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Das Schillerhaus in Weimar
Das Schillerhaus in Weimar (heute in der Schillerstraße, damals der „Esplanade“) war Friedrich Schillers letzte Wohnstätte. Er kaufte das stattliche spätbarocke Bürgerhaus im März 1802 für die beachtliche Summe von 4.200 Reichstalern, um seiner sechsköpfigen Familie endlich ein festes Heim zu bieten.
Im obersten Stockwerk richtete sich Schiller sein Arbeitszimmer und Schlafzimmer ein. Das einzelne Fenster zeigte zur Nebenstraße.  Hier entstanden in seinen letzten drei Lebensjahren große Werke wie „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“, ehe er hier am 9. Mai 1805 verstarb.
Bereits 1847 erwarb die Stadt Weimar das Gebäude und richtete es als eine der ersten Dichter-Gedenkstätten Deutschlands ein. Heute gehört es zum UNESCO-Welterbe „Klassisches Weimar“.

Es gibt eine kleine Anekdote aus der Zeit Schillers:
Die wohl berühmteste Überlieferung rund um Schillers Arbeitszimmer betrifft eine kuriose Angewohnheit des Dichters, die von Johann Wolfgang von Goethe dokumentiert wurde. Goethe berichtete dem Kanzler Friedrich von Müller, dass er Schiller einst in dessen Abwesenheit in der Wohnung besuchen wollte. Da Schiller noch nicht da war, setzte sich Goethe an dessen Schreibtisch, um ein paar Notizen zu machen. Plötzlich stieg ihm ein unerträglicher, beinahe betäubender Geruch in die Nase. Er ging der Ursache nach und öffnete eine der Schreibtischschubladen: Sie war randvoll mit faulenden Äpfeln. Als Goethe schockiert die Fenster öffnete und Schillers Ehefrau Charlotte hineintrat, klärte sie den Besuch auf: Schiller könne ohne diesen Geruch weder leben noch arbeiten. Der Duft faulender Äpfel – genauer gesagt das freigesetzte Ethylen-Gas – wirkte auf den Dichter offenbar als merkwürdiger Promotor für seine Kreativität und hielt ihn bei nächtlichen Schreibsessions wach.

Quelle: Eigene Aufzeichnungen, KI – Bild: Schillerhaus 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt
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