entzündet, um das schwindende Sonnenlicht zu ehren und zu wärmen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Wartburg © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 22:35:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Paris: Der neue Triumphbogen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Welt"><![CDATA[Welt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BAE"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der neue Triumphbogen in Paris heißt offiziell La Grande Arche de la Fraternite und steht im modernen Geschäftsviertel La Défense. Das monumentale, würfelförmige Gebäude ist etwa 110 Meter hoch, 112 Meter lang und 107 Meter breit.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Entworfen wurde der Bogen von dem dänischen Architekten Johan Otto von Spreckelsen. Er besteht aus Stahlbeton, Glas und Granit. Das Bauwerk wurde im Juli 1989 zur 200-Jahr-Feier der Französischen Revolution eingeweiht. Die Grande Arche bildet das westliche Ende der berühmten Axe historique, einer geraden Sichtlinie, die über den bekannten Arc de Triomphe und die Champs-Élysées bis zum Louvre führt. Das Gebäude dient hauptsächlich als Bürokomplex. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © Alexander Schuster </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 22:07:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Kulturkampf im Eichsfeld]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB2"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach dem Krieg von 1870/71 begann im Deutschen Reich der sogenannte Kulturkampf – ein Machtkampf zwischen dem preußischen Staat und der katholischen Kirche.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Preußen erließ 1873 die sogenannten Maigesetze, die die Rechte der Kirche stark einschränkten. Alle katholischen Orden wurden verboten – ausgenommen war nur die Krankenpflege. Papst Pius IX. erklärte diese Gesetze 1875 für ungültig. Priester durften ihr Amt nur noch ausüben, wenn sie per Unterschrift versprachen, die Staatsgesetze einzuhalten. Wer sich weigerte, verlor sein Gehalt. Starb ein Pfarrer, blieb seine Stelle unbesetzt – symbolisiert durch das Löschen des „Ewigen Lichts“ in der Kirche.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bischof Konrad Martin und viele Priester wurden zu Haftstrafen verurteilt, weil sie sich den Gesetzen widersetzten. Als man den Geistlichen Dr. Conrad Zehrt aus Heiligenstadt an seinen früheren Staatseid erinnerte, konterte dieser: Seine Zusage habe damals noch nicht für die neuen Maigesetze gegolten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die katholischen Priester hielten treu zur Kirche und verzichteten lieber auf ihr Gehalt. Eine seltene Ausnahme war Pfarrer Schaffelt aus Hohengandern: Er unterschrieb als einziger Priester im Eichsfeld die Maigesetze. Daraufhin entzog ihm die Kirche das Recht zu predigen. Die Gemeinde boykottierte ihn – am Ende kam kaum noch jemand zu seinen Gottesdiensten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Für die Rechte der Katholiken kämpfte die Zentrumspartei. In dieser Zeit erhielt die Region wegen ihrer papsttreuen Haltung den Spitznamen „das ultramontane (papsttreue) Eichsfeld“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen - Bild: Kirche in Hohengandern um 1900</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 20 Sep 2026 22:34:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Paris: Mosaik in Sacre Coeur]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Welt"><![CDATA[Welt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BAC"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Mosaik in der Apsis der Sacre-Coeur de Montmartre ist mit rund 475 Quadratmetern eines der größten Deckenmosaike der Welt und das größte Mosaik in Frankreich. Es trägt den Titel Le Christ en gloire (Christus in Herrlichkeit).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Zentrum steht der in weiß gekleidete, auferstandene Jesus vor einem blauen Himmel. Er breitet die Arme aus und zeigt sein goldenes Herz, das von einer Dornenkrone und Flammen umgeben ist. Eine Taube über ihm symbolisiert den Heiligen Geist, der ihn mit Gott dem Vater verbindet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Mosaik zeigt zahlreiche Personen, die sich um Christus versammeln: Die linke Seite (Die weltweite Kirche): Hier stehen Apostel, Heilige, Märtyrer, Kirchenlehrer und Päpste. Menschen in traditionellen Trachten stehen für die fünf Kontinente.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die rechte Seite (Frankreich): Hier sind französische Schutzpatrone wie Jeanne d'Arc, der Erzengel Michael und der Heilige Denis zu sehen. Eine Frau in Weiß, die Frankreich darstellt, kniets vor Jesus nieder und reicht ihm ihre Krone.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Mosaik hat eine Fläche von ca. 475 bis 480 Quadratmeter und stammt vom Künstler Luc-Olivier Merson. Das Mosaik wurde im Jahr 1923 nach mehrjähriger Arbeit fertiggestellt und eingeweiht. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify">Bild: Mosaik in der Kirche 2026 © Alexander Schuster </div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 22:32:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[„Dreiburgenblick“ in Breitenworbis]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB1"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Wenn man den Weg vom Friedhof Breitenworbis zur Osterkuppe geht, hat man diesen Blick auf drei bekannten Burgen im Eichsfeld. Die KI hat sie nach meiner Vorgabe dargestellt, wobei vermutlich nur die rechte und linke Anlage zeitgleich bestanden oder schon verfallen waren. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Es sind von links nach rechts: Klei – Harburg – Hasenburg</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nördlich von Breitenworbis befindet sich die Klei, eine markante, bewaldete ca. 343 m hohe Erhebung. Am Fuß bzw. Hang des Hügels lag die historische Siedlung „Klei“ (später Wüstung Klei), die im Spätmittelalter aufgegeben wurde. Die Erhebung diente als strategischer Orientierungs- und Aussichtspunkt. Von der Höhe mit Überresten von Wällen und Gräben hat man einen weiten Blick über das Ohmgebirge und das Eichsfelder Becken.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Harburg befand sich südlich von Haynrode. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und urkundlich erstmals 1123 erwähnt. Die Burg diente der Sicherung alter Handelswege und befand sich im Besitz des Stifts Quedlinburg, später der Grafen von Gleichen und Mainz. Im Bauernkrieg 1525 wurde sie zerstört. Erhalten sind sichtbare Reste der Umfassungsmauern, Gräben und Wallanlagen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Hasenburg (Asenberc) ebenfalls bei Haynrode und Großbodungen, war eine frühmittelalterliche Höhenburg auf dem gleichnamigen Berg. Sie war eine wichtige Reichsburg unter Kaiser Heinrich IV., der sie um 1070 gegen die aufständischen Sachsen ausbauen ließ. Nach ihrer Schleifung 1074 und dem endgültigen Verfall geriet sie früh in Vergessenheit. Heute sind nur noch deutliche Wall- und Grabenstrukturen sowie Fundamentreste sichtbar. Mit dem Kammertor ist es ein bedeutendes Bodendenkmal. Die Hasenburg befindet sich hinter den Bleicheröder Bergen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 22:49:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Museum für Ur- und Frühgeschichte]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BAB"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf dem Banner des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens ist eine klassische Fünferreihe der menschlichen Evolution (von links nach rechts) dargestellt:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Australopithecus:</b> Ein früher Vormensch mit stark ausgeprägten, affenähnlichen Gesichtszügen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Homo habilis: </b>Der „geschickte Mensch“, die früheste als Homo eingeordnete Art.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Homo erectus</b>: Der aufrechte Mensch (in Thüringen historisch eng verknüpft mit den Funden des Homo erectus bilzingslebenensis aus Bilzingsleben).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Homo neanderthalensis: </b>Der Neandertaler mit ausgeprägten Überaug-Wülsten und breiterer Nasenpartie (in Thüringen u. a. bekannt durch die Fundstelle Ehringsdorf bei Weimar).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Homo sapiens:</b> Der moderne Mensch.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 22:58:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Das Nonnenkloster Zelle oder Zella]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BAA"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Wenn man von Lengenfeld unter dem Stein, nordöstlich des hessischen Städtchens Wannfried, seine Schritte nach Osten lenkt, so sieht man, ehe man das Dorf Struth erreicht, dicht links der Chaussee in einem friedlichen, rings von schön bewaldeten Bergen umgebenen Tale, die Mauern und Gebäude des einstigen Nonnenklosters liegen und nicht weit davon entfernt auf schwindelnder Höhe die Annenkapelle, zu welcher besonders am St. Annentage gewallfahrtet wird. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Über die Zeit, in welcher das Kloster gestiftet wurde, ist nichts bekannt; jedenfalls war es eines der ältesten des Eichsfeldes und soll zuerst mit Klosterfrauen des Ordens der Benediktiner besetzt worden sein. Von den Urkunden des Klosters sind nur wenige erhalten geblieben, da dieselben teils im Bauern- und Dreißigjährigen Kriege, teils bei einem Brande vernichtet worden sind. Nachdem dasselbe im Jahre 1802 säkularisiert und aufgehoben war, wurden unter der westfälischen Regierung sowohl Klostergebäude wie das dazu gehörige Areal als ein Land- und Waldgut verkauft, und mußten die Nonnen mit schwerem Herzen ihre liebgewordene Heimat verlassen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Max von Westernhagen: „Geschichte der Familie von Westernhagen auf dem Eichsfelde“ – 1909</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 09:21:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Altstoffsammlung in der DDR]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA7"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der DDR war das Sammeln von Altstoffen, offiziell als Sekundärrohstoffe bezeichnet, ein flächendeckendes und gut organisiertes System. Zuständig dafür war das Volkseigene Kombinat SERO (Sekundärrohstofferfassung), das im ganzen Land rund 17.000 Annahmestellen betrieb. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Abgabe von Materialien wie Altpapier, Flaschen, Schrott und Altkleidern wurde bar vergütet. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das System diente vor allem dazu, den Mangel an Rohstoffen im Land auszugleichen und Devisen zu sparen. Gesammelt wurde fast alles, was wiederverwertbar war: Zeitungen, Zeitschriften und Kartonagen, leere Flaschen und insbesondere Einmachgläser. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Später hinzu kamen Altmetall, das ab 1973 verstärkt erfasst wurde. Weiter wurden Altkleider (Lumpen), Plastikabfälle und alte Bleiakkus gesammelt. Die mussten später beim Neukauf umgetauscht werden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ende der 1980er Jahre deckte die Altstoffsammlung beispielsweise über 60 Prozent des Papierrohstoffbedarfs der DDR.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Für uns Kinder gehörte das Altstoffsammeln zum festen Alltag. Es diente vor allem dazu, das Taschengeld aufzubessern. Auch die Schule war an den Sammlungen interessiert, hier wurden besonders Wildfrüchte wie Kastanien, Eicheln und Hagebutten gesammelt. Heute liegen die Kastanien unter den Bäumen, das wäre damals undenkbar gewesen. Zeitungen wurden nur gebündelt angenommen. Für Pappe und loses Papier gab es weniger.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Heiligenstadt gab es eine Annahmestelle in der Steinstraße (heute abgerissen), die später in den Rengelröder Weg verlegt wurde. Nach der Wiedervereinigung wurde das SERO-System trotz seiner nachgewiesenen Effizienz und positiven Gutachten im Zuge der Privatisierung zerschlagen und später durch das duale System, den „Grünen Punkt“ ersetzt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen - Bild: Landesgartenausstellung Leinefelde – Blumenblock 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 22:46:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schacht Felsenfest]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BB0"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Schacht Felsenfest war ein alter Kalischacht am nordöstlichen Ortsrand von Hüpstedt. Er gehörte zum ehemaligen Kaliwerk der „Gewerkschaft Felsenfest“, dass im Zuge des thüringischen Kali-Booms Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet wurde.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Kaliwerk wurde im Jahr 1910 gegründet, nachdem im Jahr 1907 erfolgreiche Erkundungsbohrungen am Hüpstedter Körnerberg stattgefunden hatten. Die Arbeiten am Schacht begannen am 15. Dezember 1909. Bis Ende 1911 war eine Teufe (Tiefe) von 337,5 Metern erreicht. Mitte 1912 stieß man schließlich bis auf 680 Meter vor. Beim Vortrieb stießen die Bergleute in einer Tiefe zwischen 212 und 366 Metern auf massive Wasserzuflüsse von teilweise bis zu 500 Litern pro Minute. Aus diesem Grund mussten in diesem Bereich eine Schale zur Schachtsicherung eingebaut werden. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Schacht besaß einen Durchmesser von 4,5 Metern. In der Tiefe stieß man auf wertvolle Kalisalze. Das Kalilager wies eine Gesamtmächtigkeit von 14,25 Metern auf und bestand aus Schichten von Sylvinit (mit einem hohen Reinkaligehalt von rund 25 %) und Carnallit. Der Schacht Felsenfest lag etwa 1200 Meter von der Doppelschachtanlage Hüpstedt (Schacht II und III) entfernt. Die Werke waren damals über eine eigene Grubenanschlussbahn an das Eisenbahnnetz angebunden. Die Schachtanlagen wurden stillgelegt und die Schachtöffnung sicher verschlossen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bauten die Nationalsozialisten im nahegelegenen Hüpstedter Wald eine militärische Infrastruktur aus, um eine Abschussrampe für V2-Raketen zu errichten. Um das Material und die schweren Raketen zu transportieren, wurde eine Anschlussbahn hinter dem Werksbahnhof des Kalischachtes direkt in den Wald verlegt. Diese Strecke zweigte von der Bahnstrecke Silberhausen–Hüpstedt ab. Zeitzeugen berichteten nach dem Krieg von mobilen Abschusslafetten und schätzungsweise 15 bis 20 V2-Waffen, die auf dem bewaldeten Plateau des Dün in nördliche Richtung ausgerichtet waren. Zum tatsächlichen scharfen Einsatz der Raketen von diesem Standort aus kam es vor dem Einmarsch der alliierten Truppen im Frühjahr 1945 jedoch nicht mehr oder nur in minimalem, kaum dokumentiertem Maße. Nach dem Krieg ging die Bahnanbindung kurzzeitig in regionale Verwaltung über, bevor die Gleisanlagen im November 1947 als Reparationsleistung für die Sowjetunion vollständig demontiert wurden. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Aus dem Fundus von Michael Schön</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 22:11:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Buchvorstellung „450 Jahre gymnasiale Bildung in Heiligenstadt“]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA5"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am 6. Oktober 2026 um 19 Uhr findet eine feierliche Buchvorstellung zu „450 Jahre gymnasiale Bildung in Heiligenstadt“ im Lingemann-Gymnasium (Heiligenstadt) statt. Interessierte sollten sich den Termin vormerken.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Vom Jesuitenkolleg zum Lingemann-Gymnasium. Beiträge zum Jubiläum „450 Jahre gymnasiale Bildung in Heiligenstadt“, Heilbad Heiligenstadt (Cordier) 2026, 368 S. mit vielen, teils farb. Abb., ISBN 078-3-911579-11-7; 25,00 €.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Peter Anhalt, Vorsitzender des VEH – Bild: 350 Jahrfeier des Gymnasiums (Durch KI verbessert).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 22:03:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Telefonbuch der DDR]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA3"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Telefonbuch in der DDR auch „Fernsprechbuch“, war zu Zeiten der DDR ein rares und begehrtes Gut. Da private Telefonanschlüsse in der DDR Mangelware waren (1990 besaßen nur etwa 16 % bis 20 % der DDR-Haushalte ein Telefon), fielen diese Verzeichnisse deutlich dünner aus als in der Bundesrepublik.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Herausgeber der Bücher wart die Deutsche Post der DDR. Sie erschienen aufgeteilt in die 14 DDR-Bezirke sowie eine separate Ausgabe für die Hauptstadt Ost-Berlin. Aufgrund des permanenten Papiermangels in der Planwirtschaft gab es keinen jährlichen Druck - oft vergingen zwei, drei oder mehr Jahre bis zu einer Neuauflage. Das letzte offizielle Fernsprechbuch der DDR erschien im Wendejahr 1989.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Heute werden die alten Telefonbücher noch gut gehandelt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 22:57:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kreta - Knossos]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA2"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die minoische Kultur auf der Insel Kreta gilt als die frühste Hochkultur Europas und blühte ungefähr von 2600 bis 1450 v. Chr. Das Zentrum lag auf Kreta, einer großen Insel im Mittelmeer. Berühmt sind die großen Palastanlagen wie Knossos mit mehrstöckigen Gebäuden und Wasserleitungen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Minoer bauten eine große Flotte und handelten im gesamten Mittelmeerraum. Sie pflegten enge Handelsbeziehungen zum alten Ägypten und zum Vorderen Orient. Um 1450 v. Chr. erschütterten Vulkanausbrüche und Erdbeben das Land. Das Volk der Mykener vom griechischen Festland nutzte die Schwäche aus und übernahm die Macht auf Kreta.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der griechischen Mythologie war Minos der mächtige König von Kreta, Sohn des Zeus und der Europa. Er soll im Palast von Knossos residiert und eine große Seemacht im Mittelmeer angeführt haben. Die Bezeichnung „minoische Kultur“ leitet sich von diesem sagenhaften Herrscher ab. Ob „Minos“ ein echter Name oder ein allgemeiner Herrschertitel (vergleichbar mit Pharao oder Kaiser) war, ist in der Forschung umstritten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Neuere Forschungen zeigen, dass vermutlich mächtige Priesterinnen an der Spitze dieser Gesellschaft standen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Die Erde hat gebebt – unweit der kretischen Küste war der Vulkan Thera ausgebrochen. Eine Rauchwolke verdunkelt zunehmend den Himmel – das Wasser zog sich zurück und formierte eine Tsunamiwelle. Schnell – sehr schnell kamen die Menschen im bronzezeitlichen Knossos zusammen. Sie wollten weiteres Unheil abwenden und versammelten sich im Thronsaal des Palastes zu einer Zeremonie. Doch es war zu spät. Mitten in das religiöse Ritual bricht die Katastrophe auch über Knossos hinein. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Arthur Evans 1900</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify">Bilder: © Thomas Schuster </div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 22:48:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Elim Gemeinde Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA6"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Elim Eichsfeld in Heilbad Heiligenstadt ist eine evangelische Freikirche. Sie befindet sich in der Windische Gasse 48, 37308 Heilbad Heiligenstadt. Sie ist die erste Freikirche im Eichsfeld und feiert ihre Gottesdienste sonntags um 10:00 Uhr. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Es finden regelmäßige Treffen der christlichen Pfadfinder Royal Rangers statt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mit der Taufe einiger junger Leute am 6.7.1986 beginnt die Geschichte der Christengemeinde Elim Heilbad Heiligenstadt. Alle hatten zuvor auf ihrer Glaubensreise eine besondere Begegnung mit Jesus Christus, die ihr Leben veränderte und sie teilten dieselbe Leidenschaft Gott besser kennen lernen zu wollen. Sie entdeckten die Kraft des Gebets, erlebten u.a. dabei körperliche Heilung und vor allem, dass Gott konkret in ihre Lebenssituationen hinein sprach. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bei einem der Gebetstreffen, hatte jemand das Gefühl, dass Gott ihnen durch die Bibelstelle im 1. Petrusbrief Kapitel 2, in Vers 5 etwas sagen wollte. Ohne zu wissen, was dort steht, lasen sie dort: „So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mit diesem Hintergrund wurde die Christengemeinde Elim in Heiligenstadt gegründet. Damit war sie die erste Pfingstgemeinde und Freikirche im Eichsfeld. Zunächst traf man sich in den Privatwohnungen. Ein Keller wurde zum Gottesdienstraum ausgebaut. Später wurde ein Raum im Eichsfelder Kulturhaus angemietet. Seit dem Jahr 2002 ist das Gebäude der ehemaligen Stadtbibliothek in der Windischen Gasse 48, Ecke Ägidienstraße das Gemeindehaus.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Gemeindeleiter und Pastoren waren in der Vergangenheit Reinhard Weis und Dieter Voßwinkel. Seit 2022 ist Benjamin Weis Gemeindeleiter.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: https://elim-eichsfeld.de/; Eigene Aufzeichnungen – Bild: Gemeindehaus 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 22:37:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Marienaltar St. Wigbert Erfurt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Erfurt"><![CDATA[Erfurt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA1"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Erfurter St.-Wigbert-Kirche hat eine weitere Kostbarkeit. Im Altarraum des Gotteshauses ein gotischer Flügelaltar eingebaut. Der Marien-Altar stammt aus der St. Walpurgis-Kirche in Großengottern bei Langensalza. Er zeigt im Mittelschrein die Krönung Mariens flankiert von der heiligen Barbara und der heiligen Walpurga sowie darunter in der Predella den Tod der Gottesmutter. Auf den Seitenschreinen und Standflügeln sind Szenen aus dem Leben Jesu dargestellt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bei dem Kunstwerk handelt es sich um ein Beispiel eines sogenannten Erfurter Reliefaltars, sagt der Kunstgutbeauftragte im Bistum Erfurt, Dr. Günter Lucke. Vom Aufbauschema her ist der Altar mit dem der Erfurter Predigerkirche vergleichbar. Er wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von einem unbekannten Meister geschaffen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen - Bild 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 22:30:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Hospital „Zum Heiligen Geist“ in Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B9E"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Hospital „Zum Heiligen Geist“ um das Jahr 1930. Das heutige Hospital hatte mehrere Vorgänger. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde es im Jahre 1632 vom Grafen von Löwenstein niedergebrannt. Georg Ludwig Graf von Löwenstein-Scharfeneck (1587–1633) war aktiver Obrist auf protestantischer Seite im Dreißigjährigen Krieg. Von ihm finden wir in diesem Jahr folgende Aufzeichnungen:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"> „Den 28. März (7.4.) Herr Graf von Löwenstein anhero geschrieben, dass wir binnen 10 Tagen 50 Centner Werg nach Erfurt zur Lunten schicken sollen, da doch die armen ausgeplünderten Leuthe im gantzen Ambte nicht 15 Pfund mehr haben“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">… (Herzog) Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar hatte von Erfurt am 27.1. von Rat und Geistlichkeit 3.000 bzw. 1.000 Rt. Kontribution verlangt, die ‚in Abschlag der alten Reste’ zu erlegen seien. Zudem hatte er der Geistlichkeit vorgeworfen, mit seinen Feinden ‚Korrespondenz und Machinationen’ zu pflegen, wolle jedoch bei Erlegung der geforderten Kontribution ein Auge zudrücken. „Der Rat lehnte die Forderung des Herzogs ab: Er habe 14000 Rt. Kontribution erlegt und erinnere sich keiner Reste. Die weimarischen Räte waren nicht in der Lage, etwas zu erreichen, und als der Rat ihnen schließlich auch den Unterhalt verweigerte, gerieten sie in arge Verlegenheit. Sie baten den Herzog, durch Exekution die Gelder eintreiben zu lassen, da ihnen unmöglich sei, ‚mit Schimpf und Spott länger allhier zu verbleiben’. Dem Rat übergaben sie ein Schreiben, in dem sie ihren Unterhalt forderten, da sie ‚gleichwohl vom Winde nicht leben’ könnten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zu allem Überfluß kamen sie noch in Gegensatz mit dem Grafen Löwenstein. Dieser hatte sich dem Herzog gegenüber geweigert, sein Regiment der Armee nachzusenden, die noch nicht gezahlte Löhnung verlangt und endlich gedroht, sich an Gustav Adolf zu wenden, wenn der Herzog seiner Bitte nicht nachkäme. Dieser war empört, verbat sich derartige Belästigungen und befahl ihm, Erfurt nicht zu verlassen, damit er ihn bei seiner Rückkehr zur Verantwortung ziehen könne. Seine Räte wies er an, jede Übertretung der zurückgelassenen Instruktion, die der Graf sich zuschulden kommen ließe, sofort zu melden. Sie kamen dem Befehl nach und berichteten, daß der Graf konfiszierte Gelder für sich verwendet, ohne Befehl mit den Landständen des Eichfelds Verhandlungen geführt, den Rat nicht zur Kontributionszahlung angehalten und sie in ihrer Arbeit nicht unterstützt habe, wodurch die Befestigungsarbeiten und die Herbeischaffung von Munition und Proviant zurückgeblieben und ‚alles ins Stocken geraten’ sei. Löwenstein, der das erfuhr, war über die ‚Hinterrücktragung’ empört und ließ den Räten gegenüber seinem Ärger freien Lauf. …</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">… Herzog Wilhelm war über die Vorgänge in Thüringen sehr betroffen. Als er sich Thüringen wieder näherte, entsetzte er den Grafen Löwenstein sofort seines Kommandos und forderte ihn auf, sich zu rechtfertigen. Dem Grafen gelang seine Rechtfertigung. Welche Entschuldigungsgründe er angeführt hat, wissen wir nicht. Jedenfalls nahm ihn der Herzog wieder in Gnaden an. Beim König beklagte er sich, daß ihm, während er ‚mit anderen hohen Geschäften beladen’ gewesen sei, Kursachsen und Ludwig von Anhalt Quartiere entzogen hätten, auch ‚die Stadt Erfurt sich dermaßen ungehorsamlich’ gezeigt habe, daß ‚Wir nach Unserem Abzug nicht das Geringste daraus haben genießen können, nicht wissend, durch wessen Veranleitung solches geschieht’. Das Eichsfeld sei so arm, daß wenig davon zu hoffen sei. Er wisse nun nicht, woher er die Mittel für die Bezahlung der Soldaten, von Munition, Waffen, Artillerie und der Befestigungsarbeiten in Erfurt nehmen solle. Außerdem seien im Statthalteramt in Erfurt ‚allerhand Eingriffe’ geschehen. Er bitte, der König möge ihn bei seinen Quartieren und dem Statthalteramt ‚mainteniren’, ihm auch erklären, wie er über seine persönlichen Wünsche denke. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quellen: https://www.30jaehrigerkrieg.de/lowenstein-scharfeneck-lowenstein-lobenstein-liebenstein-georg-ludwig-graf-von-3/; Bild: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=7-149771 - Bild: Hospital von der Göttinger Straße mit Unterführung</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 22:38:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Der Verkehr im Eichsfeld]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA0"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Die zentrale Lage innerhalb Deutschlands und seine geringe Höhenlage gegenüber dem verkehrshemmenden Harz und Thüringer Wald haben für das Eichsfeld eine sehr günstige Verkehrslage geschaffen. Die Hauptrichtungen wurden durch die Täler und Senken, durch die sich das Eichsfeld nach den verschiedenen Richtungen hin öffnet, gegeben. Für eine Verbindung der einzelnen Handelsmittelpunkte des Mittelalters im Nord-Süd- und im Ost-West-Verkehr mußten die Wege fast immer am kürzesten über das Eichsfeld führen. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Bemerkungen</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine wichtige Handelsstraße verlief vom Scharfenstein nach Heiligenstadt. Die Bedeutung der Straße kann man an der Ibergwarte, der Kapelle Vierzehnheiligen und dem ehemaligen Gut Steinhagen an der Straße erkennen. Fast alle heutigen Verkehrsstraßen wurden erst ab dem 19. Jahrhundert angelegt. Vorher verliefen die Handels- und Heerstraßen auf den bewaldeten und geschützten Höhen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Dr. Herbert Buschendorf: „Die Kulturgeographie des Eichsfeldes“ – 1932 – Bild: Handelsstraße Heiligenstadt – Scharfenstein 2019 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 22:53:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Exkursion: Die fünf Burgen bei Kleinbartloff - Reifenstein]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA4"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bereits jetzt möchten wir auf eine weitere besondere Exkursion hinweisen. Unter dem spannenden Titel „Die fünf Burgen bei Kleinbartloff/Reifenstein“ führt Karl Meyer zu mehreren ehemaligen Burgstätten der Region.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Teilnehmer lernen zunächst die Burgstätten „Birkenstein 1 und 2“ bei einer etwa 2 km langen Wanderung kennen. Anschließend fahren wir nach Beinrode. Von dort geht es auf einer 600 Meter langen Wanderstrecke zur sogenannten Davidsburg. In Beinrode werden schließlich die „Alten Burgen 1 und 2“ bei Reifenstein vorgestellt. Hier besteht außerdem die Möglichkeit eine Kaffeepause &nbsp;zu genießen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Referent: Karl Meyer, Kleinbartloff/Reifenstein</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Termin:	 Sonntag, 20. September 2026, 14 Uhr</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Treffpunkt: Friedhof in Birkungen, Neue Straße/ Bei der Station</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b><br></b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Interessenten sind herzlich eingeladen!</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Peter Anhalt, Vorsitzender des VEH – Bild: Alten Burg über Reifenstein 2016 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 15:39:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Leopold Freiherr von Stralendorf]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000BA9"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Buchautor und Heimatforscher Matthias Stude wies gestern auf einen besonderen Gedenktag hin: Vor genau 400 Jahren, am 4. September 1626, starb Leopold Freiherr von Stralendorf in Heiligenstadt. Der um 1545 geborene Adlige war eine der prägenden Figuren der Gegenreformation im Eichsfeld und maßgeblich an der Ansiedlung der Jesuiten beteiligt. Im Laufe seines Lebens stieg er bis zum Kaiserlichen Geheimen Rat und Reichsvizekanzler auf.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Leopold entstammte der alten mecklenburgischen Ritterfamilie von Stralendorff, die nach der Unterwerfung der Slawen durch Heinrich den Löwen (nach 1160) den Ort Stralendorf gegründet hatte. Anfang der 1570er Jahre trat er in den Dienst des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten Daniel Brendel von Homburg. 1574 begleitete er den Erzbischof zur Visitation ins Eichsfeld und wurde am 7. Juni als Nachfolger des verstorbenen Caspar von Berlepsch zum neuen Oberamtmann (Statthalter) ernannt. Seine erste wichtige Aufgabe war die Festnahme von Berthold von Wintzingerode auf Schloss Bodenstein, der wegen Mordes angeklagt war. Am 8. Juli 1576 heiratete er auf Schloss Neuhof Margaretha von Dernbach, die Schwester des Fuldaer Fürstabts.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Stralendorf, der unter dem Einfluss der Jesuiten vom protestantischen zum katholischen Glauben gewechselt war, setzte die Gegenreformation im Auftrag des Mainzer Erzbischofs mit harter Hand durch. Nach 26-jähriger, strenger Amtsführung klagte ihn die protestantische Ritterschaft des Amtsmissbrauchs an. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… Als Pater Johannes Kopper 1602 mit der Arbeit begann (Autor der „Historia“), war Freiherr Leopold von Stralendorf, aus Prensberg in Mecklenburg gebürtig, gerade seines Amtes als Statthalter des Eichsfeldes enthoben worden. Unter jesuitischem Einfluß vom Protestantismus zum Katholizismus übergetreten, hatte er als konsequenter Verfechter der Gegenreformation das Eichsfeldamt von Daniel erhalten. Nach 26jähriger strenger Führung seiner Geschäfte klagte ihn die protestantische Ritterschaft wegen Amtsmißbrauchs an, so daß er demissionieren mußte und als Amtmann nach Stadtprozelten bei Aschaffenburg ging. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In dieser Epoche verlegte die Verwaltung ihren Sitz vom Rusteberg nach Heiligenstadt auf den Stiftsberg. Stralendorf wohnte zunächst in einer Stiftskurie und zog 1558 in das damalige Stiftskorn- und Brauhaus. An dessen Stelle ließ er und der Erzbischof 1603/1604 ein zweistöckiges Steinhaus errichten – den Vorläufer des heutigen Schlosses.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Gemeinsam mit seinem Schwager Balthasar von Dernbach (Fürstabt von Fulda) trug Stralendorf auch die Verantwortung für zahlreiche Hexenverfolgungen und Folterungen. Dass es im Kurfürstentum Mainz vergleichsweise weniger Verbrennungen gab, lag vor allem daran, dass die damaligen Erzbischöfe der Inquisition eher zurückhaltend gegenüberstanden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… Übergriffe gegenüber den in den Rustebergverliesen eingekerkerten Männern und Frauen blieben nicht aus. Die „Historia“ berichtet von Gefangenen zu Stralendorfs Amtszeit, „daß sie in finsteren Gelassen gehalten und auf der Folter übel zugerichtet würden, daß man sie brenne und steche und sie vor Schmerzen nicht zu bleiben wüßten“. Allerdings war man dazumal mit Verdächtigungen bis hin zum Vorwurf der Gotteslästerung schnell bei der Hand. Wenn auch spektakuläre Verfahren nicht mehr aktenkundig sind, waren Inhaftierungen „Hexerey wegen“ nichts Außergewöhnliches. Es gibt über eichsfeldische Verliese Urkunden, daß Henker inhaftierte Frauen sogar schwängerten. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="start" style="text-align: start;"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Wolfgang Trappe „Erzähltes Alt-Eichsfeld“ 1991 – Bild: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Stralendorf#/media/Datei:Leopoldus_a_Stralendorff_15</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 10:34:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Duderstadt 1815]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B9D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Zur Bewirtung des Prinzen Wilhelm von Preußen, welcher am 31. Mai 1815 durch Duderstadt reiste, lieferte der Kaufmann Bertuch im Auftrage des Magistrats 3 Flaschen Champagner à 1 Taler 16 Gutegroschen, 3 Flaschen Steinwein à 1 Taler 12 Gutegroschen, 2 Flaschen Jamaica-Rum à 20 Gutegroschen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">(Davon blieben übrig 2 Fl. Champagner, 1 Fl. Steinwein und 1 Fl. Rum.)“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: „Unser Eichsfeld 1916, J. – Bild: Duderstadt Unterkirche mit Marktstraße um 1950</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 22:20:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Was geschah mit der Königsfamilie nach der Niederlage an der Unstrut 531?]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B9C"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">König Herminafried floh zunächst, wurde aber im Jahr 534 nach Zülpich gelockt. Dort wurde er von den Franken durch einen Sturz von der Stadtmauer heimtückisch ermordet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Herminafrieds Frau Amalaberga, eine Nichte des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen, floh mit ihren Kindern, darunter Sohn Amalafrid, zu ihrem Bruder Theodahad ins Ostgotenreich. Nach der Eroberung Italiens durch den oströmischen Feldherrn Belisar wurden sie im Jahr 540 nach Konstantinopel verschleppt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Herminafrieds Nichte Radegunde wurde von Frankenkönig Chlothar I. als Kriegsbeute ins Frankenreich verschleppt. Sie musste Chlothar heiraten, floh später jedoch in die Obhut der Kirche. Sie gründete das Kloster Poitiers und wurde später als Heilige Radegunde verehrt. Sie wurde vermutlich um 520 auf der Mühlburg bei Gotha geboren. Hier befindet sich die Radegundiskapelle und ein Gedenkstein.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… Nach der etwa um 508 erfolgten Aufnahme der Chatten in das Frankenreich grenzte dieses direkt an das der Thüringer. Nach dem Tode des Ostgotenkönigs Theoderich im Jahre 526 hielten die Franken den Augenblick für gekommen, um ihrem Herrschaftsbereich auch die letzten freien germanischen Stämme Mitteleuropas, die Burgunden, Thüringer und Reste der Alamannen, einzuverleiben. Im Jahre 531 unterlagen die Thüringer in einer blutigen Schlacht an der Unstrut. König Hermenefred entkam mit seiner Familie und sammelte in entlegenen Teilen seines Reiches neue Kräfte. Die Franken zerstörten den Hof Hermenefreds und entführten seinen Neffen und seine Nichte Radegunde, um die ein Streit der fränkischen Könige Theuderich und Chlotachar entbrannte (Venantius Fort., Vita Radegundis 2). </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Hermenefred wurde im Jahre 534 durch die fränkischen Könige unter Verbürgung seiner Sicherheit zu Verhandlungen nach Zülpich gelockt und dort ermordet. Die Königin Amalaberga floh mit ihren Kindern nach Italien und geriet hier in den Untergang der Ostgoten hinein. Sie kam als Gefangene nach Byzanz; ihr Sohn Amalafred trat als Heermeister in oströmische Dienste (Prokop 1, 13; 4, 25). Es ist bezeichnend für die Stellung des thüringischen Königshauses, daß es einem Königssohn ohne weiteres möglich war, eine so hohe Stellung in oströmischen Diensten einzunehmen und daß die fränkischen Könige den Bruder der Radegunde aus Gründen der Staatsräson töten sowie Radegunde als letzten Sproß der thüringischen Königsfamilie zur Ehe zwingen mußten. Mit dieser Heirat erwarben sie sich bei dem Stamm der Thüringer den Schein der Legalität. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen, „Die Germanen“ Band 2 – Bild: Mühlburg mit Bild der Heiligen Radegundis © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 22:35:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Kriegsbeginn im Eichsfeld 1939]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B9B"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Zweite Weltkrieg begann am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen. Im ländlich und stark katholisch geprägten Eichsfeld führte der Kriegsausbruch zu sofortigen Einschränkungen im Alltag, Einberufungen zur Wehrmacht und Beginn der Lebensmittelzuteilung (Verdunkelung, Bezugsscheine), während die Region selbst von den direkten Kampfhandlungen zunächst verschont blieb.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ab dem ersten Tag galt ab der Dämmerung strenge Verdunkelungspflicht für alle Gebäude. Lebensmittel wie Fleisch, Fett und Milch wurden sofort streng über Marken und Kundenlisten zugeteilt. Männliche Jahrgänge aus den Dörfern und Städten wie Heiligenstadt oder Duderstadt wurden als Soldaten eingezogen. Die vorherrschende bäuerliche Struktur im Eichsfeld musste auf Befehl der Behörden die Ernährungswirtschaft absichern. In den Folgejahren wandelte sich die Struktur durch Rüstungsverlagerungen und den Einsatz von Zwangsarbeitern stark. In Heiligenstadt wurde die WIFO im Pferdebachtal ausgebaut. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahr 1939 änderte sich das Leben in den beiden Eichsfeld-Städten Heiligenstadt und Duderstadt schlagartig, obwohl sie weit von der Front entfernt lagen. Die Region war stark vom Katholismus und der Landwirtschaft geprägt, was den Alltag unter der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft maßgeblich beeinflusste.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Beim Umbau des Rathauses in Heiligenstadt wurde 1939 ein eigener Archivraum geschaffen. Die Stadt litt wie das Umland unter strenger Rationierung und Mangelwirtschaft. Als Militärstandort Heiligenstadt erlebte die Stadt massive Truppeneinzüge und Einquartierungen von Soldaten, die versorgt werden mussten. Ein historisch dokumentiertes Unglück erschütterte die Stadt kurz nach Kriegsbeginn. Im Oktober 1939 stürzte der einheimische Pilot Philipp Gries bei unerlaubten Flugkunststücken mit einem Militärflugzeug mitten in die Altstadt an der Lindenallee ab. Die ohnehin schon stark geschrumpfte jüdische Gemeinde Heiligenstadts war zu diesem Zeitpunkt durch die NS-Verfolgung fast vollständig zum Erliegen gekommen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Duderstadt wurde schnell zu einem logistischen Ziel für Gefangene. Bereits im November 1939 trafen die ersten Kriegsgefangenen in der Stadt ein. Sie wurden nach den rassistischen NS-Richtlinien als „Untermenschen“ behandelt; ihnen wurde beispielsweise der gemeinsame Tisch mit Deutschen oder der Besuch von Gottesdiensten strikt verboten. Die Stadt profitierte im Vergleich zu Großstädten von ihrer ländlichen Struktur. Die Lebensmittelproduktion wurde sofort auf Kriegsernährung umgestellt, wodurch die Versorgungslage vor Ort zunächst noch stabiler blieb. Die lokalen Betriebe bereiteten sich Ende 1939 auf die Umstellung für die deutsche Kriegswirtschaft vor, was in den Folgejahren zu massiver Rüstungsproduktion (u. a. Polte-Werke) führte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Meine Großmutter erzählte mir von einem französischen Kriegsgefangenen, den sie alle „Meuse“ nannten und alle anfallenden Arbeiten rund um die Gaststätte „Norddeutscher Bund“ erledigen musste. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Lager Polte in Duderstadt um 1942</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 22:40:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die Stammesnamen: Hermunduren - Thüringer]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B99"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Es ist nicht mehr zu ermitteln, wann die Hermunduren (Hermunduri) ihren Namen ablegten und ab wann sie sich als Thüringer (Toringi, Thuringi, Thoringi) bezeichneten. Es muß aber zwischen 200 und 400 geschehen sein. Der Name Hermunduri besteht aus dem verstärkenden Bestimmungswort Ermuna-, Ermun- (groß, gewaltig) und dem Grundwort puroz, dorōz (sauber, rein).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Herkunft des Namens „Toringi“, „Thuringi“ aus „Hermunduri“ wurde schon vor längerer Zeit von Germanisten als möglich hingestellt, später aber verworfen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Suffix -ing bezeichnet im Germanischen sowohl die Zugehörigkeit zu einer, meist ethnischen Gemeinschaft als auch die Abstammung. Die Thüringer könnten demnach die Nachfahren der (Hermun-)duri sein. Allerdings wäre dann der seltene Fall einer Namenskürzung eingetreten, während der umgekehrte Fall der allgemein übliche in der Geschichte zu sein pflegt."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen, „Die Germanen“ Band 2 – Bild: Elisabethhöhe mit Graben der Wallburg und von KI eingefügten Hermunduren © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 22:17:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Zur Geschichte des Heiligenstädter Waisenhauses]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B98"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Am 16. Januar feierte das katholische Waisenhaus in Heiligenstadt den 200. Gedenktag seines Bestehens. Es dürfte daher manchem nicht uninteressant sein, näheres über die Gründung sowie über die Persönlichkeit seines Stifters zu erfahren.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Während das Hospital „Zum hl. Geist“ mindestens seit dem 13. Jahrhundert besteht, wurde das Waisenhaus fast ein halbes Jahrtausend später gegründet. Der Stifter des letzteren ist ein Heiligenstädter namens Ignaz Urban Glesener (Gläsner), der 1646 geboren wurde. Er verheiratete sich nicht, und da er 30 Jahre lang Oberamtmann (Amtsvogt) auf Bischoffstein und Greifenstein war, erwarb er sich ein ansehnliches Vermögen. Er starb am 25. Januar 1706 und wurde seinem letzten Willen gemäß in der Ägidienkirche zu Heiligenstadt beigesetzt. In seinem Testamente vermachte er fast sein ganzes Vermögen, bestehend aus einem Wohnhause (an der Wilhelmstraße auf dem Platze des jetzigen Gefängnisses gelegen), 104 Morgen Land, 17 Morgen Wiesen, 3 Gärten und einigem Gelde den armen Waisenknaben. Aus dem Testamente (vom 16. Januar 1706) sei folgende Stelle mitgeteilt:*)</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Ich will demnächst gott dem allmächtigen zu Ehren und denen armen Weysen hiesiger Landschaft des Eichsfeldes zum besten mein Wohnhauß zu Heiligenstadt nebst aller Länderey, Gärten und Wiesen, auch alles, was nach meinem Tode an Baarschaft, Früchten, Hausgeräte, Mobilien und Moventien vorhanden sein wird, ausgenommen, wie unten gemeldet werden soll, zu einer immerwährenden fundation hiemit also und dergestalt vertestiert und legiert haben, daß besagte arme Weysen, und zwar diejenige, so katholischer Religion, männlichen Geschlechts, von ehelichen Eltern ehelich erzeugt und gebohren, sobald dieselben laufen und reden können, als haeredes mei, nebst einem Weysen-Vater kraft dieser fundation von besagt meinem Hauße und allen meinen Gütern, bis sie zum studieren oder Erlernung eines Handwerchs, nach befinden, tauglich seyn werden, ernehrt und erhalten werden sollen, inmaßen dem Herrn Schultheißen, Bürgermeistern und Rath zu Heiligenstadt hierüber die inspection und Aufsicht dahin committiere und auftrage, daß dieselben besagter meiner intention gemäß, soviel arme ganz elterlose Weysen als ... erhalten werden können, annehmen und denen einen inspectorn oder Weysenvater, der über Einnahme und Ausgabe E. E. Rath alljährige richtige Rechnung abzulegen und die „armen Weysen zu allem Guten anzuweisen schuldig und verbunden — bestellen sollen ...“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In dem Gläsnerschen Hause wohnten die Waisen bis zum großen Brande 1739. Da die Baustelle zum Gefängnis mitverwandt wurde, erhielten sie in dem vorderen Teile desselben ihre Wohnung. 1747 aber kaufte die kurfürstliche Regierung ein Haus, auf dessen Stelle das jetzige, 1879 erbaute Waisenhaus liegt. Damit die Knaben ein Handwerk erlernen könnten, schenkte Frau v. Steinmetzen 1000 fl. Jetzt werden nicht nur Knaben, sondern auch Mädchen im Waisenhause erzogen. Sie stehen nicht mehr unter dem Waisenvater, sondern unter der Obhut von Ordensschwestern.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs14lh1-5"><b>Bemerkungen</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das heutige „Golden-Kreuz-Gebäude“ wurde erst nach dem Stadtbrand 1739 errichtet, ebenso die gleichnamige Gasse. Sie ist im Stadtplan von Pastor Fluk 1646 nicht eingezeichnet. An dieser auf dem Bild gekennzeichneten Stelle stand das ehemalige Wohnhaus von Gläsener. Das Gebäude erhielt den Namen von dem goldenen Kreuz, das auf dem Bild nur schwach sichtbar ist.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Von 1706 bis zum Brand im Jahre 1739 wohnten die Waisen in dem von Gläsener gestifteten Wohnhaus. Nach dem Brand wurde das heutige Gebäude im Jahre 1740 auf den Grundstücken von 8 verbrannten Häusern errichtet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Gebäude hat seitdem eine bewegte Geschichte, es war Waisenhaus, Apotheke, Druckerei, Gefängnis, Polizeistation, Tabakfabrik und heute Geschäftshaus. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: G. H. K. - Unser Eichsfeld 1/1906 *) Es ist abgedruckt in Wolfs Geschichte der Stadt Heiligenstadt – Bild: Gebäude im Jahre 1933 mit Zeichnung von Fluk © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 22:31:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die Votivtafel am Heiligenstädter Waisenhause]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B92"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Zur Zweihundertjahrfeier der Anstalt hat unsere Zeitschrift einen kleinen Aufsatz von G. Hepke gebracht (S. 28 f.). Als Ergänzung dazu sei hier mitgeteilt, daß am Tage des Jubiläums, dem 16. Januar, am Eingange des Hauses eine nach dem Entwurfe des Professors Hildebrand in Berlin ausgeführte Tafel aus Bronze angebracht worden ist. Sie trägt folgende Inschrift: </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>XVI. JAN. MDCCVI. XVI. JAN. MCMVI. </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Zur Erinnerung </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>an den Stifter des katholischen </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Knabenwaisenhauses </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>zu Heiligenstadt </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Herrn Urban Ignatz Glaesener, </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>kurfürstl. Mainzischen Rat, </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>geb. 1646, gest. 25. Januar 1706, </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>unserem unvergeßlichen Vorfahren, </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>gewidmet am Tage der </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>200jährigen Erinnerungsfeier </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>von Mitgliedern der Familie </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>v. Zwehl. </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>— </b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am Kopfe der Inschrift steht das von den Emblemen des mainzischen Kurstaats, der Bischofsmütze, dem Krummstab, dem Schwerte und dem Kreuze umrahmte Wappen der Stadt Heiligenstadt. Den Abschluß bildet das v. Zwehl’sche Familienwappen. Die unteren Ecken tragen das Mainzer Rad."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Unser Eichsfeld 1906, Löffler.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 22:07:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Die älteste Erwähnung der Bratwurst]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B90"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Arnstadt gilt als der Ort der ältesten urkundlichen Erwähnung der Thüringer Bratwurst. Im Jahr 2000 entdeckte ein Archivar eine Eintragung im Rechnungsbuch des dortigen Jungfrauenklosters (Walpurgiskloster) vom 20. Januar 1404. In der Propsteirechnung von Probst Johann von Siebeleben heißt es wörtlich: wl g vor darme czu brotwurstin" (1 Groschen für Bratwurstdarme).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Diese Notiz gilt als der erste unumstößliche, schriftliche Nachweis für die Existenz der echten Thüringer Bratwurst. Sie stach damit eine deutlich jüngere Urkunde aus Nurnberg aus dem Jahr 1595 aus. Zwar gibt es in jüngster Zeit historische Funde aus Erfurt (eine Urkunde von 1269, die einen Fleischbräter erwähnt), jedoch bleibt die Arnstädter Rechnung das älteste Dokument, das explizit das konkrete Wort „Bratwurst“ nennt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf der Informationstafel steht:</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b><br></b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Die urkundliche Ersterwähnung von Bier und Bratwurst im Jungfrauenkloster</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b><br></b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Die Gründung des Walpurgisklosters wird im 11. Jhd. vermutet. Erstmalig urkundlich erwähnt wird es im Jahr 1196 in einer in Erfurt ausgefertigten Urkunde. Das Kloster lag außerhalb der Stadt auf einem Bergrücken, bevor es um 1309 in die Stadt Arnstadt zur Liebfrauenkirche verlegt wurde; fortan hieß es Jungfrauenkloster. Die Liebfrauenkirche diente fortan neben ihrer Funktion als Pfarrkirche dem Nonnenkonvent als Klosterkirche. Infolge der Reformation wurde das Kloster bei der ersten Visitation 1533 aufgehoben. Die Nonnen durften im Kloster weiterleben; die letzte starb 1566. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen, Infotafel vor dem Gebäude – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 22:16:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die Hungersnot von 1772]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B91"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Als Heinrich Christoph Strecker in Dingelstädt Schulze war (1764–1772), wurde das Eichsfeld von schweren Drangsalen heimgesucht. Im siebenjährigen Kriege wurde das ohnehin arme Ländchen fast bis zur Erschöpfung ausgesogen. Auch Dingelstädt hatte schwer zu leiden; denn der Truppendurchzüge, Brandschatzungen, Getreide- und Fouragelieferungen und Auferlegung von Kontributionen war fast kein Ende. Und acht Jahre, nachdem der Krieg mit seiner Not und seinen Schrecken vorüber war, brach eine Hungersnot im Lande aus, welche über die Bevölkerung noch viel härtere und traurigere Leiden verhängte. Der Heiligenstädter Scheffel Korn kostete 5 Taler; aber für Geld war weit und breit nicht einmal Frucht zu bekommen, und wer überhaupt kaufen konnte, mußte seinen Bedarf aus Erfurt holen. So groß war der Mangel an Nahrungsmitteln, daß die Armen Gras, Hedderich, Nesseln, Löwenzahn und andere Kräuter sammelten und kochten, um damit den Hunger zu stillen, und viele waren froh, wenn sie sich aus Kleie und Wasser ein hartes und fast unverdauliches Brot backen konnten. Die schlechte Nahrung rief Nerven- und Faulfieber und Ruhr unter den Menschen hervor, und viele gingen an diesen Krankheiten und ungenügender Nahrung zu Grunde. Zwei Jahre währte die schreckliche Zeit, und als das dritte Jahr wieder eine gute Ernte brachte, war das Land so erschöpft an den notwendigsten Nahrungsmitteln, daß die armen Leute gierig über die unreifen Kornähren herfielen und sie verzehrten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Während diese furchtbare Not im Lande herrschte, wurde eines Tages dem Schulzen Anzeige gemacht, daß eine als Diebin bekannte Frau gestohlene Sachen im Keller ihres Hauses verwahrt hätte, und Strecker ließ, um zu erfahren, ob die Anklage wahr sei, das Haus der Verdächtigen durchsuchen, wobei er selbst zugegen war. Im Keller fand man Stücke halbverfaulten Pferdefleisches, das die durch den Hunger zur Verzweiflung getriebenen Leute vom Schindanger geholt hatten, um sich damit zu sättigen. Von Abscheu und Ekel überwältigt, ging der Schulze nach Hause; aber das Erlebte wirkte so heftig auf sein Gemüt ein, daß er wenige Tage darauf in Nervenfieber und wilde Delirien verfiel. Ob und welche andere Ursachen dazu beitrugen, die Krankheit zu verschlimmern, wissen wir nicht; aber er erholte sich nicht mehr und starb am 26. Mai 1772.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Bemerkung:</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die europäische Hungerkrise von 1770 bis 1772 war eine schwere Katastrophe infolge extremer Wetterphasen der Kleinen Eiszeit. Drei aufeinanderfolgende Missernten durch Nässe, Kälte und Regen führten zu explodierenden Getreidepreisen, Massenarmut, Fleckfieber-Epidemien und enormen Bevölkerungsverlusten in Mitteleuropa.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Extremes, regen- und kältereiches Wetter zerstörte die Saaten und Ernten. Auf nasse Sommer und Frostjahre ab 1769/1770 folgten bis 1771/1772 wiederholte Totalausfälle der Ernte. Veraltete Agrarsysteme und fehlende Handelswege verstärkten den Mangel. Die Getreideteuerung stieg stellenweise auf das Fünf- bis Zehnfache des Normalpreises. Vieh musste mangels Futter billig geschlachtet werden; viele Menschen wichen auf Ersatznahrungsmittel aus. Schwächung der Bevölkerung und mangelnde Hygiene begünstigten Seuchen wie das Fleckfieber. Stark betroffen waren unter anderem das Erzgebirge, das Eichsfeld, Böhmen und Süddeutschland.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Nach Sanitätsrat Karl Strecker †. (Stammbuch der Familie Strecker, Wien 1896, S. 178 f.) - Bild: Duval um 1840 coloriert © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 22:52:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Der Cranachaltar in der Weimarer Herderkirche]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B8F"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Cranach-Altar in der Stadtkirche St. Peter und Paul (besser bekannt als Herderkirche in Weimar) gilt als Hauptwerk der sächsisch-thüringischen Kunst des 16. Jahrhunderts und ist eines der bedeutendsten Bildzeugnisse der Reformation.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das monumentale dreiflügelige Altarbild wurde 1552 von Lucas Cranach dem Älteren begonnen. Da dieser jedoch 1553 in Weimar verstarb, wurde das monumentale Werk von seinem Sohn, Lucas Cranach dem Jüngeren, im Jahr 1555 vollendet. Es diente ursprünglich als Epitaph (Grabmal) für den sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich den Großmütigen und seine Gemahlin Sybille.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Flügelaltar setzt die Kernideen der lutherischen Rechtfertigungslehre ("Allein durch den Glauben, allein durch die Gnade") radikal und anschaulich in Szene. Das Mittelbild zeigt die Kreuzigung Christi. Zu Jesu Füßen wird der Sieg über Tod und Teufel dargestellt. Im Hintergrund symbolisiert die Vertreibung aus dem Paradies das Alte Testament, während die eherne Schlange und die Verkündigung an die Hirten auf die Erlösung verweisen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Rechts stehen drei zentrale Figuren nebeneinander: Johannes der Täufer, Lucas Cranach der Ältere, der sich selbst verewigt hat. Ein Blutstrahl aus der Seitenwunde Christi trifft ihn direkt auf den Kopf. Dies symbolisiert die protestantische Kernerkenntnis, dass jeder gläubige Mensch ganz persönlich und direkt (ohne Vermittlung durch Heilige oder Papst) durch das Opfer Christi erlöst wird.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Martin Luther steht mit aufgeschlagener Bibel daneben und zeigt auf die Schriftpassagen zur Gnade Gottes.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf den Innenseiten der Flügel sind die fürstlichen Stifter – Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige und seine Familie – in tiefer Andacht kniend dargestellt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf der linken Seite ist Johann Friedrich I. von Sachsen und seine Frau Sibylle von Jülich-Kleve-Berg abgebildet. Es ist der bekannte Hanfried auf dem Jenaer Marktplatz. Auf der rechten Seite sind seine Kinder Johann Friedrich II. der Mittlere (1529–1595), Herzog zu Sachsen, Johann Wilhelm I. (1530–1573), Herzog von Sachsen-Weimar und Johann Friedrich III. der Jüngere (1538–1565), Herzog zu Sachsen abgebildet. Der vierte Sohn starb bereits nach seiner Geburt 1535.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 22:10:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Eine Anekdote vom Hülfensberg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B96"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Hülfensberg im Obereichsfeld ist seit Jahrhunderten als „Heiliger Berg des Eichsfeldes“ bekannt, und rund um das dortige Franziskanerkloster sowie das berühmte romanische Kruzifix – den „Sankt Gehülfe“ – ranken sich zahlreiche Geschichten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine besonders schmunzelhafte Anekdote betrifft die Zeit der innerdeutschen Teilung. Da der Hülfensberg unmittelbar in der bewachten Sperrzone der DDR lag, war der Zugang für Gläubige extrem eingeschränkt. Wer zur Wallfahrt auf den Berg wollte, benötigte einen begehrten Passierschein.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">An einem gewöhnlichen Sonntag in den 1970er-Jahren wurde ein älterer Eichsfelder am Kontrollpunkt am Fuß des Berges von den Grenztruppen gestoppt. Der junge Grenzsoldat musterte den Ausweis des Mannes gründlich und fragte streng:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Genosse, wohin des Weges? Und was wollen Sie ausgerechnet auf diesem Berg?“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Wallfahrer antwortete gelassen in seinem Eichsfelder Dialekt: „Ich gehe zum Sankt Hülfe. Ich muss ihn um etwas bitten.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Soldat schüttelte ungläubig den Kopf und meinte spöttisch: „Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, dass dieser Holzherrgott Ihnen bei irgendetwas helfen kann?“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Darauf schaute der alte Mann den Soldaten ruhig an, deutete auf die mächtigen Grenzzäune und die Wachtürme rundherum und erwiderte schmunzelnd:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Nun ja, mein Sohn – dass er ausgerechnet hier oben mitten im Sperrgebiet stehen bleiben durfte, obwohl man drumherum alles dichtgemacht hat... ein kleines bisschen Einfluss muss er wohl doch haben!“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Soldat sparte sich jede weitere Bemerkung und winkte den Mann durch.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Sankt Gehülfe gilt auf dem Hülfensberg bis heute nicht nur als Nothelfer, sondern im Gedächtnis der Region auch als Symbol für stummen, aber unerschütterlichen Widerstand.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Hülfensberg von Otto Thomasczek um 1900 von Thomas Schindler (bearbeitet)</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 22:14:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Priesterweihe in Heiligenstadt am 26. 5. 1939]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B95"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Priesterweihe in St. Marien! Ein Ereignis, das diese altehrwürdige Kirche in den 700 Jahren ihres Bestehens in ihren Annalen noch nicht berichten konnte. Festlich ist die Kirche geschmückt. Der Weihealtar ist auf erhöhtem Podium zwischen Kreuz- und Gnadenaltar aufgebaut. Froh grüßen die Fahnen von den Türmen und die Glocken rufen laut und feierlich die Gläubigen von nah und fern herbei.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In feierlichem Zuge wird Bischof Dr. Johannes Dietz abgeholt. Voll tiefen Ernstes ziehen die Weihekandidaten vor ihrem Bischof her. Nun kommt die Stunde, auf die sie sich in langen Jahren vorbereitet haben.</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">„Es spricht der Herr: Hört! Ihr sollt mich verkünden!</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Bereitet euch! Euch habe ich erwählt!</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Ihr sollt ein Feuer sein und Feuer zünden!</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Herr, deinem Willen bleiben wir vermählt!“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die heilige Feier beginnt. Vier Eichsfelder werden zur hl. Priesterweihe aufgerufen und einer zur hl. Diakonatsweihe. Ignaz Degenhardt aus Rustenfelde, Karl Göbel aus Ershausen, Albin Metze aus Zella, Georg Steinberg aus Heiligenstadt und als Diakon Hubert Lendeckel aus Lutter.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Fünfmal klingt fest und sicher: „Adsum!“ Hier bin ich, Herr! Ich stelle mich bereit zu allem Opfer-Werk, das Gott mit mir vorhat, zu allem Opferdienst des Priesterlebens. – Nun geht unter vielen ergreifenden Zeremonien die Weihe der Kandidaten vor sich. Sie liegen auf dem Boden ausgestreckt und erflehen in der Allerheiligen-Litanei mit ihrem Bischof und dem ganzen Volke den Segen Gottes für ihre große Aufgabe.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der wichtigste Augenblick ist gekommen, der Höhepunkt der Weihe: die Händeauflegung des Bischofs. Tiefes Schweigen herrscht im Gotteshaus. Kein Lied ertönt, keine Orgel spielt. Der Bischof legt jedem beide Hände auf das Haupt. Die sakramentale Gnade wird erteilt, das unauslöschliche Merkmal wird eingeprägt auf immer und ewig. Nach dem Bischof gehen der Reihe nach alle 50 anwesenden Geistlichen an den jungen Priestern vorbei und legen ihnen die Hände auf das Haupt und rufen den Heiligen Geist auf sie herab. Immer wieder müssen die Weihekandidaten einzeln vor den Bischof treten, die Hände werden gesalbt, damit alles, was sie segnen, gesegnet werde und alles, was sie weihen, geweiht und geheiligt sei.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ganz still ist es in den weiten Hallen der Kirche und doch sind weit über tausend Menschen hier versammelt. Jetzt packt es wohl jeden Gläubigen mit aller Eindringlichkeit: Groß und heilig ist das Amt des Priesters in der Kirche Christi. – Die hl. Handlung schreitet weiter. Im Verein mit dem Bischof bringen nun die Neugeweihten zum erstenmal das Opfer dar.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Als Sinnbild ihrer Opfergesinnung und ihrer Opferbereitschaft überreichen sie dem Bischof bei der Opferung eine brennende Kerze. Wandlung, Kommunion, was bedeuten sie in dieser Stunde für die Neugeweihten! – Nach dem letzten Segen macht der Bischof die jungen Priester noch einmal aufmerksam aus die Schwere ihres Amtes: „Erwäget ernstlich, was für eine Weihe ihr nun erhalten habt und welche Bürde euch aufgelegt worden ist. Befleißigt euch, heilig und gottselig zu leben und dem allmächtigen Gott wohlzugefallen, damit ihr seiner Gnade teilhaftig werden könnet, welche er euch nach seiner Barmherzigkeit verleihen wolle.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das feierliche Pontifikalamt ist zu Ende! Der Bischof spricht Worte der Freude und Ermunterung zu Volk und Klerus und unter dem brausenden Lobgesang des „Großer Gott, wir loben dich“ verläßt Bischof Johannes in Begleitung des gesamten Klerus die Kirche.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Herzlich sind beim Abschied am Pfarrhaus des Bischofs Glückwünsche an die Neugeweihten. Priester und Angehörige drängen sich herbei, um Glück- und Segenswünsche auszusprechen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In stiller Freude kehren die Neupriester zur Kirche zurück, ergriffen von ihrer Sendung, und beten:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Ich danke dir, o Gott, daß du mir eine Sendung gegeben und dadurch meinem Leben Sinn u. Bedeutung. Laß mich durch keine Trübsal, durch keine Dunkelheit, durch keinen Zweifel, dieses heilige Wissen verlieren, und in deinem Auftrag gehen die vielen Schritte irdischen Lebens. Amen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 1939</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 22:45:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Kranken-, Heil- und Pflege-Anstalten in Ershausen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B8D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auch die Erziehungs- und Pflegeanstalt St. Johannesstift zu Ershausen hat in dieser Aufstellung Platz gefunden. Der Kurzbericht vermerkt:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, St. Johannisstift, Erziehungs- und Pflegeanstalt zu Ershausen (Eichsfeld), ist eine Stiftung; sie trat ins Leben im Jahre 1885. Diesem Krankenhause wurde 1905 eine Anstalt für Geistesschwache und geistig Zurückgebliebene angegliedert. Das Krankenhaus hat den Zweck, Kranke aufzunehmen und zu pflegen, ist verbunden mit ambulanter Krankenpflege, Nähschule und Bewahrschule und mit einer Erziehungs- und Pflegeanstalt für Geistesschwache und geistig Zurückgebliebene. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Anstalt erfreut sich einer sehr schönen und gesunden Lage. Für Kranke stehen zur Verfügung 30 Betten, für Idioten 235. Die Anstalt wird geleitet von dem Dechanten und Pfarrer Johannes Kahlmeyer. Die Pflege besorgen Barmherzige Schwestern nach der Regel des hl. Vinzenz von Paul aus dem Mutterhause zu Paderborn. Die Bildungsfähigen erhalten Unterricht in drei Schulklassen, der ihrer geistigen Befähigung angepaßt ist. Die Schulentlassenen werden je nach ihrer Fähigkeit beschäftigt in der Landwirtschaft, Bäckerei, Anstreicherei, Schusterei, Bürstenmacherei, in der Küche, auf der Nähstube, in der Waschküche usw."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Wolfram Kaiser: „Heilkunde auf dem Eichsfeld“ (Kranken- Heil- und Pflegeanstalt der Provinzen Sachsen 1929) - Bild: </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 22:25:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Exekutive Heiligenstadts im Mittelalter]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B8C"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Heiligenstadt finden wir noch heute Flur- und Straßennamen, die sich auf vollziehende oder ausübende Gewalt im Mittelalter beziehen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">So finden wir den Richteberg als ehemalige Richtstätte und den Galgenhügel am Hohen Rott. Auf dem Schindanger (Eichbach – hinter der ehemaligen Badeanstalt) wurden hingerichtete Menschen begraben. Sie hatten kein Anrecht auf eine christliche Bestattung. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der „Spielplatz“ wurde schon 1671 erwähnt. Wahrscheinlich wurden hier Gerichtsverhandlungen abgehalten. Spill oder spel bedeuteten soviel wie Rede oder Urteil.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Gerichtsdörfer des Eichsfeldes hatten eigene Gerichtstätten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das bekannteste und einfach zu installierende Hinrichtungsgerät ist der Galgen. Dazu lesen wir:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Im volkstümlichen Sprachgebrauch findet der Galgen als tadelndes Bindewort Anwendung. Man spricht von „Galgenvögeln“, „Galgenstricken“, um unnütze Menschen mit zweifelhafter Zukunft zu bezeichnen. „Galgenhumor“ bezeugt ferner der, trotz allem drohenden Unheil, witzige Mensch. Eine „Galgenfrist“ ist die kurze Zeitspanne vor dem nahenden Verhängnis. Witzig und sarkastisch zugleich ist das Bismarckwort, das dem Feinde des Staates gegenüber „Höflichkeit bis zur letzten Galgensprosse“ empfiehlt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der Nähe alter deutscher Siedlungen gab es und gibt es noch, wenigstens in der Benennung des Ortes oder der Flur, erhaltene „Galgenberge“. Auch ähnliche noch gebräuchliche Flur- oder Straßennamen, wie: am Galgen, am Galgenberge, am Gericht, am Hochgericht, Schindersgasse, Schindersanger, Henkersgasse, deuten darauf hin, daß hier einst der Nachrichter seines traurigen Amtes gewaltet hat.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Fähnlein 1941/42 Heft 7,8 und 9 – Bild: Der Galgenhügel Repro © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 22:30:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Kranken-, Heil- und Pflege-Anstalten in Dingelstädt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B88"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Dem Katholischen Lyzeum im St. Josephs-Institut zu Dingelstädt (geleitet von Franziskanerinnen aus dem Mutterhaus Thuine, Provinz Hannover) gilt ebenfalls eine kurze Notiz, auch wenn hierbei lediglich auf das pädagogische Moment eingegangen wird:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Das St. Josephs-Institut zu Dingelstädt bei Mühlhausen in Thüringen, das ein Lyzeum und eine hauswirtschaftliche Haushaltungsschule mit Internat umfaßt, liegt in gesunder Gegend, an der Unstrut. Die Gebäude des Instituts sind groß und luftig, mit Zentralheizung, Wasserleitung, elektrischem Licht, Wannen- und Brausebad versehen. Große Garten- und Parkanlagen und herrliche Spielplätze bieten den Kindern Aufenthalt in der frischen, würzigen Höhenluft.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Wolfram Kaiser: „Heilkunde auf dem Eichsfeld“ (Kranken- Heil- und Pflegeanstalt der Provinzen Sachsen 1929)</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 22:45:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Nikolaus Görich: Der Name Anrode]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B85"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Der Name Anrode ist verschieden gedeutet worden. In keinem Falle mit zweifelloser Sicherheit. Die einen leiten das Wort her von „Am Rode“. Demgemäß würde es eine Gründung sein an einer neuen Rodung. Für viele Feldfluren unserer Gegend wird diese Erklärung ganz gewiß zutreffen. So für das Anrode 1 ½ km nordöstlich von Effelder; ferner für „Am Rode“ bei Dingelstädt und bei Ershausen; für das Änrot 1 km n. ö. von Horsmar; für das Anrod n. w. von Ammern und für das Anrode südlich vom Vorwerk Karnberg bei Kleintöpfer. Man könnte diese Deutung auch für unser Anrode gelten lassen, wenn nicht die ältesten urkundlichen Aufzeichnungen dagegen sprächen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Andere entscheiden sich darum für Ableitung des Wortes von einem Personennamen: Anno (d.i. Kurzform von Arnold) oder Anna. Also Rodung eines Anno oder einer Anna. Die ältesten Urkunden unsers Ortes Anrode sprechen sämtlich dafür. In der Urkunde von 1267 ist die Rede von Annenrode, in der von 1268 heißt es Annerod,1269 Annenrot, 1270 Anninrod. Gelehrte wie Wintzingeroda-Knorr und Universitätsprofessor Edward Schröter Göttingen stimmen dieser Deutung unsers Anrode zu. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine dritte Annahme möchte den Ortsnamen mit dem kirchlichen Patrozinium in Verbindung bringen. Patrone des Anröder Gotteshauses waren im Mittelalter die hl. Apostel Andreas und Johannes. Merkwürdigerweise trat in der Klosterzeit das Patronat des hl. Johannes immer mehr zurück und wird bei dem Kirchenneubau 1591 und 1692 gar nicht mehr erwähnt. Ich vermute, daß der hl. Johannes ursprünglich bei der ehemaligen Anroder Dorfkirche der einzige Patron hinzugenommen worden ist, der damals so beliebt war, daß ihm auch das Schwesterkloster in Beuren geweiht wurde. Falls diese Vermutung richtig sein sollte, könnte das ehemalige Dorf Anrode seinen Namen von dem Kirchenpatron Johannes (mundartlich vielfach Johann) erhalten haben. Also eine Siedlung, die dem hl. Johannes geweiht war. Aus Johannerode wäre dann allmählich Annerode geworden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Immerhin hat die zu zweit angeführte Worterklärung bislang die größere Wahrscheinlichkeit für sich.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nikolaus Görich: „Geschichte des eichsfeldischen ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Anrode“ – 1932 – Bild: Anrode 2015 (bearbeitet) © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 22:02:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[„Wie freu' ich mich der Sommerwonne!“]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B84"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5"><b>„Wie freu' ich mich der Sommerwonne!“</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Wie freu' ich mich der Sommerwonne,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Des frischen Grüns in Feld und Wald,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Wenn's lebt und webt im Glanz der Sonne</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Und wenn's von allen Zweigen schallt!</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Ich möchte jedes Blümchen fragen:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Hast du nicht einen Gruß für mich?</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Ich möchte jedem Vogel sagen:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Sing Vöglein, sing und freue dich!</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Die Welt ist mein, ich fühl es wieder:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Wer wollte sich nicht ihrer freu'n,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Wenn er durch frohe Frühlingslieder</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Sich seine Jugend kann erneu'n?</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Kein Sehnen zieht mich in die Ferne,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Kein Hoffen lohnet mich mit Schmerz;</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Da wo ich bin, da bin ich gerne,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Denn meine Heimat ist mein Herz.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">August Heinrich Hoffmann von Fallersleben</span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 22:33:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Edler Trank für 20 Taler]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B8B"><div><span class="fs11lh1-5"><b>Edler Trank für 20 Taler </b></span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Der Magistrat der Stadt Heiligenstadt überwachte die abgeschlossenen Kaufverträge seiner Bürger und ordnete in Absatz 36 im „Einworth Eines Ehrbaren Raths“ von 1743 nochmals an: „Es soll auch bey schliessung Eines Kauff-Contracts mehr nicht als auff 20 Rthlr. (Reichstaler) 12 ggr. (gute Groschen) zu vertrinken zugelassen werden, und wann mehrere darauff verwendet würde, solches der Retrahent zu ersetzen nicht schuldig seyn ... “</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1982 Egon Grohmann</span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 22:19:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Johann Wolf: Kirchberg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B83"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Das Dorf Kirchberg, der ehemalige Silz der Herren von Kirchberg hat nahe bey Dingelstädt gegen Kefferhausen zu gelegen. Auf dem Berge sind noch Spuren von der ehemaligen Befestigung womit die alten Ritter ihre Burg verwahrt hatten. Man hoffte im Jahr 1786 noch Alterthümer hier zu finden, und fing an mit Erlaubniß der Kurfürstl. Regierung zu graben; allein ausser einer Grabstäte von besonderer Art ward nichts gefunden. Sie war nach der Gestalt eines menschlichen Körpers, mit einer oben um den Kopf runden am Halse eingebogenen Mauer eingefaßt, mit einem 8 Schuhe langen und 4 Schuhe breiten Leichensandstein bedeckt, welcher oben auf fein polirt, aber mit gar keiner Figur oder Schrift bezeichnet war. In der Stäte selbst lagen noch starke Knochen vom menschlichen Körper. Auch hat man ein verrostetes Schlüsselchen von einer besondern Form gefunden, welches die Regierung nach Mainz in die Antiquitätenkammer schickt hat.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nebst den Herren von Kircberg haben auch die von Worbes, von Tastungen und von Winzingerode Güter in Kirchberg besessen. Die ersten verkauften im J. 1362 dem Stifte zu Heiligenstadt ihre jährliche Gülte von 5 Hufen Landes zu Kirchberg, und von letztern sind die Bürger Jagemann zu Heiligenstadt schon im fünfzehnten Jahrhundert mit 1 ½ Hufen in Kirchberg belehnt gewesen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Seit 1752 sind um den Berg herum die sogenannten Stationen unsers leidenden Heilands, durch freywillige Beysteuer frommer Bürger aus Dingelstädt errichtet worden. Die Absicht der Stifter, die Augen und das Herz ihrer Mitchristen auf die Geschichte des leidenden und sterbenden Jesu zu lenken, wird vollkommen erreicht, indem immer Leute aus den benachbarten Dörfern dahin kommen, eine Station nach der andern besuchen und bey jeder ihre Betrachtung und Dankgebet anstellen. Gewiß eine reinere Quelle des Trostes und der Stärkung für den armen Landmann, als andere an Sonn- und Feyertagen Nachmittags, in den Wirthshäusern suchen."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Johann Wolf: „Denkwürdigkeiten des Marktfleckens Dingelstädt im Harzdepartement, District Heiligenstadt“ - Bild: Kerbscher Berg © www.heiligenstadt.net</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 22:26:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B7E"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands war bereits 1903 begründet worden; sie konnte es als Erfolg werten, daß ihr 1904 der erste Kongreß des Weltbundes der Krankenpflegerinnen, der 1899 in England entstanden war, zur Durchführung übertragen wurde. Die Schwesterntracht - ursprünglich Zeichen der konfessionell gebundenen Pflegerinnen - wurde fortan zum Tätigkeitssymbol auch der freiberuflich tätigen Schwestern. Unter den neuen Gegebenheiten von Aufsicht und Pflege wurden nun aber im Krankenhausbetrieb völlig veränderte Normen der Betreuung zur Regel. In der bereits zitierten Nachbetrachtung heißt es diesbezüglich:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Der Arzt verlor den Patienten als Person immer mehr aus dem Blick und zog sich selbst als Person immer mehr aus dem Verhältnis zum Patienten zurück. Zu Hilfe kam ihm dabei der Aufschwung, den die Krankenpflege genommen hatte ... Die ,Bedienung' des Patienten, so umschrieben die Ärzte noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts ganz selbstverständlich ihre Tätigkeit, wurde abgetreten an die Schwester, die ihren Pflegeberuf als Dienst am Nächsten auffaßte. Die starke Stellung, die die Schwester in ihrem Krankenhaus hatte, machte diese Arbeitsteilung im Krankenhaus - der Arzt für das medizinisch-fachliche, die Schwester für das pflegerisch-menschliche zuständig - zu einer echten Partnerschaft. Von nun an verzahnen sich die Geschichte der Pflege und die Geschichte der Medizin immer enger. Aus der ,Bewahranstalt' des Absolutismus, aus der ,caritativen Anstalt' der Kirche wird die medizinische Einrichtung: Krankenhaus.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Anästhesie und Hygiene, Sterilisierungs- und Röntgentechnik machten für Chirurgie und Geburtshilfe die Klinik zur unersetzbaren Arbeitsstätte. Der Fortschritt der Medizin fand von nun an im Krankenhaus statt.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Wolfram Kaiser: „Heilkunde auf dem Eichsfeld“ (Kranken- Heil- und Pflegeanstalt der Provinzen Sachsen 1929) - Bild: Krankenhaus Worbis</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 22:09:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Gerichtsherren - Beschaffenheit des Gerichts in Dingelstädt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B7D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Nun fragt sich, in wessen Namen und für welche Oerter man das Gericht zu Dingelstädt gehalten habe. Die Geschichte der Grafen von Tonna auch Gleichen genannt belehrt uns, daß diese Herren schon vor der Mitte des zwölften Jahrhunderts das Eichsfeld mit den Schlössern Birkenstein, Gleichenstein und Scharfenstein besessen haben. Ein jedes Schloß hatte einen eignen Vogt, der über die in seinem Amtsbezirk gelegenen Dörfer und Höfe die Gerichtsbarkeit ausübte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">An Gleichenstein gehörten: Dingelstädt, Kirchberg, Kefferhausen, Wachstädt, Küllstädt, Effelder, Buttstädt, Annrode, Bickenriede, Helmsdorf, Silberhausen, Zelle und Beverstädt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dagegen gehörten die an Dingelstädt grenzenden 2 Dörfer Undankshausen und Hohküle nach Scharfenstein, welches daraus erhellet, daß Graf Heinrich von Gleichenstein die in beyden Dörfern gelegenen Güter des Klosters Reifenstein seinem Vogte auf Scharfenstein entzog und sie dem Gleichensteinischen unterwarf.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Grafen von Gleichen ließen alle Jahr dreymahl, wie es auch in andern Provinzen gebräuchlich war, ein Landgericht zu Dingelstädt halten, wobey alle Dörfer des Schlosses Gleichenstein bey Strafe erscheinen mußten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Daß es ein Landgericht war gibt der lateinische Ausdruck: plebiscitum, commune plebiscitum zu erkennen. Darunter verstehen die Gelehrten ein Landgericht, weil auch das Landvolk in manchen Fällen das Urtheil mitsprach. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf das Dingelstädtische Landgericht zielte ohne Zweifel Graf Albrecht von Gleichenstein, da er im J. 1280 das Dorf Effelder mit Vorbehalt der peinlichen Gerichtsbarkeit, an das Kloster Zelle verkaufte, und von der Civil-Gerichtsbarkeit befreyete mit dem Beysatz: die Ortseinwohner brauchten fernerhin nicht mehr bey dem Landgericht zu erscheinen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Unter den Kurfürsten von Mainz die das Eichsfeld 1294 von dem Grafen Heinrich von Gleichen kauften, scheint das Gericht zu Dingelstädt bis 1534 fortgedauert zu haben, in welchem Jahre der Kurfürst Albrecht eine Reform der Schöppengerichte bestehend aus 17 Artikeln vornahm, und jährlich 3 hohe Gerichte und 3 nahe Gerichte, 14 Tage nach dem hohen Gerichte festsetzte. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Westergericht zu Duderstadt wurde auch Landgericht genannt. Daher mussten nicht nur die Ratsdörfer, sondern auch die Leute aus dem Westerhagenschen, Knorrischen und Teistungenburgischem Gerichte erscheinen."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Johann Wolf: „Denkwürdigkeiten des Marktfleckens Dingelstädt im Harz-Departement, District Heiligenstadt“ Reprint 1994 – Bild: Postkarte undatiert (um 1940?) – Blick vom Gymnasium in die Altstadt.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 04 Aug 2026 22:17:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Landesgartenschau: Straßenverkehrsordnung der DDR]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B8A"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die „StVO 77“ bezeichnet die am 26. Mai 1977 erlassene Straßenverkehrs-Ordnung der DDR, welche die Verkehrsregeln und Verkehrszeichen der DDR von 1977 bis zur Wiedervereinigung prägte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Erlassen wurde sie am 26. Mai 1977 im Gesetzblatt der DDR (vollständig verbindlich ab Mai 1979). Sie regelte das Verhalten im Straßenverkehr, Vorfahrtsregeln und Lichtzeichen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Wer die Prüfung bestehen wollte, musste dieses Buch fast auswendig lernen. Prüfungsfehler bei der Vorfahrt galten als durchgefallen. Man konnte die Prüfung ohne neuen Lehrgang nur dreimal wiederholen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Landesgartenschau Leinefelde Block 2026 </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 22:08:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Der erste Tote im preußisch-österreichischen Krieg 1866]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B7C"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Die Entscheidung im Kriege zwischen Preußen und Österreich um die Vorherrschaft in Deutschland konnte selbstverständlich nur auf dem österreichisch-preußischen Kriegsschauplatz fallen, während die anderen Kriegsschauplatze nur geringe Bedeutung für den Ausgang des Krieges hatten. Unser Eichsfeld sah den Durchmarsch der Hannoveraner, der am 21. Juni durch das Überschreiten der Grenze zwischen Bremke und Bischhagen angetreten wurde. Die Hannoveraner wollten erst die Straße bis Heiligenstadt benutzen, dann in zwei Kolonnen über Mühlhausen und Wanfried nach Eisenach marschieren, um sich mit den Bayern zu vereinigen. Am 21. Juni, morgens um 4 Uhr, begann der Abmarsch der Armee aus Göttingen. Der blinde König Georg V. und der Kronprinz begleiteten die Armee. Beim letzten Dorfe seines Königreiches, Bremke, wurden der König und seine Armee durch den dortigen Pastor Herminghausen mit einem Segensspruche gesegnet. Beim Gut Vogelsang wurde die Grenze überschritten. Die Hannoveraner sangen vergnügt: „O Hannes, wat‘n Hoat!“, doch verstummte die gemütliche Stimmung bald. Auf dem Marsche durch das Eichsfeld hatten die Truppen unter sengender Glut und vielem Staub zu leiden. Die preußischen Eichsfelder kamen den Truppen freundlich entgegen, erquickten sie mit Speise und Trank. Die Patrouillen der Hannoveraner stießen bald auf preußische Vorhuten. Plötzlich waren ihnen zwischen Witzenhausen und Hohengandern, beim Schlosse Arenstein, 12 Mann des 2 rheinischen Husaren-Regiments Nr. 9 unter Leutnant v. Houten gegenüber. Im Moment des Zusammenstoßes traf der hannoversche Rittmeister und Schwadronchef v. d. Wense ein und ritt zwei rheinische Husaren mit dem lauten Zurufe: „Schlagt die Kerle auf die Köpfe!“ über den Haufen, stürzte aber selbst dabei mit seinem Pferde kopfüber in den Straßengraben. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Er raffte sich schnell wieder auf, erhielt aber von einem der gestürzten Husaren, den er zur Ergebung aufgefordert hatte, einen Hieb über den Kopf, während er den Husaren an der Schulter schwer verwundete. Währenddessen hatte der Wachtmeister der hannoverschen Schwadron den preußischen Leutnant v. Houten angegriffen und ihm die Klinge aus der Hand geschlagen, musste aber jetzt seinem Rittmeister v. d Wense zu Hilfe kommen. Unterdessen hatte sich auch der zweite, vom Rittmeister v. d. Wense Niedergerittene, Husarengefreiter Schiffmann, wieder erhoben und seinen Karabiner auf den hannoverschen Rekruten Holti angeschlagen. Holti aber kam dem Angriff seines Gegners zuvor und hieb ihm mit seinem Säbel den Kopf glatt vom Rumpfe. Von den übrigen Preußen wurden 6, darunter 3 Verwundete, gefangengenommen, auch wurden 7 Pferde erbeutet. Leutnant v. Houten feuerte mehrere Schüsse aus seinem Revolver ab und dadurch gelang es ihm, nach Süden zu entkommen und Meldung über die Annäherung der Hannoveraner zu erstatten. Er erhielt dafür den „Roten Adlerorden“. Ein Fuhrmann aus Hohengandern brachte den gefallenen Peter Schiffmann nach Uder. Die Leiche wurde noch am selben Tage abends 7 Uhr mit militärischen Ehren und unter allgemeiner Beteiligung der Einwohner beerdigt. Er war der erste Tote dieses Krieges, in dem Deutsche gegen Deutsche kämpften. Das Sandsteindenkmal in Uder auf seinem Grabe möge uns mahnen, daß wir es nie mehr zu einem Kriege zwischen Deutschen kommen lassen dürfen.“ </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Walter Prochaska: „Eichsfelder Heimatbuch“ 1956 Rat der Stadt Heiligenstadt, B. Siebert – Bild: Detail einer Postkarte um 1920 aus dem Fundus Franz Bader © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 22:40:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Juden in Heiligenstadt im Jahre 1938]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B7B"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Als Grundlage für die Vertreibung bzw. Vernichtung der jüdischen Bürger in Heiligenstadt diente der Gestapo die "Erfassung der Juden und Mischlinge I. und II. Grades". Dabei wurden am 20. Juni 1938 in Heiligenstadt 32 Personen, die zu diesem Zeitpunkt noch in Heiligenstadt wohnten, und 10 Personen, die Heiligenstadt bereits verlassen hatten, erfasst.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach der Pogromnacht erfolgten nun Zwangsmaßnahmen, wie die "Arisierung von Geschäften", und die "Löschung im Gewerbeverzeichnis". Anschuldigungen durch gekaufte Zeugen führten oft zu Gerichtsurteilen zu Ungunsten der Juden. Normale Auslandsgeschäfte wurden als "Devisenvergehen" ausgelegt. Am 3. Juli 1938 brach in Heiligenstadt eine "Volksempörung" aus, an der sich 100 Personen beteiligten (genannt waren ein- bis zweitausend). Gerichtet war sie gegen den Juden Erwin Hildesheimer und den Geschäftsmann Eduard König. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Kasseler Tor 19 ehemals Wohnhaus der Familie Hildesheimer 1988 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 22:26:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus der Statistik des Eichsfeldes 1819]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B82"><div><span class="fs11lh1-5">Im Jahre 1819 sind von Katholiken in dem Kreise</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">(Kreis - geboren – darunter uneheliche – getraut – gestorben)</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Heiligenstadt </span><span class="fs10lh1-5">- </span><span class="fs11lh1-5">1054 – 42 – 280 – 864</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Worbis – 855 – 34 – 189 – 591</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Mühlhausen – 439 – 82 – 110 – 335</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Nordhausen – 36 – 4 – 14 – 38 </span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Zusammen: 2384 - 162 - 593 - 1828</b></span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Mithin kommt im Kreise Heiligenstadt auf 25 Kinder ein uneheliches und überhaupt auf 14 Kinder ein uneheliches.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5"><b>Bemerkungen:</b></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Zum Eichsfeld gehörten und gehören teilweise Orte in den genannten benachbarten Landkreisen Mühlhausen und Nordhausen. </span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Quelle und Bild: Ober-Eichsfelder Kreis-Anzeiger 1820</span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 22:44:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Inneres Brühler Tor am Erfurter Theaterplatz]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Erfurt"><![CDATA[Erfurt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B7A"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Erfurt blickt auf eine lange, strategisch bedeutende Geschichte zurück: Gelegen am Schnittpunkt wichtiger Handelsrouten wie der Via Regia, wurde die Stadt 742 von Missionserzbischof Bonifatius erstmals offiziell als „Erphesfurt“ erwähnt. Gleichzeitig gründete er das Bistum Erfurt, das jedoch schon 755 im Bistum Mainz aufging. Unter den Karolingern und Ottonen diente die Stadt als Königspfalz, bevor ab dem Jahr 1000 die Mainzer Erzbischöfe auch die weltliche Macht übernahmen. Parallelen finden wir in Heiligenstadt, wo ebenfalls eine Königspfalz bestand und sie in den Besitz des Erzbistums Mainz überging.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Um Erfurt vor den Thüringer Landgrafen zu schützen, ließ das Erzbistum Mainz 1066 die erste innere Stadtmauer errichten – Reste dieser Befestigung aus dem 11. Jahrhundert sind heute noch am Brühler Garten zu sehen. Nach der Zerstörung durch Landgraf Ludwig II. im Jahr 1165 wurde die Mauer bis 1168 verstärkt wieder aufgebaut. Da die Stadt im 13. Jahrhundert stark wuchs, bezog ein neuer, äußerer Befestigungsring auch die entstandenen Vorstädte mit ein. Verwaltet wurde Erfurt in dieser Zeit von erzbischöflichen Vizedoms, wobei dieses Amt ab der Mitte des 13. Jahrhunderts über Generationen in den Händen der Familie Vitzthum lag.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Erfurt war übrigens eine der am stärksten befestigten Städte Deutschlands. Die Anlage schützte die reiche Handelsstadt ab dem Mittelalter. Sie bestand aus zwei dicken Mauerringen, 16 Wehrtürmen und zwei Zitadellen. Dadurch galt die Stadt als extrem sicher und uneinnehmbar.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Inneres Brühler Tor auf dem Theaterplatz Erfurt 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 22:26:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Über Spinnstubenabende in Effelder]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B79"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am 15. Mai 1838 berichtete der Schulze Lange aus Effelder an den Landrat des Kreises Mühlhausen: </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„In hiesiger Gemeinde sind zwar die Spinnstuben nicht mehr bedeutend, jedoch finden sich aber einige verschiedene Gesellschaften, welche sich im Winter jeden Abend in einer gewissen Wohnung zusammengesellen... Die erste Sittenverderbnis bei dem Zusammenkommen beiderlei Geschlechts ist Genuß von Speisen und Trank, wo die Burschen den Branntwein, die Mädchen dagegen den Speisengenuß besorgen... </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Zusammenkunft in den Spinnstuben gibt alsdann Anlaß zur Schwelgerei, Betrügerei gegen die Eltern, um die Mittel zur Speise sowie des Trunkes aufzubringen, alsdann werden Untugenden in Ausübung gestellt.... Unordnung auf den Straßen, überhaupt alle Sittenverderblichkeit, welche die Unmäßigkeit und Wollust mit sich führt, werden bei solchen Gelegenheiten in Ausübung gebracht...“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Prochaska/Gerlach/Polzin/Hummel: „Eichsfeld – Historie-Heimat-Humor“ 1991 – Bild: Spinnradvorführung im Eichsfeldmuseum 2012 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 22:33:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Konrad-Martin-Kreuz]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B78"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5"><b>Konrad-Martin-Kreuz</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><br></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">„Hoch überm Friedatale,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Von steiler Felsenwand,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Ein Kreuz vom Hülfensberge</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Schaut weit ins Eichsfeldland.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5"><br></i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Das Kreuz, es steht dort oben,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">So mächtig, hoch umher.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Und nur der Himmelsbogen,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Der wölbt sich drüber her.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5"><br></i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Eichsfelder in der Heimat,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Eichsfelder in der Welt,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Die haben zur Erinnerung</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">Das Kreuz dort aufgestellt.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs12lh1-5">…“</i></div><div><br></div><div>Quelle: https://eichsfeld-archiv.de/dokument/Das_Konrad-Martin-Kreuz_auf_dem_H%C3%BClfensberge – Bild: Konrad-Martin-Kreuz auf dem Hülfensberg 2023 bearbeitet © Thomas Schuster Heiligenstadt</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 22:25:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Schauspielerin gab Nähunterricht]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B77"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Wenn man bedenkt, daß Heiligenstadt vor rund 140 Jahren (um 1820) nur ein Drittel der Einwohner von heute hatte, so muß es doch nachdenklich machen, daß sich schon damals während des Winters Theatergesellschaften wochenlang hier halten konnten. Wie die meisten Darsteller Nebenverdienste suchten, gab die Schauspielerin C. Müller jungen Frauen der Stadt in täglichen Stunden Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten, nämlich im Weißnähen, im Plattstich, Stickerei jeglicher Art, im Häkeln, Handschuhmachen, im französischen Stiefelstricken und anderen Modearbeiten.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1983 – Autor unbekannt – Bild: KI</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 22:46:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Erfurt „Stadt der 77 Kirchen“]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Erfurt"><![CDATA[Erfurt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B76"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die thüringische Landeshauptstadt Erfurt ist die ostdeutsche Stadt mit den meisten Kirchen. Allein in der historischen Altstadt prägen über 20 Kirchen und Kapellen sowie fünf freistehende Türme ehemaliger Gotteshäuser das Stadtbild. Wegen dieser hohen Dichte an Sakralbauten wird die Stadt bis heute als „Thüringisches Rom“ oder „Stadt der Kirchen und Türme" bezeichnet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das erweiterte Stadtgebiet von Erfurt besitzt insgesamt 77 Kirchen. Rund 24 bis 50 dieser Gotteshäuser (einschließlich ehemaliger Dorfkirchen und Kapellen) werden heute noch aktiv für Gottesdienste oder als Kulturdenkmäler genutzt. Aufgrund dieser hohen Dichte wird die Landeshauptstadt Thüringens auch oft als die „Stadt der 77 Kirchen“ bezeichnet. Zu den bekanntesten und architektonisch bedeutendsten Sakralbauten, die das berühmte Stadtbild prägen, gehören unter anderem der Erfurter Dom, die danebenliegenden St. Severi, die Kaufmannskirche, die Ägidienkirche und das Augustinerkloster.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: https://erfurt-web.de/%C3%9Cbersicht_Kirchen_Erfurt - Bild: Blick vom Petersberg 2020 © Thomas Schuster</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 22:26:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Herren oder Edelherren von Kirchberg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B74"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nirgends im Eichsfeld ist der Familienname „Kirchberg“ so oft vertreten wie in Dingelstädt und Umgebung. Wir wissen ja aus meiner vorherigen Geschichte(n), dass der Kirchberg der heutige Kerbsche Berg war und hier eine Siedlung bestand.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Vermutlich nannten sich viele Familien nach dem Ort. Vereinzelt wurden auch uneheliche Kinder der Ritter nach ihnen benannt. Das „von“ wurde weggelassen – ihre Mutter gehörte nicht dem Adel an. Das „von“ ist in Adelstitel nicht notwendig, in Österreich zum Beispiel wurde der Adel und das „von“ 1919 abgeschafft. Das Geschlecht der Kirchberger erlosch schon 1464.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Das adliche Geschlecht von Kirchberg, eins der ältesten und reichsten auf dem Eichsfelde hat zu Kirchberg gewohnt, und in der ganzen Nachbarschaft ansehnliche Guter, theils eigne, theils lehnbare besessen. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ditmar von Kirchberg ist der erste, dessen Name uns das Peterskloster aufbewahrt hat, welchem er im J. 1134. 2 ½ Hufe in Wachstedt, 2 in Kirchberg, 3 in Hirschwinkel und 3 in Kule schenkte, mit der Anordnung, daß seine leibeigene Magd Irmengard, ihr Sohn Ruker und ihre zwei Töchter Bilibilt und Irmentrut als künftige Ministerialen des Klosters mit erwähnten Gütern und den dazu gehörige Leibeigenen belehnt werden sollten. Ditmar hatte 3 Bruderssöhne: </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Hermann, Folrat und Hertac</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die zwey letztern ließen sich als Conversen im Peterskloster bey Erfurt einkleiden, weshalb sie demselben im Jahr 1146, 27 Hufen Landes, wovon 2 im Erzwinkel (Hirschwinkel) 2 in Kirchberg, 1 in Kefferhausen, die übrigen in Bickenriede, Günzerode, Heuten und Escherichsrode lagen, verehrten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Henrich von Kirchberg Ritter erscheint in der Stiftungsurkunde des Klosters Reifenstein von dem Grafen Ernst von Tonna 1162 als Zeuge. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Werner und Henrich von Kirchberg Brüder waren mit zugegen, da Guda, Witwe des Grafen Ernstens von Tonna dem Kloster Reifenstein, die Güter Hermannshagen und Berengershagen 1191 übergab.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Henrich von Kirchberg war 1288 Burgmann auf dem Schlosse Gleichenstein, in Diensten des Grafen Albrechts von Gleichen. Damals lebte auch Hartung von Kirchberg, der in demselben Jahre als Zeuge, eine Schrift Wichers von Bodenstein besiegelte. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Otto von Kirchberg, Burgmann auf dem Gleichenstein kommt seit 1312 bis 1339 in Reifensteinischen noch ungedruckten Urkunden mehrmals vor. Er hatte 2 Brüder Hartmann und Eckard, die auf erwähntem Schlosse ebenfalls Burgmänner waren. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Seine Söhne hießen:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Conrad, der sich aber von seinem Sitze Fromederode schrieb, und Vogt auf dem Gleichenstein war, und Eckard.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Jan und Eckard von Kirchberg Vater und Sohn lebten 1365. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Henrich von Kirchberg war 1394 Propst im Kloster Zelle. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Legat von Kirchberg gab 1429 ein Zeugnis den Hülfensberg betreffend ab.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Henrich von Kirchberg stellte 1444 einen Revers an den Kurfürsten von Mainz aus, vermuthlich über seine Mainzische Lehen. Mit ihm ist das Kirchbergische Geschlecht 1464 ausgestorben, denn noch in demselben Jahre sind Henrich von Bodungen 3 Kirchbergische Burglehen auf dem Schlosse Gleichenstein und die übrigen Lehengüter von dem Erzbischof Adolf ertheilt worden.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quellen: Eigene Aufzeichnungen, Johann Wolf: „Denkwürdigkeiten Dingelstädt“ – Bild: Reifenstein um 1950 von der Alten Burg aus gesehen mit Siegel Hartwig von Kirchberg. Ganz links stand die Burg Birkenstein, die zusammen mit Gleichen- und Scharfenstein genannt wurde.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 22:22:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Julius Ephraim Günther: Der Pflüger]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B81"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5"><b>Der Pflüger</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Ein heilig Land, der teuern Heimat Boden,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>des Fleißes wert, hier Früchte anzubaun!</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Es gilt zu ackern, Unkraut auszuroden,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>in Sturm und Wind den Himmlischen vertraun.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Der Pflüger kennt die Scholle, liebt die Erde,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>die unter feinen Händen ist gediehn.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Auf, zollt der Heimat, daß uns Segen werde,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>schirmt seine Kraft, laßt ihn die Furche ziehn!</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Julius Ephraim Günther</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><br></div><div data-text-align="start" style="text-align: start;">Bild: KI nach meinen Vorgaben</div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 22:05:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Stalking-Annonce 1820]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6C"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">(Warnung.) Ich bringe, als Ernährer meiner Familie, die während meines Aufenthaltes zu Heiligenstadt wiederholte Bitte, mich und die Mitglieder meiner Familie mit Besuchen zu verschonen, zum letztenmal in Erinnerung. Vorzüglich meine ich ein gewisses und allgemein bekanntes Frauenzimmer M. S. . . . ., und eine in der Nähe wohnende Familie. Beachten sie diese Erinnerung nicht, so sehe ich mich genöthigt, nicht nur die Uebertreter in den folgenden Blättern des Kreis-Anzeigers namentlich zu benennen, und meine Ursachen zu diesem Verfahren öffentlich bekannt zu machen, sondern auch bei ihren Behörden auf ihre Bestrafung anzutragen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Erfurt, den 17ten July 1820. Der ehemalige Cassenschreiber Bosold.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Ober-Eichsfelder Kreis-Anzeiger 1820 – Bild: Schloss 1900 Walter Rassow </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 22:34:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Getäuschte Erwartung - 1820]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B73"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mit gespannter Erwartung nahmen wir das Blatt zur Hand, welches den Aufsatz über die Verschiedenheit der Uhren in einer Stadt enthielt, in der zuversichtlichen Hoffnung, daß endlich jemand hinter das große Geheimniß gekommen, diesem Nebel abzuhelfen und sich durch Mittheilung desselben um unsere Stadt verdient machen wolle. Aber wir lernten aus dem ganzen Aufsatze nichts – als daß man die Zeit von der Taschenuhr abliest; (soll abließt heißen, so wie weiter unten beweist) daß es eine Sonnenlästerung giebt: daß die Stunde 60 Minuten und jede Minute 60 Sekunden und jede Sekunde beiläufig 3 Augenblicke hat; daß man Sternwarten baut, damit gelehrte Männer (als ob die Astronomen die einzigen Gelehrten wären!) die Zeit vom Himmel auf die Erde herabholen; (das klingt noch viel fabelhafter, als wenn Prometheus das Feuer herabholt!) daß man viel leichter erfahren kann, wie viel Uhren in einer Stadt sind, als wie viel Uhr es ist; (was wir beiläufig bezweifeln, da hier von allen möglichen Uhren die Rede ist!) und nachdem wir uns durch die vielfachen Schaden, den die Gerichte, die Schüler und Schulen, die Posten und Staffeten, (soll wohl Staffetten heißen) oder vielmehr die Reisenden und die armen, oder vielmehr die reichen Herrn leiden, die Taglöhner brauchen, hindurchgearbeitet hatten, und uns bei der mathematischen Genauigkeit in der Angabe der Minuten, Sekunden und beiläufigen Augenblicke und bei der erschütternden Frage: wer hat den Schaden? unwillkührlich das „ex ungue leonem“ eingefallen, (L.) gelangten wir endlich auf der folgenden Seite zu dem großen Resultate: daß, wenn man alle Uhren in der Stadt richtig stellt und große Sorgfalt trägt, daß sie die hiesige Zeit richtig angeben – alle Uhren richtig gehn, und daß man Zeit gewinnt, wenn man weniger Zeit verliert; an allem diesen wird gewiß Niemand zweifeln! O. s. t.                         </span></div><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">G. E.</span></div></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Anmerkungen zur Transkription:</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Text enthält einige zeittypische Schreibweisen sowie bewusste ironische Seitenhiebe des Autors auf Druckfehler oder Formulierungen des ursprünglichen Aufsatzes (z. B. die Anmerkungen in Klammern wie „soll abließt heißen“ oder „soll wohl Staffetten heißen“). Die lateinische Redewendung „ex ungue leonem“ bedeutet übersetzt „an der Klaue erkennt man den Löwen“ (man kann das Ganze aus einem kleinen Teil beurteilen).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Obereichsfelder Kreisanzeiger 1820 – Bild: © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 22:56:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gesetzverkündung im Jahre 1820]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B80"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Heiligenstadt, den 29sten Januar 1820.</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Gesetzgebung. </b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Das in Berlin unterm 20sten Januar ausgegebene 2te Stück der diesjährigen Gesetzsammlung enthält unter </span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 577. die Verordnung wegen der künftigen Behandlung des gesammten Staatsschulden Wesens nebst dem Etat für die Staatsschulden-Verzinsung und Tilgung;</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 578. die Verordnung wegen Aufhebung des bisher unter der Benennung: „Churmärkische Landschaft“ bestandenen Credit-Instituts des Staats und der Ritterschaft und Städte in den Marken;</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 579. die Allerhöchste Kabinetsordre an das Staats=Ministerium, den Staatshaushalt und das Staatsschulden=Wesen, desgleichen</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 580. die nähere Verbindung der General-Kontrolle mit dem Staats-Ministerio betreffend;</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 581. die Allerhöchste Kabinetsordre, die künftigen Verhältnisse der Generals-Direktion der Seehandlungs-Sozietät betreffend, und</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nro. 582. die Verordnung, wegen Gleichstellung des Salz-Verkaufspreises auf den Salz-Niederlagen der Monarchie. Sämtlich vom 27sten d. M.</span></div><div><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs11lh1-5">Quelle: Ober = Eichsfelder Kreis = Anzeiger Nro 5.</span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 22:36:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Kapelle St. Mater Dolorosa]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B71"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im St. Vincenz Krankenhaus im Kath. Eichsfeld Klinikum gGmbH, befindet sich eine schöne Kapelle. Der Zugang erfolgt von außen oder von der Station 1.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Kapelle wurde 1912 auf dem Gelände des seit 1845 bestehenden Krankenhauses errichtet. Sie ersetzte einen kleineren Vorgängerbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, der an anderer Stelle abgebrochen worden war. Der romanisierende, dreiachsige Saalbau zeichnet sich außen durch Lisenen (Mauerblenden), flache Strebepfeiler, einen Klammerfries am Langhausgiebel und hohe, dreibahnige Rundbogenfenster aus. An das Kirchenschiff schließt sich ein schmaler, eingezogener Polygonalchor mit Nebenanbauten aus; der Glockenturm mit markanter doppelter Laterne steht leicht abseits. Im Inneren ist der Saal von einem tonnengewölbten und durch Gurtbögen gegliederten Raum geprägt, während den Altarraum ein Kreuzgratgewölbe überspannt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Über dem Chorbogen befinden sich ein Fresko (um 1912) und ein Flachrelief der Heiligsten Trinität sowie der hl. Barbara und Margareta – Fragmente einer ursprünglich figurenreichen Darstellung der Vierzehn Nothelfer. Die Pietà ist eine Holzplastik aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der Kreuzweg eine Schnitzarbeit aus Oberammergau (1933).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Marienstatue ist eine Kopie nach einem Original des 15. Jahrhunderts (Ende 20. Jh.). Das Schönste in der Kapelle sind die Bleiglasfenster (1912), sie stammen aus der renommierten Werkstatt Schneiders &amp; Schmolz (Köln) mit gotisierenden Szenen aus der Kindheitsgeschichte Jesu.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und „Kirchen des Eichsfeldes“ – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 22:48:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[1150 Jahrfeier in Weißenborn]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6F"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Weißenborn liegt im Nordosten des Eichsfeldes in einem Talkessel an der oberen Geroder Eller, umgeben vom Winkelberg (Ohmgebirge) im Süden sowie dem Iberg und Tellenberg im Norden. Zum Ort gehört auch der Ortsteil Gerode mit seinem ehemaligen Benediktinerkloster. Der Name leitet sich vermutlich von einer „weißen“, also klaren Quelle (Born) ab.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Weißenborn wird erstmals 874 urkundlich als Wizzanbrunno im „Fuldaer Summarium“ erwähnt. König Ludwig der Deutsche bestätigte darin Steuerzahlungen (den Zehnten) thüringischer Orte an das Kloster Fulda. Damals gehörte die Region zum historischen Gau „Ohmfeld“ (Onefeld). 1124 wird das Nachbardorf Lüderode erstmals als Luidenrode im Zuge der Gründung des Klosters Gerode erwähnt. Es besaß sogar das Marktrecht.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die beiden Orte rücken 1291 kirchlich zusammen: Die Kirche in Lüderode und die Kapelle in Weißenborn werden dem Kloster Gerode unterstellt. Obwohl sie dicht beieinanderlagen, blieben sie jahrhundertelang eigenständig mit jeweils eigener Verwaltung, Kirche und Schule. Dabei entwickelte sich Lüderode eher bäuerlich, während in Weißenborn das Gewerbe überwog.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bis 1802 gehörten die Klosterdörfer zum geistlichen Kurfürstentum Mainz. Danach wurden sie preußisch, gehörten kurzzeitig zum französischen Königreich Westphalen und von 1815 bis 1945 zur preußischen Provinz Sachsen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Oktober 1928 werden die beiden Dörfer Weißenborn (damals ca. 1.200 Einwohner) und Lüderode (ca. 700 Einwohner) zusammen mit den Gutsbezirken Gerode zur neuen Gemeinde Weißenborn-Lüderode vereint. Von 1961 bis 1989 war das Leben im Ort stark durch die Lage im Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze geprägt. Seit 1990 gehört der Ort zum Bundesland Thüringen. 2011 schloss sich Weißenborn-Lüderode mit sieben Nachbargemeinden zur heutigen Landgemeinde Sonnenstein zusammen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach der urkundlichen Ersterwähnung ist Weißenborn schon 1152 Jahre alt. Bekanntester Bewohner ist Hermann Eicke, der Heiligabend 1837 in Weißenborn geboren wurde. Er meldete um 1890 das erste Patent für eine Kaffeemaschine an.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs14lh1-5"><b>Vortrag</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5">1150 Jahre Weißenborn - Tag der Geschichte mit Vorträgen zur Ortsgeschichte</span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Termin: Donnerstag, 27. August 2026, 19 Uhr</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><b>Ort: Gemeindesaal in Weißenborn-Lüderode, Bahnhofstraße 12</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Einladung VEH Peter Anhalt – Bild: Postkarte</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 22:28:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Minen- und Horchgänge in der Zitadelle Petersberg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B70"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das absolute Highlight auf der Zitadelle Petersberg sind die unterirdischen Minengänge (Horchgänge) in den Festungsmauern. Diese können ausschließlich im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Besonders beliebt ist die "Funzelführung", bei der man die Gänge abends im Schein von Taschenlampen erkundet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die sogenannten "Geheimgänge" (historisch Horchgänge) der Zitadelle Petersberg in Erfurt wurden im 17. und 18. Jahrhundert als militärisches Frühwarnsystem angelegt. Sie dienten dazu, feindliche Tunnelgräber rechtzeitig zu entdecken und zu sprengen, bevor diese die Festungsmauern untergraben konnten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das weit verzweigte, kilometerlange unterirdische Stollensystem wurde ab 1665 unter dem Mainzer Erzbischof Johann Philipp von Schönborn errichtet. Die bis zu 2 Meter hohen Gänge verlaufen tief unter den Festungsmauern und Bastionen. Wachsoldaten patrouillierten dort regelmäßig im Dunkeln, um durch das Gestein hindurch zu lauschen, ob ein Feind sich heimlich von unten durch die Erde grub. Wurde ein feindlicher Stollen geortet, konnten die Verteidiger gezielt Gegenminen zünden, um den gegnerischen Tunnel einstürzen zu lassen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der militärische Sperrbezirk des Petersbergs war für normale Bürger jahrhundertelang tabu. Dies, kombiniert mit der unheimlichen Dunkelheit unter der Erde, befeuerte die Fantasie der Erfurter und brachte zahlreiche Sagen über geheime Fluchtwege in die Stadt hervor. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Teile der Gänge durch preußische Truppen, im Zweiten Weltkrieg, und später in der DDR durch die Staatssicherheit teilweise umgenutzt oder als Luftschutzräume angepasst.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Geheime Gänge</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Bei vielen Burgen, Schlössern und Festungen gibt es Erzählungen über unterirdische Geheimgänge. Im Falle einer Belagerung wäre es gut, sich durch einen Geheimgang ungesehen absetzen zu können. Allerdings könnten durch die Gänge auch die Angreifer leicht in die Festung gelangen. Gibt es nun wirklich solche Geheimgänge vom Petersberg in die Stadt? Tatsächlich gibt es Horchgänge im Fuß der Festungsmauern, dort lauschten Soldaten auf Grabgeräusche von außen, denn niemand sollte unbemerkt eine Sprengladung unter der Mauer platzieren können. Außerdem gab es rings um die Kernfestung sogenannte „gedeckte Gräben“. Einer verband sogar die Zitadelle Petersberg mit der Cyriaksburg. Und nicht zuletzt suchten im 2. Weltkrieg viele Erfurter in den Horchgängen der Zitadelle Schutz vor Bombenangriffen. Spätestens seitdem wurde der Mythos von den geheimen Gängen von Generation zu Generation weitergegeben.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Wikipedia Erfurt, Informationstafel Petersberg – Bild: © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 22:35:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Schuleröffnung 1820 in Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6B"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">(Eröffnung der hiesigen Stadtschule.) Mit Bezug auf unsere
Bekanntmachung vom 3ten v. M. (Kreis-Anzeiger No. 19.) benachrichtigen wir die
Eltern und Vormünder dahier, daß die neu errichtete Stadtschule, welche am
1sten d. M. eingetretener Hindernisse wegen, nicht eröffnet werden konnte, am
künftigen Montage den 10ten July c. ihren Anfang nehmen wird; und laden sie
wiederholt ein, ihre Kinder, welche das siebente Jahr erreicht haben und
dadurch schulpflichtig geworden sind, fleißig in diese Schule zu schicken.
Uebrigens können auch Kinder, welche das 6te Jahr erreicht haben, und daher
schulfähig geworden sind, in diese neue Lehranstalt aufgenommen werden, was wir
zu Berichtigung eines in unsere vorige Bekanntmachung eingeschlichenen
Schreibfehlers hiermit noch nachträglich anmerken.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Heiligenstadt, den 28sten Juny, 1820.</span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"> </span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Die Schul = Commission.</span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Lorenz. Schlosser.</span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Obereichsfelder Kreisanzeiger 1820</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 22:21:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Leonhardskirche auf dem Petersberg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B69"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Südlich der Peterskirche stand bis zu ihrer Zerstörung 1945 die romanische Leonhardskirche, eine 1185 erstmals genannte Pfarrkirche, deren Sprengel sich am Hang des Petersberges erstreckte. Im Zuge des Festungsbaus wurde sie zu einem Zeughaus umgebaut. Östlich und südlich der Peterskirche erstreckte sich der Kirchhof. Auf ihn weist eine Pestinschrift von 1382 hin, nach der 195 Tote in einem Massengrab beigesetzt wurden.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Leonhardskirche wurde ab 1172 erbaut, und 1185 wurde der Altar geweiht, weshalb von einer Fertigstellung der Kirche zu diesem Zeitpunkt ausgegangen werden kann. 1290 wurden an der romanischen Kirche gotische Umbauten an den Fenstern vorgenommen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Als im 17. Jahrhundert die Zitadelle Petersberg als barocke Stadtfestung aufgebaut wurde, wurde die Kirche nicht mehr als solche genutzt. Man baute sie 1677 zum Zeughaus um, wobei unter anderem die großen gotischen Fenster vermauert wurden. Die militärische Nutzung blieb bis 1945 bestehen. Damals wurde das Gebäude bei einem Bombenangriff zerstört.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">1996 wurde das Fundament der Kirche ergraben und sichtbar gemacht. Heute befindet sich unweit der Kirchenreste die nach dem Heiligen benannte Bastion Leonhard</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Informationstafel Museum, Wikipedia – Bild: Grundmauern 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 09:20:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Friedrich von Motz]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B68"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Heiligenstadt begegnet euch der Name „Motz“, wie die Gaststätte „Motz am Fluss“. Die aktuelle Werbung heißt: „Herr Motz flaniert durchs Eichsfeld.“ Aber wer war eigentlich der Herr Motz? Von 1803 bis 1807 war er Landrat im Eichsfeld.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Wikipedia erfahren wir etwas über seine Vita:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Friedrich Christian Adolf Motz, ab 1780 von Motz (* 18. November 1775 in Kassel; † 30. Juni 1830 in Berlin) war ein preußischer Staatsmann, preußischer Finanzminister, Oberpräsident der Provinz Sachsen und Regierungspräsident in Erfurt und Magdeburg.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">… Sein Ur-Urgroßvater, der Kriegsrat Johann Christian Motz, war Kommandant der Residenz und Festung Kassel. Sein Großvater war Christian Heinrich Motz (1687–1751), Herr auf Oberurff sowie hessischer Geheimer Rat und Regierungsvizekanzler in Kassel ...“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Sein Vater war der kurhessische Wirkliche Geheime Rat und Präsident des Oberappellationsgerichts (höchstes Rechtsprechungsorgan und letzte Berufungsinstanz) Justin Motz (1733–1813) und er wurde 1780 in den Reichsadelstand erhoben. Friedrich von Motz studierte von 1792 bis 1794 Rechtswissenschaften in Marburg und übernahm dann 1795 eine Funktion in preußischen Diensten als Auskultator (Zuhörer oder Beisitzer) in Halberstadt, wo er 1801 zum Landrat von Halberstadt ernannt wurde. Nach seiner Zeit als Landrat im Eichsfeld Anfang 1807 war Motz Leiter der direkten Steuern des Harz-Departements und Mitglied der Reichsversammlung im Königreich Westphalen. In der Zeit der napoleonischen Herrschaft war er von 1808 bis 1813 für das Königreich Westphalen als Direktor für Steuern in Heiligenstadt tätig. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„ … Nach der 1816 erfolgten Gründung des Regierungsbezirks Erfurt wurde Motz dessen Vizepräsident und 1818 erster Regierungspräsident. 1820 übernahm Motz, anfangs kommissarisch parallel zu seinem Erfurter Amt die Funktion als Regierungspräsident von Magdeburg und ab November 1824 definitiv, die Funktion des Oberpräsidenten der preußischen Provinz Sachsen in Magdeburg, die er bis 1825 innehatte. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Name „Motz“ ist mit der Anlage vieler Chausseen und der Förderung der regionalen Textilindustrie verbunden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… Am 1. Juli 1825 wurde er vom preußischen König zum Geheimen Staats- und Finanzminister ernannt und wechselte am 16. Juni 1825 von Magdeburg nach Berlin. Vor seinem Ableben wurde Motz 1826 zum 2. Chef der Staatsbuchhaltung und war ab 1828 Mitglied des 1817 gegründeten Preußischen Staatsrates.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zu seiner wesentlichsten Leistung im Amt des Finanzministers wurde die Vorbereitung der Gründung des Deutschen Zollvereins, deren Vollzug 1834 er nicht mehr erlebte. 1828 wurde eine Zollunion zwischen Preußen und Hessen-Darmstadt geschaffen und 1829 konnte Motz mit dem Süddeutschen Zollverein einen Exklusivvertrag über beidseitige Handelsprivilegien abschließen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Neben Heiligenstadt finden wir ihn noch in Vollenborn als Besitzer des Gutes. Er heiratete 1799 in Halberstadt Albertine von Hagen (1779–1852). Sie erbte die Güter Vollenborn und Rehungen und war die Tochter des Halberstädter Landrats Carl Ernst von Hagen (1749–1810) und der Gräfin Henriette von Schlitz genannt von Görtz.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Wikipedia – Bild: Werbung am Marktplatz und Rekonstruktion durch KI © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 22:59:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Der Ministerblick über Lindewerra]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B6D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der „Ministerblick“ ist ein markanter und geschichtsträchtiger Aussichtspunkt im Eichsfeld, der sich auf dem Höheberg direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze oberhalb des Stockmacherdorfs Lindewerra befindet. Seinen Namen verdankt der Punkt einem Staatsbesuch aus der DDR-Zeit im Jahr 1984. Damals traf sich der Verteidigungsminister der DDR, Heinz Hoffmann, an genau dieser Stelle mit seinem nordkoreanischen Amtskollegen. Ziel des Treffens war es, sich vor Ort anzusehen, wie Grenzbefestigungsanlagen in topographisch schwierigem und steilem Gelände konstruiert und überwacht werden. Im Volksmund etablierte sich daraufhin rasch die Bezeichnung „Ministerblick“ für diese Stelle im damaligen Sperrgebiet.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach der Wende wurde das ehemalige Grenzgebiet Teil des Grünen Bandes. Was einst ein Symbol der Teilung war, ist heute ein friedlicher Panoramablick. Vom Ministerblick aus schaut man hinab in das Werratal auf die Flussschleife bei Lindewerra und weit hinüber zu den hessischen Höhenzügen im benachbarten Geo-Naturpark Frau-Holle-Land sowie auf die Junkerkuppe.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahr 2022 wurde am Lindewerrablick ein kleiner, knapp 10 Meter hoher Aussichtsturm errichtet, um den Besuchern eine noch bessere Sicht über die Baumwipfel hinweg zu ermöglichen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Punkt liegt auf einer anspruchsvollen, geschichtsträchtigen Wanderroute, die sich ideal mit einem Besuch der nahegelegenen Teufelskanzel verbinden lässt. Zu erreichen ist er unter anderem über den ehemaligen Kolonnenweg, dessen typische Lochplattenwege noch heute als Relikte der Grenze sichtbar sind.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Ministerblick von Lindewerra aus gesehen 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 22:46:00 GMT</pubDate>
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