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		<title><![CDATA[Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt]]></title>
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		<description><![CDATA[Neuigkeiten aus Heiligenstadt, dem Eichsfeld und Umgebung!]]></description>
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			<title><![CDATA[Allerburg]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B23"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Burg Allerburg - auch Ellerburg genannt - ist die Ruine einer Höhenburg auf dem Allerberg bei Bockelnhagen im heutigen Landkreis Eichsfeld. Sie war nicht im Besitz der Mainzer Kurfürsten.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die heutigen Überreste gehen von einem Wiederaufbau eines Turmes und eines Wohngebäudes des Freiherrn August von Minnigerode im Jahre 1916 zurück. 1924 war der Bergfried fertiggestellt, das Gebäude wurde nie vollendet. 1944 stürzten Teile ein. Seitdem steht die Ruine verlassen auf dem Allerberg und erfreut die Besucher.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Detail Postkarte (bearbeitet) mit heutigem Zustand © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 22:57:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[St. Crucis in Erfurt steht zum Verkauf]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B2F"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Neuwerkskirche wurde erstmals im Jahr 1168 dokumentiert. Das spätromanische Gebäude befand sich in der Neustadt, die 1166 „auf dem neuen Werke“ gegründet wurde – daher stammt auch ihr Name. Die Kirche, ursprünglich dem Heiligen Kreuz (lat. sanctae crucis, daher Cruciskirche) gewidmet, gehörte zum Augustinerinnenkloster Neuwerkskloster. Seit 1285 diente sie als Pfarrkirche.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zwischen 1466 und 1473 wurde das heutige Kirchengebäude zunächst im Stil der Spätgotik errichtet und dann von 1731 bis 1735 im Barockstil umgestaltet. Am 25. September 1735 weihte Bischof Gudenus die neu gestaltete Kirche; die Inneneinrichtung wurde bis 1740 fertiggestellt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Kirchenvorstand hat beschlossen, die Kirche spätestens zum Advent 2026 gemeinsam mit St. Georg (beim Steigerwaldstadion), St. Martini (beim Theater) sowie St. Nicolai und Jacobi (Schottenkirche – hinter der Krämerbrücke) zu schließen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das ist wirklich sehr traurig, dass 4 Kirchen in Erfurt profaniert werden. Hoffentlich bleiben sie so erhalten, denn sie prägen das Stadtbild erheblich. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><a href="https://www.domradio.de/audio/erfurter-pfarrei-bietet-crucis-kirche-im-internet-zum-verkauf" target="_blank" class="imCssLink">Domradio </a>- Interesse? <a href="https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/historische-barockkirche-in-erfurt/3346339955-198-3748" target="_blank" class="imCssLink">Hier zur Seite</a></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 22:02:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Weiße Sonntag]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B29"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Weiße Sonntag ist der erste Sonntag nach Ostern und
beendet die Osteroktav. Der Name leitet sich von den weißen Taufgewändern
(Alben) ab, die Neugetaufte in der frühen Kirche bis zu diesem Tag trugen.
Heute ist er traditionell ein Haupttermin für die feierliche Erstkommunion, bei
der Kinder in weißen Gewändern oder heller Kleidung auftreten.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Name Dominica in albis (Sonntag in weißen Gewändern)
geht auf das Ablegen der weißen Taufkleider zurück, die eine Woche lang nach
der Taufe in der Osternacht getragen wurden. Das Weiß symbolisiert die
Reinigung von der Sünde, Neugeburt im Glauben und die Auferstehung.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Seit dem 18. Jahrhundert (erstmals 1673 in Luzern erwähnt)
ist der Weiße Sonntag ein zentraler Tag für die Erstkommunion. Die Kinder
tragen oft weiße Kleider oder Einheitsalben, was die Reinheit und die
Gemeinschaft als "neue Christen" betont. Der Brauch ist besonders in
katholisch geprägten Regionen verbreitet. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Obwohl die Erstkommunion in vielen Gemeinden heute nicht
mehr zwingend an diesem Sonntag stattfindet, bleibt er ein starkes Symbol für
den Eintritt in die eucharistische Gemeinschaft. Zudem wird der Sonntag nach
Ostern von der katholischen Kirche als „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“
begangen. In Heiligenstadt feiert die Gemeinde Sankt Gerhard erst nach dem
Weißen Sonntag die Erstkommunion. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: © Thomas Schuster
Heiligenstadt </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 22:05:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Gestohlne Sachen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B2B"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am 16ten v. M. am Tage, sind der
Wittwe Schoenefeld zu Gerbershausen, während dieselbe mit den Ihrigen im Felde
sich befunden, mittelst Zerbrechung einer Fensterscheibe und Einsteigens
nachbenannte Gegenstände, als:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">ein Paar Stiefeln, ein Paar blaue Strümpfe, eine
dunkelblaue mit rothen Streifen besetzte lange Tuchhose, eine roth tuchene
Weste mit gelben runden Knöpfen, eine dunkelblaue Jacke mit gelben runden
Knöpfen, ein dunkelblauer Tuchrock, woran Knöpfe von Garn, ein halbseidenes
grünes Halstuch und ein rothes baumwollenes Schnupftuch, ein Paar Schuhe, ein
dunkelblauer Beiderwands Weiberrock, eine dunkelblaue leinene Schürze, ein
blaugedruckter Weibermantel, ein weißes dreilenes Tuch und ein dito kattunenes,
eine braun kattunene Weibermütze mit schwarzem Bande, gestohlen worden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Indem wir diesen Diebstahl hiermit zur öffentlichen
Kenntniß bringen, fordern wir Jedermann Behufs Entdeckung und Bestrafung des
Diebes auf, von den etwa zum Kauf angebotenen werdenden obverzeichneten
gestohlenen Effecten, bei Strafe der Diebeshehlerei nichts zu kaufen, vielmehr
den Besitzer derselben anzuhalten und der nächsten Ortsobrigkeit zu
überliefern. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Heiligenstadt, den 14ten September 1820.</span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Königl. Preußisches Inquisitoriat. </span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Büchleb.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Obereichsfelder Kreisanzeiger 1820 (gebundener
Jahrgang) - Bild: Gerbershausen um 1920 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 22:40:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Ein Herz für Kinder]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B2A"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Es musste nicht erst das „Jahr des Kindes“ proklamiert
werden, ehe die Stadt Heiligenstadt und ihre Bürger ihre große Liebe und Sorgfalt
den jüngsten Stadtbewohnern entgegenbrachten. Die DDR darf sich mit Recht zu
den kinderfreundlichsten Staaten der Welt rechnen. Und die Eichsfeldstadt wird
diesem hohen Anspruch überaus gerecht. Das heute von Unionsfreundin Katharina Hobein
geleitete „Haus auf der Bleibe“ wurde damals als Kindererholungsheim eingerichtet.
Kurze Zeit darauf wurde in der Ägidienstraße der erste staatliche Kindergarten
eröffnet. Aus den anfangs 63 Plätzen wurden 71. Heute hat die Stadt sieben Kindergärten,
in denen über 400 die Vorschulerziehung erfahren. Hinzu kommen zwei
konfessionelle Kindergärten. In sechs modernen Kinderkrippen mit einer
Kapazität von 275 Plätzen machen die Kleinsten die ersten Stehversuche.“<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: Die Schwestern Karin, Christa und Ursel gehören zu
denen, die sich auf der Entbindungsstation des von Dr. med. Willibald Müller
geleiteten Robert-Koch-Krankenhauses um die Säuglinge kümmern.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1982</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 22:30:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Bruno-Leuschner-Straße Ende der 1970er Jahre]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B22"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf dem Bild ist die alte Bruno-Leuschner-Straße (heute Holbeinstraße) auf den Liethen zu sehen. Die Gaststätte „Liethentreff“ wird gerade gebaut, das war so Ende der 70er Jahre. Die Gaststätte war ein Anlaufpunkt für die Bevölkerung auf den Liethen und wurde bis kurz nach der Wende von Paul und Elke Kawa geleitet. Neben der Gastronomie fanden auch Tanzveranstaltungen und Disko-Abende statt. Unten befand sich der Getränkestützpunkt, der von Hermann Sander und seiner Frau geführt wurde.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Links neben der Gaststätte gab es eine Nebenstelle des DIKO (Dienstleistungskombinat) zur Reparatur von Geräten. Später öffnete ein Gardinengeschäft. In dem abgerissenen Flachbau daneben konnte man bei Rudi Heidicke Geräte und Arbeitsmittel ausleihen, wie z. Bsp. Rasenmäher, Bohrmaschine, Tapezierbrett …</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Während der 70er und 80er Jahre wurden viele Abstellräume in den einzelnen Blöcken (jeder Eingang hatte einen) zu Gemeinschaftsräumen umfunktioniert. Man feierte gemeinsam, es gab Straßenfeste, man half sich gegenseitig. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Block hinter der Gaststätte wurde umgebaut und die zwei Blöcke ganz rechts im Bild (nicht erkennbar) sind abgerissen und heute Parkplätze.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 22:07:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Adam Ries in Erfurt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B1D"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Adam Ries (auch bekannt als Adam Riese) verbrachte in Erfurt eine seiner prägendsten und wissenschaftlich fruchtbarsten Lebensphasen. Er lebte dort von etwa 1518 bis 1522/23.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ries wohnte im Stadtzentrum in der Drachengasse, in unmittelbarer Nähe zum Collegium maius, dem Hauptgebäude der damaligen Universität Erfurt. Er leitete in Erfurt eine eigene Rechenschule. Sein Ruf war so gut, dass Zeitgenossen Ratsuchenden empfahlen: „Geh zu Adam Ries in die Drachengasse.“ Er unterrichtete vor allem Handwerker und Kaufleute (den „gemeinen Mann“) im praktischen Rechnen, das für den Handel in der reichen Stadt Erfurt essenziell war.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Erfurt entstanden seine ersten beiden berühmten Werke, die maßgeblich zur Verbreitung der indisch-arabischen Ziffern beitrugen:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">1. Rechenbuch (1518): „Rechnung auff der linihen“. Es erklärte das Rechnen mit dem Rechenbrett und Rechenpfennigen, primär für Kinder und Anfänger.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">2. Rechenbuch (1522): „Rechnung auff der Linihen vnd Federn“. Dieses Buch gilt als „Bestseller“ des 16. Jahrhunderts und enthielt über 200 praxisnahe Übungsaufgaben. Es wurde in der Druckerei von Mathes Maler im Haus „Zum Schwarzen Horn“ gedruckt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am Haus „Zum Schwarzen Horn“ in der Michaelisstraße 48 (heute „Modern Masters“, wo seine Bücher gedruckt wurden, erinnern heute eine Bronzebüste, ein Rechenbrett und eine Gedenktafel an ihn. Die Stadt Erfurt hat eine Straße nach dem Rechenmeister benannt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Experten betrachten die Erfurter Jahre als die wichtigste Etappe für seine wissenschaftliche Entwicklung, bevor er 1522/23 nach Annaberg übersiedelte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen, Wikipedia – Bild: 2025 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 22:02:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Unterhof in Ershausen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B21"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ershausen war ab dem 16. Jahrhundert Sitz zweier Linien
der Herren von Hanstein, die den Unterhof und den Oberhof bewohnten. Das
Gebäude war ursprünglich ein befestigter Adelssitz.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Es handelt sich um einen breitgelagerten, dreistöckigen
Bau unter einem Walmdach mit einem markanten, zweigeschossigen Fachwerkaufsatz.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Gebäude wurde 1906 vom St. Johannesstift erworben und
für dessen Zwecke um- und ausgebaut. Die Stiftung gründete sich bereits 1884,
um Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zu begleiten und zu
fördern. Ursprünglich als „Kinderverwahranstalt“ und Einrichtung zur Pflege
armer Kranker gestiftet, wohnen und nutzen heute für über 200 Menschen mit
Behinderungen das Schloss heute als Wohn- und Arbeitsstätte. Die beiden
Gründerinnen der Stiftung - die Geschwister Barbara und Theresia Kalbhenn – übergaben
die Führung bis 1948 an die Ordensschwestern. </span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"> </span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der Zeit zwischen 1945 und 1990 wurde das Anwesen unter
anderem als Schule und Heimatmuseum genutzt. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: Original von Mike Gries </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 22:03:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Innungen in Heiligenstadt 1924]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B17"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Adressbuch des Jahres 1924 finden wir folgende Innungen:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eichsfelder Handwerker-Verein. Vorsitzender: Wilhelm Wand.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bäcker-Innung (Zwangsinnung). Obermeister: Franz Schade.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Barbier-, Friseur- und Perückenmacher-Innung (Freie Innung). Obermeister: Theod. Wiegel.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Fleischer-Innung (Freie Innung). Obermeister: Nikolaus Döring.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Maler-, Anstreicher- und Vergolder-Innung (Zwangsinnung). Obermeister: Römstedt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Maurer- und Zimmerer-Innung (Zwangsinnung). Obermeister: Paul Lurch.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Müller-Innung (Zwangsinnung). Obermeister: Christoph Kellner (Walkmühle).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Schneider-Innung (Zwangsinnung). Obermeister: Wilhelm Wand.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Schlosser-, Schmiede-, Nagelschmiede-, Klempner-, Büchsenmacher-, Kupferschmiede-, Feilenhauer-, Schleifer-, Rot- und Gelbgießer-Innung (Freie Innung). Obermeister: Bernhard Richardt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Schuhmacher-Innung (Zwangsinnung). Obermeister: Joh. Degenhardt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Tischler-Innung (Zwangsinnung). Obermeister: Ignaz Poppe.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bei einer Zwangsinnung war die Mitgliedschaft für alle Handwerker des entsprechenden Gewerbes gesetzlich vorgeschrieben (um die Qualität und Ausbildung zu sichern). Eine Freie Innung war, wie der Name schon sagt, ein freiwilliger Zusammenschluss von Handwerkern. Der Obermeister war der Vorsitzenden einer Innung (ähnlich einem heutigen Verbandsvorsitzenden).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><b>Was ist der Unterschied zwischen der Zunft und der Innung?</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Die Zunft (Mittelalter bis ca. 1800)</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zünfte waren mächtige Organisationen, die fast alle Lebensbereiche ihrer Mitglieder kontrollierten. In vielen Städten saßen Zunftmeister im Stadtrat und bestimmten die Politik mit. Ohne Zunftmitgliedschaft durfte man sein Handwerk absolut nicht ausüben („Zunftzwang“). Wer es dennoch tat, galt als „Bönhase“ (Pfuscher) und wurde verfolgt. Die Zunft legte alles fest: Preise, Löhne, die Anzahl der Lehrlinge und sogar, welche Rohstoffe ein Meister kaufen durfte. Es gab keinen freien Wettbewerb. Die Zunft war auch eine soziale und religiöse Gemeinschaft. Man feierte zusammen, zog gemeinsam in den Krieg (Stadtverteidigung) und sicherte Witwen und Waisen ab.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Die Innung (19. Jahrhundert bis heute)</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mit der Einführung der Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert verloren die Zünfte ihre Macht. Die Innungen entstanden als moderne Nachfolger. Im Gegensatz zur Zunft darf eine Innung heute keine Preise mehr festlegen (das wäre Kartellbildung). Der Wettbewerb ist frei. Die Hauptaufgabe moderner Innungen ist die Überwachung der Lehrlingsausbildung und das Abnehmen von Prüfungen (Gesellen- und Meisterbriefe). Sie fungieren heute eher wie ein moderner Arbeitgeberverband für Handwerksbetriebe.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen, Adressbuch Heiligenstadt 1924 – Bild: Zunftstangen in der Ägidienkirche © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 23:04:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Von der Fichte zur Buche auf dem Dün]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B1E"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Auf dem Dün bei Heiligenstadt brach am 7. Mai 1879 ein Waldbrand aus und vernichtete sieben Morgen des jungen Fichtenbestandes (rd. 9000 Bäume), den Oberförster Vocke erst 1867 mit viel Mühe hatte anpflanzen lassen. Dreißig Jahre später, am 6. Mai 1909, vernichtete ein Waldbrand acht Morgen der schon herangewachsenen Fichten bei „Dreizehn Linden". Oberförster Vocke wußte wohl, daß der Dün mit seinem Muschelkalkplateau kein geeigneter Boden für Nadelhölzer ist. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Wenn er trotzdem die Fichte zur Aufforstung verwandte, so geschah dies, um zunächst Humus für die nach Jahrzehnten folgende Buche zu schaffen. Die Forstwirtschaft rechnet mit so langen Zeiträumen. Jetzt wird nach dem Abholzen der älteren Bestände auf dem Dün die Buche schon Nährboden finden.“<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1983, Egon Grohmann - Bild: Dün - Morgenloch 2023 © Thomas Schuster</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 23:57:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Erinnerung an eine Begegnung in Duderstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B1A"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><b class="fs14lh1-5">Erinnerung an eine Begegnung in Duderstadt</b></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Das Fräulein stand am Bahnhof </i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>und seufzte lang und bang. </i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Es rührte sie so sehre</i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>der Duderstädter Drang.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Mein Fräulein, seien Sie munter! </i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Das ist ein altes Stück: </i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Hier fährt der Zug nur runter </i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>und kommt von da zurück.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Das Fräulein sah mich fragend an, </i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>ob der Rede Sinn. </i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Dann sprach sie, leise klagend: </i></span></div>

<div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Ich will nach Göttingen.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="start" style="text-align: start;"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Robert Gernhardt - „Erinnerung an eine Begegnung in
Duderstadt“.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 23:08:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Ein Mäßigkeitsverein gegründet]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B1C"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Die westfälische Regierung hatte im 19. Jahrhundert – unbekümmert um den physischen und moralischen Zustand des Volkes - nur die Füllung ihres Finanzsäckels im Auge. Damals entstanden viele Wirtshäuser und Schenken, als sich Leute fanden, die eine Gewerbegenehmigung bezahlten und dadurch die Gewerbe- und Consumtionssteuer vermehrten. Diese Finanzspekulation widerspiegelte sich an dem Schwinden der Kräfte der hiesigen Bevölkerung. Infolge der Handhabung des preußischen Gesetzes vom 7. 2. 1835 wurden die Wirtshäuser vermindert und eine strenge Kontrolle der Wirte hinsichtlich der einzuhaltenden Polizeistunden eingeleitet. Auch die Gründung eines Mäßigkeitsvereins in Heiligenstadt sollte den immer weiter um sich greifenden verderblichen Folgen des unmäßigen Genusses geistiger Getränke entgegenwirken. Der Verein hatte die Aufgabe, unter eigener Beschränkung gewohnter Verhältnisse durch Belehrung und Beispiel den Genuß sprirituoser Getränke nach Kräften zu steuern und diejenigen, welche denselben noch nicht ergeben waren, davor zu bewahren. Jedes Mitglied des Vereins verpflichtete sich in dem am 12. Januar 1838 angenommenen Statut, „des Genusses des Brantweins, Rums, Araks, Cognaks, der Liquere und anderer gebrannter Wasser mit alleiniger Ausnahme der Fälle, wo sie als Arznei dienen sollen, sich nicht nur selbst zu enthalten, sondern dieselben auch seiner Familie nicht zu gestatten, Gästen, Arbeitern und Dienstboten nicht anzubieten und zu verabreichen und nach Möglichkeit alles zu vermeiden, was andere zum Genusse dieser Getränke reizen und aufmuntern könnte“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Zum Bild:</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Für den Umbau und Erweiterungen am „Eichsfelder Hof“ zeichnete sich der Baumeister Joachim Friedrich verantwortlich. Sein Grabmal befindet sich noch auf dem Alten Friedhof in Heiligenstadt. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts gründete Franz Georg Rühl eine große Gastwirtschaft für „Beamte und höhere Angestellte“. In seiner Küche bekamen viele arme Heiligenstädter ein kostenloses Essen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1983, Egon Grohmann – Bild: Eichsfelder Hof - Postkarte um 1900 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 23:56:00 GMT</pubDate>
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			<link>https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/?aus-dem-archiv--ein-maeszigkeitsverein-gegruendet</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Münzfund von Heiligenstadt vor 1869]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B19"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Vor 1869 wurde beim Ausgraben des Fundaments eines Hauses in Heiligenstadt 23 Münzen gefunden. Hierbei handelt es sich um</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">24 Kreuzer-Münzen 1622, Sachsen-Altenburg, verschiedene 12 Kreuzer 1623, Solms-Laubach, 12 Kreuzer 1620, Löwenstein-Virneburg, 12 Kreuzer o. J., Friedrich Ulrich von Braunschweig- Wolfenbüttel, 6 verschiedene 12 Kreuzer 1621, Friedrich Ulrich von Braunschweig- Wolfenbüttel, Groschen 1622, Johann Ernst und Johann Casimir von Sachsen, 2 verschiedene Groschen 1621, Mansfeld-Heldrungen - 12 Kreuzer 1621, Grafen von Schwarzburg.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Alle Münzen stammen aus der Zeit nach 1623. Vermutlich wurden sie während oder nach dem Dreißigjährigen Krieg versteckt. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: J. Leitzmann, Münzfund, in: Numismatische Zeitung 1869, S. 79/80, Weißensee 1869 - Bild: KI erstellt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 23:45:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die Erziehungs- und Pflegeanstalt St. Johannesstift zu Ershausen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B1B"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, St. Johannisstift, Erziehungs- und Pflegeanstalt zu Ershausen (Eichsfeld), ist eine Stiftung; sie trat ins Leben im Jahre 1885. Diesem Krankenhause wurde 1905 eine Anstalt für Geistesschwache und geistig Zurückgebliebene angegliedert. Das Krankenhaus hat den Zweck, Kranke aufzunehmen und zu pflegen, ist verbunden mit ambulanter Krankenpflege, Nähschule und Bewahrschule und mit einer Erziehungs- und Pflegeanstalt für Geistesschwache und geistig Zurückgebliebene.</span><br></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Anstalt erfreut sich einer sehr schönen und gesunden Lage. Für Kranke stehen zur Verfügung 30 Betten, für Idioten 235. Die Anstalt wird geleitet von dem Dechanten und Pfarrer Johannes Kahlmeyer. Die Pflege besorgen Barmherzige Schwestern nach der Regel des hl. Vinzenz von Paul aus dem Mutterhause zu Paderborn. Die Bildungsfähigen erhalten Unterricht in drei Schulklassen, der ihrer geistigen Befähigung angepaßt ist. Die Schulentlassenen werden je nach ihrer Fähigkeit beschäftigt in der Landwirtschaft, Bäckerei, Anstreicherei, Schusterei, Bürstenmacherei, in der Küche, auf der Nähstube, in der Waschküche usw."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Wolfram Kaiser: „Heilkunde auf dem Eichsfeld“ (Kranken- Heil- und Pflegeanstalt der Provinzen Sachsen 1929) – Bild: Johannesstift um 1930 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 23:35:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Willy Brandt ans Fenster]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B15"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Ruf „Willy Brandt ans Fenster“ bezieht sich auf den
historischen Besuch des Bundeskanzlers in Erfurt am 19. März 1970. Tausende
DDR-Bürger feierten Brandt vor dem Hotel „Erfurter Hof“ frenetisch, was als
Zeichen der Hoffnung und Zuneigung gegen die SED-Führung gewertet wurde. Dieser
spontane Moment gilt als Höhepunkt der deutsch-deutschen Annäherung.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Hotel „Erfurter Hof“ befindet sich gegenüber dem
Erfurter Hauptbahnhof. Heute sind hier verschiedene Geschäfte und Firmen ansässig.
Es war das erste Gipfeltreffen zwischen Bundeskanzler Willy Brandt und DDR-Regierungschef
Willi Stoph. Nachdem Sprecher Conrad Ahlers erst am Fenster erschien,
skandierten tausende Menschen „Willy Brandt ans Fenster!“, woraufhin Brandt
erschien und um Ruhe bat. Die Aktion war eine emotionale Demonstration der
Bürger gegen die Abschottung und für die Entspannungspolitik. Heute erinnert
eine Leuchtschrift und ein Bild Willy Brandts am ehemaligen Hotel an diesen
Moment.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der damalige Bundeskanzler
reiste nach Erfurt als erstes sichtbares Zeichen der neuen Ostpolitik. Nach
seiner Wahl im Jahr 1969 zum Bundeskanzler einer sozialliberalen Koalition
suchte er das Gespräch mit der Führung der DDR, um Verhandlungsbereitschaft zu
signalisieren und die deutsch-deutschen Beziehungen zu verbessern. Die
Vorbereitung des ersten Treffens zwischen Willy Brandt und dem
DDR-Ministerpräsidenten Willi Stoph war herausfordernd; zunächst war Ostberlin
als Tagungsort vorgesehen. Da Brandt über Westberlin angereist wäre,
verweigerte die DDR dies. Am 12. März wurde beschlossen, das Gipfeltreffen am
19. März in Erfurt abzuhalten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Für die Vorbereitungen
standen sieben Tage zur Verfügung. Das Tagungshotel „Erfurter Hof“, unmittelbar
gegenüber dem Hauptbahnhof, war vorgesehen; dort sollte Brandts Sonderzug
eintreffen. Der Bahnhofsvorplatz wurde abgesperrt, um einen Kontakt zwischen der
Westdelegation und den Erfurtern zu verhindern. Der Ablauf entsprach zunächst
dem Plan. Am 19. März traf die westdeutsche Delegation um 9.30 Uhr ein und
wurde von der DDR-Delegation unter Leitung von Willi Stoph begrüßt. Beim kurzen
Fußweg über den Bahnhofsvorplatz drängten mehrere Tausend Schaulustige auf den
Platz und durchbrachen die Absperrungen. Sicherheitskräfte konnten lediglich
einen schmalen Durchgang für die Delegationen sichern, die daraufhin möglichst
schnell das Hotel betraten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Anschließend wurde der Platz
vor dem Bahnhof geräumt und die Sicherheitskräfte übernahmen die Kontrolle. Das
Treffen der Delegationen im „Erfurter Hof“ brachte jedoch keine Ergebnisse, da
die Positionen beider Seiten weit auseinander lagen. Am Abend wurden Bilder von
Willy Brandt am Fenster des Hotels und einer begeisterten Menschenmenge
ausgestrahlt; diese vermittelten Hoffnung auf eine Annäherung der beiden
deutschen Staaten. Für die DDR-Regierung waren die öffentlichen
Sympathiebekundungen für Brandt und seine Politik eine Katastrophe.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 23:45:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Der Name des Hülfensberges]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B11"><span class="fs11lh1-5">Ich habe einen interessanten Artikel von Dr. Erhard Müller gefunden, der über den Namen „Hülfensberg“ recherchierte. Ich habe im Artikel die Quellangaben bewusst weggelassen, um ihn flüssiger zu lesen. Den Originalartikel findet ihr in der unten genannten Quelle.</span><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div class="imHeading2">Der Name des Hülfensberges</div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Annähernd 60 urkundliche Belege wurden von diesem Namen gesammelt. Im ältesten Beleg, der aus dem Jahre 1352 stammt, sind bereits beide Namen des Berges, „Staufenberg“ und „Hülfensberg“, enthalten: „mime Herren Sente Hulfen und siner Kercken zu Stoffenberg“. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der ältere Name ist „Staufenberg“, nach der Form des Berges … Mittelhochdeutsch „stouf“, germanisch „staupa“ = Becher ohne Fuß, kegelartige Bodenerhebung, hochragender Felsen. … Es gibt viele Berge dieses Namens, der berühmteste ist der Hohenstaufen, nach dem sich das glanzvollste deutsche Kaisergeschlecht des Mittelalters benannte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Werfen wir einen Blick auf die einzelnen urkundlichen Belege. Die reine mittelhochdeutsche Form „Stoufenberg“ begegnet 1363. „Stoffenberg“ (1352) ist mundartlich gefärbt (ou ist zu o geworden). „Stuffenberg“, das häufig wiederkehrt, ist ebenfalls mundartlich (o wird zu u) …</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Vielleicht spielt hier auch die Volksetymologie eine Rolle: besonders der obere Teil des Berges steigt stufenförmig an. „Steuffenberg“ (1367) ist ebenfalls mundartlich für „Stoufenberg“ (vgl. mundartlich „koifn“ = so gesprochen, für „kaufen“, das jedoch nicht auf mittelhochdeutsch „koufen“, sondern auf „köufen“ zurückgeht, wie es z. B. im Schlesischen weit verbreitet war.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Germanisch au wird im Höheneichsfeldischen zu oi (hier geschrieben eu). Seit dem 17. Jahrhundert verschwindet der alte Name des Berges und an seiner Stelle wird „Hülfensberg“ herrschend.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dieser Name leitet sich, wie der älteste Beleg deutlich macht, von dem „Herren Sente Hulfen“ her, welchem die „Kercken zu Stoffenberg“ geweiht war. 1362 finden wir die lateinische Bezeichnung in den Urkunden „mons sancti Salvatoris“ = Berg des heiligen Erlösers, des Helfers (in der Not). Er ist, wie gesagt, der Patron der Kirche auf dem Hülfensberge. 1364 begegnet wiederum die deutsche Übersetzung „zu sente gehulffin“. 1397 stehen beide Namen, der lateinische und der deutsche, nebeneinander. … 1370-1478 tritt uns die niederdeutsche Form „to sunte Hulpe“ mit unverschobenem p entgegen und 1518 „S. Hulpesberg“. (Bekanntlich kamen viele Pilger aus den Hansestädten Bremen, Lübeck.) Irrig ist die Auffassung, den Namen von „Stuffo“ abzuleiten, wie der Beleg von 1604 dartut. Auffallend ist die immer wiederkehrende Schreibung mit u (Sente Hulfen, gehulffin, Hulpe, Gehulffin Berg, Hulpesberg etc.), während solche mit ü (gehülffenberg) in ältester Zeit selten sind. Belege mit i konnten nur 2 gefunden werden. Da das umgelautete u/ü in der Schrift verhältnismäßig spät bezeichnet wurde, haben wir ü zu lesen, auch wenn u geschrieben wird. Die heutige Form „Hülfensberg“ geht auf mittelhochdeutsch „gehülfe“ zurück.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Über die Bonifatiustradition, die zum erstenmale 1575 und dann öfter urkundlich bezeugt wird, soll hier keine kritische Untersuchung angestellt werden, auch nicht darüber, ob unser eichsfeldisches Geismar, im Volksdialekt „Jäisme“ gesprochen, das in der Lebensgeschichte des heiligen Bonifatius von Willibald vorkommende Gaesmere ist, und ob hier die dort erwähnte und vom Heiligen gefällte Donareiche gestanden haben kann. Darüber ist in den verflossenen Jahren viel geschrieben worden, ohne daß es bisher gelungen wäre, die Streitfrage allseitig zu lösen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Von Pater H. Schwedthelm, O. F. M., aus: „Der Hülfensberg“, Verlag F.W. Cordier</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimatbuch 1956, Dr. Erhard Müller - Bild: Hülfensberg um 1900 Otto Thomasczek</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 23:53:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Heiligenstädter Apotheken]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B14"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Heiligenstadt gab es insgesamt 6 Apotheken. Neben den
drei „Apotheken in Heiligenstadt“ (Schwanen-, Amalien- und Vincenz-Apotheke)
gibt es heute noch die „Apotheke am Holzweg“ und die „Liethen-Apotheke“.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine der ältesten Apotheke in Heiligenstadt, die „Alte
Apotheke“ oder auch „Engelsapotheke“ in der Stubenstraße, wurde im Dezember
2022 geschlossen. Zuvor befand sich bis 1780 im Golden-Kreuz-Gebäude in der
Wilhelmstraße eine Apotheke. Das Gebäude wurde aber erst nach dem Stadtbrand
1739 erbaut, daher muss es vorher in einem anderen Haus eine Apotheke gegeben
haben. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Johann Wolf schreibt 1800 über die „Apotheker“:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Apotheken sind zuerst an Universitäten und in
Residenzstädten angelegt worden, später in anderen Städten durch das Magistrat.
Der erste Apotheker, den ich gefunden habe, war 1634 Nikolaus Helwig;
vermutlich gehörte ihm die Apotheke selbst, da der Rat [der Stadt] nie eine
eigene besessen hat. Die nächsten Apotheker nach Helwig bis hin zu Alexander
Flucke sind unbekannt. Dieser war 1714 zugleich Bürgermeister und ist am 19.
März 1735 gestorben. Nun folgte N. Engel.</span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach Engel erhielt der Apotheker Koch von Herzberg um das
Jahr 1746 das Privileg auf 11 Jahre, sich im „Goldenen Kreuz“ niederzulassen.
Als dieser abging, zog Dr. Thomas Vogt von Lengenfeld in dasselbe Haus und
stand der Apotheke etwa bis 1763 vor.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dann kam Malsch von Mühlhausen ins „Goldene Kreuz“. Er
wollte zwar nach 1780 in seinem eigenen Haus die Apothekerkunst fortsetzen;
allein seine häuslichen Umstände gestatteten ihm nicht, die nötigen Arzneien zu
beschaffen, weshalb man sich einen anderen Apotheker wünschte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Indessen meldete sich Ernst Panse von Nörten, ein sowohl
geschickter als auch dienstfertiger, rechtschaffener Mann, der sich vor kurzer
Zeit in Dingelstädt niedergelassen hatte. Er kaufte 1780 das Haus Nr. 415 in
der Stubengasse und richtete es als Apotheke ein, wofür er ein kurfürstliches
Privileg erhielt. Der Tod gönnte ihn den Heiligenstädtern nicht länger als bis
zum 29. August 1785.</span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Witwe Panse heiratete nachher Herrn Keidel von
Göttingen, welcher die Apotheke noch jetzt besitzt.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle:
Johann Wolf Heiligenstadt 1800 – Bild: Im „Golden Kreuz“ (auf dem Dach zu sehen)
befand sich nach dem Stadtbrand eine Apotheke um 1920 aus dem Museum </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 23:48:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Der „Galgenhügel” bei Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B10"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Früher stand auf dem Galgenhügel die sogenannte Hungrabenwarte, die noch im Lagerbuch von 1671 erwähnt wird. Hier, an der alten Heerstraße von Heiligenstadt nach dem Rusteberge, lag auch die ehemalige Richtstätte, von der die gesamte Anhöhe, in deren Mittelpunkt der Galgenhügel liegt, den Namen Richteberg hat. Die letzten Hinrichtungen fanden hier noch vor 120 Jahren statt. Am 24. März 1830 wurde dort oben Johann Joseph Schuchardt aus Kefferhausen wegen Mordes gerädert und am 23. Dezember 1836 Georg Urbach aus Lengenfeld aufs Rad geflochten.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Name Galgen kommt auf dem Eichsfelde in den verschiedenartigsten Zusammensetzungen recht oft vor, z. B. „auf dem alten Galgen“ bei Haynrode, Niederorschel, Volkerode und Bernshausen, „Galgenberg“ bei Geisleden, Hohengandern, Breitenworbis, Kirchworbis, Bernterode (Kreis Worbis), Großbodungen, Martinfeld, Weißenborn, Obernfeld, Rollshausen und Worbis, „Galgenbreite“ bei Berlingerode, „Galgendriesch“ bei Günterode, „Galgenfeld“ bei Worbis, „Galgenholz“ bei Uder, „Galgenrain“ bei Geismar und Hildebrandshausen, „Galgental“ bei Weißenborn, „Galgenfeld“ bei Rüdershausen, Seulingen und Obernfeld."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimatbuch 1956 von </span><span class="fs11lh1-5">Dr. Johannes Müller</span><span class="fs11lh1-5"> – Bild: Galgenhügel von Heinz Heinlein 1988 - Privatbesitz</span><br></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 23:34:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Wilhelm Hagedorn: Die Neunbörner]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B0F"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs18lh1-5"><b>Die Neunbörner</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5"><br></i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><br></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Im Luttergrunde rauscht ein Bach, kristallenklar und mild,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">der unterm grünen Waldesdach dem Börnersberg entquillt.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Neunborner wird der Bach genannt, weil er neun Quellen hat,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">versieget nie, ist weit bekannt als Kress'kulturenstatt.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Er hat nicht Ruhe früh und spät, sein Tun ist lauter Fleiß.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Er wirft sich bald aufs Mühlenrad und drehet es im Kreis.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Ohn' Unterlaß zum Lutterbach eilt er geschäftig fort,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">und beut mit ihm vereint sein Naß der Luttermühle dort.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Er fließt zur Klostermühle hin und dreht dort ihr Getriebe,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">zur Spitzmühle mit frohem Sinn, er wird nicht matt, nicht müde.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Ins Hochbassin treibt er mit Kraft das Gläsnerwasser aus dem Grund,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">beschützt die Höh' vor Wassernot, macht alle dort gesund.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Nimmt dann den Lauf zur Frieda hin, zur Werra, Weser fort,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">und grüßt mit bied'rem Wandersinn der grünen Ufer Bord.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Froh nimmt ihn Bremens Hafen auf, durch ihn zieht er zum Meer,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">wo stolzer Schiffe schwere Last er spielend trägt umher.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Und küßt ihn dort der Sonne Glut hinweg mit heißem Blick,</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">dann kehret er als Regenguß und Himmelstau zurück.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Ein kleiner Bach, der emsig schafft. Aus Bächen, Flüssen wird ein Meer.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Ihr seht, es ist vereinter Kraft kein hohes Ziel zu schwer.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Du kleiner Bach, dies hohe Ziel verfolgest stetig du.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Drum schaut' ich deinem Wasserspiel, so oft ich konnt', gern zu.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">Ich liebe dich, du kleiner Bach, der du so plaudernd fließt</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5">und mich so traulich manchen Tag als deinen Freund begrüßt.</i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><i class="fs14lh1-5"><br></i></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><div><span class="fs12lh1-5"><b>Wilhelm Hagedorn aus Effelder</b></span></div><div><i><span class="fs14lh1-5"><br></span></i></div></div><div data-text-align="start" style="text-align: start;">Quelle: Eichsfelder Heimatbuch 1956</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 23:03:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Mode vor 200 Jahren]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B07"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Die Mode auf dem Eichsfeld war eine ganz andere als heute und sicher auch sparsamere. Die Männer trugen meist ziegenlederne Hosen, bunte, besonders gelbe Toilinetwesten, weiße Piquetwesten, geblümte grüne Kasimirwesten mit gelben Metallknöpfen oder bunten Westen aus Kamelgarn. In den Hemden waren teils „französische Ärmel“ eingesetzt. Dazu wurden blaßrote Chaconettücher oder bunte baumwollene Halstücher getragen. Die Frauen trugen blaue Tuchüberröcke mit überspannenen Knöpfen und dunkelblaue Westen mit grüntaftenem Besatze, dazu braunseidene Umschlagtücher mit weißer Kante. Als Uhrketten trugen die Männer dann im letzten Jahrhundert Uhrbänder aus geflochtenem, meist dunkelblondem Haar."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1982 – Trachtenfest in Marth 1915 KI bearbeitet</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 07 Mar 2026 23:07:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Martin im Wasserzeichen]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B0C"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„In der christlichen und kirchlichen Kunst ist der heilige Martin wiederholt dargestellt worden – in der Malerei, Plastik oder in sonstiger Weise, innerhalb und außerhalb der Gotteshäuser. Evangelische wie katholische Kirchen führen seinen Namen, haben ihn als Schutzheiligen. Dies zumal in den thüringischen Gebieten, die einstmals zum kurfürstlichen Erzbistum Mainz gehörten, dessen Schutzheiliger der Martin war. Aber darüber hinaus ist die Verehrung von Sanctus Martinus, der nach der Legende als Ritter für einen frierenden Bettler mit dem Schwerte seinen Mantel teilte, weit verbreitet. Man kann wohl sagen, daß er im Volke zu den beliebtesten Heiligen zählt.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der Wasserzeichenkunst dagegen ist die Darstellung des Heiligen Martin ganz selten. Nach den Ergebnissen der bisherigen Forschung haben nur zwei Papiermühlen Wasserzeichen mit dem Bilde dieses Heiligen hergestellt. In Oberösterreich ist ein Rieszeichen des Papierwerks Steyr bekannt geworden, das Sankt Martin darstellt. In deutschen Gebieten begegnet uns dieses Motiv nur in den Wasserzeichenpapieren der Papiermühle Heiligenstadt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In früheren Jahrhunderten, als noch nicht jedermann lesen und schreiben konnte, haben die Papiermacher für ihre Hersteller-, Sorten- und Qualitätsmarken hauptsächlich Bildliche Darstellungen gewählt, wenn ihnen solche vom Feudalherrn nicht vorgeschrieben waren. Religiöse Motive spielten dabei eine große Rolle. Ist doch das erste Wasserzeichen, das wir überhaupt kennen, ein christliches Symbol. Es stellt ein gleichschenkliges sogenanntes griechisches Kreuz dar und erscheint in Papier, das 1282 zu Bologna/Italien verwendet wurde. Unter den sakralen Motiven bilden Heilige eine besondere Gruppe, zu der u. a. St. Bonifatius, St. Lorenz, St. Nepomuk, St. Wolfgang gehören.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Begründer der Wasserzeichenkunde als Wissenschaft, Dr. Karl Theodor Weiß (1872 bis 1945), hat während des ersten Weltkrieges, bevor er zum Kriegsdienst eingezogen wurde, in Heiligenstadt längere Zeit umfangreiche Nachforschungen und Erhebungen zur Geschichte der dortigen Papiermühle und ihrer Wasserzeichen durchgeführt. Das Manuskript ging seiner Zeit von Verlag zu Verlag. Es hat sich bis heute nicht gefunden. Das erhobene Material an Originalpapieren, Wasserzeichenpausen und dazu gehörigen Berichten, Erläuterungen, Erkenntnissen befindet sich jetzt im Deutschen Papiermuseum der Deutschen Bücherei Leipzig; ebenso das zum verschollenen Manuskript gehörige Bildmaterial, dabei die ganze Entwicklungsreihe der in Tusche gezeichneten Wasserzeichen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Martins-Wasserzeichen fand nun Dr. Weiß in drei verschiedenen Ausführungen. Bei der um 1604 gegründeten Papiermühle tritt ein Martins-Wasserzeichen auf, seine Verwendung ist bis 1629 belegt. Es stellt den Heiligen als streitbaren Bischof hoch zu Roß gespornt und mit Schwert dar. Die Zugehörigkeit zu Kurmainz deutet das Rad in seiner Fahne an, vor dem Pferd kniet der Bettler. Die als Sockel dienende Tafel zeigt die Inschrift „HILGENSTAD“. Als Vorlage diente dem Formenmacher vielleicht das damalige Stadtsiegel, in dem St. Martin ebenfalls als Bischof mit der Radfahne, jedoch ohne Bettler zu sehen ist. Der Hersteller des „Martin-Papiers“, so die zeitgenössische Bezeichnung, war der Papiermachermeister und Pächter Moritz Becker aus Mühlhausen/Thüringen. In einer anderen Gestaltung des Zeichens ist der fromme Martin als derber Reitersmann aufgefaßt, der mit dem Schwerte seinen Mantel teilt, der Bettler fehlt jedoch. Nachgewiesene Verwendungszeit 1643 bis 1655.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am markantesten dürfte die 3. Art Formgebung den 1670er und 1680er Jahren sein. &nbsp;St. Martin als stolzer Ritter in Rüstung, mit Federn am Hut geschmückt, teilt seinen Mantel mit dem Schwert, der Bettler tritt nun als Invalide auf. Dieses Martinspapier fertigte der Papiermachermeister Theodor Markus Meyer. Er war 1666 bis 1712 Pächter des Papierwerkes Heiligenstadt.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt vom 10.11.1983; Dr. Wisso Weiß – Bilder: Wasserzeichen des Heiligen Martin aus Heiligenstadt © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 23:20:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Heimatforscher Dr. Johannes Müller]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B06"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Dr. Johannes Müller wurde am 15. März 1884 in Worbis geboren. Er hat eine umfangreiche, vielseitige Heimatliteratur geschaffen, wovon einige Beiträge in unserem „Eichsfelder Heimatbuch“ beredtes Zeugnis geben. Trotz seines hohen Alters ist er noch heute in der Heimatforschung tätig und leitet das „Eichsfelder Heimatmuseum“ als Direktor. Er wurde mit der Friedensmedaille ausgezeichnet. In der Eichsfelder Heimatliteratur gibt es fast kein Gebiet, auf dem Dr. Müller nicht bahnbrechende Forschungsarbeit geleistet hätte. Er hat auch an der Schaffung des „Eichsfelder Heimatbuches“ regen Anteil genommen und das Vorhaben tatkräftig unterstützt.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dr. Johannes Müller starb 1957 in Heiligenstadt. Ihn haben wir sehr viel zu verdanken, denn sein Leben war die Heimatforschung.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimatbuch 1956 - Bild: ebda. KI coloriert</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 23:03:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Backofen im Barockgarten]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B04"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bei Schachtarbeiten hinter dem Kolleg am 24. November 1999 wurde ein Backofen aus dem 17. Jahrhundert gefunden, der den Jesuiten zugeordnet werden kann. Der Backofen befindet sich in einem sehr guten Zustand, hat die Abmaße 3 x 2,50 m im Oval und geht 2 m in die Tiefe. Gemauert wurde er aus Sandstein und Lehm. Ein Backhaus auf dem Areal des Kollegs gilt als überliefert, er soll mehrmals auf dem Gelände verlegt worden sein. Neben dem Ofen wurde auch bemalte Keramik gefunden. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der historische Ofen wurde mit einer Umrahmung versehen und mit einer Glasplatte abgedeckt. Unterhalb der Tafel ist ein Schalter für die Beleuchtung angebracht, die leider nicht funktioniert. Mittlerweile wird der Ofen durch Bewuchs und die verschmutzte Scheibe verdeckt und ist kaum noch sichtbar.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><b>Text Tafel:</b></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bei der Neugestaltung des Barockgartens im Jahr 2002 durch das Landesamt für Archäologie freigelegter Ofen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Starke Hitzespuren an den Steinen lassen auf eine handwerkliche Nutzung schließen. Der Ofen besaß einen eingetieften Feuerungsraum mit vorgelagertem Schürkanal. Das Brenngut wurde ebenerdig auf einen Zwischenboden eingefüllt. Vermutlich wurde der Ofen für das Brennen von Backsteinen oder Ziegeln genutzt. Fundmaterial datiert ihn in das 18. Jahrhundert. Am wahrscheinlichsten ist nach den urkundlichen Belegen ein Zusammenhang mit dem großen Stadtbrand von 1739. Der große Bedarf an Baumaterial zum Wiederaufbau der Häuser hatte wohl zur Folge, dass man entgegen den üblichen Vorschriften innerhalb der Stadt Brennöfen errichten musste.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen, Infotafel – Bild: Zustand 2026 mit freigelegten Oden 1999 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 23:14:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Plattditsch hätt g'wunn]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B0B"><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs20lh1-5"><b>Plattditsch hätt g'wunn</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs20lh1-5"><b><br></b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><b>Martin Weinrich</b></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Im Johre säwwezehnhun'rtnienenachtzig</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>hatt mol in Mainz än Dink sich zugetragen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>das waert woll as, weils gar z'hebsch gemacht sich,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>das me's sich's noch verzehlt in unsern Tagen.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>D'r Kurfirst Karl Jossepp gobb än Aessen</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>un hotte ingeladt 'ne Masse Geste.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>se han vergniegt getrunken un gegaessen</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>un ungerholen sich dobi uff's beste.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Nit wied vum Firsten soßen zwei Eichsfaell'r,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>vun daenen worren alle vull d's Lowes.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Därch Dichtigkeit gelichtet han se haell'r,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>als sist än Kärchenliecht d's Mainzer Howes.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Paul Oppermann, än Dingelstedter Junge,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>än großer Meister in d'r Gotteslehre,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>un Eikemeyer, Duderstädter Zunge,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Inschenjeermajor bim Milleteere.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>D'r Kurfirst fung met beiden an z'storgen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>un uff's Dappeet kom manche scheene Sache.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>d' schlaechten Zieden un d's Lannes Sorgen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>un wie me alles besser kinn't gemache.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Z'letzt do kom es uff d' Muttersprooche.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>D'r Kurfirst hull das Hochditsch färr das beste.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>„Nae, Platt äs veele schenn'r als das Hoche“,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>so han vum Eichsfaeld die behauptet feste.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Als se än Wielchen sich so rimgekawwelt,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>do schluck d'r Kurfirst lachend in d' Hänge:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>„Wir haben jetzt genug davon geschwawwelt,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>ihr bringt mich Armen böse in die Enge.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Ha rief nu nawwer no d'm Musikchore:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>„Jetzt, Pfeifer, pfeif uns auf 'ne lustge Weise,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>das ist ein bessrer Schmaus dem müden Ohre</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>und bringt uns bald ins richtige Geleise.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>„I, Fiefer, fief uff, klingt veel angenaehmer,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>mein ich“, sproch Oppermann, „bi min'r Ehre.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>„Nai, Pipr, pip upp, dat is doch bequäimer“,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>so luuß d'r Duderstadter sich druff heere.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>„Wenn wir", so sprooch d'r First, „die Probe machten,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>wir wären dann in dieser Sache klüger,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>und dreißigmal den Vers heruntersagten?</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Und wer zuerst an Dreißig ist, der ist der Sieger.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>D'r First un Oppermann un Eikemeyer,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>di gungen los jetzt wie än Donn'rwaetter,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>än jedder baette runger sinne Leier.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Äs worr än Blappern, Buppern und Geschnaetter.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Das „Pfeifer, Fiefer, Piper“ hätt g'klungen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>un ann'r wull d'n an'ren nadderdricke,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>d'r Oppermann, daer hatt d'n First bezwungen.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Das Platt worr vorn, un's Hochditsch bläbb z'ricke.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Dach lange durte nit d's Fiefers Freide,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>daenn hae kom bole eklich ins Gedränge.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>D'r flinke Piper schluck se alle beide,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>z'letzt um änne vulle Nasenlänge.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>D'r Kurfirst sprooch, als haell d' Glaeser klungen:</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>„Das Plattdeutsch hat den Sieg davongetragen.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>Drum möge immer und von allen Zungen</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i>sein Lob erschallen noch in fernsten Tagen.“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><div><span class="fs11lh1-5">Martin Weinrich (geboren in Uder) war nach seiner
Ausbildung in Heiligenstadt als Lehrer in Dingelstädt und Magdeburg tätig.
Neben dem Schuldienst widmete er sich intensiv sozialen Aufgaben, insbesondere
der Fürsorge für Arbeiterkinder und Waisen.</span></div>

<div><span class="fs11lh1-5">1918 trat er gesundheitsbedingt in den Ruhestand und zog
nach Heiligenstadt. Dort engagierte er sich im Verein für eichsfeldische
Heimatkunde und begann, seine bekannten Eichsfelder Mundart-Gedichte zu
veröffentlichen. Sein Grab befindet sich auf dem alten Friedhof in
Heiligenstadt.</span></div></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="start" style="text-align: start;"><span class="fs11lh1-5">Quelle. „Wänn's mant wohr äs?" Verlag F. W. Cordier, Heiligenstadt, 1924 - Eichsfelder Heimatbuch 1956 - Bild: Uder um 1900 mit Martin Weinrich (KI bearbeitet)</span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 23:11:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die „Uhlenburg“ in Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AFE"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Im Heft 3/1978 der Eichsfelder Heimathefte, wird auf
Seite 260 der Name der „Uhlenburg“ (wo heute die Berufsschule steht) als „Alte
Burg“ gedeutet. Es handelt sich jedoch eindeutig um eine „Eulenburg“, wie
allein aus zahlreichen anderen von mir gesammelten Flurnamen hervorgeht. Schon
Waldmann, der für seine Zeit erstaunlich richtige Deutungen von Orts- bzw.
Flurnamen gibt, erklärt den Namen als „Eulenburg“. Für die genannte „Uhlenburg“
(die Mundart sagt für ,Eule': Uhle) fand ich keine alten Belege. Im Repertorium
von Heiligenstadt (Bl. 75) fand ich den Vermerk: „Verkauf der sogenannten
Eulenburg su. Nr. 378 zum Neubau des Schulhauses“. Dr. J. Müller irrt, wenn er
an einen Wortstamm „il, ol, ul, eil, eul, ohl, al“ denkt, der „im allgemeinen
Wasser bedeutet“. Er nennt eine urkundliche Meldung von 1808 „die sogenannte
Eulenburg“, gibt aber keine Quelle an.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Für Uder erwähnt das Rezeßbuch (I 41) z. J. 1899 „auf dem
Eulenberge“, die Flurnamensammlung Eichsfelder Lehrer (1934) „am Uhlenberge“.
Siebert bringt für die „Uhlenburg“ (im östl. Dorfteil von Uder) einen
urkundlichen Beleg aus dem Jahre 1676 „Matthes Klinge, an der Eulenburg“. Prof.
Grimm schreibt dazu: „Die Grundstücke 3 und 4 sind zusammen von dem Rest eines
Walles, der nur auf der Ostseite deutlich erhalten ist, umgeben. Ergebnis:
Hochmittelalterlicher befestigter Hof.“ Auch hier hat die „Eule“ Pate gestanden.
Die Mundart nennt die Flur „Uhlnbork“. „Eulenberg“ und „Eulenburg“ sind wohl
identisch.</span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein Wiesen- und Waldtal südwestl. Wüstheuterode ist der
„Uhlengrund“. Die Feldwannenbücher (19: Jh.) schreiben „Eulengrund“, ebenso die
Flurkarte und das Flurbuch (S. 531). Ein Felsen nordwestl. Rustenfelde ist die
„Uhlnkammer“ (beim Uhlenstein, der ein „Eulenstein“ ist). Der „Ilnkopf“ eine
Anhöhe westl. Volkerode, ist ein „Eulenkopf“. Im Südeichsfeldischen erfolgt
Palatalisierung des mittelhochdeutschen langen u (Haus = Hüs). Eine Talsenke
westl. Steinheuterode ist das „Uhlnloch“ (19. Jh. „Eulenloch“; Feldwannenbuch).</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein „Uhlloch“ gibt es östl. Rohrberg (19. Jahrhundert:
„Eulenloch“; (Feldwannenbuch, Rezeß 48 v; Flurbuch 48). Hier auch der
„Uhllochsborn“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein „Uhlenstein“ (Fels südl. Großbartloff) heißt in der
Mundart „Üuschdäin“. Im 15. Jahrhundert wird er genannt: „1 Holtz Under dem
Ulnsteyn“. 1610. „ufm Ulenstein, Uhlenstein“. Der in Rustenfelde erwähnte
„Uhlnstein“ wird in allen urkundlichen Nachrichten „Eulenstein“ genannt. Eine
Bodensenke nördl. Ershausen ist das ,Ühlntal“ (19. Jh. im Eulenthale). Die Flur
ist nicht weit von der Kirche, in deren Turm sich Eulen aufhielten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine
Randbemerkung: </span><span class="fs11lh1-5">Die „Uhlenburg“ in Heiligenstadt war doch den Türmen der
Altstädter Kirche benachbart. Ich selbst hörte noch den Ausspruch: „Dem Propst
siene Uhlen“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 1/79; Erhard Müller - Bild: Tor und Mauer der ehemaligen "Uhlenburg" 2025 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 23:22:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zitat zum Gesundheitssystem der DDR nach 1945]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AFF"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„So wurde auf dem Eichsfelde nach 1945 in mühsamer und aufopferungsvoller Arbeit sämtlicher verantwortlicher Stellen und unter größtem Einsatz aller Ärzte und des gesamten medizinischen Personals, insbesondere aber durch Bereitstellung der Mittel seitens der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik, eine gesundheitliche Betreuung organisiert, wie sie auf dem Eichsfelde noch nie bestanden hat. In der Deutschen Demokratischen Republik ist die Pflege der Gesundheit der arbeitenden Menschen nicht mehr Aufgabe einzelner Personen oder Organisationen, sondern eine große und bedeutende Aufgabe der ganzen Gesellschaft und des Staates. Dies kommt auch in der Tatsache zum Ausdruck, daß in der Deutschen Demokratischen Republik zum ersten Male in der Geschichte Deutschlands ein besonderes „Ministerium für Gesundheitswesen“ gebildet wurde.“<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimatbuch 1956 - Bild: Poliklinik um 1950 bearbeitet und coloriert © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 23:30:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die Schulmeisterbuche]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B02"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Zu den Naturdenkmälern des Kreises Worbis gehört nicht
zuletzt ein durch sein Alter und seinen gesunden Wuchs auffallender Baum. Er
steht mitten in einer Kreuzung mehrerer stiller Waldwege, an denen der Dün so
reich ist, im Waldrevier „Scharfenstein“. Ihr schlanker Stamm hat einen Umfang
von über vier Meter, ihre Krone einen Durchmesser von über zwanzig Meter, und
die Höhe dürfte mehr als vierzig Meter betragen. Fachleute schätzen ihr Alter
auf über 350 Jahre. An ihrem Stamm finden wir ein Schild mit der Aufschrift
„Schulmeisterbuche“. Hier, im Schatten dieses Baumes, trafen die Pädagogen
Heinrich und Lorenz Kellner mit den „Schulmeistern“ zusammen. Unter Lorenz
Kellner wurde einmal ein Vortrag über die Flora der eichsfeldischen Wälder
gehalten, wobei die Kollegen vom Dün mit den Kollegen vom Ohmgebirge
beachtenswerte Unterschiede feststellten. Im Jahre 1883 und 1892 hat der für
den Kreis Worbis so bedeutungsvoll gewordene Schulrat Friedrich Polack die
Lehrer unter der Schulmeisterbuche wiederum versammelt. Damals sind die Kollegen
zu Fuß oder mit einem Pferdewagen aus dem Kreise Worbis gekommen, aber die
Heiligenstädter benutzten stolz die 1867 erbaute Bahn.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach jahrelanger Unterbrechung ist im Karl-Marx-Jahr 1953
unter Führung des Kollegen Klaus Willems aus Worbis die alte Tradition wieder aufgelebt.
So ist die Schulmeisterbuche eng mit der Entwicklung des Schulwesens auf dem
Eichsfelde verknüpft.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimatbuch 1956, Heinrich Wetter – Bild:
Schulmeisterbuche 2023 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 23:23:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Humor als „Extra-Würze“]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AFC"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Mal „auf die Schnelle" in der Mittagspause oder während
des Einkaufsbummels ein Bratwürstchen zu essen und dabei nicht lange auf den
Imbiß warten zu müssen da ist man bei Horst Schmidt am Bratwurststand auf dem
Marktplatz in Heiligenstadt an der richtigen Adresse Ein Würstchen mit Brot
oder Brötchen kostet 85 Pfennig — einen kleinen Witz hier und eine spaßige
Bemerkung dort gibt's als „Extra-Würze“ gratis dazu. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Horst Schmidt, der Mann
mit dem verschmitzten Lächeln, hat sein Herz auf dem rechten Fleck. Selbstredend
zieht es die täglich 500 bis 600 „Heißhungrigen“ vor allem zu dem von Montag
bis Freitag geöffneten Stand, weil man hier prompt bedient wird, eine Thüringer
Bratwurst serviert bekommt, die ihrem Namen alle Ehre macht und zudem von
Meisterhand zubereitet ist. Ja, von Meisterhand. Denn der 61jährige Horst
Schmidt ist von Beruf Koch. Manch Heiligenstädter wird sich noch an die Zeit
erinnern, da Horst Schmidt von 1965 bis 1978 „Küchenchef“ im „Eichsfelder Hof“
war, mit seiner gediegenen Kochkunst die Gäste dieser Konsum-Gaststätte
verwöhnte und als Lehrausbilder sein Können an andere weitergab. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein ebenso
tadelloser Küchenleiter war er dann anschließend in der Gaststätte „Bahnhof
Ost“ — bis gesundheitliche Gründe ihn zwangen, eine weniger aufreibende Arbeit
aufzunehmen. Von dem ihm liebgewordenen Beruf — denn er ist nun mal Koch mit
Leib und Seele — mochte er sich jedoch nicht ganz trennen. So übernahm er im
Herbst 1981 den kleinen, dem „Eichsfelder Hof“ unterstehenden Bratwurststand
auf dem Marktplatz. Und daß er sich hier gleichfalls vorbildlich für „seine
Gäste“ einsetzt, ist ihm eine Selbstverständlichkeit."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle:
Thüringer Tageblatt 23.03.1982, E. B.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 23:14:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Das große „Aufräumen” begann 1811]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AFB"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Vertiefen wir uns in die Karte von Heiligenstadt, die der Udersche „Pastor Flucke“ 1646, also noch während des 30jährigen Krieges gezeichnet hat, können wir uns vorstellen, wie Heiligenstadt vor dem großen Brande von 1739 ausgesehen hat. Im Lingemannschen Plan von 1800 vermissen wir schon viel. Das große „Aufräumen“ hat erst in der Franzosenzeit 1811 begonnen. Der Präfekt von Bülow wollte die Hauptstadt des Harzdepartements von Grund auf verschönern.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach dem von Bülow aufgestellten Verschönerungsplan sollten die Straßen gepflastert, Trottoire gebaut, die drei Torgebäude abgebrochen und zwischen den Pfeilern Gatter angelegt, die Stadtmauer ganz oder auf die Höhe von sechs Fuß abgebrochen werden. Außerdem sollte der Kreuzgang an der Bergkirche abgebrochen werden, ferner der Turm an der Geislede, „in dem ehemals das Wasser in die Höhe getrieben ist“, ferner das „alte Gemäuer“ auf dem Heimenstein. Das gewonnene Material sollte für die Straßen verwandt oder versteigert werden. Die Lindenallee sollte einen gewölbten Kanal bekommen und in einen besseren Zustand versetzt werden. Die ehemaligen Kirchhöfe (Altstädter, Neustädter und Berg) müssten eingeebnet und neu bepflanzt werden. Der neue Friedhof vor dem Geisleder Tor wäre nach der Art des „berühmten Friedhofs in Dessau zu bepflanzen. Auch schöne Promenadenwege wurden geplant...“. Das nötige Geld sollte aus dem Budget, dem Verkauf eines Teils der Stadtmauer, Grundstücksverkauf, Zuschüssen der Regierung und Sammlungen beschafft werden. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am 30. August 1811 wurde der Verschönerungsplan dem Stadtrat vorgelegt. Mit der Herstellung von Bürgersteigen und dem Abbruch der Stadttore, besonders des „lästigen“ Holzbrückentores (Göttinger), war man sofort einverstanden. Nicht einverstanden war der Stadtrat mit dem völligen Abbruch der Stadtmauer. Man einigte sich auf acht bis zehn Fuß Abtrag. Der Kreuzgang an der Bergkirche, der Turm an der Geislede und die Liboriuskapelle erfüllten keinen Zweck mehr und fanden auch die Zustimmung zum Abbruch. Der Gewinn aus der Ruine auf dem Klausberg schien unbedeutend. Sie sollte stehenbleiben. Der Cantonmaire Monecke schlug noch vor, bei der Bergkirche und auf dem Marktplatz Linden anzupflanzen, die Lindenallee nach Osten hin zu verlängern und am Altstädter Kirchhof eine Terrasse anzulegen. Auf dem neuen Friedhof würden sogenannte Trauerweiden einen erhebenden Anblick gewähren. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Schon im September 1811 wurde die Wache am Holzbrückentor abgebrochen. Im Dezember fing man an, den Kreuzgang auf dem Berg niederzureißen. Anfang Dezember wurden die Beinhäuser auf den Altstädter und Neustädter Kirchhöfen abgerissen."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Thüringer Tageblatt 1982 – Bild: Geisleder Tor um 1900</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 23:09:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das alte Kornhaus]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000B01"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Kein Gebäude in Heiligenstadt hat so viele Bauepochen wie das alte Kornhaus neben der Herrnmühle beim Knickhagen. Erbaut wurde es in der heutigen Version zusammen mit der Stadtmauer um 1227. Es gehörte damals zum Verteidigungssystem der Stadt. Zu erkennen ist es an den sich nach innen verjüngenden Fenstern. Vor dem Kornhaus befand sich nach Fluk 1646 ein Wehrturm und später die Wasserkunst, die den Neptun und die Gebäude mit Wasser versorgte. Er stand ursprünglich vor dem Schloss.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Leider wurden die bisherigen Erkenntnisse und Vermutungen nicht mit intensiven Ausgrabungen und Untersuchungen belegt. Der Ursprung des Gebäudes geht bis zur Gründung der Pfalz, sogar bis zur Gründung Heiligenstadts zurück. Ausgangspunkt der Siedlung war der Berg mit der Martinskirche und das Dorf „Zuenchen“, dass dem Knickhagen zugeordnet wird. Hier siedelten sich die Bediensteten der Pfalz an. Das Areal der Herrnmühle/Kornspeicher gehörte dazu. Hier entstand also unsere heutiges Heiligenstadt. Hier gab es mit Sicherheit (meine Vermutung) schon weit vor dem Bau der Pfalz eine Siedlung.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Hier beginnt auch mein Interesse für die Stadtgeschichte. Ich habe jahrelang in der Nachbarschaft gewohnt und den Brand Mitte der 70er Jahre miterlebt. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bild: Das Kornhaus um 1970 mit KI coloriert und bearbeitet</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 23:41:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Tödliches Ereignis in der Heiligenstädter Brauerei]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AF6"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Jahre 1900 ereignete sich in der Heiligenstädter Brauerei ein tödliches Ereignis:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„In der Nacht vom 12. zum 13. Februar 1900 erstickten an Kohlenoxid der Bierfahrer Eduard Roth und der Arbeiter August Weiß in der Ständer'schen Brauerei zu Heiligenstadt. In einem Nachbarzimmer ihres Schlafraumes war Feuer im Ofen. Das Ofenrohr ging durch ihr Schlafzimmer. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf ungeklärte Weise muß ein Funken vom Rohr herab auf einen Sack voll Kohlen gefallen sein. Der Sack war verglimmt und hatte die Kohlen zum Glühen gebracht, wodurch sich das giftige Kohlenoxid entwickelt hatte. Die Leichen und alle Gegenstände im Zimmer waren gelb geworden. Wiederbelebungsversuche durch künstliche Atmung waren erfolglos.“ </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Chronik Geisleden Wilhelm Diete 1926 – Bild: Gesellige Runde in Ständers Brauerei um 1930 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 23:03:00 GMT</pubDate>
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			<link>https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/?aus-dem-archiv--toedliches-ereignis-in-der-heiligenstaedter-brauerei</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Neues Feierabend- und Pflegeheim in Leinefelde]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AED"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Am 18. September dieses Jahres wurde in Leinefelde ein neues Feierabend- und Pflegeheim seiner Bestimmung übergeben. 210 Rentner werden hier von einem 62köpfigen Kollektiv betreut, bestehend aus Schwestern, Krankenpflegern, Stationshilfen, Reinigungskräften, Handwerkern und dem Küchenpersonal. Das Haus verfügt über zwei Pflege- und Feierabendstationen, jede mit Bädern, Küchen und mit gemütlichen Ruhezonen auf jeder Etage ausgestattet. Für Behinderte gibt es Auffahrten, einen Lift und von drei Seiten zugängliche Bäder. In den Zweibettzimmern werden sich die Betagten wohlfühlen. Das Leinefelder Heim ist das zwölfte seiner Art im Bezirk Erfurt. Für seine Gestaltung erhielt das ortsansässige Projektierungsbüro des WBK Erfurt den Architekturpreis der DDR.“<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Heim heißt heute „Pro Seniore Residenz Albert Schweitzer“ und ist in der Stromstraße zu finden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 4/85; Karl-Heinz Kabisch – Bild: Postkarte aus den 1980er Jahren.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 23:38:00 GMT</pubDate>
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			<link>https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/?aus-dem-archiv--neues-feierabend--und-pflegeheim-in-leinefelde</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vor fast 100 Jahren schwebte ein Zeppelin über Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AEE"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der Nacht vom 17. auf den 18. September 1929 erlebten die Einwohner von Heiligenstadt eine große Sensation: Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ überflog die Stadt. Auf seiner Rückfahrt nach Friedrichshafen kam es aus Richtung Göttingen und passierte auch das Eichsfeld. Da sich die erwartete Flugzeit herumgesprochen hatte, versammelten sich mehrere hundert Menschen auf den umliegenden Höhen, um das Ereignis mitzuerleben.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Gegen 1:20 Uhr war zuerst das Geräusch der Propeller zu hören, kurz darauf erschien das Hecklicht am Himmel. Wenige Minuten später zog der Zeppelin majestätisch über Heiligenstadt hinweg – in nur etwa 300 bis 400 Metern Höhe. Bei hellem Mondschein soll sogar der Schriftzug auf der silbern glänzenden Hülle zu erkennen gewesen sein. Augenzeugen berichten, dass Menschen das Deutschlandlied sangen und aus der beleuchteten Gondel zurückgewinkt wurde. Gegen 1:45 Uhr drehte das Luftschiff nach Osten ab und verschwand in Richtung Dingelstädt. Rund sechs Stunden später landete es sicher in Friedrichshafen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der „Graf Zeppelin“ (LZ 127) war das erfolgreichste Luftschiff seiner Zeit und markierte den Höhepunkt der Zeppelin-Luftfahrt. Er war nach Ferdinand Graf von Zeppelin benannt und hatte seinen Erstflug am 18. September 1928 – genau ein Jahr vor dem denkwürdigen Überflug über Heiligenstadt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mit der Katastrophe der „Hindenburg“ am 6. Mai 1937 in New York wurden die Passagierfahrten eingestellt. &nbsp;Heute kann man mit einem Zeppelin über den Bodensee fahren. Übrigens: Ballon und Zeppelin fliegen nicht – sie fahren.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Zeppelin über dem Dün © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 23:15:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Humor und Schabernack beim Schlachtefest]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AF0"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Ein Schwein großfüttern ist eine feine Sache. Noch schöner allerdings ist das Schlachten dieses Schweines, deshalb spricht man ja vom SchlachteFEST. Das beste am Schlachtefest sind natürlich die frisch zubereiteten Fleisch- und Wurstwaren, aber nicht zuletzt der derbe Spaß, der dabei gemacht wird, der allerdings größtenteils von den anwesenden Männern ausgeht. Über die Bedeutung des Hausschweines im Leben der Landbevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten kann man sich heute nur sehr schwer einen Begriff machen. In einer Zeit, wo die Armut und das schlechte Essen allzuoft zum Tagewerk der untersten Schichten gehörten, war der Besitz eines Schweines schon ein kleiner Schritt zu einem besseren Leben. Der Besitzer eines Schweines schätzte sich glücklich, denn das Tier versinnbildlichte für ihn Nahrung und Kleidung (Leder), also lebenden Vorrat für kommende Tage. Aus dieser Zeit und dieser Anschauung heraus stammt der Begriff des „Glücksschweines“ und die sehr geläufige Redewendung „Schwein gehabt“, die ausdrücken soll, daß man Glück hatte. Heutigentags ist das Glücksschwein wie der Schornsteinfeger oder das Hufeisen zu einem Talisman geworden, ohne daß der Sinn des Entstehungsgrundes offenkundig wird.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Zwei kleine Sprüche sollen die Verehrung des Hausschweines in diesem Zusammenhang verdeutlichen: </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Wer ohne Sorgen satt will sein,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>der kauf und mäste sich ein Schwein.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>oder: Pfleg und füttere ein Schwein,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>es bringt dir's hundertfältig ein.</i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Schlachtefest selbst gestaltete sich zu einem Höhepunkt im Leben der Familie. Bekanntlich waren im Eichsfeld die drei wichtigsten Feste des Jahres Weihnachten, Kirmes und das Schlachtefest, welches auch heute noch zu den besonderen Tagen zählt, wenngleich der ökonomische Zwang zur Bereitstellung der Nahrung für die Familie keineswegs geboten ist. Trotzdem ist es ein Fest, auf welches man sich freut, und bei dem es neben der vielen Arbeit auch lustig zugehen kann.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die beste Zeit zum Schlachten ist die kalte Jahreszeit, wenn das Schwein von den Früchten der Ernte fettgefüttert im Stall steht und Festtage heranrücken. So lauten zwei alte Sprüche:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Zu Martin, da schlacht der Buur sin Schwien,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>das muß zu Lichtmeß jefressen sin.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>oder: </i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Zu Martin, da schlacht min Vater en Schwien,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>die Mutter schlacht 'ne Gans, </i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>und du, du kriegst'n Schwanz.</i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ist dann endlich der Tag des Schlachtens gekommen und der Schlachter anwesend, tut es manchem Hausherren leid, sein mit viel Liebe aufgezogenes Schweinchen töten zu lassen. Er wird getröstet mit den Worten:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Willst du hadern um ein Schwein?</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Iß die Wurst und laß es sein!</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ist das Schwein geschossen, stellt sich ab und an ein Spaßvogel mit einem Spankorb daneben und will die Seele des Tieres auffangen. Die Kinder müssen feste am Schwanz ziehen, da sonst, wie ihnen der Schlachter erklärte, die Würste krumm werden. Natürlich kommt auch der Alkohol in Form von Kornbranntwein oder Kräuterlikör zu seinem Recht. Um ihn zu bekommen, werden im Verlaufe des Schlachtens einige nette Verse dargeboten. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Steht das Schwein noch im Koben, </i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>wird erst einer gehoben.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Kommt es aus dem Koben,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>wird noch einer gehoben.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Bevor's Schwein an der Leiter (Bügel, Haken) hängt,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>wird ein Schnäpschen eingeschenkt.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Ist das Schwein hingehängt,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>wird wieder einer eingeschenkt.</i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Schließlich ist der Durst gelöscht und mit dem Spruch: </span><span class="fs11lh1-5"><i>Hängt's Schwein an der Leiter, </i></span><span class="fs11lh1-5"><span class="fs11lh1-5"><i>geht's fröhlich weiter</i></span>, wendet man sich wieder der Arbeit zu.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Natürlich soll hier nicht der Eindruck entstehen, daß das Schlachtefest eine Beschäftigung für Possenreißer ist. Es handelt sich hierbei um eine durchaus ernsthafte und anstrengende Beschäftigung, denn der Geschmack von Fleisch und Wurst, die einwandfreie Konservierung desselben in Büchsen und Gläsern hängen von den mithelfenden Personen ab. Wer würde bestreiten, daß nicht eine große Fertigkeit dazugehört, die schmackhaften Würste, den kräftigen Schinken, den Speck, das Gepökelte und selbstverständlich die herzhaften Feldkieker herzustellen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Während der Zubereitung der Wurst nun werden Unkundigen oder Gästen die verschiedenen Aufgaben übertragen. So sollen sie z. B. </span><span class="fs11lh1-5">den Speckhobel holen, </span><span class="fs11lh1-5">den Kümmelspalter beschaffen, </span><span class="fs11lh1-5">den Senfkörnerschäler bringen und </span><span class="fs11lh1-5">das Wurstmaß von irgendeinem Nachbarn abholen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Gelegentlich wird dem Angeführten dann als Wurstmaß ein Nachttopf angedreht und ernsthaft hinzugefügt, daß die Würste genauso rund werden sollen wie der Topf. Ein Verschen sagt es so:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Der Schlachter ist ein Schweinehund,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>der macht die Wurst im Nachttopf rund.</i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Wird die Rotwurst in der Molle gemengt, werden die anwesenden Kinder herangerufen, um ihnen die „Wurst anzumessen“. Dabei streicht man ihnen das Blut über Wangen und Mund. Die Anwesenden schmunzeln über die verschmierten Gesichter, aber die Kinder suchen eilig das Weite.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Beim Füllen der Rotwurst in die Blasen wird wieder jemand beauftragt, einen Teller oder ein anderes Gefäß zu holen. Der Schlachter läßt die Luft aus der Blase, die zuvor am Fenster zum Trocknen aufgehängt war, auf den Teller und freut sich über das dumme Gesicht des Angeführten. Dieser muß Bemerkungen wie „der hat soviel Verstand im Koppe wie die Ziege Fleisch vor'm Knie“ einstecken.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Sind ein paar Borsten in die Wurst geraten, wird der Hausherr mit folgenden Worten getröstet:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Dafür war's ein Schwein, wenn Haare in der Wurst wären, dann hätten wir den Hund geschlachtet.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Vergißt der Hausherr den Schnaps, wenn Kesselfleisch gegessen wird, macht man mit den Worten „fettes Fleisch will schwimmen“ auf die leeren Gläser aufmerksam. Bemerken die Nachbarn, daß geschlachtet wird, holen sie sich die reichlich vorhandene Fleisch- oder Wurstsuppe. Früher verkleideten sie sich extra als Bettler und sangen oder sagten folgende Reime auf:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Me haan gehart, die haat geschlacht,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>haat dicke, fette Weste gemacht,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>die kleinen loot ihr hangen,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>die graßen wolln wir langen.</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>Oder: Ich haa gehart, die haat geschlacht,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>haat kleine und graße Weste gemacht,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>die graßen gebt ihr mir,</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>die kleinen behaltet ihr.</i></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Bitte wurde entsprochen, und die Besucher gehen mit Wurst- oder Fleischsuppe sowie einigen Kleinigkeiten nach Hause. Der Spaßvogel, der mit einem Füllkorb Wurstsuppe holen will, bekommt als Ersatz Wurst, Kesselfleisch und Gehacktes. Andere verkleideten sich als Kesselflicker. Sie mußten aber schweigen, wenn sie etwas bekommen wollten. Gelegentlich ließ man sie auch tanzen, bis sie als Belohnung eine Schlachtgabe erhielten. Neigte sich der Tag dem Ende zu, rüsteten sich die Gäste zum Heimgang. Dabei bemerkte so mancher nicht, daß er den Schweineschwanz mit einer Sicherheitsnadel an Mantel, Jacke oder Hose angesteckt bekam und zog so gekennzeichnet nach Hause. Jeder bekam noch eine Schlachteschüssel mit Wurst, Gehacktem, Kesselfleisch und anderen Köstlichkeiten mit auf den Weg. Ein witziger Hausherr leuchtete seinen Gästen noch lange mit der Laterne hinterher und begleitete sie noch ein Stück des Weges. Als die Heimwärtsgehenden stutzig wurden, und ihn fragten, warum er das mache, erwiderte er schmunzelnd: </span><i class="fs11lh1-5">„Man wird doch noch seinem Schwein hinterher leuchten dürfen.“</i></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><i class="fs11lh1-5"><br></i></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Damit meinte er, daß ein schönes Stück seines Schweines nur noch in den Mägen der Heimgehenden existierte. Damit sind wir am Abend des Schlachtetages und am Ende unserer kleinen Betrachtung angelangt, deren Aufgabe es war, den Humor im Leben unserer Heimat einmal am Beispiel des Schlachtefestes darzustellen. Natürlich werden noch andere Späße und Streiche im Umlauf sein, so daß diese Aufstellung beliebig fortgesetzt werden könnte."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte, Jörg-Michael Junker – Bild: Schlachtefest in den 1970er Jahren in Rengelrode © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 23:08:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Die verschwundenen Sonnenuhren an der Heiligenstädter Marienkirche]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AEC"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Sonnenuhren sind nicht nur Zeitmesser, sondern auch Schmuckstücke, die auch an privaten Häusern zu finden sind. Die Tage stieß ich auf einen interessanten Artikel von Manfred Kahlmeyer, der sich mit diesem Thema beschäftigte. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Alle großen Sonnenuhren unserer Heiligenstädter Kirchen wurden nach der Wende aufwendig saniert. Die bedeutendste ist die vertikale Südsonnenuhr am Turm der Marienkirche, die von Athansius Kircher 1624 hergestellt wurde.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Es gibt aber zwei weitere mittelalterliche Sonnenuhren an der Südseite der Kirche. Überreste dieser Uhren konnte ich bei einer Besichtigung gestern nicht erkennen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die erste mittelalterliche Sonnenuhr war am 3. südlichen Außenpfeiler des Seitenschiffes angebracht:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„E. Zinner schreibt in seinem Buch „Alte Sonnenuhren an europäischen Gebäuden“ von „Resten einer mittelalterlichen Sonnenuhr an der Marienkirche in Heiligenstadt“. Dieser Notiz ging ich nach und fand auch spärliche Überbleibsel dieser einstigen Vollkreissonnenuhr. Am dritten Pfeiler vom Chor aus gesehen zeichnen sich in einer Höhe von 5 Metern Bruchstücke von zwei Vollkreisen ab. Zur besseren Erkennung dieser Kreise auf dem Foto wurden sie mit einem Holzkohlestift nachgezogen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der innere Kreis hat einen Durchmesser von 52 cm und der äußere von 64 cm. Der benannte Pfeiler befindet sich unmittelbar neben dem früheren Eingangsportal, welches heute zugemauert ist. (heute wieder begehbar, aber immer verschlossen) Durch die Witterungseinflüsse im Laufe der Jahrhunderte ist leider keinerlei Einteilung mehr zu erkennen, aus denen weitere Schlüsse zu ziehen wären. Aus der Entwicklung der Baugeschichte nach Rassow fällt die Erbauung des Kirchenschiffes in den zweiten Bauabschnitt. Rassow schreibt: „Da er den Stilformen nach ebenfalls noch dem 14. Jahrhundert angehört, so liegt es nahe, anzunehmen, daß dieser Bauteil ein beim Brande des Jahres 1333 zerstörtes älteres Kirchenschiff zu ersetzen hatte, daß man aber den damaligen Chorteil unberührt ließ, um dort weiter Gottesdienst abhalten zu können.“ Es stellt sich auch hier die Frage, warum ist Rassow in seiner „Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Heiligenstadt“ nicht auf die Sonnenuhren eingegangen? Zieht man die Analogie in der Anlage (2 Vollkreise) zu den Sonnenuhren an der Martinikirche und an der Ägidienkirche in Betracht, so kann vermutet werden, daß es sich um eine frühe Form von Polstabsonnenuhr handelt. Sollte es vielleicht eine Übergangsform zwischen den kanonialen Sonnenuhren (Schattenstab ragt senkrecht aus der Wand) und den modernen Polstabsonnenuhren sein?“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die zweite, eine vertikale Südsonnenuhr, war am 2. südlichen Außenpfeiler des Kirchenschiffes zu erkennen:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Beim Betrachten dieser Sonnenuhr fällt besonders die Anbringungshöhe auf. Nur einen Meter über dem Erdboden, ist sie fast mit Brennnesseln verdeckt. In einer solchen Höhe wurden Sonnenuhren nicht angebracht. Eine Erklärung kann nur darin gesehen werden, daß beim Bau der Stützmauer Erdreich angefüllt wurde. Auch bei dieser Sonnenuhr wurden die Stundenlinien, Stundenziffern und die Tageslinien nachgezogen, um sie auf dem Foto sichtbar zu machen. Der Verwitterungsprozeß ist sehr weit fortgeschritten, und an der linken Seite der Uhr fehlt bereits ein Stück von dem roten Sandstein. Der Stein ist 64 cm breit und 45 cm hoch. Neun lange Stundenlinien sowie 5 Tageslinien sind bruchstückhaft zu erkennen. Die Stundenziffern 3, 4 und 5 sind noch recht deutlich zu sehen. Aus der Lage der beiden Polstablöcher kann ebenfalls auf eine vertikale Südsonnenuhr geschlossen werden. In der Bauart erinnert diese Sonnenuhr an die vertikale Südsonnenuhr am Turm dieser Kirche, die ja bekanntlich von A. Kircher 1624 hergestellt wurde. Es ist nicht auszuschließen, daß zwischen beiden Sonnenuhren irgendwelche Zusammenhänge bestehen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 4/84, Manfred Kahlmeyer: Historische Sonnenuhren im Eichsfeld - Einige weitere Sonnenuhren und Restaurierungsarbeiten</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 23:52:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die Straßen in der Stadt Dingelstädt (2/2)]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AE4"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Die „Lippe“ ist eine enge, aber dicht bebaute Straße. Der Name „Lippe“ bedeutet „enger Durchgang", Im Jahre 1868 wurde von der „Lippe“ eine Verbindung zur „Kefferhäuser Straße“ geschaffen. Dies war möglich, weil die Familie Werkmeister das Erdgeschoß ihres quer zur „Lippe" stehenden Wohnhauses auf Abbruch an die Stadt verkaufte. Die Straße führte nunmehr durch ein überbautes Tor unter dem ersten Stockwerk des Hauses hindurch, weshalb man die Straße jenseits des Durchbruchs als „Torstraße“ benannte. Der freie Platz inmitten der Stadt, heute „Platz der DSF“, hieß früher „Anger“. Er lag einst außerhalb der Schutzmauer und reichte von dieser bis zum Wasserlauf des Siechen. Im Osten geht der Platz in „Graben“ und „Kerf“ über. Der „Graben“ ist Straße und Flußbett zugleich. Den größten Teil des Jahres über liegt der „Graben“ trocken, und nur bei anhaltenden Regenfällen bzw. bei der Schneeschmelze füllt er sich mit Wasser, das schließlich in die Unstrut fließt.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der „Kerf“ ist eine Gasse, die in einem geöffneten Viereck die St. Marienkirche in ihrer Mitte hat. St. Marien ist die älteste Kirche der Stadt und wurde 1838 nach dem großen Brande wieder aufgebaut.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Mitten in der Stadt verlaufen noch die Straßen „Am Mühlwehr“ und „An der Unstrut“. Das Mühlwehr verbreitert sich bei der Großen Mühle über die „Karl-Marx-Straße“ und bildet dann den „Plan“, von dem man durch die schmale „Nuddelgasse" in den „Graben“ gelangen kann. Der „Plan“ wird durch die Unstrut in zwei Straßenteile getrennt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Straße „An der Unstrut“ wird auch „An der Rieh“ genannt. Als nämlich im Jahre 1838 die untere Altstadt fast vollständig abbrannte, sagten die Bewohner der Oberstadt zu den in dieser Straße wohnenden: „Jetzt sit ihr an der Rieh“. Die Verbindungen zwischen der „Geschwister-Scholl-Straße“ und dem Mühlwehr heißen „Schmiedsgasse“ (hier wurde lange Zeit eine Schmiede betrieben), „Doktorgasse“ (benannt nach dem Arzt Dr. Karl Strecker) und „Brückenstraße“. Die „Brückenstraße" war früher eine unbefestigte, enge Gasse, und über die Unstrut führte nur ein Steg.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Als 1885 der „Eichsfelder Hof“ im Osten neu gebaut wurde, füllte </span><span class="fs11lh1-5">man mit dem anfallenden Bauschutt diese Gasse auf und planierte und pflasterte sie schließlich. Nachdem man bereits 1891 über die Unstrut eine Brücke gebaut hatte, nannte man die Straße „Brückenstraße“. An kleinen Straßen und Gassen sind noch zu nennen die Häuserreihe „Bei der Kirche“, die „Pfarrgasse“, die von der Gertrudenkirche zum Pfarrhaus führt, der „Winkel“, eine stille Ecke hinter der Großen Mühle, die „Gartenstraße“, die von der unteren „Karl-Marx-Straße“ zum „Rasenweg“ und zur „Silberhäuser Straße“ führt und auch „Dreckgasse" genannt wird.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der Oberstadt ist der „Riethstieg“ zu nennen. Früher war dies der „Stieg“, der von der Stadt durch die „Aue“ ins „Rieth“ führte. Das erste Gebäude an dieser Straße war das 1864/65 erbaute St. Josef-Institut. Die übrigen Häuser sind alle erst nach 1885 gebaut worden, nachdem der ehemalige „Stieg“ verbreitert und befestigt worden war. 1844 war bereits der alte Friedhof am „Riethstieg“ angelegt worden. Der „Riethstieg“ ist durch die „Von-Hagen-Straße“ nach Norden hin mit der „Heiligenstädter Straße“ verbunden. Der Name dieser Straße soll die Erinnerung an den einstigen Bürgermeister Richard von Hagen wachhalten, der von 1896 bis 1908 die Geschicke der Stadt lenkte und leitete und sich große Verdienste um das Gemeinwesen erwarb. Früher hieß diese Straße „Feldstraße“. Sie hatte nur nach Osten hin eine Häuserreihe, nach Westen breiteten sich Felder aus.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die „Neue Straße“ liegt auf der gegenüberliegenden Seite. Sie ist die Fortsetzung der „Lindenstraße“ nach Westen hin. Ursprünglich hieß diese Straße „Kleine Gasse“. Die Häuser in der unteren „Bahnhofstraße“ wurden um 1832 errichtet, die in der mittleren nach 1880 und jene im oberen Teil, mit wenigen Ausnahmen, erst nach 1918. Von der „Silberhäuser Straße“ führt nach Süden der „Rasenweg“, auch „Schießbahn“ genannt. Der Name „Schießbahn“ erinnert daran, daß bis 1868 auf dem „Schweinerasen“ die Schützenfeste gefeiert wurden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Abschließend sollen noch die Straßen genannt werden, die erst in den letzten Jahrzehnten und in allerjüngster Zeit ausgebaut bzw. gänzlich neu angelegt wurden: „Steinstraße“, „Poststraße“, „Aue“, „Bergstraße", „Obere Birkunger Straße“, „Waldstraße“, „Kerflede“, „Steinufer“, „Wolfskuhle“, „Weihbühl“, „Kefferhäuser Straße“, „Im Dosborn“, „Leninstraße“, „Siedlung“ und „Baumgartenweg“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">An der „Bergstraße“ wurden während der letzten Jahre Bungalowhäuser errichtet. Zur Zeit werden moderne Einfamilienhäuser am „Baumgartenweg“ und „Rasenweg“ gebaut.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 2/83, Heinz Nelz – Bild: Untere Wilhelmstraße um 1930 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 23:10:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Der geheimnisvolle Galgenhügel in Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AEB"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nichts war uns Kinder damals unheimlicher als der Galgenhügel auf dem Richteberg und das sogenannte „Hexenhaus“, von dem nur noch die Grundmauern erhalten blieben, so unsere Eltern und Großeltern. Heute wissen wir, die „Mauern“ sind nur natürliche Felsformationen, die hier überall zu finden sind.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Heiligenstadt gab es keine Hexenverbrennungen – zum Glück! Heute sind als Relikte der damaligen Zeit der Tollenkasten und der Richtklotz im Eichsfeldmuseum, das Schwurkreuz aus Storms Zeiten als Richter und die beiden Gesetzesbücher „Willkür“ (1335) und „Einwort“ erhalten. Das Henkersbeil im Museum ist eine Zugabe, eine einfache Zimmermannsaxt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Hingerichtet wurde in Heiligenstadt mit dem Schwert. Ein einzigartiges Stück mit der eingravierten Inschrift: „Wann ich das Schwert tue erheben, so wünsch` ich dem Sünder das ewige Leben.“ Es ist wie 75 Prozent der Heiligenstädter Kulturgegenstände nach der Museumsverlagerung und nach Kriegsende „abhanden“ gekommen. Ebenso verschwunden sind der alte Gerichtsstuhl, von dem aus in Heiligenstadt Recht gesprochen wurde und der Leuchter.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im 19. Jahrhundert gab es drei Verurteilungen zum Tode. </span><span class="fs11lh1-5">Johannes Müller schreibt in seinem am 18. Mai 1922 im „Eichsfelder Tageblatt“ veröffentlichten Beitrag „Die letzten Hinrichtungen in Heiligenstadt“:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„… Die sogenannten „Warnungsanzeigen“ des Gerichts zu den drei Hinrichtungen - 1830, 1836 und 1856 - in ihrer Detailliertheit und die von den Verurteilten verübten gräßlichen Verbrechen lassen einem Schauer über den Rücken laufen:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die mithin wohl grausamste Strafe, das Rädern, wurde am 24. März 1830 auf dem Richtplatz bei Heiligenstadt an dem Ackerknecht Johann Joseph Schuchardt aus Kefferhausen vollzogen wegen dreifachen Mordes. Schuchardt hatte mit einer Dorothea Elisabeth Eckhardt, mit der er seit 1822 intime Beziehungen unterhält, zwei uneheliche Kinder. Sich der Frau und ihrer „Zudringlichkeit“ und der Kinder zu entledigen, plante und führte er einen grausamen Mord aus. In geheuchelter Absicht, die Frau zu heiraten, bestellte er diese sowie den vierjährigen Jungen und das eineinhalbjährige Mädchen unter dem Vorwand, mit ihnen zur Eheschließung nach Heiligenstadt zu gehen, in der Nacht vom 10. zum 11. Juni 1828 zur Scheune seines Grundstückes. Dort erwürgte er die drei, verscharrte die Leichen in der Scheune. Der Mordverdacht fiel sogleich auf ihn. Schuchardt konnte nach der ersten Verhaftung fliehen, wurde wieder ergriffen und gestand schließlich die scheußliche Tat.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Falle der zweiten Hinrichtung handelte es sich um den 60jährigen Schmied Johann Georg Urbach aus Lengefeld. Für sein von ihm verkauftes Schmiedehandwerkzeug hatte er 20 Reichstaler erhalten, die ihm am 30. April 1834 entwendet wurden. Er bezichtigte - wohl nicht ganz grundlos - einen Johann Georg Bickel des Diebstahls. Dieser drohte ihn wegen Belästigung anzuzeigen. Daraufhin erschlug Urbach am Abend des 12. Mai 1836 den Johann Georg Bickel mit einer Steinhacke im Schlafe. Obwohl er alle Spuren sorgsam zu verwischen suchte, wurde er schließlich der Tat überführt. Das am 22. Dezember 1836 auf dem Heiligenstädter Richtplatz vollstreckte Urteil lautete: „ ... mit der Strafe des Rades von oben herab vom Leben zum Tode gebracht zu werden“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Enthauptung der Margarethe Hübenthal geb. Stitz am 13. Dezember 1856 bildete die letzte Hinrichtung in Heiligenstadt. Diese Frau hatte sich nach 23 Jahren Ehe von ihrem Mann getrennt und war von Rustenfelde nach Birkenfelde gezogen. Hier brachte sie ihre Tochter Dorothea Elisabeth zur Welt. Diese nun heiratete später den Landarbeiter Lorenz Koch, ein zank- und streitsüchtiger Mensch, der den beiden Frauen das Leben schwer machte. Am Morgen des 25. Mai 1855 alarmierten Mutter und Tochter Nachbarn und Verwandte, Lorenz Koch sei in der vergangenen Nacht vor der Haustür überfallen und von mehreren Personen mißhandelt worden. Man fand Lorenz Koch, aus 19 Kopf- und Gesichtswunden blutend, besinnungslos im Bett, wo er kurze Zeit darauf starb.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Nach längerem Verhör endlich gestanden Margarethe Hübenthal und deren Tochter, den in der Nacht vom 24. zum. 25. Mai betrunkenen heimgekehrten Lorenz Koch mit einer Hacke bzw. einem Beil „traktiert“ zu haben. Sie, Margarethe Hübenthal habe den Mord schon lange geplant und ihre Tochter zur Teilnahme überredet. Margarethe Hübenthal wurde wegen Mordes zum Tode, ihre Tochter wegen Todschlags zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In Heiligenstadt wurde das Amt des Scharfrichters vom Wasenmeister (Abdecker) ausgeübt. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Johannes Müller: „Eichsfelder Tageblatt“ 1922, eigene Aufzeichnungen - Bild: Der Galgenhügel 2026 mit den üblichen Henkersutensilien (KI bearbeitet) © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 23:25:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Die Straßen in der Stadt Dingelstädt (1/2)]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AE3"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Dingelstädt verdankt seine Entwicklung in einem hohen Maße seiner günstigen Lage im Straßennetz. Bereits im Mittelalter durchschnitt eine wichtige Verbindungsstraße zwischen den alten sächsischen Ländern und Thüringen das Eichsfeld. Sie verlief von Braunschweig über Osterode - Wulften - Gieboldehausen - Duderstadt - Rotheberg - Reinholterode - Heiligenstadt - Dingelstädt (oder Wachstedt) - Mühlhausen nach Erfurt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In einem Verzeichnis der Geleitstraßen aus dem Jahre 1609 heißt es:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Die geleidtsstraßen von Mulhaußen uff Dingelstaht, heiligenstaht, gehet auff oder ann bey der Oppenthaler Warthe, in der Landwehr uf das Siechenhauß.“ </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Diese Straße verlief von Mühlhausen über Lengefeld - Lengefelder Warte - Dingelstädt - Geisleden - Heiligenstadt - Siemerode - Bischhagen - Bremke nach Göttingen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Außer dieser Hauptverkehrsstraße stellte ehedem noch eine andere freilich weniger wichtige Straße die Verbindung mit dem Norden her. Es handelt sich um die einstige Landstraße, die von Dingelstädt aus mit beträchtlicher Steigung über den Dün nach Reifenstein führte. Diese alte Straße liegt heute als ausgefahrener Feldweg „tot“. Als Ersatz wurde im Jahre 1834 die neue Kunststraße Dingelstädt - Kallmerode - Leinefelde - Worbis - Duderstadt gebaut. Nur lokale Bedeutung hatte die Straße von Dingelstädt über Wachstedt und Großbartloff nach Geismar. Mit dem Bau der Straße von Dingelstädt nach Küllstedt begann man im Jahre 1852. Im Jahre 1854 wurde auch der Feldweg nach Silberhausen zu einer festen Straße ausgebaut. Der „Beuersche Weg“ in Dingelstädt erinnert daran, daß einst eine direkte Verbindung über den Hockelrain zwischen Dingelstädt und dem Dorf Beuren bestand.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Zielrichtung hat den zahlreichen Ausfallstraßen der Stadt die Namen gegeben: „Heiligenstädter Straße“, „Birkunger Straße“, „Küllstedter Straße“, „Kefferhäuser Straße“ (ein Teil dieser Straße heißt „Hinter den Höfen“, die höchste Stelle nennt man „Kalte Quinte“), „Mühlhäuser Straße“ (jetzt „Karl-Marx-Straße“), „Silberhäuser Straße“ und „Wachstedter Straße“. Die Hauptstraße Dingelstädts, durch das Zentrum führend, hieß einst „Lange Straße“, später „Wilhelmstraße“ und heißt jetzt „Geschwister-Scholl-Straße“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Parallel zur „Geschwister-Scholl-Straße“ verläuft die „Lindenstraße“. Sie ist über 130 Jahre alt. Das erste Haus an derselben, die jetzige Konsum-Gaststätte „Zur Linde“, wurde 1848 erbaut. Pfarrer Heinevetter hatte, um die unschönen, verwahrlosten Gebäude der „Langen Nacht“, eine Häuserreihe nördlich der Gertrudenkirche, zu verdecken, eine Reihe von Linden anpflanzen lassen. Sie gaben der neuen Straße ihren Namen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 2/83, Heinz Nelz – Bild: Dingelstädt &nbsp;- Göringstraße um 1935 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 23:56:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Elektro-Ladepark im Gewerbegebiet A38 Ost]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AE9"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Am Elektro-Ladepark im Gewerbegebiet A38 Ost entstehen im ersten Bauabschnitt zehn Schnellladesäulen mit je zwei Ladepunkten – so können 20 Autos gleichzeitig laden. Jede Säule liefert bis zu 400 kW, durchschnittlich dauert ein Ladevorgang etwa 20 Minuten. Der überdachte Park wird zusammen mit den Stadtwerken Heilbad Heiligenstadt gebaut, ist rund um die Uhr geöffnet und nutzt Ökostrom. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Kunden können während des Ladens im Shop typische Eichsfeld-Produkte kaufen, Toiletten nutzen, Kinder spielen lassen oder ihr Auto reinigen. Eine Erweiterung für größere Fahrzeuge ist geplant. Die Investition beträgt insgesamt 2,5 Millionen Euro, davon 1 Million durch die Eichsfeldwerke. Die fehlenden 1,5 Millionen Euro Fördermittel sollen von Thüringen kommen.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: https://www.stadtwerke-heiligenstadt.de – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 23:38:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Berlin Mitte]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Zeitgeschehen"><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AE8"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf dem Bild sind links der Berliner Dom, in der Mitte der Fernsehturm und rechts das neu aufgebaute Berliner Schloss zusehen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das Schloss war ursprünglich die Hauptresidenz der Kurfürsten von Brandenburg aus dem Haus Hohenzollern. Sie stiegen 1701 zu preußischen Königen und 1871 zu deutschen Kaisern auf. Das 1443 mit dem Bau begonnene Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1950 auf Beschluss der SED gesprengt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Das heutige Humboldt Forum ist ein großes Kultur- und Wissenschaftszentrum im Herzen Berlins auf dem Schlossplatz in Mitte. Es wurde 2020 im wiederaufgebauten Berliner Schloss eröffnet und verbindet barocke Fassaden mit einem modernen Innenbau. Im Humboldt Forum gibt es wechselnde Ausstellungen zu globalen Themen, ethnologischen Sammlungen, Kunst und Geschichte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Auf genau dieser Fläche stand von 1976 bis 2008 der Palast der Republik, ein prägnantes Bauwerk der DDR. Er wurde von einem Architektenkollektiv um Heinz Graffunder zwischen 1973 und 1976 errichtet und diente als Sitz der Volkskammer (des Parlaments der DDR) sowie als großes öffentliches Kultur- und Veranstaltungszentrum mit Restaurants, Diskothek, Bowlingbahn und Theater.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Palast war sowohl politischer Repräsentationsbau als auch beliebter Treffpunkt – und wegen seiner Ausstattung mit vielen leuchtenden Kugellampen spottweise auch als „Erichs Lampenladen“ bekannt.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Berlin Mitte 2026 © Alexander Schuster Erfurt</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 24 Jan 2026 23:04:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Zur früheren Befestigungsanlage der Stadt Worbis]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000ADF"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„In einer Urkunde aus dem Jahre 1251 wird Worbis als „civitas“ (Stadt) bezeichnet. Mit diesem Begriff verbinden Wolf-Löffler die Feststellung, daß der Ort schon am Ende des 13. Jahrhunderts von einer Mauer umgeben war. Wahrscheinlich haben die Grafen von Beichlingen als damalige Landesherren die Befestigung errichten lassen. Auf der Karte „Die Herrschaft Bodenstein und ihre Umgebung“ aus dem Jahre 1567 wurde die Stadt von dem Maler mit einer Mauer und den beiden Toren, dem Untertor und dem Obertor, sowie einem Wallgraben gezeichnet. Diese Befestigungsanlage hat lange Bestand gehabt, da die Stadt sich nur langsam ausdehnte. In dem „Situations-Plan von Stadtworbis“ aus dem Jahre 1818 ist der Mauerring noch fast vollständig vorhanden.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Stadtmauer umgab danach in einer fast regelmäßigen quadratischen Form die Stadt. Die Längenangaben in Schritten entsprechen einer Mauerlänge von 300 bis 400 Metern auf jeder Seite. An der dem Klien zugewandten Stadtseite sind in den Mauerring mehrere rechteckige oder halbkreisförmige Türme eingezeichnet. Damit wollte man die seitlichen Mauern der Befestigungsanlage besser mit Geschossen bestreichen können. Wahrscheinlich sah man in dem die Stadt überragenden Höhenzug des Kliens eine größere Gefahr bei feindlichen Angriffen. Früher trug die Umgebung des heutigen Bahnhofs den Namen „hinterm Turm“. In die Befestigungsanlage war sicher auch die Burg in der Nordecke der Stadtmauer mit einbezogen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein doppelter Wallgraben zog sich um die Stadt. Zwischen den Gräben befand sich der sogenannte „Knick“, er war mit Büschen bewachsen und wurde später in Gärten umgewandelt. Am 7. Mai 1560 beschwerte sich die Gemeinde, daß „die Klägerin (Margaretha von Bültzingslöwen) uns unseren Knick und Graben veringert, darinnen Roden, Gärten und Teiche machen läßt, auch ein Backhaus darinn gesetzt, das vor ihrer Zeit also nicht gewesen“. Am Ende des 16. Jahrhunderts schenkte der Mainzer Kurfürst der Stadt die Hälfte des Zapfenzinses, um unter anderem die Stadtmauern ausbessern zu können.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die beiden Tore waren die markantesten Teile der Stadtbefestigung. Das Untertor befand sich bei der früheren Solf'schen Mühle. Es wurde 1673 erneuert und dem Stadtknecht als Wohnung zugewiesen. Im Jahre 1679 wurde das Tor vom Blitz getroffen, dabei kam der Stadtknecht Jacob Watteroth ums Leben. Bei dem Gefecht am Untertor 1761 besetzten die Lucknerschen Jäger das Tor und verteidigten sich hier gegen die angreifenden französischen Dragoner. Später muß die Anlage abgebrochen worden sein, denn 1810 war sie nicht mehr vorhanden. Auf dem Plan von 1818 ist das Tor nur noch als Lücke in der Stadtmauer dargestellt. Wahrscheinlich mußte es den Neubauten der sich nach dem Franziskanerkloster zu ausdehnenden Stadt weichen. Das Obertor ist ungefähr 100 Jahre länger, zumindest in Bauresten, erhalten geblieben. Es befand sich hinter dem an seiner Turmuhr kenntlichen alten Holzmärkerschen Haus. Das Tor bestand aus einem massiven Unterbau und einem Oberbau aus Fachwerk. In der Wohnung wohnte der Hirt, später erhielt sie der Feldhüter. Im Jahre 1864 soll ein Brand das Gebäude zerstört haben. Die letzten baulichen Überreste, ein Teil der Stadtmauer und einer der beiden Tortürme, wurden 1898 beseitigt, um Platz für die Straße nach dem Bahnhof zu gewinnen. Von einer damaligen Fotoaufnahme fertigte Dr. Johannes Müller eine Zeichnung an. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Th. Türich hat versucht, daraus eine zeichnerische Rekonstruktion des alten Obertores herzustellen. Das Tor wurde von zwei halbkreisförmigen Tortürmen, den sogenannten „Rondells“, flankiert. Wegen der eigenartigen kreuzförmigen Schießscharten in den Türmen wurde der Turmrest als „Kreuzturm“ bezeichnet. Damit verband sich sicher die Erinnerung an den alten Gasthof „Zum goldenen Kreuz“ im Holzmärkerschen Haus. Bei den Schießscharten handelt es sich um Schlüsselscharten. Sie wurden wegen der Ähnlichkeit mit einem umgekehrten Schlüssel so genannt und ermöglichten nach Erfindung der Feuerwaffen eine bessere Drehung derselben in der unteren rundlichen Erweiterung. Von der alten Worbiser Befestigung, die jahrhundertelang die Kleinstadt schützen sollte, sind keine Reste mehr vorhanden. Nur die Namen „Untertor“ und „Obertor“ weisen auf die frühere Anlage hin."</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 3/79, Heinrich Türich</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 23:01:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Leinefelde in der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AE1"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Um 1820 dehnte sich der Ort noch nicht über seinen mittelalterlichen Siedlungsraum hinaus aus. Seine Westgrenze verlief am „Rasenweg“, die Ostgrenze bildeten „Pflaster“ und „Am Stege“ (heute: Straße nach Worbis und Brückenstraße). Den Ort durchzogen, von der Leine getrennt, zwei Straßen: „Ringau“ und „Dorfstraße“ (heute Johann-Carl-Fuhlrott-Straße). Das heutige Bahnhofsgelände lag weit außerhalb des Dorfes im Breitenholz, einem sumpfigen Wiesengelände. Leinefelde hatte damals 574 Einwohner.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">1826 erfolgte der Bau der Halle-Kasseler-Straße, die südlich am Ort vorbeiführte. An der Ecke Dorfstraße/Straße nach Worbis wurde 1829 das neue Gemeindewirtshaus „Berliner Hof“ errichtet. 1834 wurde auch die Straße Mühlhausen-Duderstadt zur Chaussee ausgebaut. Im Revolutionsjahr 1848 zählte Leinefelde durch seine Entwicklung zum Handelsort 1 000 Einwohner.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Oberste politische Instanz im Dorf war die Gemeindemitgliederversammlung. Ihr gehörten sämtliche Besitzer von Grund und Boden an. Die Beschlüsse dieses Gremiums, zugleich Dorfgericht, regelten das Leben der Besitzenden untereinander auf demokratische Weise, gegenüber den anderen Einwohnern auf administrative. Die besitzarmen und besitzlosen Leinefelder mußten besonders die Strafgelder selbst auf geringfügige Eigentumsvergehen hart treffen. Um ihrer Ziege das Futter zu sichern, wird ihnen oft kein anderer Weg als der verbotene zu „nichteigenthümlichen“ Rändern und Rainen übriggeblieben sein.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Selbstverständlich hatten die Gemeindemitglieder den Forderungen des preußischen Staates, vor allem seinen finanziellen, gebührend Rechnung zu tragen. Aus diesem Grund bedurfte jeder von ihnen gefaßte Beschluß der Bestätigung des adligen Landrates.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 3/1983, Karl-Heinz Kabisch – Bild: Ringau um 1900 ebd.</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 22 Jan 2026 23:25:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Untere Altstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AE2"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Göttinger Straße war vor 100 Jahren in drei Straßen eingeteilt: „Giekgasse“ bis zur Lindenalle, die „Untere Altstadt“ bis nach dem Waisenhaus und bis zur Bahnhofstraße das „Göttinger Tor“. Die „Obere Altstadt“ gibt es heute noch. 1924 finden wir im Adressbuch 12 Gebäude verzeichnet. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">An Geschäften finden wir die Kohlehändler Heinrich und Hubert Osburg, den Büchsenmacher Johannes Gaßmann, den Tischlermeister Heinrich Rossi, den Kaufmann Eduard Gunkel, den Buchhändler Johannes Stadermann (Bild) und den Stellmachermeister Otto Wand.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"> </span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen, Adressbuch 1924 - Bild: Untere Altstadt um 1920 © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 21 Jan 2026 23:19:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Sah ein Knab ein Röslein stehn]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AE5"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Am 20. Januar (1979) jährte sich zum 150. Male der Tag, an dem das bekannte Lied vom Heideröslein erstmals in einem Konzert öffentlich vorgetragen wurde. Der Komponist Heinrich Werner, geboren am 2. Oktober 1800 in Kirchohmfeld bei Worbis, dirigierte den von ihm geleiteten Gesangverein „Braunschweiger Liedertafel“ und erntete reichen Beifall. Über das „Heideröslein“ gibt es etwa 80 Vertonungen, doch ist nur die Melodie von Heinrich Werner volkstümlich geworden und hat die Verse Goethes vom Knaben, der die Rose brach, weltbekannt gemacht. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Gemeinde Kirchohmfeld errichtete dem Künstler inmitten des Dorfes ein Denkmal (Einweihung am 31. Juli 1910), das noch heute einen Anziehungspunkt für wandernde Schulklassen und Worbiser Kurgäste bedeutet. Heinrich Werner widmete sich als Komponist vor allem der Liedkomposition. Unter den Textdichtern findet man neben Goethe auch den wegen seiner freiheitlichen Gesinnung eingekerkerten Schubart sowie Theodor Körner, den Dichter und Sänger der Freiheitskriege.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Werner vertonte viele Revolutions- und Freiheitslieder und stellte sich als Künstler in seiner Zeit auf die Seite des gesellschaftlichen Fortschritts. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 3/79, Hans Demme – Bild: Heinrich Werner Denkmal in Kirchohmfeld 2015 © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 23:13:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Medizinische Betreuung im Kreis Worbis im Jahre 1909]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000ADC"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Am 1. Mai 1909 gab es im Kreis Worbis 4 Apotheken: in Worbis, Leinefelde, Niederorschel und Großbodungen sowie zwei Filialen: in Weißenborn (Filiale von Großbodungen) und Breitenworbis (Filiale von Worbis). Approbierte Ärzte (Zivilärzte) sind für den gleichen Zeitpunkt nachweisbar in Worbis = 2, Breitenworbis = 1, Niederorschel = 2, Großbodungen = 1, Weißenborn = 1 und Leinefelde = 1. Nur in Worbis und Großbodungen gab es je einen Zahntechniker, und ebenso waren in Worbis, Niederorschel, Weißenborn, Kirchworbis, Gernrode, Birkungen und Neustadt je ein berufsmäßiger Heildiener (einschließlich der Masseure und Desinfektoren) tätig. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Von den 16 im Kreis nachweisbaren staatlich anerkannten und berufsmäßigen Krankenpflegern, die ausschließlich oder vorwiegend häusliche Krankenpflege ausübten, entfielen auf Bernterode 2, Breitenholz 4, Deuna 2, Leinefelde 3, Niederorschel 4 und Breitenbach 1. 15 staatlich anerkannte und berufsmäßige Krankenpfleger waren in den Heil- und Pflegeanstalten des Kreises tätig, und zwar in Worbis 7, Breitenworbis 5 und Neustadt 3. In Brehme war eine nicht approbierte, mit der Behandlung kranker Menschen berufsmäßig beschäftigte Person tätig, und 49 Hebammen gab es in den einzelnen Gemeinden des Kreises, einschließlich der Kreisstadt.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 2/85, H. Godehardt – Bild: Apotheke Großbodungen um 1910 (KI bearbeitet) © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 23:04:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Eine Köpenickiade auf dem Eichsfeld]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000ADB"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Viele Jahre vor dem historischen Auftritt des Hauptmanns
von Köpenick, der zu einer ungeheuren Blamage des preußisch-deutschen
Militarismus führte, kam es zu „einer sonderbaren Schwindelei“ auf dem
Eichsfeld. In Geismar und den umliegenden Orten erschien im April 1876 „bei
mehreren Schulzen ein stattlicher Mann mit einer preußischen Polizeiuniform
(Rock und Überzieher) und gab an, der Diözesanverwalter, Regierungsassessor
Himly zu Paderborn, habe ihn beauftragt, sämtliche Kirchenrechnungen zu
revidieren. Bereitwillig, vom Glanz der Uniform geblendet, legte man ihm in
Geismar, Lengenfeld unterm Stein und anderen Orten alle gewünschten Unterlagen
vor, „obwohl er mit keiner Legitimation ausgestattet war, auch keinen Namen
nannte.“ Auf Kosten der Gemeinden zechte er tüchtig in den Gaststätten und
übernachtete auch dort. Einem Gendarmen kam er schließlich verdächtig vor. Als
dieser von dem angeblichen Revisor die Ausweispapiere zur Einsicht forderte,
„entfloh er durch einen tiefen Bach in die Wälder und wußte dadurch seine
Flucht durchzusetzen, indem die Verfolger mehr Wasserscheu fühlten als der
Uniformierte. Es ist seitdem jede Spur von ihm verloren.“<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 2/85, Rolf Barthel – Bild:
„Eichsfelder Hof“ in Geismar um 1900</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 16 Jan 2026 23:43:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Lichter vom Altenstein]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000ADE"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Wenn der Abend über die Wälder bei Asbach-Sickenberg sinkt
und der Nebel aus dem Tal steigt, meiden die Alten den Weg zur Burgruine
Altenstein. Denn dann, so heißt es, erwacht die Burg noch einmal zum Leben.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Wanderer berichten, dass man in stillen Nächten dumpfes
Klopfen aus dem Fels hören kann, als würde tief unter den Ruinen jemand mit
Hammer und Eisen arbeiten. Manchmal mischt sich darunter das Klingen von Ketten
oder ein fernes Murmeln, das der Wind nicht erklären kann.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Besonders in mondlosen Nächten erscheinen zwischen den
Mauern blasse Lichter. Sie schweben langsam über dem Boden, wechseln ihre Farbe
von fahlem Weiß zu gelblichem Grün und verschwinden, sobald man ihnen zu nahe
kommt. Alte Leute sagen, es seien die Seelen jener, die einst an der Burg
schufteten – Knechte, Wächter und Gefangene, deren Leben im Schatten der Mauern
endete.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Eine Sage erzählt von einem Grenzgänger, der spät am Abend
den Berg hinaufstieg. Als er die Ruine erreichte, sah er ein Licht aus einem
Mauerspalt dringen. Neugierig folgte er ihm. Plötzlich wurde es eiskalt, und
der Wald verstummte. Das Licht zog sich zurück, tiefer in die Steine hinein,
und mit ihm ein leises Flüstern, das seinen Namen zu kennen schien.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Der Mann floh in panischer Angst. Am nächsten Tag fand man
ihn weit unten im Tal, bleich und verstört. Er sprach nie wieder über das, was
er gesehen hatte – nur dass die Burg „nicht tot“ sei.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Bis heute sagen die Menschen aus der Gegend:<br>
Wer bei Nacht die Lichter von Altenstein sieht, sollte stehen bleiben, sich
nicht nähern und schweigend den Rückweg antreten. Denn nicht jedes Licht weist
den Weg – manche führen in die Tiefe.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle und Bild: 2022 bearbeitet und recherchiert-formuliert von KI</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 23:56:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Eichsfelder Wanderarbeiter aus Bodenrode, Böseckendorf und Bleckenrode]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000ADA"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Männer, Frauen und Kinder aus Bodenrode, Böseckendorf und Bleckenrode mußten im 19. Jahrhundert ihr Brot in der Fremde verdienen, denn die Heimat hatte keine Existenzmöglichkeiten für sie. Aus Bodenrode waren es 84 Einwohner, darunter 14 Kinder, aus Böseckendorf 24 Einwohner, darunter 2 Kinder, und aus Bleckenrode 7 Einwohner, die in Zuckerfabriken sowie beim Eisenbahn- und Fabrikbau in der Magdeburger Börde, in Braunschweig und Hannover arbeiteten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein verlogenes, völlig falsches Bild vermittelte Schulze Dietrich aus Bleckenrode in einem Bericht an den Landrat vom 30. Mai 1864, wenn er schreibt: „Solange die Auswanderungsmanie die Eichsfelder ... ergriffen, weil die hiesige Arbeit nicht schmeckt und nicht hoch genug honoriert werden kann, ist mehr und mehr ein Verfall der alten Sitten und der früheren Einfachheit bemerklich und an deren Stelle ... mit dem Stande in keinem Verhältnis stehender Luxus (!) getreten ... Es muß somit diese Auswanderungssucht als ein Hauptkrebsschaden unserer Zeit ... bezeichnet werden.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 4/81, Rolf Barthel – Bild: Bodenrode um 1900 (mit KI bearbeitet) © Thomas Schuster Heiligenstadt</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 14 Jan 2026 23:35:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Cholera wütet 1850 in Heiligenstadt]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AD9"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im 19. Jahrhundert wütete die Cholera als verheerende Seuche in Europa, die Zehntausende Opfer forderte. Die Krankheit war auch als "blauer Tod" wegen seiner Symptome wie eingefallene Augen, schrumpeliger Haut und bläulichen Flecken bekannt. Sie betraf besonders Ältere, Arme und Kinder. Der „Gallenfluss“ ist eine akute Darminfektion, die durch das Bakterium Vibrio cholerae verursacht wird und massive wässrige Durchfälle sowie Erbrechen auslöst, was zu lebensbedrohlichem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust führt. Die Übertragung erfolgt meist über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel, besonders in Gebieten mit schlechter Hygiene. Die Cholera ist behandelbar durch Rehydrierung und Wärme. Sie kann aber auch schnell tödlich enden. Die Übertragung erfolgt durch kontaminiertes Wasser oder Nahrung und durch Kontakt mit Stuhl oder Erbrochenem einer infizierten Person.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Helmut Godehardt beschäftigte sich intensiv mit der Thematik:</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Heiligenstadt wurde in der zweiten Augusthälfte (1850) von der Cholera erfaßt. Sie war, wie Dr. Wunsch berichtet, „unter der ärmeren Klasse in der Stadt aufgetreten“ und hatte „ihren Herd besonders in zwei engen Straßen, dumpfigen Wohnungen und wo die Menschen sehr gedrängt wohnen, aufgeschlagen. Sie schont kein Alter und Geschlecht Die meisten Opfer hat sie unter alten Leuten, unter Kindern und Personen, welche einen wüsten Lebenswandel führen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dr. Wunsch und Dr. Rinke behandelten die Kranken der Stadt durch örtliche Erwärmung der Bauchdecke und indem sie ihnen Meerrettich auf die Herzgrube, die Schienbeine und Waden legten, was oft unglaublich gewirkt haben soll.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Im Hospital zum hl. Geist war ein Lazarett für die Erkrankten eingerichtet worden. Die Leichen brachte man umgehend in die Leichenhalle des Friedhofes, um sie so schnell wie möglich zu bestatten. Von den 5154 Einwohnern der Stadt Heiligenstadt erkrankten 286 und starben 102 Personen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Dr. Wunsch war damals der Ansicht, „daß diese bösartige epidemische Krankheit ursprünglich im Delta in Indien“ sich entwickele, als „Gift dorten aus der Erde seinen ersten Ausgangspunkt“ nehme, sich dann der Atmosphäre beimische, „miasmatisch in Folge der Rotation der Erde und durch Luftströmungen“ weiterverbreitet werde, um dann an den „Orten ihren Herd“ aufzuschlagen, „wo sie ihren Zunder gefunden“.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Erwähnt werden soll auch, daß Dr. Wunsch für den Monat August 1850 eine Witterungstabelle führte. Täglich trug er die Thermometer- und Barometerbeobachtungen sowie die Windrichtung ein. „Tabellarisch nachgewiesen“, so schrieb er am 15.10.1850 an die Regierung in Erfurt, „wälzte sich die Krankheit von Osten nach Westen und Nordost nach Südwest, fast möchte man sagen nach den vorherrschenden Windrichtungen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Was den relativ hohen Anteil an Toten während der Choleraepidemie auf dem Eichsfeld betraf, urteilte Dr. Wunsch: „Hätte die Mehrzahl der erkrankten Personen die ihnen so oft und vielseitig mitgeteilten diätischen Vorschriften sich mehr zu Herzen genommen, so bin ich der Überzeugung, dass ein Drittel derselben weniger gestorben wäre.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 4/81, Helmut Godehardt: „Das Wüten der Cholera auf dem Eichsfeld im 19. Jahrhundert“ - Bild: Krankenheilanstalt Heiligenstadt um 1900 (Postkarte aus dem Fundus Franz Bader) bearbeitet mit KI</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 23:10:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Auswanderung aus dem Kreis Mühlhausen 1858 bis 1864]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Th%C3%BCringen"><![CDATA[Thüringen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AD4"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">"Im Zeitraum von 1859 bis 1864 wanderten aus dem Kreis
Mühlhausen insgesamt 331 Personen mit Konsens aus, und zwar 221 in die USA, 3
in die Schweiz und 107 in andere deutsche Bundesstaaten. Ohne Konsens wanderten
im gleichen Zeitraum 107 Personen in die USA aus, unter denen sich 17
Militärpflichtige befanden. „Die meisten Auswanderer“, so urteilte
Wintzingeroda-Knorr 1866 in seiner statistischen Übersicht des Kreises
Mühlhausen, „werden auf das Zureden ihrer bereits nach Amerika übergesiedelten
Verwandten und Bekannten dorthin gewandert sein; andere mag das Verlangen, sich
schneller, als es hier zu geschehen pflegt, ein erhebliches Vermögen zu
erwerben, noch andere die Furcht vor den Folgen strafbarer Handlungen, und
einige Wenige die Absicht, sich ihrer Militärdienstpflicht zu entziehen, zu
diesem Schritte getrieben haben.“<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div>

<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 3/1985, H. Godehardt - Bild: Mühlhausen um 1833 Kupferstich </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 23:35:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Windische Mark im Südeichsfeld]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AD6"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Sehr interessant sind die Völkerwanderungen und Verschiebungen der Grenzen im frühen Mittelalter. Im Eichsfeld finden wir slawischen Namen wie Worbis, Thalwenden, Windische Gasse, Pfaffschwende, Wendehausen, Wehnde, Wintzingerode …</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">In der fränkischen Zeit nach dem Untergang des Thüringischen Reiches kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den fränkischen Herzögen und den benachbarte Slawen. Die führte im 9. Jahrhundert zur Errichtung der sogenannten Sorbenmark. Sie bekriegten sich nicht nur, sondern lebten auch friedlich nebeneinander. </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Die Wendische Mark war ein spätmittelalterliches Gebiet im heutigen Süden des Landkreises Eichsfeld und westlichen Unstrut-Hainich-Kreis an der Grenze zu Hessen. Ihre genaue Ausdehnung ist nicht bekannt; vermutlich reichte sie von Ershausen bis zum Landgraben bei Faulungen. Die Region gehörte zur Germarmark und später zum Amt Bischofstein. Im Laufe der Zeit wurde sie nach Südosten erweitert und war kein offizieller Amtsbezirk.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i>„Im dritten Jahre nach dem Tode des Kaisers Justinus und nach dem Regierungsantritt des siegreichen Tiberius brach das verwünschte Volk der Slawen auf, durchzog ganz Hellas, die thessalischen und thrakischen Provinzen, nahm viele Städte und Kastelle ein, verheerte, verbrannte, plünderte und beherrschte das Land und wohnte darin ganz frei und ohne Furcht, wie in seinem eigenen. Das dauerte vier Jahre lang und so lange wie der Kaiser mit dem Perserkrieg beschäftigt war und alle seine Heere nach dem Orient schickte. Dadurch hatten sie im Lande freies Spiel, bewohnten es und breiteten sich bald darin aus ... Und so ist es auch heute noch, im Jahre 895 (d.h. 584 u.Z. - d. V.). Sie leben und verweilen ruhig und sorglos in den römischen Provinzen, plündernd, mordend und brennend, sind reich geworden und besitzen Gold und Silber, Pferde-Herden und viele Waffen und haben gelernt, Krieg zu führen . . .“</i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5"><i><br></i></span></div><div data-text-align="center" class="imTACenter"><span class="fs11lh1-5">Johannes von Ephesus - Kirchengeschichte</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div class="imHeading1">Die Slawenwanderung über Thüringen bis zum Main</div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Seit der Zeit der Einwanderung gerieten slawische Siedlergruppen in Verbindung zum fränkischen Reich. Sie drangen über dessen Grenzen in Thüringen, in die Altmark und in Sachsen ein oder wurden von Fürsten und Adel des Frankenreiches ins Land gerufen. Auf diese Weise legten slawische Einwanderer ihre Siedlungen bei Weimar und Erfurt, im Herzen Thüringens, an und nahmen große Landstriche an Main und Regnitz in Nordostbayern ein. Sie bildeten zum Teil eigene Siedlungsgemeinschaften, die man gegen Tribute bzw. Abgaben vom fränkischen Feudaladel zum Landesausbau, zur Neurodung und Kultivierung des Landes einsetzte. Nicht wenige mögen als Gefangene ins Land gekommen sein. So nutzten beispielsweise die Alemannen im Jahre 631 ihren Erfolg gegen den Stammesverband Samos in Böhmen und Mähren, um eine riesige Menge gefangener Slawen mit sich zu schleppen. Kleinere Gruppen slawischer Ansiedler wurden - ebenso wie die einheimischen thüringischen, fränkischen oder bayrischen Bauern - in die feudaladligen Grundherrschaften einbezogen und der feudalen Ausbeutung unterworfen. Die Dörfer erhielten entsprechende Namen, die sich aus teils germanischsprachigen, teils slawischsprachigen Komponenten zusammensetzten, wie Arnoltici (Leute des Arnolt), Winidi (germanische Bezeichnung für eine slawische Siedlung) oder auch Nemci, z. B. Nimtschen, als slawischsprachige Bezeichnung für eine germanische Ansiedlung. Alle drei Namentypen finden sich bis zum Main und zeugen vom friedlichen, symbiotischen, nachbarschaftlichen Zusammenleben der arbeitenden Menschen beider Nationalitäten.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Anders sah es in der politischen Geschichte aus. Gegenüber den slawischen Stammesgewalten, deren Fürsten und Gefolgschaften errichtete der fränkische Staat an Saale und Elbe und in Ostholstein ganze Ketten von Befestigungsanlagen. Eine große Anzahl fränkischer Burgen entstand seit dem 8. Jh. Ebenso suchten die slawischen Stämme ihre Gebiete zu sichern. Um diese Grenzlinien pendelten im 8./9. Jh. im wesentlichen die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankenreich und slawischen Stämmen.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Kriegszüge, wie die Karls im Jahre 789 gegen die Wilzen, zwangen slawische Stammesverbände im fränkischen Vorfeld zeitweilig in Abhängigkeit, veränderten jedoch die politisch-militärischen Verhältnisse nicht grundlegend. Während es im Saalegebiet und an der mittleren Elbe unter den Bedingungen der offenen Landschaft und der intensiven germanisch-slawischen Mischsiedlung innerhalb des Frankenreiches seit dem Ende des 6. Jh. zu mannigfachen Formen germanisch-slawischen Zusammenlebens kam, aus dem die sozialen Schichten der ostfränkisch-deutschen Feudalgesellschaft dieser Gebiete hervorgingen - Knechte und Leibeigene, Hörige, Grundherren und Dienstadel-, bildet sich an der unteren Elbe eine stabile Grenze heraus. Limes Saxonicus genannt, an der sich Sachsen und Obodriten bis zum 12. Jh. gegenüberstanden. …“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen; Joachim Herrmann: „Welt der Slawen“ Beitrag von Karl Wilhelm Stuve - Bild: KI erstellt nach meinen Vorgaben.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 23:56:00 GMT</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Aus dem Archiv: Mittelalterlicher Bodenfund in Rengelrode]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AD3"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">„Beim Aushub für ein Grab auf dem jetzigen Friedhof der Gemeinde, der erst vor etwa 30 Jahren angelegt wurde, stieß man in etwa 1,20 m Tiefe auf diverse Tonscherben und ein stark verrostetes Eisenstück. Dank der Umsicht des Bürgers Franz Witzel wurden die stark verschmutzten 60 Teilstücke sorgsam gesammelt und dem Bereich Bodendenkmalpflege des Museums für Ur- und Frühgeschichte Weimar zur Begutachtung übergeben. Wie jetzt in einem schriftlichen Bericht des Dipl.- Prähistorikers W. Timpel mitgeteilt wurde, handelt es sich dabei um die für das Eichsfeld typische Keramik des 14. Jahrhunderts. Unter den Bruchstücken befinden sich solche von drei Schüsseln, von Kugelbodengefäßen und einer eckigen Kachel. Eine der stark verrußten Schüsseln hatte ursprünglich einen Durchmesser von etwa 40 cm. Das Eisenstück war bei dem sehr schlechten Erhaltungszustand nicht genau zu bestimmen. Es ist zu vermuten, daß mit der Grabung ein Haus aus dem 14. Jahrhundert angeschnitten wurde, das bereits vor langer Zeit wüst wurde und heute von stärkeren Erdschichten überdeckt ist. Der Siedlungsbereich in unmittelbarer Nähe des Kirchturmes, eines ehemaligen Wehrturmes, dürfte somit zum mittelalterlichen Ort gehört haben, in dem bis zum Jahre 1486 eine offensichtlich einflußreiche Ritterfamilie ihren Stammsitz hatte.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Rengelrode ist im Jahre 1184 zum ersten Male urkundlich erwähnt und seine Bewohner konnten vor einem Jahr die würdige 800-Jahr-Feier begehen. Der Fund aus ferner Vergangenheit wurde im Archiv und Magazin des Museums in Weimar eingelagert. Bei kommenden Arbeiten in der Nähe der Fundstelle wird man mit großer Sorgfalt umgehen, um möglicherweise weitere Siedlungsreste zu bergen.“</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eichsfelder Heimathefte 3/1985, Martin Fischer – Bild: Kirche St. Johannes in Rengelrode um 1900 (bearbeitet) © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 23:07:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Werdigeshäuser Kirche]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Eichsfeld"><![CDATA[Eichsfeld]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AD8"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ein Ort der Stille und Erholung ist die Werdigeshäuser Kirche, die wie die Kapelle Etzelsbach an einer gleichnamigen Wüstung errichtet wurde. Sie ist per Fahrzeug von der Landstraße nach Kefferhausen oder über die Mehlbeerallee zu Fuß über die Landstraße Wachstedt – Heuthen erreichbar. Ein schöner Weg führt auch von der Unstrutquelle Kefferhausen zur Kapelle.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Einer Sage zufolge stand in der Pfarrkirche von Werdigeshausen ein Gnadenbild des heiligen Cyriakus, das von vielen Einwohnern des Eichsfeldes verehrt wurde. Während eines Krieges wurden sowohl das Dorf als auch die Pfarrkirche vollständig zerstört. Die verbliebenen Dorfbewohner siedelten sich daraufhin in Heuthen und Kefferhausen an und bauten ihre Häuser nicht wieder auf. Beim Aufräumen der Trümmer entdeckte man das Bild des heiligen Cyriakus unversehrt an der ehemaligen Stelle der Kirche. Daraufhin entbrannte ein Streit zwischen Heuthen und Kefferhausen darüber, wem das Gnadenbild zustehen sollte. Das Los entschied zugunsten der Heuthener, die das Bild in einer feierlichen Prozession in ihre Kirche brachten. Doch am folgenden Morgen war das Bild verschwunden und wurde erneut bei den Resten der alten Kirche gefunden. Diese Begebenheit wiederholte sich mehrmals, was die Heuthener als himmlisches Zeichen deuteten. Deshalb errichteten sie an der Stelle der alten Pfarrkirche eine Kapelle, in welcher das Gnadenbild aufgestellt wurde. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde auch diese Kapelle zerstört und das Bild verschleppt. Schließlich wurde 1750 von Pfarrer Cyriakus Frankenberg aus Dingelstädt eine neue Kapelle gebaut, die bis heute von Gläubigen besucht wird.</span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle und Bild: © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 23:28:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Der Neptun auf dem Marktplatz]]></title>
			<author><![CDATA[Thomas Schuster]]></author>
			<category domain="https://www.schuster-heiligenstadt.de/blog/index.php?category=Heiligenstadt"><![CDATA[Heiligenstadt]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000AD5"><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Ursprünglich zierte der Meeresgott den Brunnen auf dem Schlossplatz, der zusammen mit dem Schloss 1738 errichtet wurde. Der Neptun, oder wie die alten Heiligenstädter ihn nannten – Lektumes – war später ein Verkehrshindernis, zudem fiel die Wasserversorgung des Brunnens immer schwerer. Der Brunnen wurde durch die Wasserkunst, die sich am Kornhaus befand, mit Wasser versorgt. So wurde der Brunnen 1830 auf dem Marktplatz versetzt und das Wasserbecken verkleinert. Er stand an der heutigen Stelle. Da er in den 1950er Jahren dort auch im Wege stand und die Zufahrt zur Marktstraße blockierte, wurde er in die Mitte des Marktplatzes versetzt. Am 21. Mai 1997 kam er nach einer Sanierung – ein Arm war abgebrochen – wieder an seine alte Stelle zurück.<br></span></div><div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5"><br></span></div> &nbsp;<div data-text-align="justify" class="imTAJustify"><span class="fs11lh1-5">Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 1960er Jahre – Bild von Herrn Hromada (bearbeitet) © Thomas Schuster Heiligenstadt </span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 06 Jan 2026 23:38:00 GMT</pubDate>
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