Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Die Wüstung "Wenigen Buhla"

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Eichsfeld ·
Tags: WüstungWenigenBuhla
Zwischen Haynrode und Buhla befand sich der Ort Wenigen Buhla (Wenigen Büel, Bula minor), der schon vor dem 15. Jahrhundert verlassen wurde. Flurnamen wie „Schmiedehof“, „Neue Haus“ und „Herrenfeld“ lassen auf den Standort des ehemaligen Dorfes schließen.
Beim Ort befand sich eine sehr alte Gerichtsstätte, die bis ins 17. Jahrhundert nachgewiesen ist.

Interessant ist eine Notiz um 1600 bis ca. 1618:

„Es hat für Jahren einen starken Büchsenschuss vom Realgrenzstein vom Ascheroder Gnick eine ‚Hainbuche‘ gestanden, welche umgefallen und nun hat der Herzog (Heinrich Julius) von Braunschweig einen halbmannshohen Stein dahin gesetzt, wo er alljährlich Montag post Michaelis a. K. durch den Fiskal (öffentlicher Beamter) von Gebra ein burgliches Gericht hegen lässt. Es wird aber nicht gehandelt, noch einige Mannschaften dahin gebeten, ausser einige Schützen, die er mit sich bringt. Sobald der Fiskal, der sich auf den Stein setzt, das Gericht im Namen des Herzogs gehegt hat, so reitet er wieder fort.“



Quelle: Levin, Freiherr von Wintzingeroda-Knorr „Die Wüstungen des Eichsfeldes“ - 1903



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