Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

Direkt zum Seiteninhalt

Bestandsaufnahme: Die Heiligenstädter Fegebankswarte

Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von in Heiligenstadt · 8 September 2018
Tags: Fegebankswarte
Bei meinem Besuch der Fegebankswarte war ich sehr positiv überrascht. Das Umfeld ist in einem ordentlichen und gepflegten Zustand und lädt zu einem Spaziergang ein. Der Gedenkstein, der geodätische Punkt und das Marienbild sind diesmal von Müll und Geäst freigeräumt.

Zu erkennen sind jetzt auch die Wallanlagen und Gräben, die an der Warte verlaufen. Im Mittelalter besaß Heiligenstadt ebenso eine Landwehr wie der heute denkmalgeschützte Mühlhäuser Landgraben. Warten und auch Ortschaften waren von so einer Anlage, bestehend aus Graben, Wall und „Knick“ (dichtes Gestrüpp, Sträucher und Hecken) umgeben. Der Name „Knickhagen“ als Ursprung von Heiligenstadt stammt von dieser Bezeichnung ab.

In der Nähe des Hügels liegen noch einige kleine Sandsteine, die als Bruchstücke vermutlich von der Warte übriggeblieben sind. 1822 wurde diese bedeutende Warte, die als Ort des Eichsfelder Landtages genutzt wurde, abgerissen. Die Fegebankswarte stand bestimmt an einer Straße, die zum Rusteberg führte. Hier residierte während der Zeit der Vizedom des Eichsfeldes, der Stellvertreter des Mainzer Kurfürsten. Das Wartensystem um Heiligenstadt entstand zu Beginn des 15. Jahrhunderts.




Zurück zum Seiteninhalt