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Interessantes und Neues
Heinrich Heine
Der in Heiligenstadt getaufte Heinrich Heine starb am 17. Februar 1856 in Paris. Mit seiner Konvertierung zum Christentum erhoffte er sich seinen „Eintritt“ in die Gesellschaft. Der Heiligenstädter Kurpark wurde nach ihm benannt.
Rechtsmediziner der Universitäten Düsseldorf und Göttingen untersuchten 1996 einige Haare seines Körpers und kamen zum Ergebnis, dass Heinrich Heine an einer Bleivergiftung starb. Vermutlich wurde er sogar ermordet.
Im Mai 1848 erlitt er einen Zusammenbruch, nach seiner Darstellung im Louvre vor der Venus von Milo. Anschließend war er fast vollständig gelähmt und verbrachte seine letzten Lebensjahre in der „Matratzengruft“. Erste Anzeichen einer Erkrankung hatte er seit 1832, die sich in Lähmungserscheinungen, Kopfschmerzattacken und Sehschwächen zeigten.

6 Jahre vor seinem Tod besuchte ein Freund Heine in Paris. Er schrieb:

„In einem kleinen aber sehr reinlichen Zimmer fand ich ihn auf mehreren auf dem Fußboden übereinandergelegten Matratzen lang ausgestreckt. Obgleich jetzt gänzlich erblindet, und von den schwersten Leiden abgezehrt, war er wieder der Heine von früher; es waren dieselben feinen und geistreichen Züge. Ein schönes, kastanienbraunes, langes Haar diente dem obern Theile des blassen Gesichtes als Rahmen, während ein sorgfältig gehaltener Bart, der sich von der Oberlippe um das Kinn zog und unten spitz endete, die untere Parthie des Gesichts von der weißen Decke scharf abschnitt.
Die abgemagerten bleichen Arme und die wohlgeformten bleichen Hände waren regungslos von beiden Seiten ausgestreckt.

Es war ein Bild des Jammers, aber ein im hohen Grade fesselndes. Er hatte mich beim Anmelden, da ich meinen Namen nicht genannt, erst abgewiesen und entschuldigte sich nun, indem er mir ein herzzereißendes Bild von seinem Zustande und seiner Leiden entwarf, mit dem Bedauern, mir nicht einmal die Rechte reichen zu können, da sie gelähmt sei - denn nur mit Mühe konnte er einzelne Finger bewegen. Er fand es hart, daß sich auch der leise Schimmer mehr verlöre, der ihn zu Zeiten und wenn er die rechte Stellung traf, erlaubte, einzelne Gegenstände zu erkennen. Sein Rücken war durch wiederholtes Brennen zu einer einzigen großen Wunde geworden, und selbst das Sprechen verursachte ihm Schmerzen; mit einem Worte, er war von allen den Leiden geplagt, welche stets im Gefolge eines schon weit vorgerückten Rückenmarkübels zu finden sind, und dennoch war bei allen diesen Leiden, bei den grausamsten Schmerzen, welche selbst den Stärksten trostlos machen würden, in seinem Gesichte eine so heitere Ruhe ausgeprägt, daß sein Zustand bei Weitem nicht so beklagenswerth erschien, als er doch war und woher kam diese Ruhe, diese Fassung, die ihm erlaubte, von seinen Leiden zu sprechen, als trafen sie einen Andern? …“

Quelle: Eisenbergisches Nachrichtenblatt vom 2.4.1850, A. R.

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Frühjahrsfest des Eisenbahnvereins
Am 20. und 21. April 2024 lädt der Heiligenstädter Eisenbahnverein e.V. zum Frühjahrsfest an den Ostbahnhof in Heiligenstadt ein. Der Eintritt ist frei.

Aus dem Programm:

„Besuchen Sie unsere Veranstaltung am Samstag, den 20. April 2024 in der Zeit von 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr und am Sonntag, den 21. April von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Hier können Sie historische Eisenbahnfahrzeuge hautnah und in Betrieb erleben. Wir bieten ein Stück Eisenbahngeschichte zum Sehen und Anfassen. Ein echtes Schmuckstück ist unsere historische Dampflokomotive der Baureihe 94, die letzte ihrer Art. Bei Fragen zu Fahrzeugen sprechen Sie einfach die ausgewiesenen Helfer an.

Eine besondere Attraktion sind die Führerstandsmitfahrten auf unseren beiden kleinen Dieselloks aus den Jahren 1952 und 1962 sowie auf unserem Akkuschleppfahrzeug von 1987. Hierbei können Sie sich wie ein echter Lokführer fühlen. Wer sich auf den Schienen lieber mit eigener Muskelkraft fortbewegen möchte, kann dies bei einer Draisinenfahrt erleben. Als weiteres Highlight wird eine kleine Dampflok im „Western-Style“ auf dem Parkplatz ihre Runden für junge und junggebliebene Gäste drehen. Wie in jedem Jahr steht auch die Hüpfburg wieder bereit.

Aber auch die Freunde und Interessierte der Modelleisenbahn kommen in unserem alten Bahnpostwagen auf ihre Kosten. Hier können unsere große TT-Modellanlage und eine kleine HO-Modellanlage besichtigt werden. Diese werden zum großen Teil von unserer Jungendgruppe betreut. Sollte noch jemand etwas für seine eigene Modellanlage benötigen, so wird er sicher bei der kleinen Modellbörse fündig.

Für das leibliche Wohl unserer Besucher ist wie immer gesorgt. Neben echter Eichsfelder Bratwurst vom Grill gibt es leckere Kaltgetränke am Bierwagen. Wer Kaffee und selbstgebackenen Kuchen bevorzugt, findet beides in unserem nostalgischen Buffetwagen aus dem Jahre 1967.“

10 Jubiläen 2024 im Eichsfeld
900 Jahre Kloster Gerode – 07.12.1124 In dieser Urkunde sind die Orte Büttstedt, Jützenbach, Hüpstedt, Bischofferode, Lüderode und Großbodungen mit aufgeführt. Weitere Feiern: 850 Jahre Bernterode/Worbis – 31.01.1174 - 725 Jahre Lindewerra – 24.01.1299 - 625 Jahre Pfaffschwende – 1399
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