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Interessantes und Neues
Historische Ansichten
Heiligenstadt - Neujahr 1906 - vor 120 Jahren

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Vorstellung Paris
In den nächsten Tagen befindet sich zweitägig in meinem Block eine kleine Vorstellung von Paris. Von Erfurt bis Paris sind es ca. 8,5 Stunden mit dem Zug. Nach dem Frühstück auf dem Domplatz zum Abendessen an der Champs-Élysées.

Notre-Dame

Die Kathedrale Notre-Dame de Paris ist eines der berühmtesten gotischen Meisterwerke der Welt und liegt im Herzen von Paris auf der Île de la Cite. Nach dem verheerenden Brand im April 2019, bei dem der hölzerne Vierungsturm und das Dach zerstört wurden, konnte die Kathedrale nach jahrelanger, originalgetreuer Rekonstruktion im Dezember 2024 erfolgreich wiedereröffnet werden.

Der Bau begann im Jahr 1163 unter König Ludwig VII. und dauerte fast 200 Jahre bis zur Fertigstellung um 1330/1345. 1804 krönte sich hier Napoleon Bonaparte selbst zum Kaiser der Franzosen. Victor Hugos weltberühmter Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" rettete die Kirche im 19. Jahrhundert vor dem Verfall und stieß ab 1844 eine massive Restaurierungswelle an.

Die Kathedrale Notre-Dame de Paris birgt neben ihrer weltberühmten Architektur zahlreiche faszinierende Geschichten und Anekdoten. Beim schweren Brand im April 2019 stürzte der Vierungsturm ein, und man befürchtete, der kupferne Hahn auf seiner Spitze sei geschmolzen. Doch er wurde fast unversehrt in den Trümmern gefunden. In seinem Inneren befanden sich historisch wertvolle Reliquien, darunter ein Dorn der Dornenkrone Christi. Direkt auf dem Vorplatz der Kathedrale befindet sich der Point Zéro (Nullpunkt). Dieser bronzene Stern im Boden markiert den offiziellen Ausgangspunkt, von dem aus alle Entfernungen der Straßen von Paris und ganz Frankreich gemessen werden. Die berühmten Fabelwesen an den Mauern sehen zwar mittelalterlich aus, ein Großteil der grotesken Figuren und Wasserspeier (Gargouilles) wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert während der großen Restaurierung durch den Architekten Eugène Viollet-le-Duc hinzugefugt oder komplett erneuert.


Die Bachkirche in Arnstadt
Die Johann-Sebastian-Bach-Kirche in Arnstadt ist eine evangelische Kirche, in der Johann Sebastian Bach von 1703 bis 1707 seine erste feste Anstellung als Organist innehatte. Das im barocken Stil errichtete Gotteshaus ist weltbekannt für seine einzigartige Orgelgeschichte und zieht Musikliebhaber aus aller Welt an.
Die Kirche wurde zwischen 1676 und 1683 als „Neue Kirche“ erbaut. Sie entstand auf den Ruinen der alten St.-Bonifatiuskirche, die 1581 bei einem verheerenden Brand der Innenstadt vollständig zerstört worden war. Zum 250. Geburtstag des berühmten Komponisten im Jahr 1935 wurde die Kirche offiziell in „Johann-Sebastian-Bach-Kirche“ umbenannt. Arnstadt gilt als wichtige Wiege der Musikerfamilie Bach, da hier zahlreiche Vorfahren lebten und wirkten. Die Kirche zeichnet sich im Inneren durch ein schlichtes hölzernes Tonnengewölbe aus und besitzt eine seltene Besonderheit – zwei übereinander installierte Orgeln auf der Westempore:

Die barocke Wender-Orgel: Dieses Instrument wurde 1703 vom Orgelbauer Johann Friedrich Wender fertiggestellt und vom jungen, damals erst 18-jährigen Johann Sebastian Bach persönlich geprüft und eingeweiht. Sie wurde zur Jahrtausendwende aufwendig nach historischen Plänen rekonstruiert.
Die romantische Steinmeyer-Orgel: Direkt unter der Wender-Orgel befindet sich das größere, spätromantische Werk der Firma Steinmeyer aus dem Jahr 1913, welches ebenfalls umfassend restauriert wurde.

Demenz ist im Vormarsch
Demenz ist ein Oberbegriff für ein Syndrom aus mehr als 50 verschiedenen Erkrankungen des Gehirns, die zu einem fortschreitenden Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit führen. Die häufigsten primären Demenzformen entstehen direkt im Gehirn, da dort Nervenzellen absterben. Alzheimer-Krankheit ist mit 60 bis 70 Prozent aller Fälle die häufigste Ursache, bei der sich Eiweißablagerungen (Plaques) im Gehirn bilden. Die vaskuläre Demenz macht 15 bis 20 Prozent aus und entsteht durch Durchblutungsstörungen oder kleine Infarkte im Gehirn. Seltenere Erkrankungen sind die Lewy-Body-Demenz und die Frontotemporale Demenz. Weiterhin gibt es Sekundäre Demenzen, die teilweise heilbar sind, weil die Ursache nicht im Gehirn liegt.

Thüringen belegt mit 22 Demenz- Diagnosen pro 1.000 Einwohner bundesweit den zweiten Platz hinter Sachsen (29 pro 1.000). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 15 pro 1.000. Keine Region Thüringens liegt unter dem Bundesdurchschnitt.
Die höchsten Werte verzeichnen Weimar (28,2), Gera (27,8) und der Landkreis Greiz (27,3). Die niedrigsten Raten weisen Sonneberg (16,4), Saalfeld-Rudolstadt (17,5) und Sömmerda (17,6) auf.
In Thüringen leben aktuell rund 54.000 Menschen mit Demenz. Im Landkreis Eichsfeld leben derzeit schätzungsweise zwischen 2.000 und 2.300 Menschen mit einer Demenzerkrankung

Bei den über 90-Jährigen ist etwa jeder Vierte betroffen. In der Gruppe der 80- bis 89-Jährigen liegt der Anteil bei knapp 13 %, bei den 70- bis 79-Jährigen bei rund 3 %.
Fast ein Drittel (31 %) der Demenzkranken leidet gleichzeitig an einer Depression. Eine schwere Depression im Lebensverlauf erhöht das Demenzrisiko, während der geistige Abbau umgekehrt depressive Symptome auslösen kann.
Neben Depressionen gelten Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und soziale Isolation als Risiken. Laut dem Lancet-Bericht von 2020 ließen sich bis zu 40 % der Demenzfälle durch Bewegung, gesunde Ernährung, Verzicht auf Alkohol/Nikotin und geistige Aktivität vermeiden oder verzögern.

Wir haben im Eichsfeld nur ein Pflegeheim für Demenzkranke - es ist das katholische Heim St. Elisabeth in Breitenworbis.
Ein großer Pluspunkt dieser Einrichtung ist der hervorragende Personalschlüssel: Pro Pflegeeinheit kümmern sich eine Pflegefachkraft, zwei Pflegekräfte und ein Sozialarbeiter um die Bewohner. Das Heim ist beschützend („geschlossen“) gestaltet, was ein unbeabsichtigtes Weglaufen zuverlässig verhindert.
Jeder Demenzerkrankte hat ein eigenes, sehr schön eingerichtetes Zimmer, das dank eines Zugangssystems nur von der jeweiligen Person selbst verlassen werden kann – so wird die Privatsphäre gewahrt und fremdes Betreten vermieden. Zur Ausstattung gehören zudem eine Klimaanlage auf den Etagen sowie ein gepflegter Garten.

Das Personal begegnet den Menschen stets außerordentlich freundlich und hilfsbereit. Bei jedem meiner Besuche erlebe ich, wie die Bewohner liebevoll im Gemeinschaftsraum betreut werden. Solltet ihr vor der schweren Entscheidung stehen, einen Angehörigen mit Demenz in einer Pflegeeinrichtung unterzubringen, kann ich dieses Heim aus voller Überzeugung empfehlen.
Damit umgeht ihr Probleme, die euch und den Angehörigen treffen können, so wie in meiner Familie. Wenn ihr Rat und Hilfe braucht, stehe ich euch gerne zur Verfügung. Diese Erfahrung war die schwerste in meinem Leben!

Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Allgemeiner Anzeiger - Bild: Demenzpflegeheim St. Elisabeth in Breitenworbis © Thomas Schuster Heiligenstadt
© www-heiligenstadt.net
Die Geschichte des Heiligenstädter Jesuitenkollegs
Ich biete hier ein Buch im Namen eines Heimatforschers an, der diesen Band doppelt besitzt. Es handelt sich um den zweiten Teil der übersetzten Chronik des Jesuitenkollegs von Bernhard Opfermann.

Bernhard Opfermann: „Die Geschichte des Heiligenstädter Jesuitenkollegs Teil 2 (1686-1772)
Herausgeber: Mecke Druck und Verlag Duderstadt 1992

Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden.

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