Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Heiligenstädter Stadtrat beschließt Wiederaufbau der „Uhlenburg“ in der Ratsgasse nach Zeichnung Cordiers - Das war ein Aprilscherz!

Heiligenstadt im Eichsfeld
Herausgegeben von in Heiligenstadt ·
Tags: UhlenburgRatsgasse
In der Ratsgasse in Heiligenstadt befindet sich in der Mauer in Nähe des alten Schlauchturms ein Portal, das ursprünglich der Uhlenburg gehörte.

Von der Uhlenburg sind heute nur noch die Toreinfahrt und drei zum Teil in Felsen geschlagene Kellergewölbe vorhanden. Wann die Uhlenburg erbaut wurde, ist nicht überliefert. Il, öl, eil, ul bedeutet im allgemeinen Wasser, vielleicht die Nähe zur Geislede.
Erstmals urkundlich erwähnt wird das Lehnshaus im Jahre 1303. Vielleicht stand hier das Haus, welches Dietrich von Arenshausen in diesem Jahre seinen Vettern von Hanstein verkaufte?

Die erste sichere Nachricht geht in das Jahr 1611 zurück, wo die Familie von Zwehl dieses Gebäude erwarb. Johann Zwehl kaufte auch die umliegenden kleinen Häuser, um dann an der Stelle ein neues Gebäude errichteten lassen.

Im Jahre 1646 ist die Uhlenburg als Hansteinsches Freihaus auf dem Fluckschen Stadtplan aufgeführt. Der kurmainzische Hauptmann Constantin von Zwehl übergab im Jahre 1774 das Haus seinem Vetter, dem Stadthauptmann Adrian von Zwehl. Nach dessen Tode war der Regierungsrat Christoph von Zwehl Eigentümer der sogenannten Uhlenburg.

1808 ist im Testament des Carl Herwig von Zwehl zu lesen: „das ganze Zwehlsche Lehn- und Freihaus, die sogenannte Eulenburg in Heiligenstadt.“ Im selben Jahr wird ein doppeltes Gerechtigkeitshaus, die Uhlenburg am Altstädter Kirchhof neben dem Rathaus genannt und zum Kauf angeboten. Das Gebäude wurde 1820 abgerissen, nur die Einfahrt blieb erhalten.

Bilder: © Thomas Schuster 2019 und Rekonstruktion nach einer Zeichnung Cordiers



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