Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Die Hasenburg - Flucht- und Zwingburg im Eichsfeld (1)

Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von in Eichsfeld · 5 April 2019
Tags: HasenburgWallrodeBuhla
Im Jahre 1994 wurde auf der Hasenburg mit der Rekonstruktion eines Gebäudes begonnen, das heute leider nicht mehr steht. Wahrscheinlich wurde das Projekt als ABM-Maßnahme durchgeführt.

Über Funde der Hasenburg schreibt Duval:

„Aus älterer Zeit finden sich zwischen schwärzlicher Erde, hier und da auch zwischen durch Brand gehärteten und geröteten Lehmschichten, Kohlen, Schlacken, verkohltes Getreide, Tier- und Menschenknochen, teils im gewöhnlichen Zustande, teils verbrannt, Zähne von Pferden, Hunden und Ebern usw., zahlreiche Gefäßbruchstücke, Urnen der verschiedensten Art und Farbe, teils aus Kies, Spat und Kohle, teils aus Spat, Kohle und Feldachat zusammengesetzt, vorzüglich aber aus einer schwarzen Masse bestehend.

Von den mit den verschiedenartigsten Verzierungen, namentlich mit der bekannten, oft auf germanischen Gefäßen gefundenen, durch Linien gebildete Dreiecksform versehenen Urnen- und Gefäßscherben könnte man, wenn man an den geeigneten Orten, namentlich an der Umwallung sucht, während einer Stunde einen großen Korb füllen, doch ist es, alles Nachforschens unerachtet, bis jetzt noch nicht gelungen, eine gut erhaltene Urne oder ein vollständiges Gefäß aufzufinden, entweder weil die meisten Gefäße nach dem Opfermahle vernichtet, namentlich aber alle bei dem Totenessen gebrauchte Geräte zerschlagen wurden, oder weil nach der oben angeführten Mitteilung des alten Melissantes die Oberfläche des Berges einmal urbar gewesen, wodurch die Urnen, welche offenbar kaum 2 bis 3 Zoll tief in der Erde gestanden haben, zerstört worden sind.“



Quelle: Carl Duval: „Das Eichsfeld“ – 1845, Bild: Rekonstruktion eines Gebäudes der Hasenburg © Thomas Schuster 1997


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