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Hallstatt
Die Hallstattzeit (ca. 800 bis 450 v. Chr.) ist eine der bedeutendsten Epochen der mitteleuropäischen Ur- und Frühgeschichte. Sie markiert die ältere Eisenzeit in Mitteleuropa.
Namensgeber ist der Ort Hallstatt im Salzkammergut in Österreich. Dort wurde bereits seit der Bronzezeit unter Tage Steinsalz abgebaut. Das Salz war zum Konservieren von Lebensmitteln unersetzlich und machte die Region extrem wohlhabend. Im Gräberfeld von Hallstatt wurden über 1.000 prunkvolle Gräber entdeckt.

Eisen löste die Bronze als wichtigstes Werkstoff- und Waffenmetall ab. Da Eisenerz wesentlich häufiger vorkommt als Kupfer und Zinn, veränderten sich Handwerk, Landwirtschaft und Kriegsführung grundlegend. In dieser Phase bildete sich erstmals eine ausgeprägte Oberschicht im mitteleuropäischen Raum heraus (oft als frühe Kelten bezeichnet). Die Verstorbenen der Eliten wurden in großen Holzgrabkammern unter mächtigen Grabhügeln beigesetzt. Dazu gehörten prunkvolle Beigaben wie vierrädrige Zeremonienwagen, bronzenes Trinkgeschirr, Schmuck aus Gold und Bernstein sowie Waffen. Sie betrieben intensiver Handel mit dem Mittelmeerraum unter anderem den Etruskern und Griechen.

Auf die Hallstattzeit folgte um ca. 450 v. Chr. die La-Tène-Zeit (die jüngere Eisenzeit), in der die keltische Kunst und Kultur ihre Blütezeit erreichte. Heute ist der Ort überlaufen und ein touristischer Höhepunkt im Salzkammergut und der Steiermark. Erhalten geblieben sind zwei Erzählungen:

„An der Stelle, wo sich heute der Hallstättersee ausbreitet, stand ehemals eine große Stadt: Cervusan, beherrscht vom mächtigen Schlosse Stutato. Die Bewohner beschäftigten sich mit Acker- und Bergbau. Man fand nicht nur Eisen in der Nähe der Burg, sondern auch Blei, ja selbst Silber und Gold, wie dies heute noch der Name "Goldbach" beweist, der unweit fließt. Aber der Wohlstand verdarb die Leute von Cervusan und Gott ließ sie zur Strafe mitsamt ihrer Stadt im Wasser versinken, das aus einer unterirdischen Quelle emporsprudelte. Das stolze Schloß aber fiel in Trümmer.“

Eine weitere Sage erzählt:
„Um den Kreuzstein bei Hallstatt tanzen im Mondenschein drei Feen, welche die Schluchten des benachbarten Berges, Echernwand geheißen, bewohnen. Wunderschön, aber sehr böse, lieben sie es nicht, in ihrer schimmernden Blöße gesehen zu werden. Ein junger fürwitziger Müller, so erzählt man, folgte einst den "wilden Jungfrauen" bis in ihr Versteck, ward von ihnen ergriffen und über die Felsen hinabgeschleudert.“

Quelle: https://www.sagen.at/.../oberoest.../commenda/hallstatt.html - Bilder: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt

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